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Kongruenz in Erst- und Zweitsprachverarbeitung

Dieses Projekt beschäftigt sich damit, wie das morphologische System der Muttersprache eines Sprechers seine Fähigkeit beeinflusst, Kongruenz im Deutschen als Zweitsprache zu verarbeiten. Wir untersuchen zwei Arten von Kongruenz: Numerus-Kongruenz zwischen Subjekt und Verb und Genus-Kongruenz in Possessivpronom-Dependenzen. Wir bedienen uns dieser Phänomene, um zwei wichtige Fragen aus dem Bereich des Zweitsprachverarbeitung zu beleuchten: Sind manche Sprachen schwerer zu verstehen (und womöglich zu erlernen) als andere? Und kann diese Schwierigkeit darin liegen, wie die Muttersprache eines Sprechers seine Verarbeitungsmechanismen beeinflusst? Um diese Fragen zu beantworten, vergleichen wir Sprachlerner, deren Muttersprache entweder über eine umfangreiche Kongruenz-Morphologie (Spanisch) oder eine einfache Kongruenz-Morphologie (Englisch) dahingehend, wie sie Kongruenz im Deutschen verarbeiten. 

Kontakt: Sol Lago

Die Verarbeitung von nicht-kanonischen Wortstellungen im Italienischen

Dieses Projekt untersucht die Verarbeitung von nicht-kanonischen Wortstellungen in Italienischen. Mithilfe von Leseexperimenten, untersuchen wir, inwiefern die Verarbeitung von nicht-kanonische Wortstellungen schwerer als die Verarbeitung von kanonischen Wortstellungen ist, und welche Faktoren diese Schwierigkeit bei monolingualen und bilingualen Sprechern beeinflussen. Für die monolingualen Sprecher, untersuchen wir, ob es eine Korrelation zwischen dem Erwerbszeitpunkt einer Struktur und dem Schwierigkeitsgrad ihrer Verarbeitung gibt. Für die bilingualen Sprecher, berücksichtigen wir die Rolle der Sprachkompetenz und sprachübergreifender Einflüsse. Wir fokussieren uns auf die Verarbeitung von postverbalen Subjekten im Zusammenhang mit verschiedenen Verbklassen. 

Kontakt: Andrea Listanti

NEWS: Andrea, Sol und Jacopo werden die Ergebnisse dieses Projekts als Kurzvortrag auf der AMLAP 2021 präsentieren, die vom 2.-4. September in Paris stattfindet. 


Referenzstrategien in bilingualen Geschichten

Dieses Projekt will Aufschluss geben über Variationsmuster in der Verarbeitung von Prominenz-Strukturen. Mithilfe von Eye-Tracking-Experimenten untersuchen wir, wie deutsch-italienisch und deutsch-englisch bilinguale Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren morphosyntaktische und pragmatische Informationen während des narrativen Lesens integrieren. Wir erwarten, dass sich die bilingualen Kinder dahingehend voneinander unterschieden, wie sensitiv sie auf morphosyntaktische und pragmatische Informationen in der Verarbeitung von Diskurs reagieren. Als mögliche Faktoren für diese Variation untersuchen wir die Rolle sprachübergreifender Einflüsse, Unterschiede in Bilingualitätsprofilen und die individuellen kognitiven Fähigkeiten der Kinder. (in Zusammenarbeit mit Christiane Bongartz, Universität zu Köln im Rahmen des SFBs 1252 „Prominence in Language“).

Kontakt: Jacopo Torregrossa