"Schrei der Erde. Schrei der Armen. 50 Jahre Befreiungstheologie und die Bedrohung Amazoniens".

Befreiungstheologischer Thementag im Haus am Dom

Am Samstag, den 17. April, fand unter Mitwirkung unserer Professorin für Religionstheologie und Religionswissenschaft, Frau Prof.'in Dr. Anja Middelbeck-Varwick, der befreiungstheologische Thementag des Bildungszentrums Haus am Dom als Onlineformat statt.

Vor dem Hintergrund der Theologie der Befreiung und den gegenwärtigen sozialen und ökologischen Konflikten wurden die Möglichkeiten und Grenzen kirchlich-caritativen Handelns und einer Pastoral auch hier vor Ort behandelt und in verschiedenen Arbeitsgruppen diskutiert. Weitere Infos können Sie dem Flyer entnehmen.


Die Aufnahme der Veranstaltung ist jetzt auf Youtube verfügbar.

Im Rahmen der Themenwoche Theologie interkulturell unter dem Motto „Christentum im Nahen Osten“ mit unserer diesjährigen Gastdozentin Dr. Viola Raheb (Universität Wien) fanden vom 18. bis zum 21. Januar Veranstaltungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt. Die Hybridveranstaltungen sind jetzt auf unserem YouTube-Kanal abrufbar. Untenstehend sind die einzelnen Veranstaltungen verlinkt.


Weitere Informationen zu den Inhalten der Themenwoche und die Infoflyer zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.     

Herzlich willkommen bei Theologie interkulturell!


Seit 1985 bildet Theologie interkulturell einen Schwerpunkt von Forschung und Lehre am Fachbereich Katholische Theologie, der in den vergangenen Jahrzehnten von Prof. Dr. Thomas Schreijäck verantwortet und erfolgreich etabliert wurde. Derzeit liegt die Verantwortung für Theologie interkulturell bei der Professur für Religionstheologie und Religionswissenschaft.

Das Programm „Theologie interkulturell“ wird jährlich im Wintersemester angeboten. Es werden Probleme der Inkulturation von Christentum, Kirche und Theologie in einem außereuropäischen Kulturkreis („Kultur“ hier in einem umfassenden Sinn verstanden) sowie Probleme der interkulturellen und interreligiösen Kommunikation behandelt. Neben anderen Formen des Austausches und der Zusammenarbeit gehört zu den Aufgaben der Gastprofessur beispielsweise:

  • eine öffentliche Vortragsreihe,
  • ein gemeinsames Seminar mit Mitgliedern des Fachbereichs,
  • ein Oberseminar für Doktorandinnen und Doktoranden.

Weiter unten auf dieser Seite finden sie alle vorangegangenen Gastdozenturen und ihre jeweiligen Vorlesungsreihen.

Aktuelles

Flyer zur Themenwoche Theologie interkulturell

Dr. Viola Raheb wuchs in Bethlehem als Tochter einer alteingesessenen palästinensisch-christlichen Familie auf. An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studierte sie Erziehungswissenschaften und Evangelische Theologie; das Studium schloss sie 1995 ab. Ihre Promotion in Advanced Theological Studies schloss sie 2017 an der Universität Wien ab. Bis September 2002 war sie Schulrätin der Evangelisch-Lutherischen Schulen in Jordanien und Palästina (ELCJ). Viola Raheb lebt seit 2002 in Wien und arbeitet als selbstständige Beraterin im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und des interkulturellen Dialogs. Sie verfügt über Trainings- und Beratungserfahrung in unterschiedlichen Organisationen im öffentlichen Sektor (Ministerien, NGOs) u.a. Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten, Austrian Development Agency (ADA), Deutscher Entwicklungsdienst, Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog. Angesichts der jüngsten Flüchtlingskrise aus dem Nahen Osten kuratierte Dr. Raheb mehrere internationale Konferenzen und hielt zahlreiche Workshops und Fortbildungen für Lehrer*nnen, Mitarbeiter*nnen des öffentlichen Dienstes sowie NGOs im Bereich der Integration von Geflüchteten, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Frauen ab. Sie ist Mitglied zahlreicher Organisationen und Gremien, die sich für Frieden und Dialog einsetzen.

Dr. Viola Raheb ist Universitätsassistentin am Lehrstuhl für Religionswissenschaften der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Weitere Informationen finden Sie auf Frau Dr. Rahebs Webseite. 

Lehrveranstaltung „Christ*innen im Nahen Osten – Innenperspektiven“

Im Blockseminar geht es darum, einen differenzierten Blick auf die Situation der Christ*innen in den Ländern des Nahen Ostens zu erarbeiten. Das Seminar ermöglicht einen Überblick über die Geschichte, Demographie, konfessionelle Vielfalt christlicher Präsenz in den verschiedenen Ländern sowie vertiefende Einblicke in die sozio-politischen Kontexte und die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für die christliche Präsenz in den jeweiligen Ländern. Dabei bieten insbesondere Texte und Stimmen einheimischer Christ*innen aus dem Nahen Osten eine Grundlage zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Der Kurs findet als Blockseminar im Rahmen der Themenwoche „Christentum im Nahen Osten“ (15. bis 23. Januar 2021) am Fachbereich 07 statt. Einzelne Veranstaltungen der Themenwoche gelten als obligatorische Lerneinheiten des Kurses. Sollte die Präsenzlehre im Januar nicht möglich sein, wird die Lehrveranstaltung im Sommersemester nachgeholt. Eine verbindliche Vorbesprechung findet am Freitag, 27. November, 14:00-15:00 Uhr, online statt. Eine Anmeldung über das LSF/Vorlesungsverzeichnis ist bis zum 19. Oktober, 9 Uhr, erforderlich.

Literatur:
Awad, Najib George, And Freedom Became a Public-Square. Political, Sociological and Religious Overviews on the Arab Christians and the Arab spring, Berlin 2012.

Khoury, Rafiq/Zimmer-Winkel, Rainer (Hg.), Christian Theology in the Palestinian Context, Berlin 2019.

Tamcke, Martin/Rammelt, Claudia (Hg.), Thinking about Christian Life in the Turmoil Times of the Middle East. Insights and Reflections from East and West, Göttingen 2020.
Im Rahmen der Themenwoche fanden folgenden Veranstaltungen statt:

  • Montag, 18. Januar 2021, 19 Uhr:

Abendcolloquium

„Christliche Minderheiten im Nahen Osten. Aktuelle Herausforderungen“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Bernd Mussinghoff (Generalsekretär der Stiftung Pro Oriente, Wien); Prior Gaby Geagea CML (Leiter der Maronitenmission Deutschland)

Kooperation zwischen Theologie interkulturell und Haus am Dom

Ort: Haus am Dom, Großer Saal

Link zum Video


  • Mittwoch, 20. Januar 2021, 12-14 Uhr:

Mittagsgespräch

„Christlich-muslimische Beziehungen im Nahen Osten. Chancen und Hindernisse“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Prof. Dr. Bekim Agai

Moderation: Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick

Kooperation zwischen Theologie interkulturell und Institut für Studien der Kultur und der Religion des Islam (Goethe-Universität)

Ort: Campus Westend

Link zum Video


  • Mittwoch, 20. Januar 2021, 19 Uhr:

Podiumsdiskussion

„Interreligiöses Zusammenleben im Nahen Osten? Aktuelle Herausforderungen“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Prof. Dr. Dirk Ansorge (Sankt Georgen); Dr. Timo Güzelmansur (CIBEDO); JProf. Dr. habil. theol. Tobias Specker SJ (Sankt Georgen); Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick (Goethe-Universität)

Kooperation zwischen Theologie interkulturell, PTH Sankt Georgen und Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO)

Ort: Sankt Georgen, Aula

Link zum Video


  • Donnerstag, 21. Januar 2021, 12-14 Uhr:

Mittagsgespräch

„Frauenrechte im Nahen Osten“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Prof. Dr. Ulrike Bechmann (Universität Graz, angefragt) und Katja Voges (Referentin für Menschenrechte und Religionsfreiheit, Missio Aachen)

Moderation: Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick

Ort: Campus Westend

Link zum Video


Den Flyer zur Themenwoche mit einer Übersicht über alle Termine finden Sie hier

Flyer zur Themenwoche Theologie interkulturell

Dr. Viola Raheb wuchs in Bethlehem als Tochter einer alteingesessenen palästinensisch-christlichen Familie auf. An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studierte sie Erziehungswissenschaften und Evangelische Theologie; das Studium schloss sie 1995 ab. Ihre Promotion in Advanced Theological Studies schloss sie 2017 an der Universität Wien ab. Bis September 2002 war sie Schulrätin der Evangelisch-Lutherischen Schulen in Jordanien und Palästina (ELCJ). Viola Raheb lebt seit 2002 in Wien und arbeitet als selbstständige Beraterin im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und des interkulturellen Dialogs. Sie verfügt über Trainings- und Beratungserfahrung in unterschiedlichen Organisationen im öffentlichen Sektor (Ministerien, NGOs) u.a. Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten, Austrian Development Agency (ADA), Deutscher Entwicklungsdienst, Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog. Angesichts der jüngsten Flüchtlingskrise aus dem Nahen Osten kuratierte Dr. Raheb mehrere internationale Konferenzen und hielt zahlreiche Workshops und Fortbildungen für Lehrer*nnen, Mitarbeiter*nnen des öffentlichen Dienstes sowie NGOs im Bereich der Integration von Geflüchteten, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Frauen ab. Sie ist Mitglied zahlreicher Organisationen und Gremien, die sich für Frieden und Dialog einsetzen.

Dr. Viola Raheb ist Universitätsassistentin am Lehrstuhl für Religionswissenschaften der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Weitere Informationen finden Sie auf Frau Dr. Rahebs Webseite. 

Lehrveranstaltung „Christ*innen im Nahen Osten – Innenperspektiven“

Im Blockseminar geht es darum, einen differenzierten Blick auf die Situation der Christ*innen in den Ländern des Nahen Ostens zu erarbeiten. Das Seminar ermöglicht einen Überblick über die Geschichte, Demographie, konfessionelle Vielfalt christlicher Präsenz in den verschiedenen Ländern sowie vertiefende Einblicke in die sozio-politischen Kontexte und die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für die christliche Präsenz in den jeweiligen Ländern. Dabei bieten insbesondere Texte und Stimmen einheimischer Christ*innen aus dem Nahen Osten eine Grundlage zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Der Kurs findet als Blockseminar im Rahmen der Themenwoche „Christentum im Nahen Osten“ (15. bis 23. Januar 2021) am Fachbereich 07 statt. Einzelne Veranstaltungen der Themenwoche gelten als obligatorische Lerneinheiten des Kurses. Sollte die Präsenzlehre im Januar nicht möglich sein, wird die Lehrveranstaltung im Sommersemester nachgeholt. Eine verbindliche Vorbesprechung findet am Freitag, 27. November, 14:00-15:00 Uhr, online statt. Eine Anmeldung über das LSF/Vorlesungsverzeichnis ist bis zum 19. Oktober, 9 Uhr, erforderlich.

Literatur:
Awad, Najib George, And Freedom Became a Public-Square. Political, Sociological and Religious Overviews on the Arab Christians and the Arab spring, Berlin 2012.

Khoury, Rafiq/Zimmer-Winkel, Rainer (Hg.), Christian Theology in the Palestinian Context, Berlin 2019.

Tamcke, Martin/Rammelt, Claudia (Hg.), Thinking about Christian Life in the Turmoil Times of the Middle East. Insights and Reflections from East and West, Göttingen 2020.
Im Rahmen der Themenwoche fanden folgenden Veranstaltungen statt:

  • Montag, 18. Januar 2021, 19 Uhr:

Abendcolloquium

„Christliche Minderheiten im Nahen Osten. Aktuelle Herausforderungen“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Bernd Mussinghoff (Generalsekretär der Stiftung Pro Oriente, Wien); Prior Gaby Geagea CML (Leiter der Maronitenmission Deutschland)

Kooperation zwischen Theologie interkulturell und Haus am Dom

Ort: Haus am Dom, Großer Saal

Link zum Video


  • Mittwoch, 20. Januar 2021, 12-14 Uhr:

Mittagsgespräch

„Christlich-muslimische Beziehungen im Nahen Osten. Chancen und Hindernisse“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Prof. Dr. Bekim Agai

Moderation: Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick

Kooperation zwischen Theologie interkulturell und Institut für Studien der Kultur und der Religion des Islam (Goethe-Universität)

Ort: Campus Westend

Link zum Video


  • Mittwoch, 20. Januar 2021, 19 Uhr:

Podiumsdiskussion

„Interreligiöses Zusammenleben im Nahen Osten? Aktuelle Herausforderungen“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Prof. Dr. Dirk Ansorge (Sankt Georgen); Dr. Timo Güzelmansur (CIBEDO); JProf. Dr. habil. theol. Tobias Specker SJ (Sankt Georgen); Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick (Goethe-Universität)

Kooperation zwischen Theologie interkulturell, PTH Sankt Georgen und Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO)

Ort: Sankt Georgen, Aula

Link zum Video


  • Donnerstag, 21. Januar 2021, 12-14 Uhr:

Mittagsgespräch

„Frauenrechte im Nahen Osten“

Dr. Viola Raheb im Gespräch mit: Prof. Dr. Ulrike Bechmann (Universität Graz, angefragt) und Katja Voges (Referentin für Menschenrechte und Religionsfreiheit, Missio Aachen)

Moderation: Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick

Ort: Campus Westend

Link zum Video


Den Flyer zur Themenwoche mit einer Übersicht über alle Termine finden Sie hier

​Dr. Raheb über das Seminar

In diesem Video stellt Frau Dr. Viola Raheb ihr Blockseminar vor und lädt die Studierenden herzlich ein, das Seminar und die Themenwoche zu besuchen.


Veröffentlichungen

Veröffentlichungen

Schreijäck, Thomas & Serikov, Vladislav: Das Heilige interkulturell. Ostfildern: Grünewald 2017.

Eine Liste mit vorangegangenen Publikationen finden Sie hier:

Veranstaltungsarchiv der Gastprofessuren

2019 - 25 Jahre Regenbogen-Nation. Eine Bestandsaufnahme aus theologischer Perspektive (Dr. Boniface Mabanza Bambu, DR Kongo)

2018 - Das Land der Zukunft kehrt um: Religiöse Ambiguitäten in Brasilien 50 Jahre nach Medellín (Dr. Leandro Luis Bedin Fontana, Brasilien)

2017 - Wandel religiöser Identitäten in einer globalisierten Welt. Annäherungen in indisch-interkultureller Perspektive (Prof. Dr. Felix Wilfred, Indien)

2016Das Prinzip der "Harmonie" in den Religionen Japans. Herausforderungen und Perspektiven (Prof. Dr. Haruko K. Okano, Japan)

2015 - Die Religionen in der globalen Zivilgesellschaft. Eine ASIEN-PAZIFIK-Perspektive (Prof. Dr. Dr. John D'Arcy May, Australien)

2014 - Tajimat Pujút /„gut leben“. Prophetischer Einspruch und Anspruch aus Amazonien im Zeitalter der Globalisierung (Dr. Birgit Weiler, Peru)

2013 - Wieder einmal. Das Markusevangelium aus Amerika (Prof. Dr. Leif E. Vaage, Kanada)

2012 - Ästhetik und Theologie. Eine interkulturelle hindu-christliche Perspektive (Prof. Dr. Anand Amaladass, Indien)

2011 - Das Leben bejahen. Elemente einer Theologie des Lebens aus kongolesischer Perspektive (Dr. Boniface Mabanza, Kongo)

2010 - Religion und Theologie im andinen Kontext Lateinamerikas (Prof. Dr. Josef Estermann, Bolivien)

2009 - Ein Blick in dier Werkstatt der chinesisch-christlichen Theologie (Prof. Dr. Dr. Luis Gutheinz SJ, Taiwan)

2008 - Theologie und Kirche Lateinamreikas auf dem Weg. Stolpersteine und Wegmarken diesseits von Medellín und jenseits von Aparecida (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paulo Suess, Brasilien)

2007 - Christentum und chinesische Kultur: eine spannungsvolle Begegnung (Prof. Dr. Maria Ko Ha Fong, China)

2006 - Christliche Spiritualität im indischen Kontext. Der Beitrag einer Minderheitenreligion zum interreligiösen Lernen (Prof. Dr. Clemes Mendonca, Indien)

2005 - Kreolische Kultur und Religion in Mauritius (Prof. Dr. Danielle Palmyre-Florigny, Mauritius)

2004 - "Menschen der Erde": Tradition und Utopie - Das Volk der Mapuche in Chile vor den Herausforderungen der Globalisierung (Prof. Dr. Fernando Diaz, Chile)

2003Einheit in der Vielfalt der Religionen. Zwischen Babel und Pfingsten - eine indische Vision (Prof. Dr. Francis X. D'Sa SJ, Indien)

2002 - Religionen und Frauen in Asien. Wege zu einer lebensfördernden Spiritualität (Prof. Dr. Mary John Mananzan OSB, Philippinen)

2001 - Afrikanische Mythen, Riten und Lebensformen in der Begegnung mit Islam, Christentum und Moderne - Das Beispiel Kamerun (Prof. Dr. Nazaire Bitoto Abeng, Kamerun)

2000- China im Wandel - Kultur und Religionen Chinas und das Christentum (Prof. Dr. Luis Gutheinz SJ, Taiwan)

1999 - Zusammenprall der Kulturen und Religionen - Das Beispiel Sri Lanka (Prof. Dr. Seemampillai J. Emmanuel, Sri Lanka)

1998 - Weltweit entwurzelt. Das Inkulturationsparadigma auf dem Prüfstand - Lateinamerika und Brasilien vor den Herausforderungen des XXI. Jahrhunderts (Prof. Dr. Dr. h.c. Paulo Suess, Brasilien)

1997 - Afrikanische Kulturen und christlicher Glaube in Nigeria - Eine Gesellschaft im Übergang (Prof. Dr. Obiora F. Ike, Nigeria)

1996 - An den Ufern des Ganges - Neue Aufbrüche der Theologie in Indien (Prof. Dr. Felix Wilfred, Indien)

1995 - Abschied vom Gott der Europäer - Auf dem Weg zu einer neuen Katholizität (Prof. Dr. Robert Schreiter, USA)

1994 - Christliche Theologie im japanischen Kontext (Prof. Dr. Haruko K. Okano, Japan)

1993 - Christliche Theologie im Kontext des Islam (Prof. Dr. Louis J. Mascarenhas, Pakistan)

1992 - 1492 - Die Entdeckung Amerikas oder die "Verdeckung des Anderen"? (Prof. Dr. Enrique Dussel, Mexiko)

1991 - Russland und das Christentum (Prof. Dr. Wladimir Iwanow, Russland)

1990 - Das kosmische Jen - Eine Begegnung von Christentum und Konfuzianismus (Prof. Dr. Thaddaeus T'ui chieh Hang, Taiwan)

1989 - Theologie der Befreiung in Lateinamerika (Prof. Dr. Juan Carlos Scannone, Argentinien)

1988 - Theologie im Pazifik (Prof. Dr. Dr. John D'Arcy May, Australien)

1987 - Christliche Theologie im Kontext philippinischer Kultur und Gesellschaft (Prof. Dr. Benigno P. Beltran, Philippinen)

1986 - Christliche Theologie im Kontext indischer Hochreligion (Prof. Francis X. D'Sa SJ, Indien)

1985 - Afrikanische Theologie in ihrem gesellschaftlichen Kontext (Prof. Dr. Bénézet Bujo, Kongo)

2019 - 25 Jahre Regenbogen-Nation. Eine Bestandsaufnahme aus theologischer Perspektive (Dr. Boniface Mabanza Bambu, DR Kongo)

2018 - Das Land der Zukunft kehrt um: Religiöse Ambiguitäten in Brasilien 50 Jahre nach Medellín (Dr. Leandro Luis Bedin Fontana, Brasilien)

2017 - Wandel religiöser Identitäten in einer globalisierten Welt. Annäherungen in indisch-interkultureller Perspektive (Prof. Dr. Felix Wilfred, Indien)

2016Das Prinzip der "Harmonie" in den Religionen Japans. Herausforderungen und Perspektiven (Prof. Dr. Haruko K. Okano, Japan)

2015 - Die Religionen in der globalen Zivilgesellschaft. Eine ASIEN-PAZIFIK-Perspektive (Prof. Dr. Dr. John D'Arcy May, Australien)

2014 - Tajimat Pujút /„gut leben“. Prophetischer Einspruch und Anspruch aus Amazonien im Zeitalter der Globalisierung (Dr. Birgit Weiler, Peru)

2013 - Wieder einmal. Das Markusevangelium aus Amerika (Prof. Dr. Leif E. Vaage, Kanada)

2012 - Ästhetik und Theologie. Eine interkulturelle hindu-christliche Perspektive (Prof. Dr. Anand Amaladass, Indien)

2011 - Das Leben bejahen. Elemente einer Theologie des Lebens aus kongolesischer Perspektive (Dr. Boniface Mabanza, Kongo)

2010 - Religion und Theologie im andinen Kontext Lateinamerikas (Prof. Dr. Josef Estermann, Bolivien)

2009 - Ein Blick in dier Werkstatt der chinesisch-christlichen Theologie (Prof. Dr. Dr. Luis Gutheinz SJ, Taiwan)

2008 - Theologie und Kirche Lateinamreikas auf dem Weg. Stolpersteine und Wegmarken diesseits von Medellín und jenseits von Aparecida (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paulo Suess, Brasilien)

2007 - Christentum und chinesische Kultur: eine spannungsvolle Begegnung (Prof. Dr. Maria Ko Ha Fong, China)

2006 - Christliche Spiritualität im indischen Kontext. Der Beitrag einer Minderheitenreligion zum interreligiösen Lernen (Prof. Dr. Clemes Mendonca, Indien)

2005 - Kreolische Kultur und Religion in Mauritius (Prof. Dr. Danielle Palmyre-Florigny, Mauritius)

2004 - "Menschen der Erde": Tradition und Utopie - Das Volk der Mapuche in Chile vor den Herausforderungen der Globalisierung (Prof. Dr. Fernando Diaz, Chile)

2003Einheit in der Vielfalt der Religionen. Zwischen Babel und Pfingsten - eine indische Vision (Prof. Dr. Francis X. D'Sa SJ, Indien)

2002 - Religionen und Frauen in Asien. Wege zu einer lebensfördernden Spiritualität (Prof. Dr. Mary John Mananzan OSB, Philippinen)

2001 - Afrikanische Mythen, Riten und Lebensformen in der Begegnung mit Islam, Christentum und Moderne - Das Beispiel Kamerun (Prof. Dr. Nazaire Bitoto Abeng, Kamerun)

2000- China im Wandel - Kultur und Religionen Chinas und das Christentum (Prof. Dr. Luis Gutheinz SJ, Taiwan)

1999 - Zusammenprall der Kulturen und Religionen - Das Beispiel Sri Lanka (Prof. Dr. Seemampillai J. Emmanuel, Sri Lanka)

1998 - Weltweit entwurzelt. Das Inkulturationsparadigma auf dem Prüfstand - Lateinamerika und Brasilien vor den Herausforderungen des XXI. Jahrhunderts (Prof. Dr. Dr. h.c. Paulo Suess, Brasilien)

1997 - Afrikanische Kulturen und christlicher Glaube in Nigeria - Eine Gesellschaft im Übergang (Prof. Dr. Obiora F. Ike, Nigeria)

1996 - An den Ufern des Ganges - Neue Aufbrüche der Theologie in Indien (Prof. Dr. Felix Wilfred, Indien)

1995 - Abschied vom Gott der Europäer - Auf dem Weg zu einer neuen Katholizität (Prof. Dr. Robert Schreiter, USA)

1994 - Christliche Theologie im japanischen Kontext (Prof. Dr. Haruko K. Okano, Japan)

1993 - Christliche Theologie im Kontext des Islam (Prof. Dr. Louis J. Mascarenhas, Pakistan)

1992 - 1492 - Die Entdeckung Amerikas oder die "Verdeckung des Anderen"? (Prof. Dr. Enrique Dussel, Mexiko)

1991 - Russland und das Christentum (Prof. Dr. Wladimir Iwanow, Russland)

1990 - Das kosmische Jen - Eine Begegnung von Christentum und Konfuzianismus (Prof. Dr. Thaddaeus T'ui chieh Hang, Taiwan)

1989 - Theologie der Befreiung in Lateinamerika (Prof. Dr. Juan Carlos Scannone, Argentinien)

1988 - Theologie im Pazifik (Prof. Dr. Dr. John D'Arcy May, Australien)

1987 - Christliche Theologie im Kontext philippinischer Kultur und Gesellschaft (Prof. Dr. Benigno P. Beltran, Philippinen)

1986 - Christliche Theologie im Kontext indischer Hochreligion (Prof. Francis X. D'Sa SJ, Indien)

1985 - Afrikanische Theologie in ihrem gesellschaftlichen Kontext (Prof. Dr. Bénézet Bujo, Kongo)

Zur Geschichte von Theologie interkulturell

Der Fachbereich Katholische Theologie und alle Mitglieder des ehemaligen Vereins Theologie interkulturell e.V. danken Herrn Prof. Dr. Thomas Schreijäck herzlich für seine jahrelange engagierte Arbeit für Theologie interkulturell. An dieser Stelle finden Sie in Kürze eine ausführliche Würdigung Herrn Prof. Dr. Schreijäcks.

Als 1. Vorsitzender von „Theologie interkulturell e.V.“ begrüße ich Sie sehr herzlich und danke Ihnen für Ihr Interesse an unserem interdisziplinären Forschungs- und Lehrprojekt am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

„Theologie interkulturell“ feierte im Studienjahr 2014/2015 sein 30-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums erschien die Broschüre „30 Jahre Theologie interkulturell“, die informativ und anschaulich einen Überblick über die drei vergangenen Jahrzehnte der Arbeit von „Theologie interkulturell“ gibt (siehe Publikationen). Sie dokumentiert eine in vielfacher Hinsicht außergewöhnliche Erfolgsgeschichte seit der Gründung des Fachbereichs  Katholische Theologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main im Jahr 1985. Unser Jubiläum fällt mit dem 100jährigen Gründungsjubiläum der Goethe-Universität und mit dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren zusammen. Ohne diese beiden Referenzen wäre „Theologie interkulturell“ in der hier dokumentierten Geschichte nicht denkbar. Wir freuen uns sehr über zahlreiche und wichtige Kontakte sowie wertvolle Freundschaften, die im Laufe der vielen Jahre entstanden sind und zu Kooperationen auf Universitäten, Nationen und Kontinente überschreitender Ebene geführt haben, sowie über die damit in Verbindung stehenden eindrucksvollen Forschungsergebnisse.

Im Gründungsjahr von „Theologie interkulturell“ 1985 klangen sowohl Titel als auch Anliegen dieses Forschungsschwerpunkts noch exotisch und für manche sogar riskant. Heute wird angesichts fortschreitender Globalisierungsprozesse und weltweiter Verstöße gegen die grundlegenden Gebote von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wohl kaum jemand die Bedeutung und Dringlichkeit des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Frage stellen. 

Religiöser Glaube, theologisches Denken und solidarisches Handeln aus einer religiösen Grundüberzeugung heraus sind nicht auf ein Christentum westlich-europäischen Zuschnitts begrenzt. Über den Zeitraum von drei Jahrzehnten hat sich „Theologie interkulturell“ zu einem die theologischen Disziplinen umgreifenden und durchdringenden Programm in Forschung und Lehre entwickelt, das so in Deutschland noch immer einmalig ist und von Anfang an zentral zum Standortprofil des Fachbereichs Katholische Theologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main beigetragen hat.

„Theologie interkulturell“ unternimmt den Versuch, auf der Ebene akademisch betriebener Theologie einen Lernprozess anzustoßen, der nicht nur die Forschung in den unterschiedlichen theologischen Fächern betrifft, sondern auch Studierende von Anfang an dafür sensibilisiert, dass religiöser Glaube, theologisches Denken und solidarisches Handeln aus einer religiösen Grundüberzeugung heraus nicht auf ein Christentum westlich-europäischen Zuschnitts begrenzt sind und weltweite Interdependenzen nicht nur auf der Ebene des Marktes bestehen. Das Projekt intendiert die Öffnung für die Spiritualität, Religiosität und für die Art und Weise des Theologietreibens von Frauen und Männern in anderen kulturellen Kontexten – nicht etwa, um die eigene Tradition zu verwerfen, vielmehr um den weltkirchlichen Horizont in Forschung und Lehre mit einer gewissen Selbstverständlichkeit einzubeziehen und so den eigenen theologischen Horizont zu erweitern. 

Unser Forschungs- und Lehrprojekt lebt von dem Engagement der Beteiligten, von Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Um es auch in Zukunft erfolgreich weiterführen zu können, sind wir besonders auf finanzielle Förderung angewiesen. Ich möchte Sie dazu einladen, sich über Geschichte und Anliegen von „Theologie interkulturell“, die mittlerweile 30 bisherigen Gastprofessorinnen und Gastprofessoren und ihre Arbeiten sowie über die interdisziplinär und interkulturell angelegten Forschungsprojekte und Symposien seit der Gründung von „Theologie interkulturell“ und ebenso über den das Projekt tragenden Verein und seine Fördermöglichkeiten auf unserer Homepage zu informieren.

Ich wünsche Ihnen eine reichmachende Reise durch drei Dekaden „Theologie interkulturell“!

Prof. Dr. Thomas Schreijäck

Como presidente de “Theologie interkulturell" e.V. les agradezco su interés por el proyecto interdisciplinario de la Facultad de Teología Católica de la Universidad“ Johann Wolfgang Goethe“ en Francfort del Meno.

En el año académico 2014/2015 “Theologie interkulturell” celebró su trigésimo aniversario. Con motivo de este acontecimiento se publicó el folleto, “Treinta Años de Theologie interkulturell” en el cual se ofrece, de una manera informativa e ilustrativa, una visión panorámica del trabajo de “Theologie interkulturell” en las pasadas tres décadas. Este folleto documenta desde diversos puntos de vista el exitoso devenir de nuestro proyecto, desde su fundación en 1985 en el seno de la facultad de Teología Católica de la Universidad J.W. Goethe en Francoforte del Meno. Nuestro aniversario coincide con el centenario de la fundación de la Universidad J.W. Goethe y con el cincuentenario de la clausura del Concilio Vaticano II. Sin estas dos referencias no sería concebible el desarrollo de “Theologie interkulturell” en la historia aquí documentada. 

A lo largo de las tres décadas de vida de este proyecto hemos ido acumulando innumerables contactos de importancia y sobre todo amistades muy valiosas lo cual es motivo de entusiasmo y alegría pues todos ellos nos han llevado a establecer vínculos de cooperación con universidades, naciones y continentes, mismos que, a su vez, han fructificado en investigaciones con resultados impresionantes.

Cuando en 1985 se fundó “Theologie interkulturell”, a algunos les aparecía el título y los objetivos del proyecto como algo exótico; para otros, incluso, era un proyecto arriesgado. Hoy en día, sin embargo, ante los procesos progresivos de globalización y las violaciones a nivel mundial de los principios elementales de justicia, paz y conservación de la creación, nadie cuestiona más el significado y la perentoriedad del diálogo intercultural e interreligioso.

Durante estas tres décadas pasadas, “Theologie interkulturell” se ha desarrollado como un programa comprensivo en la investigación y en la enseñanza que impregna y atraviesa todas las disciplinas teológicas, lo cual es todavía único en Alemania y decisivo para el perfil académico de la facultad de Teología Católica de la Universidad de Francoforte del Meno.

“Theologie interkulturell” pretende impulsar al nivel de la teología académica un proceso educativo que no se limite solamente a la investigación en las diversas disciplinas teológicas, sino que sensibilice desde el principio a los estudiantes con respecto a que la fe, el pensamiento teológico y el compromiso solidario basado en una convicción religiosa no son exclusivos del cristianismo en Europa Occidental, además de que las interdependencias a un nivel global no sólo existen a nivel del mercado. El proyecto se abre a la espiritualidad, religiosidad y a la forma distintiva de hacer teología de hombres y mujeres de otros contextos culturales, esto no con la intención de negar la propia tradición sino con la pretensión de integrar, de una manera natural, al horizonte mundial de la iglesia en la enseñanza e investigación de la teología y de esta manera ampliar el propio horizonte teológico.

Nuestro proyecto educativo y de investigación vive gracias al compromiso de sus miembros, a sus cuotas y a las diversas donaciones exteriores. Para poder seguir sosteniendo este proyecto de manera exitosa en el futuro dependemos cada vez más de subsidios económicos. Quiero aquí invitarlos a informarse sobre la historia y los objetivos de “Theologie interkulturell”, así como acerca de los profesores invitados y sus trabajos, sobre los proyectos de investigación, simposios interdisciplinarios e intercambios culturales que se han llevado a cabo desde su fundación. También podrán informarse sobre la asociación que financia y fomenta el proyecto así como sobre las posibilidades de apoyo económico al mismo.

¡Les deseo un viaje enriquecedor a través de más de tres décadas de “Theologie interkulturell”!

Prof. Dr. Thomas Schreijäck


Am 13. Februar 1985 haben die Professoren der damaligen Wissenschaftlichen Betriebseinheit Katholische Theologie den Verein „Theologie interkulturell“ gegründet, um auf diese Weise die gleichzeitig ins Leben gerufene gleichnamige jährliche Gastdozentur „Theologie interkulturell“ finanzieren und organisieren zu können. 

Mit dieser Gründung sollten ernsthafte Konsequenzen aus neueren kirchlichen, kulturellen und politischen Entwicklungen für die hierzulande übliche Gestalt von Theologie gezogen werden: vor allem aus der Eröffnung einer weltkirchlichen Perspektive (Gesamtkirche als Gemeinschaft von Ortskirchen) – gegenüber einer zentristischen und eurozentrischen Sicht der katholischen Kirche, aus der Wiederentdeckung der ganzheitlichen Verheißung und Sendung des christlichen Glaubens (Politische Theologie, Befreiungstheologie) – gegenüber einer fragwürdigen Jenseits- und Innerlichkeitszentriertheit, aus der Neuentdeckung der Zusammengehörigkeit von Religion und Kultur (Inkulturation) – gegenüber deren neuzeitlicher westlicher Aufspaltung und Isolierung und schließlich aus der Entdeckung der Realität einer Vielzahl von Religionen (Theologie als Religionstheologie) – gegenüber einem falschen Absolutheitsanspruch der Kirche und des Christentums. 

Was sich damals abgezeichnet hat, ist inzwischen zu einer noch dringlicheren Frage geworden: Die großen Konflikte des 20. Jahrhunderts haben den Charakter von planetarischen Bedrohungen angenommen: Ökologie, Nukleartechnik, Gentechnik, der Gesamtkomplex des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, Armut und die Frage nach sozialer Gerechtigkeit bei zunehmenden Konzentrations- und Globalisierungstendenzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die grundlegende Frage verstärkt, wie es gelingen kann, über den eigenen eng begrenzten Rahmen des religiösen, kulturellen, gesellschaftlichen oder nationalen Eigeninteresses hinauszugehen und auch die Bedürfnisse der Anderen und des Anderen, vor allem der Armen und Unterdrückten, zu berücksichtigen. 

Ein solches Ziel universaler Solidarität setzt kommunikative Lernprozesse von Einzelnen, aber auch von Gruppen und Gesellschaften voraus. Welche Ressourcen stehen hier zur Verfügung? Gerade solchen tiefgehenden und umfassenden Bedrohungen des Menschseins kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung gewehrt werden. Bedeutet diese gemeinsame Anstrengung zugleich die Nivellierung oder Abschaffung der vielen verschiedenen Lebensformen, Traditionen, Kulturen, Ethiken und Identitäten? Bedeutet eine solche gemeinsame Anstrengung den Verzicht auf die Problemlösungspotentiale, die die jeweiligen Kulturen und Religionen in ihrem gesellschaftlichen, geographischen, ökonomischen Kontext entwickelt haben? 

Für die okzidentale Kultur bedeutet dies jedenfalls zuerst die Aufklärung über ihren eigenen historischen, politischen und weltanschaulichen Ethnozentrismus. Diese spezifische Form von Partikularität beansprucht immer noch allgemeine Gültigkeit. Sie übersieht dabei die Notwendigkeit, einen Dialog mit anderen Kulturen und Religionen zu führen, was immer auch bedeutet, voneinander zu lernen. 

Deshalb wurde von Anfang an nicht von einer interkulturellen Theologie im Sinne einer alle Kulturen übergreifenden und von allen möglichen Kulturen angereicherten Theologie gesprochen. Die Arbeitshypothese von „Theologie interkulturell“ war viel vorsichtiger: „Theologie auf interkulturelle Weise treiben heißt einerseits, das zu denken, was fremde Erfahrungen mit dem Evangelium, also kulturell anders bestimmte Christen und Gemeinden, uns zu denken geben. Und andererseits bedeutet es, bei unserer theologischen Arbeit immer mit zu bedenken, was unsere Erfahrungen mit dem Evangelium kulturell anders bestimmten Christen und Gemeinden zu denken geben“ (Kessler/Siller 1986). 

Die interkulturelle Auseinandersetzung steht den Staaten der sog. „Ersten Welt“ nunmehr auch deswegen bevor, weil Migrationsbewegungen (sei es aus ökonomischen Gründen, sei es aus politischen und humanitären Gründen) soziale Konflikte, politische Konflikte, interkulturelle Konflikte und interreligiöse Konflikte verschärfen werden. Da die traditionellen europäischen Lösungsvorschläge für diese Konflikte: Modernisierung, Entwicklung, Integration fragwürdig geworden sind, beginnt die Suche nach neuen Wegen und Modellen, die zwischen universalistischen und partikularistischen Perspektiven miteinander. Bei aller Betonung des partikulären Charakters der Kultur und einer strikten Abweisung falscher Absolutheitsansprüche einer Kultur, Gesellschaft, Religion oder Nation hält „Theologie interkulturell“ – gegen jede postmoderne Mode – an der Einheit des Menschseins, an der Einheit der Wahrheit und Gerechtigkeit, an der Einheit des Glaubens und auch an der universalen Bedeutung der eigenen religiösen und kirchlichen Glaubenserfahrung fest. „Theologie interkulturell“ hat deshalb auch den Charakter einer wechselseitigen Kritik und eines engagierten Ringens, um auch auf diesem Weg der größeren Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes einen Raum in dieser heutigen Welt zu geben. 

Der Verein wurde 2019 aufgelöst. Gegenwärtig werden Projekte und Anliegen von Theologie interkulturell innerhalb des Fachbereichs Katholische Theologie neu strukturell verankert.

Die interkulturelle Auseinandersetzung steht den Staaten der sog. „Ersten Welt“ nunmehr auch deswegen bevor, weil Migrationsbewegungen (sei es aus ökonomischen Gründen, sei es aus politischen und humanitären Gründen) soziale Konflikte, politische Konflikte, interkulturelle Konflikte und interreligiöse Konflikte verschärfen werden. Da die traditionellen europäischen Lösungsvorschläge für diese Konflikte: Modernisierung, Entwicklung, Integration fragwürdig geworden sind, beginnt die Suche nach neuen Wegen und Modellen, die zwischen universalistischen und partikularistischen Perspektiven miteinander. Bei aller Betonung des partikulären Charakters der Kultur und einer strikten Abweisung falscher Absolutheitsansprüche einer Kultur, Gesellschaft, Religion oder Nation hält „Theologie interkulturell“ – gegen jede postmoderne Mode – an der Einheit des Menschseins, an der Einheit der Wahrheit und Gerechtigkeit, an der Einheit des Glaubens und auch an der universalen Bedeutung der eigenen religiösen und kirchlichen Glaubenserfahrung fest. „Theologie interkulturell“ hat deshalb auch den Charakter einer wechselseitigen Kritik und eines engagierten Ringens, um auch auf diesem Weg der größeren Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes einen Raum in dieser heutigen Welt zu geben. 

Der Verein wurde 2019 aufgelöst. Gegenwärtig werden Projekte und Anliegen von Theologie interkulturell innerhalb des Fachbereichs Katholische Theologie neu strukturell verankert.

Die Satzung des ehemaligen Vereins können Sie hier herunterladen.

Satzung des Vereins „Theologie interkulturell e.V.“

Der Fachbereich Katholische Theologie und alle Mitglieder des ehemaligen Vereins Theologie interkulturell e.V. danken Herrn Prof. Dr. Thomas Schreijäck herzlich für seine jahrelange engagierte Arbeit für Theologie interkulturell. An dieser Stelle finden Sie in Kürze eine ausführliche Würdigung Herrn Prof. Dr. Schreijäcks.

Als 1. Vorsitzender von „Theologie interkulturell e.V.“ begrüße ich Sie sehr herzlich und danke Ihnen für Ihr Interesse an unserem interdisziplinären Forschungs- und Lehrprojekt am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

„Theologie interkulturell“ feierte im Studienjahr 2014/2015 sein 30-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums erschien die Broschüre „30 Jahre Theologie interkulturell“, die informativ und anschaulich einen Überblick über die drei vergangenen Jahrzehnte der Arbeit von „Theologie interkulturell“ gibt (siehe Publikationen). Sie dokumentiert eine in vielfacher Hinsicht außergewöhnliche Erfolgsgeschichte seit der Gründung des Fachbereichs  Katholische Theologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main im Jahr 1985. Unser Jubiläum fällt mit dem 100jährigen Gründungsjubiläum der Goethe-Universität und mit dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren zusammen. Ohne diese beiden Referenzen wäre „Theologie interkulturell“ in der hier dokumentierten Geschichte nicht denkbar. Wir freuen uns sehr über zahlreiche und wichtige Kontakte sowie wertvolle Freundschaften, die im Laufe der vielen Jahre entstanden sind und zu Kooperationen auf Universitäten, Nationen und Kontinente überschreitender Ebene geführt haben, sowie über die damit in Verbindung stehenden eindrucksvollen Forschungsergebnisse.

Im Gründungsjahr von „Theologie interkulturell“ 1985 klangen sowohl Titel als auch Anliegen dieses Forschungsschwerpunkts noch exotisch und für manche sogar riskant. Heute wird angesichts fortschreitender Globalisierungsprozesse und weltweiter Verstöße gegen die grundlegenden Gebote von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wohl kaum jemand die Bedeutung und Dringlichkeit des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Frage stellen. 

Religiöser Glaube, theologisches Denken und solidarisches Handeln aus einer religiösen Grundüberzeugung heraus sind nicht auf ein Christentum westlich-europäischen Zuschnitts begrenzt. Über den Zeitraum von drei Jahrzehnten hat sich „Theologie interkulturell“ zu einem die theologischen Disziplinen umgreifenden und durchdringenden Programm in Forschung und Lehre entwickelt, das so in Deutschland noch immer einmalig ist und von Anfang an zentral zum Standortprofil des Fachbereichs Katholische Theologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main beigetragen hat.

„Theologie interkulturell“ unternimmt den Versuch, auf der Ebene akademisch betriebener Theologie einen Lernprozess anzustoßen, der nicht nur die Forschung in den unterschiedlichen theologischen Fächern betrifft, sondern auch Studierende von Anfang an dafür sensibilisiert, dass religiöser Glaube, theologisches Denken und solidarisches Handeln aus einer religiösen Grundüberzeugung heraus nicht auf ein Christentum westlich-europäischen Zuschnitts begrenzt sind und weltweite Interdependenzen nicht nur auf der Ebene des Marktes bestehen. Das Projekt intendiert die Öffnung für die Spiritualität, Religiosität und für die Art und Weise des Theologietreibens von Frauen und Männern in anderen kulturellen Kontexten – nicht etwa, um die eigene Tradition zu verwerfen, vielmehr um den weltkirchlichen Horizont in Forschung und Lehre mit einer gewissen Selbstverständlichkeit einzubeziehen und so den eigenen theologischen Horizont zu erweitern. 

Unser Forschungs- und Lehrprojekt lebt von dem Engagement der Beteiligten, von Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Um es auch in Zukunft erfolgreich weiterführen zu können, sind wir besonders auf finanzielle Förderung angewiesen. Ich möchte Sie dazu einladen, sich über Geschichte und Anliegen von „Theologie interkulturell“, die mittlerweile 30 bisherigen Gastprofessorinnen und Gastprofessoren und ihre Arbeiten sowie über die interdisziplinär und interkulturell angelegten Forschungsprojekte und Symposien seit der Gründung von „Theologie interkulturell“ und ebenso über den das Projekt tragenden Verein und seine Fördermöglichkeiten auf unserer Homepage zu informieren.

Ich wünsche Ihnen eine reichmachende Reise durch drei Dekaden „Theologie interkulturell“!

Prof. Dr. Thomas Schreijäck

Como presidente de “Theologie interkulturell" e.V. les agradezco su interés por el proyecto interdisciplinario de la Facultad de Teología Católica de la Universidad“ Johann Wolfgang Goethe“ en Francfort del Meno.

En el año académico 2014/2015 “Theologie interkulturell” celebró su trigésimo aniversario. Con motivo de este acontecimiento se publicó el folleto, “Treinta Años de Theologie interkulturell” en el cual se ofrece, de una manera informativa e ilustrativa, una visión panorámica del trabajo de “Theologie interkulturell” en las pasadas tres décadas. Este folleto documenta desde diversos puntos de vista el exitoso devenir de nuestro proyecto, desde su fundación en 1985 en el seno de la facultad de Teología Católica de la Universidad J.W. Goethe en Francoforte del Meno. Nuestro aniversario coincide con el centenario de la fundación de la Universidad J.W. Goethe y con el cincuentenario de la clausura del Concilio Vaticano II. Sin estas dos referencias no sería concebible el desarrollo de “Theologie interkulturell” en la historia aquí documentada. 

A lo largo de las tres décadas de vida de este proyecto hemos ido acumulando innumerables contactos de importancia y sobre todo amistades muy valiosas lo cual es motivo de entusiasmo y alegría pues todos ellos nos han llevado a establecer vínculos de cooperación con universidades, naciones y continentes, mismos que, a su vez, han fructificado en investigaciones con resultados impresionantes.

Cuando en 1985 se fundó “Theologie interkulturell”, a algunos les aparecía el título y los objetivos del proyecto como algo exótico; para otros, incluso, era un proyecto arriesgado. Hoy en día, sin embargo, ante los procesos progresivos de globalización y las violaciones a nivel mundial de los principios elementales de justicia, paz y conservación de la creación, nadie cuestiona más el significado y la perentoriedad del diálogo intercultural e interreligioso.

Durante estas tres décadas pasadas, “Theologie interkulturell” se ha desarrollado como un programa comprensivo en la investigación y en la enseñanza que impregna y atraviesa todas las disciplinas teológicas, lo cual es todavía único en Alemania y decisivo para el perfil académico de la facultad de Teología Católica de la Universidad de Francoforte del Meno.

“Theologie interkulturell” pretende impulsar al nivel de la teología académica un proceso educativo que no se limite solamente a la investigación en las diversas disciplinas teológicas, sino que sensibilice desde el principio a los estudiantes con respecto a que la fe, el pensamiento teológico y el compromiso solidario basado en una convicción religiosa no son exclusivos del cristianismo en Europa Occidental, además de que las interdependencias a un nivel global no sólo existen a nivel del mercado. El proyecto se abre a la espiritualidad, religiosidad y a la forma distintiva de hacer teología de hombres y mujeres de otros contextos culturales, esto no con la intención de negar la propia tradición sino con la pretensión de integrar, de una manera natural, al horizonte mundial de la iglesia en la enseñanza e investigación de la teología y de esta manera ampliar el propio horizonte teológico.

Nuestro proyecto educativo y de investigación vive gracias al compromiso de sus miembros, a sus cuotas y a las diversas donaciones exteriores. Para poder seguir sosteniendo este proyecto de manera exitosa en el futuro dependemos cada vez más de subsidios económicos. Quiero aquí invitarlos a informarse sobre la historia y los objetivos de “Theologie interkulturell”, así como acerca de los profesores invitados y sus trabajos, sobre los proyectos de investigación, simposios interdisciplinarios e intercambios culturales que se han llevado a cabo desde su fundación. También podrán informarse sobre la asociación que financia y fomenta el proyecto así como sobre las posibilidades de apoyo económico al mismo.

¡Les deseo un viaje enriquecedor a través de más de tres décadas de “Theologie interkulturell”!

Prof. Dr. Thomas Schreijäck


Am 13. Februar 1985 haben die Professoren der damaligen Wissenschaftlichen Betriebseinheit Katholische Theologie den Verein „Theologie interkulturell“ gegründet, um auf diese Weise die gleichzeitig ins Leben gerufene gleichnamige jährliche Gastdozentur „Theologie interkulturell“ finanzieren und organisieren zu können. 

Mit dieser Gründung sollten ernsthafte Konsequenzen aus neueren kirchlichen, kulturellen und politischen Entwicklungen für die hierzulande übliche Gestalt von Theologie gezogen werden: vor allem aus der Eröffnung einer weltkirchlichen Perspektive (Gesamtkirche als Gemeinschaft von Ortskirchen) – gegenüber einer zentristischen und eurozentrischen Sicht der katholischen Kirche, aus der Wiederentdeckung der ganzheitlichen Verheißung und Sendung des christlichen Glaubens (Politische Theologie, Befreiungstheologie) – gegenüber einer fragwürdigen Jenseits- und Innerlichkeitszentriertheit, aus der Neuentdeckung der Zusammengehörigkeit von Religion und Kultur (Inkulturation) – gegenüber deren neuzeitlicher westlicher Aufspaltung und Isolierung und schließlich aus der Entdeckung der Realität einer Vielzahl von Religionen (Theologie als Religionstheologie) – gegenüber einem falschen Absolutheitsanspruch der Kirche und des Christentums. 

Was sich damals abgezeichnet hat, ist inzwischen zu einer noch dringlicheren Frage geworden: Die großen Konflikte des 20. Jahrhunderts haben den Charakter von planetarischen Bedrohungen angenommen: Ökologie, Nukleartechnik, Gentechnik, der Gesamtkomplex des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, Armut und die Frage nach sozialer Gerechtigkeit bei zunehmenden Konzentrations- und Globalisierungstendenzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die grundlegende Frage verstärkt, wie es gelingen kann, über den eigenen eng begrenzten Rahmen des religiösen, kulturellen, gesellschaftlichen oder nationalen Eigeninteresses hinauszugehen und auch die Bedürfnisse der Anderen und des Anderen, vor allem der Armen und Unterdrückten, zu berücksichtigen. 

Ein solches Ziel universaler Solidarität setzt kommunikative Lernprozesse von Einzelnen, aber auch von Gruppen und Gesellschaften voraus. Welche Ressourcen stehen hier zur Verfügung? Gerade solchen tiefgehenden und umfassenden Bedrohungen des Menschseins kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung gewehrt werden. Bedeutet diese gemeinsame Anstrengung zugleich die Nivellierung oder Abschaffung der vielen verschiedenen Lebensformen, Traditionen, Kulturen, Ethiken und Identitäten? Bedeutet eine solche gemeinsame Anstrengung den Verzicht auf die Problemlösungspotentiale, die die jeweiligen Kulturen und Religionen in ihrem gesellschaftlichen, geographischen, ökonomischen Kontext entwickelt haben? 

Für die okzidentale Kultur bedeutet dies jedenfalls zuerst die Aufklärung über ihren eigenen historischen, politischen und weltanschaulichen Ethnozentrismus. Diese spezifische Form von Partikularität beansprucht immer noch allgemeine Gültigkeit. Sie übersieht dabei die Notwendigkeit, einen Dialog mit anderen Kulturen und Religionen zu führen, was immer auch bedeutet, voneinander zu lernen. 

Deshalb wurde von Anfang an nicht von einer interkulturellen Theologie im Sinne einer alle Kulturen übergreifenden und von allen möglichen Kulturen angereicherten Theologie gesprochen. Die Arbeitshypothese von „Theologie interkulturell“ war viel vorsichtiger: „Theologie auf interkulturelle Weise treiben heißt einerseits, das zu denken, was fremde Erfahrungen mit dem Evangelium, also kulturell anders bestimmte Christen und Gemeinden, uns zu denken geben. Und andererseits bedeutet es, bei unserer theologischen Arbeit immer mit zu bedenken, was unsere Erfahrungen mit dem Evangelium kulturell anders bestimmten Christen und Gemeinden zu denken geben“ (Kessler/Siller 1986). 

Die interkulturelle Auseinandersetzung steht den Staaten der sog. „Ersten Welt“ nunmehr auch deswegen bevor, weil Migrationsbewegungen (sei es aus ökonomischen Gründen, sei es aus politischen und humanitären Gründen) soziale Konflikte, politische Konflikte, interkulturelle Konflikte und interreligiöse Konflikte verschärfen werden. Da die traditionellen europäischen Lösungsvorschläge für diese Konflikte: Modernisierung, Entwicklung, Integration fragwürdig geworden sind, beginnt die Suche nach neuen Wegen und Modellen, die zwischen universalistischen und partikularistischen Perspektiven miteinander. Bei aller Betonung des partikulären Charakters der Kultur und einer strikten Abweisung falscher Absolutheitsansprüche einer Kultur, Gesellschaft, Religion oder Nation hält „Theologie interkulturell“ – gegen jede postmoderne Mode – an der Einheit des Menschseins, an der Einheit der Wahrheit und Gerechtigkeit, an der Einheit des Glaubens und auch an der universalen Bedeutung der eigenen religiösen und kirchlichen Glaubenserfahrung fest. „Theologie interkulturell“ hat deshalb auch den Charakter einer wechselseitigen Kritik und eines engagierten Ringens, um auch auf diesem Weg der größeren Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes einen Raum in dieser heutigen Welt zu geben. 

Der Verein wurde 2019 aufgelöst. Gegenwärtig werden Projekte und Anliegen von Theologie interkulturell innerhalb des Fachbereichs Katholische Theologie neu strukturell verankert.

Die interkulturelle Auseinandersetzung steht den Staaten der sog. „Ersten Welt“ nunmehr auch deswegen bevor, weil Migrationsbewegungen (sei es aus ökonomischen Gründen, sei es aus politischen und humanitären Gründen) soziale Konflikte, politische Konflikte, interkulturelle Konflikte und interreligiöse Konflikte verschärfen werden. Da die traditionellen europäischen Lösungsvorschläge für diese Konflikte: Modernisierung, Entwicklung, Integration fragwürdig geworden sind, beginnt die Suche nach neuen Wegen und Modellen, die zwischen universalistischen und partikularistischen Perspektiven miteinander. Bei aller Betonung des partikulären Charakters der Kultur und einer strikten Abweisung falscher Absolutheitsansprüche einer Kultur, Gesellschaft, Religion oder Nation hält „Theologie interkulturell“ – gegen jede postmoderne Mode – an der Einheit des Menschseins, an der Einheit der Wahrheit und Gerechtigkeit, an der Einheit des Glaubens und auch an der universalen Bedeutung der eigenen religiösen und kirchlichen Glaubenserfahrung fest. „Theologie interkulturell“ hat deshalb auch den Charakter einer wechselseitigen Kritik und eines engagierten Ringens, um auch auf diesem Weg der größeren Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes einen Raum in dieser heutigen Welt zu geben. 

Der Verein wurde 2019 aufgelöst. Gegenwärtig werden Projekte und Anliegen von Theologie interkulturell innerhalb des Fachbereichs Katholische Theologie neu strukturell verankert.

Die Satzung des ehemaligen Vereins können Sie hier herunterladen.

Satzung des Vereins „Theologie interkulturell e.V.“

Kontakt

Postanschrift für Briefe:

Goethe-Universität
Fachbereich Katholische Theologie
Theologie interkulturell
60629 Frankfurt am Main

Telefon: 069 / 798 - 33340
Fax: 069 / 798 - 33353
 
Beate.Mueller@em.uni-frankfurt.de


Anfahrt

Die Veranstaltungen im Rahmen von Theologie interkulturell finden normalerweise in den Räumlichkeiten des Fachbereichs Katholische Theologie statt. Eine Anfahrtsbeschreibung für die Anreise mit dem PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie hier.