Sensibilisierungsreihe 25

Events der Sensibilisierungsreihe 2025

Diese Events planen wir im Jahr 2025 im Rahmen unserer Sensibilisierungsreihe: Bei manchen Events ist eine Anmeldung erforderlich - ansonsten einfach vorbeikommen!

  • 25.04.Theaterstück: Verschiedene Gesichter der Lust (Impro-Theater Hochschulsport)
  • 15.05. Poetry Slam und Powerpoint-Karaoke mit Jan Cönig
  • 04.07. Vortrag "Warum haben wir Sex? Psychoanalytische und sexualwissenschaftliche Perspektiven" von  Aaron Lahl
  • 07.08. Vorträge: "Macht der Medien: Sexualität zwischen Moral und Kriminalität" von Natalie Liedtke und "Spuren der Verwüstung -  Abdrücke erlebter Gewalt im Sport" von Joshua Kliewer
  • 12.11. Filmvorführung und Filmbesprechung: "Juli bleibt still" von Leonardo Van Dijl im Mal Seh'n Kino Frankfurt

Willkommen zu unserer Sensibilisierungsreihe, die sich dem Ziel verschrieben hat, empfindliche und ernste Themen (wie Depression im Studienalltag oder sexualisierte Gewalt) auf eine innovative Weise sichtbar zu machen. Anstatt uns auf traditionelle Vortrags- und Workshopformate zu verlassen, erkunden wir alternative Wege, um diese wichtigen Anliegen zu behandeln.

Unser Ansatz besteht darin, künstlerisch-ästhetische Formen der Problematisierung einzusetzen, um die Themen auf eine neue und fesselnde Art und Weise zur Geltung zu bringen. Indem wir uns von der herkömmlichen Formatierung lösen, ermöglichen wir eine differenziertere Betrachtung der Themen und Phänomene, die sich oft einer rein rationalen Erklärung entziehen.


Hochschulsport-Frankfurt-Sensibilisierungsreihe-Sexualitaet-2025

Vorankündigung: Erstes Event der neuen Sensibilisierungsreihe steht fest

​Sexualität - Thema der zweiten Sensibilisierungsreihe im Projekt "healthYgoethe"

Hochschulsport-Frankfurt-Impro-Theater-Sensibilisierungsreihe-2025

Freitag, 25. April 2025 von 19:00 bis 22:00
Museum für Kommunikation Frankfurt

Theaterstück: Verschiedene Gesichter der Lust

In der Improvisationsshow „Verschiedene Gesichter der Lust“ werden in Kurzsequenzen Themenpunkte wie Sexualität; Konsens; Freundschaften und die Diskrepanz zwischen Social Media und Realität vielfältig beleuchtet.
Die Inszenierung wird in Kooperation mit den Schauspielhelden und dem Hochschulsport der Goethe-Universität Frankfurt konzipiert und aufgeführt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der zweiten Sensibilisierungsreihe von healthYgoethe zum Thema Sexualität statt.


Hochschulsport-Frankfurt-Sensibilisierungsreihe-Jan-Coenig-Poetry-Slam

Donnerstag, 15. Mai 2025 um 19 Uhr
Campus Westend HZ3

Poetry Slam und Powerpoint-Karaoke mit Jan Cönig

Jan Cönig aus Frankfurt ist mehrfacher Hessenmeister und Finalteilnehmer der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam, Schildkrötenhalter und Sozialarbeiter aus Leidenschaft. Mit seinen meist lustigen Texten schafft er es, zu unterhalten, ohne ernste Themen auszulassen. Seit mehr als zehn Jahren ist der gebürtige Frankfurter in- und außerhalb Deutschlands auf Slambühnen zu finden, es sind inzwischen mehr als 800 Auftritte und eigene Shows, sowie unzählige Workshops.

Auch dieses Jahr bringt Jan Cönig bekannte Poetry-Slammer:innen an die Goethe-Universität, die sich in ihren Werken dem Thema Sexualität widmen. Ergänzt wird das Programm durch PowerPoint-Karaoke – spontane Vorträge zu unbekannten Präsentationen, bei denen selbst die Vortragenden nicht wissen, was als Nächstes kommt. Die unterschiedlichen Formate bieten Raum, das Thema Sexualität aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Mehr über Jan Cönig

Hochschulsport_Frankfurt_Portrait_Aaron_Lahl

Freitag, 04. Juli 2025 um 19:30 Uhr
IG Raum 311

Vortrag Aaron Lahl: "Warum haben wir Sex? Psychoanalytische und sexualwissenschaftliche Perspektiven"

Auf die Frage, warum wir Sex haben (wollen), gibt es eine einfache und immer noch populäre Antwort: Weil ein natürlicher Trieb uns dazu drängt. Doch sowohl in der Sexualwissenschaft als auch in der Psychoanalyse ist das Konzept des Sexualtriebes in den vergangenen Jahrzehnten in die Kritik geraten. Die Vorstellung eines Sexualtriebes verdeckt in den Augen der Kritiker:innen die verschiedenen nicht-sexuellen Funktionen, die Sex haben kann, z.B. die Herstellung von Intimität, die Selbstwertregulation oder die Validierung der eigenen Geschlechtsidentität. Zudem sei der Trieb in Zeiten der sexuellen Liberalisierung einfach nicht mehr zeitgemäß: Jetzt, wo wir uns deutlich freier sexuell ausdrücken könnten, habe Sex nicht mehr die triebhaft-explosive Qualität wie noch im viktorianischen Zeitalter. Doch haben wir den Trieb wirklich hinter uns gelassen? Und was wollen wir eigentlich, wenn wir Sex wollen? Der Vortrag wird diesen Fragen unter Berücksichtigung verschiedener zeitgenössischer psychoanalytischer Theorien und im Rückgriff auf Befunde aus einem eigenen Forschungsprojekt zur gegenwärtigen Bedeutung der Masturbation nachgehen.

Hochschulsport-Frankfurt-Sensibilisierungsreihe-Sexualitaet-2025

Donnerstag, 07. August 2025 um 19 Uhr
IG NG Raum 1.741b

Vorträge

  • Natalie Liedtke: "Macht der Medien: Sexualität zwischen Moral und Kriminalität"
    Mediale Inszenierungen im Kontext von Kriminalität und deren Skandalisierung gewinnen gesellschaftlich immer mehr an Bedeutung. Diesen sehr breitgefächerten Informations- und Kommunikationsaustausch lohnt es sich bezüglich der Berichterstattung von Fällen kinderpornografischer Inhalte zu untersuchen, da die besondere Schwere des Vergehens ein Moralisierungsparadigma zu tragen scheint - und zwar das der öffentlichen Anklage. Harold Garfinkels Konzept der 1956 beschriebenen Status-Degradierungszeremonie diente der vorliegenden Herausarbeitung als theoretischer Rahmen zur Analyse ritueller Formen der öffentlichen Ausgrenzung von Täter:innen im Besitz kinderpornografischer Inhalte.

  • Joshua Kliewer: "Spuren der Verwüstung: Abdrücke erlebter Gewalt im Sport"
    Interpersonelle Gewalt im Sport hinterlässt Spuren, die weit über den Moment hinausreichen – sie erschüttert das Selbstverhältnis und den sinnlichen Zugang zur Welt. Der Vortrag nimmt die Perspektive Betroffener ein und fragt nach den ontologischen Folgen solcher Erfahrungen. Im Fokus steht die tiefgreifende Verletzung leiblicher Autonomie und das zerstörte Vertrauen in die eigene Wirklichkeit. Aus melancholietheoretischer Sicht wird eine Form der Teilhabe diskutiert, die nur aus dem Erleben selbst heraus möglich ist.

Mittwoch, 12. November um 18 Uhr
Mal Seh'n Kino Frankfurt

Filmvorführung und Filmbesprechung: Zusammen mit dem Mal Seh'n Kino Frankfurt werden wir uns den Film "Juli bleibt still" des Regiseurs Leonardo Van Dijl ansehen. Im Anschluss wird die belgisch-niederländische Produktion in einer Podiumsdiskussion besprochen. 

Hier geht es zur Anmeldung zur Filmvorführung "Juli bleibt still" am 12. Novemeber 2025.

Der Eintritt ist nach Voranmeldung kostenfrei. Im Falle von Nichterscheinen behalten wir uns vor, einen Verbindlichkeitseuro in Höhe des Kinotickets (7€ für Studierende) einzubehalten. Dementsprechend bitten wir bei Verhinderung um eine fristgerechte Abmeldung bis 09.11.2025 um 23:59.

Im Rahmen des Projekts zur studentischen Gesundheit

Hintergrund: Sensibilisierungsreihe als Teil von "healthYgoethe"

Zweite Sensibilisierungsreihe des Hochschulsports mit Kooperationspartnern

Willkommen zu unserer Sensibilisierungsreihe, die sich dem Ziel verschrieben hat, empfindliche und ernste Themen (wie Depression im Studienalltag oder sexualisierte Gewalt) auf eine innovative Weise sichtbar zu machen. Anstatt uns auf traditionelle Vortrags- und Workshopformate zu verlassen, erkunden wir alternative Wege, um diese wichtigen Anliegen zu behandeln.

Unser Ansatz besteht darin, künstlerisch-ästhetische Formen der Problematisierung einzusetzen, um die Themen auf eine neue und fesselnde Art und Weise zur Geltung zu bringen. Indem wir uns von der herkömmlichen Formatierung lösen, ermöglichen wir eine differenziertere Betrachtung der Themen und Phänomene, die sich oft einer rein rationalen Erklärung entziehen.

Der Wert dieses Vorhabens liegt darin, dass es uns erlaubt, neue Perspektiven zu entwickeln und ein tieferes Verständnis für komplexe Themen zu fördern. Durch die jährliche Neuwahl eines Themenschwerpunktes für einen Zeitraum von drei Jahren bleiben wir flexibel und können uns kontinuierlich an aktuelle Herausforderungen anpassen.

Wir streben nach vielfältigen Kooperationen sowohl im universitären Kontext als auch darüber hinaus an, um eine breite Palette von Stimmen und Expertisen einzubeziehen. Indem wir verschiedene Perspektiven zusammenbringen, möchten wir einen Raum schaffen, der zum Dialog, zur Reflexion und letztendlich zum Wandel beiträgt.

Die Studierenden erwartet im Jahr 2025 eine Sensibilisierungsreihe zum Schwerpunktthema Sexualität. Die Veranstaltungen werden wieder überwiegend kostenfrei für Studierende angeboten.