Veranstaltungen

Aktuelles

Ringvorlesung – Sommersemester 2025

Der Nahe Osten im Wandel – Zeitgeschichtliche Perspektiven

10 Jahre DEGITS Ringvorlesung (online) – Sommersemester 2025

Dynamiken der islamischen Theologie in Deutschland

Vergangenes

Interreligiöser Tag des Dialogs 2025

Wie (un-)politisch darf Religion sein?




Am 6.November 2025 findet der Interreligiöse Tag des Dialogs – dieses Jahr mit der Leitfrage „Wie (un-)politisch darf Religion sein?“ – hier auf dem Campus Westend statt.

Die Fachtagung widmet sich den christlichen und islamischen Perspektiven zu Fragen wie: Wie sollte das Verhältnis zwischen Religion, Weltanschauungen und Politik gestaltet sein? Inwieweit kann, soll oder muss Religion politisch sein? Ist Religion nicht "Privatsache"? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen privat und persönlich? Oder ist nicht zu viel Religion in der Politik?

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos.

Für die Anmeldung bitte hier klicken. Anmeldungsfrist ist der 1.November 2025.

Wir würden uns sehr über Ihr Erscheinen freuen!

Vortrag

30 Jahre Völkermord in Srebrenica – Aus Geschichte Verantwortung entwickeln



Anlässlich des 30.Jahrestag des Genozids von Srebrenica laden wir im Vorfeld zum Vortrag "30 Jahre Völkermord in Srebrenica – Aus Geschichte Verantwortung entwickeln" von Armin Begić ein – Referent in der politischen Bildung, Theologe und Genderwissenschaftler.

Der Vortrag thematisiert die Erinnerung an den Genozid von Srebrenica, antimuslimische Diskurse vor und nach dem Krieg, sowie die heutige Glorifizierung durch rechtsextreme Akteure. Anschließend öffnen wir die Runde für Fragen und Diskussion.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Fachschaft "Islamische Studien" und der Professur für Ideengeschichte am Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam an der GU.

Ringvorlesung – Sommersemester 2025

Der Nahe Osten im Wandel – Zeitgeschichtliche Perspektiven

10 Jahre DEGITS Ringvorlesung (online) – Sommersemester 2025

Dynamiken der islamischen Theologie in Deutschland 

Vortrag

„Islam in Israel: Religious and Socio-Cultural Identity Dilemmas of the Arab Muslim Minority in Israel“



Am 20.02.2025, 16.00-18.00 Uhr, wird Prof. Dr. Muhammad al-Atawneh zum Thema „Islam in Israel“ sprechen.

Ort: Seminarhaus 3.102

Muhammad al-Atawneh ist arabischer Israeli und lehrt an der Ben Gurion Universität im Negev, Israel, in der Abteilung Nahoststudien. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf das Studium des Islams in der Neuzeit, vor allem in den Bereichen: Islamisches Recht und Moderne; Staat und Regierungsführung im zeitgenössischen islamischen Denken und in der Praxis und Islam in Israel. Beim Forschungsthema Islam in Israel beschäftigt er sich u.a. mit den Fragen: Wie sieht muslimisches Alltagsleben in Israel aus? Wie wird der Glaube in Israel gelebt? Wie zufrieden oder auch unzufrieden sind Muslime bzgl. des israelischen Establishments? Welche Haltung nehmen Muslime gegenüber der Regierung und der israelischen Mehrheitsgesellschaft ein? Was haben Muslime in Israel für Einstellungen? 

Organisator: Prof. Dr. Bekim Agai


Internationale Konferenz 2025

„What is Islam About: Concept and Conceptualization of Islam from an Interdisciplinary Perspective“



Die Begriffe „Islam“ und „Muslime“ sind Teil unserer wissenschaftlichen Diskussionen und unserer gesellschaftlichen Realität. Wir erforschen den Islam in Vergangenheit und Gegenwart und untersuchen Texte, Artefakte und Menschen in verschiedenen Disziplinen aus unterschiedlichen Perspektiven und an vielen Orten. Ein erster Überblick über die Forschung zeigt, dass die beiden Begriffe sowohl innerhalb der verschiedenen Disziplinen als auch im Austausch zwischen ihnen unterschiedliche Bedeutungen haben. Dennoch scheinen die verschiedenen akademischen Bereiche einige Prämissen zu teilen: Muslime werden häufig als Kollektiv betrachtet, der Islam wird als Subjekt (oder 'Ding') angesehen und es wird von einer historischen Kontinuität des Islam ausgegangen. Eine interdisziplinäre Diskussion dieser Annahmen findet nicht statt. Auf dieser Konferenz werden wir verschiedene akademische Disziplinen und ihre expliziten und impliziten Annahmen über den Islam untersuchen. Insbesondere untersuchen wir, wie der Islam von modernen Wissenschaftlern der islamischen Theologie, der Islamwissenschaft, der Religionswissenschaft, der Geschichte, der Kunstgeschichte, der Archäologie und der Anthropologie definiert und konzeptualisiert wurde und wird. Gleichzeitig untersuchen wir das Konzept und die Konzeptualisierung des Islams in verschiedenen Epochen der Geschichte und in verschiedenen Quellen. Durch diesen interdisziplinären und diachronen Vergleich möchten wir eine Diskussion darüber anstoßen, was der Islam bedeuten könnte und wie wir das Konzept in unserer Forschung anwenden können.


Um Anmeldung wird gebeten unter h.nol@em.uni-frankfurt.de

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen!


Rückblick

Interreligiöse Begegnungen in digitalen Räumen in der Evangelischen Akademie



Am 12. Februar 2025 waren Prof. Armina Omerika und Prof. Nathan Gibson gemeinsam mit Studierenden des Seminars „Jüdisch-christlich-islamische Begegnungen in digitalen Räumen“ auf Einladung zu Gast in der Evangelischen Akademie Frankfurt. Nach einer theoretischen Einführung präsentierten Studierende praktische Projekte in einer interaktiven Poster-Session. Untersucht wurden unter anderem Sinnfluencer*innen und ihre Netzwerke, Hashtags und ihre communitybildende Funktion, die Rolle ästhetischer Präsentation sowie Markierung von Religionszugehörigkeit in Kommentaren. Besonders im Fokus standen dabei die Plattformen Instagram, YouTube und TikTok. Mit diesem Austausch wurde der Öffentlichkeit ein erster Blick auf das relativ neue Forschungsfeld interreligiöser Beziehungen in digitalen Räumen eröffnet.

Rückblick

Abschlussveranstaltung des Weiterbildungskurses IRU/ISU



Am 07.02.2025 fand am Campus Westend die Abschlussveranstaltung des 2-jährigen Weiterbildungskurses IRU/ISU statt. Insgesamt 18 Lehrkräfte haben innerhalb von zwei Jahren die berufsbegleitende Weiterbildung erfolgreich beendet und somit die Lehrbefähigung für IRU (bekenntnisorientiert) oder ISU (islamkundlicher Unterricht) erhalten. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde von Seiten des HMKBS (Nurgül Altuntas) die Wichtigkeit der Weiterbildungskurse in den Vordergrund gestellt. Die Projektleitung, Armina Omerika, zeigte die nationale und internationale Expertise auf, die den Teilnehmenden in der Weiterbildung zu Teil geworden war. Wir wünschen den Lehrkräften viel Erfolg bei der Umsetzung des Gelernten im Schulunterricht!

Rückblick

Blockseminar „Chassidismus, Wahhabismus und Pietismus: Religiöse Erneuerungsbewegungen im Judentum, Islam und Christentum des 18. Jahrhunderts“



Im Januar 2025 fand ein fünftägiges Blockseminar im Haus Bergkranz im Kleinwalsertal in Kooperation mit der Judaistik statt. Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen diskutierten zu Chassidismus, Wahhabismus und Pietismus als religiöse Erneuerungsbewegungen in Judentum, Islam und Christentum im 18. Jahrhundert. 

Das Rahmenprogramm bot vielfältige Möglichkeiten für gemeinsame Ausflüge und ermöglichte fachübergreifenden Austausch.

Ein Bericht von Chiara Pohl.


Ringvorlesung mit begleitendem im Sommersemester 2024

Neighborhoods: Religious, Cultural, Sociological and Political Perspectives /  Nachbarschaften: Religiöse, kulturelle, soziologische und politische Perspektiven


Religiöse Traditionen wie die des Judentums, des Christentums und des Islams haben sich historisch in enger räumlicher, religiöser und kultureller Nähe zueinander entwickelt und bleiben bis in die Gegenwart in ihren pluralen und dynamischen Selbstverständnissen gleichzeitig dialogisch und konflikthaft aufeinander bezogen. Auf der Grundlage von Forschungen zur miteinander verflochtenen Geschichte der religiösen, kulturellen und politisch-sozialen Dynamiken zwischen jüdischen, christlichen und islamischen Traditionen, Kulturen und Gemeinschaften zielt die Veranstaltung auf eine interdisziplinäre, theologisch, religionswissenschaftlich und -philosophisch, historisch, ethnologisch, kulturwissenschaftlich, soziologisch und bildungstheoretisch fundierte Analyse der vielgestaltigen religiösen, kulturellen und sozialen „Nachbarschaften“ zwischen den drei Religionen, mit einem historischen und geographischen Schwerpunkt auf der Epoche seit dem späten Mittelalter in Europa, im Nahen Osten und bis hin zu lokalen und globalen Kontexten im 20./21. Jahrhundert.

Die Metapher der „Nachbarschaften“ ermöglicht es, zahlreiche Facetten interreligiöser Beziehungen bzw. multireligiöser und multikultureller Konstellationen in den Blick zu nehmen: 1) konkrete soziale Erfahrungen von Zusammenleben, religiös-kultureller Vielfalt, Zugehörigkeit, Exklusion oder Ghettoisierung, Vertrauen und Fremdheit, Gastfreundschaft und Nachbarschaftskonflikten; 2) Phänomene des kulturellen Austausches und Wissenstransfers miteinander verflochtener religiöser Traditionen; 3) nachbarschaftliche Konflikte über religiös-kulturelle Geltungsansprüche unter den Bedingungen religiöser, kultureller und ethnischer Heterogenität, d.h. die Ambivalenz von ‚Nachbarschaften‘ als Orten der Konfrontation mit dem Fremden, Differenten und als Räumen des Aushandelns von religiös-kultureller Ambiguität; (4) die Überlagerung realer räumlicher Nachbarschaften durch virtuelle Nachbarschaften im globalen Raum des Medialen.

Im Spiegel dieser unterschiedlichen Aspekte werden in der Vorlesung wie in dem begleitenden Seminar unterschiedliche theoretische und methodische Aspekte des Konzepts der Nachbarschaften diskutiert.

Das Seminar bietet die Gelegenheit, mit den Referent*innen der Vorlesung deren Vorträge anhand von Texten zu diskutieren. Die Vorlesung kann unabhängig vom Begleitseminar als Lehrveranstaltung belegt werden; die Teilnahme am Seminar setzt die Teilnahme an der Vorlesung voraus.


Internationaler Workshop | WS 23/24

Sensory Aspects of Muslim Preaching (Workshop mit öffentlicher Podiumsdiskussion)


Vom 6. Bis zum 8. März findet im Forschungskolleg Bad Homburg der internationale Workshop „Sensory Aspects of Muslim Preaching“ statt, der von unserem Institut (Prof. Dr. Armina Omerika), der Religionswissenschft der Universität Erfurt (Dr. Christoph Günther) und dem Department of Cross-Cultural and Regional Studies der Universität Kopenhagen (Dr. Simon Stjernholm) organisiert wird.

Der Workshop fragt nach den vielfältigen sensorischen Reizen in der Praxis der muslimischen Predigt, wie sie vermittelt werden und wie die Menschen mit ihnen umgehen.

Eröffnet wird der Workshop mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion, an der uns unsere Gäste Einblicke in den Umgang mit diesen Fragen in ihrer Predigt- und Ansprachepraxis geben werden. Beginn ist um 16 Uhr.



ZEFIS-Ringvorlesung | WiSe 23/24

Islam in digitalen Räumen – Islam in Digital Spaces


Die online-Ringvorlesung „Islam in digitalen Räumen“ geht der Frage nach, welche konkreten Auswirkungen die Digitalisierung in islamischen Kontexten hat, und bringt hierfür Perspektiven aus der internationalen Forschung und Praxis zusammen. Für Studierende aus Frankfurt besteht die Möglichkeit, die Ringvorlesung in Kombination mit einem Blockseminar im Februar 2024 als Seminar abzuschließen.


Gesprächsreihe | SoSe 2023

Islamische Theologie studieren – Globale Perspektiven und persönliche Erfahrungen

Workshop | 4–6.2.2021

Nahöstliche Begriffsgeschichte für die Islamischen Studien 

International Conference | 12.–14.12.2019

Historicity & Islamicity: Perceptions of Early Islamic Hirstory in Contemporary Muslim Thougt

Internationale Tagung Islamisch-Theologischer Studien | 7.–9.5.2018

Vergessen, verschwiegen, verdrängt – Nicht repräsentierte Stimmen, Konzepte und Texte des Islams

VergessenVerschwiegenVerdrängt

Nicht nur im europäischen Kontext leidet das islamisch-religiöse Denken unter Brüchen mit der eigenen, vielschichtigen Tradition und weist Erinnerungslücken in Bezug auf die eigene Geschichte auf. Im Verlauf dieser Tagung wollen wir Licht auf Stellen des theologischen Erbes werfen, die ins Dunkel des Vergessens gerückt sind, ohne dass ihr Potenzial sich entfalten konnte oder gewürdigt wurde. In diesem Zusammenhang wird einerseits über die Mechanismen der Marginalisierung in der Tradition reflektiert. Andererseits werden Beispiele von vergessenen und ignorierten Konzepten, Ideen und Texten, vergangenen Institutionen und  Bewegungen sowie ausgegrenzten Persönlichkeiten in Erinnerung gerufen.