Seminar für Judaistik

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Aktuelles

WORKSHOP: “THE INTERPLAY OF MEDIEVAL JEWISH POETRY AND BIBLE EXEGESIS”

Vom 20.-21. August findet am Seminar für Judaistik ein Worshop zur mittelalterlichen jüdischen Poesie und Bibelexegese statt. Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie hier.


SCHLIEßUNG SEKRETARIAT

Bitte beachten Sie, dass das Sekretariat in den beiden Wochen vom 11. - 22. August geschlossen ist. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an eine/n Mitarbeiter/in des Seminars.


SPRECHSTUNDEN PROF'IN HOLLENDER

Feriensprechstunden von Prof. Dr. Hollender, finden statt am 27.08., 10:30-12h, 04.09., 11-12:30h, 11.09., 11-12:30h, 25.09., 11-12:30h, 09.10., 11-12:30h. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten.


KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS WS 2014/2015

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des WS 2014/2015 finden Sie hier. Bitte beachten Sie auch mögliche Aktualisierungen im Laufe der nächsten Wochen.


ARON FREIMANN LECTURE 2014

Für die Aron Freimann Lecture 2014 konnten wir Prof’in Dr. Elisheva Baumgarten von der Hebrew University Jerusalem gewinnen, eine ausgewiesene Spezialistin für mittelalterliche Sozialgeschichte, die sich in ihrer Forschung vor allem mit der Rolle von Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft beschäftigt. Mittelalterliche Quellen zum Leben von Frauen sind zumeist durch den Blickwinkel der männlichen Autoren bestimmt, die häufig zur Bildungselite gehörten und Verhaltensnormen auch für Frauen setzten, die nicht immer der gelebten Realität entsprachen. Prof‘in Baumgarten wird in ihrem Vortrag „Gendering Jewish Life in the Middle Ages“ zeigen, wie es dennoch möglich ist, die Rolle von Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft zumindest teilweise zu rekonstruieren. Sie demonstriert, wie die bewusste Frage nach Gender unser Verständnis des Mittelalters beeinflusst.

Die Aron Freimann Lecture 2014 findet am Donnerstag, 26. Juni 2014, um 18 Uhr auf dem Campus Westend, Casino 1.801, statt.


TAGUNG - FRANKFURT'S "JEWISH NOTABILIA" (JÜDISCHE MERCKWÜRDIGKEITEN) - 23.-25-Juni 2014

Das Seminar für Judaistik veranstaltet am 23.-25. Juni 2014 gemeinsam mit dem Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier, in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main eine internationale Tagung zum Thema "Frankfurt's » Jewish Notabilia « (Jüdische Merckwürdigkeiten). Ethnographic Views of Urban Jewry in Central Europe around 1700". Die Tagung markiert den 300. Jahrestag eines epochalen literarischen Ereignisses: 1714 erschienen die drei ersten Bände der Jüdische(n) Merckwürdigkeiten des Frankfurter Privatgelehrten und Gymnasiallehrers (später Rektors) Johann Jakob Schudt (1664–1722). Schudt hatte den großen Brand in der Judengasse von 1711 zum Anlass genommen, eine ausführliche Beschreibung der Geschichte und des Lebens der Frankfurter Juden vorzulegen, eingebettet in eine Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Mit seinem Werk liegt eine exzeptionell reiche ethnographische Quelle für die Geschichte und Kultur des europäischen Judentums um 1700 vor, die bis in die Moderne hinein einen nachhaltigen Einfluss auf die Wahrnehmung von Juden und Judentum in der christlichen Mehrheitsgesellschaft gehabt hat. Mit einer Kabinettausstellung erinnert das Jüdische Museum Frankfurt an Schudts Werk.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.


PROF. DR. REBEKKA VOß

Das Seminar für Judaistik freut sich sehr, dass die Goethe-Universität Frau Junior-Professorin Dr. Rebekka Voß ein höheres Amt übertragen hat und gratuliert Frau Professorin Dr. Rebekka Voß zu ihrem neuen Amt. Die Professur für Geschichte des deutschen und europäischen Judentums trägt wesentlich zum Profil des Seminars für Judaistik in Forschung und Lehre bei, das vor allem auf die Kulturgeschichte des europäischen Judentums vom Mittelalter bis in die Neuzeit hin orientiert ist. 


NEUERSCHEINUNG

Wir freuen uns mit Dr. Joachim Yeshaya über das Erscheinen seines Buches Poetry and Memory in Karaite Prayer, Leiden: Brill 2013.
Der karäische Dichter Moses Darʿī, der im 12. Jh. in Ägypten lebte, verfaßte knapp hundert liturgische Gedichte als Einleitungsgedichte für die Wochenlesung. Die Publikation enthält den hebäischen Text und die judäo-arabische Überschrift aller Gedichte in der Reihenfolge, wie sie in der ältesten Handschrift, NLR Evr. I 802, überliefert sind. Zu jedem Gedicht gibt es eine Kommentarsektion, die aus einem englischen Kommentaressay und einem hebräisch-englischen zeilenkommentar besteht. Im Fazit zeigt Joachim Yeshaya, wie Darʿīs liturgische Dichtung zu den frühesten Beispielen für die Integration von Poesie, andalusischen poetischen Normen und der Memoria der mittelalterlichen Vefrtreibung aus Jerusalem ins karäische Gebet gehören. Das Buch entstand im Rahmen des von der DFG geförderten Projekt "Die Einführung liturgischer Poesie in den karäischen Gottesdienst von Moses ben Abraham Dar‛ī bis Aaron ben Joseph" unter Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Hollender.

Zur Verlagsseite [Externer Link] http://www.brill.com/poetry-and-memory-karaite-prayer


NEUERSCHEINUNG

Wir freuen uns mit Dr. Saskia Dönitz über das Erscheinen ihres Buches Überlieferung und Rezeption des Sefer Yosippon, Tübingen: Mohr (Siebeck) 2013.
Flavius Josephus ist der bedeutendste jüdische Geschichtsschreiber der Antike. Seine Werke wurden jedoch zunächst hauptsächlich im Christentum rezipiert. Erst im 10. Jahrhundert wird in Auseinandersetzung mit der christlich-byzantinischen Umwelt sein berühmtestes Buch, der Jüdische Krieg (Bellum Judaicum), in Süditalien ins Hebräische übertragen (Sefer Yosippon). Saskia Dönitz zeichnet die Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte dieses Werkes nach, das im mittelalterlichen Judentum ein wahrer Bestseller war. Das Sefer Yosippon wurde für die in der Diaspora lebenden Juden zu einem konstitutiven Element ihrer Identität und prägte die Entstehung der jüdischen Martyrologie nach dem ersten Kreuzzug entscheidend mit. Die jüdische Wiederaneignung des Josephus reflektiert die Auseinandersetzung zwischen Juden und Christen um die Deutungshoheit der Geschichte des Zweiten Tempels.

Zur Verlagsseite [Externer Link]


LEITFADEN WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN IN DER JUDAISTIK

Ab dem Sommersemester 2013 gibt es einen neuen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Judaistik, der fortan für alle im Seminar für Judaistik einzureichenden Hausarbeiten verbindlich ist. Er gibt  u.a. Hilfestellung bei der Gestaltung von Referaten, bei der Literatursuche und dem Verfassen von Hausarbeiten. Sie finden den Leitfaden unter der Rubrik "Studium" - "Hilfsmittel".


1822-UNIVERSITÄTSPREIS FÜR EXELLENTE LEHRE  - DR. ANNELIES KUYT GEWINNT ERSTEN PREIS

Das Seminar für Judaistik möchte sehr herzlich Dr. Annelies Kuyt zum Gewinn des 1. Preises - dotiert mit 15.ooo Euro - des diesjährigen 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre  gratulieren!

Dieser Preis wurde dieses Jahr zum elften Mal vergeben und ehrt ein besonderes Engagement in der grundständigen Lehre. Besonders ist das Vorschlagsrecht der Studierenden eines Kandidaten. So ist es nicht zuletzt unserer Fachschaft zu verdanken, dass Dr. Annelies Kuyt durch diesen Preis geehrt wurde.

     

Weitere Informationen finden Sie hier: 

Pressemitteilung vom 12. Juli 2012 [externer Link]

Auch ist in der Frankfurter Rundschau ein Artikel über den Preisgewinn erschienen:

Artikel in FR vom 24. Juli 2012 [externer Link]

Bild: Dr. Annelies Kuyt und VertreterInnen der Fachschaft. (Quelle: Uwe Dettmar).