Seminar für Judaistik

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Aktuelles

KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS WS 2015/2016

Ab sofort ist das neue kommentierte Vorlesungsverzeichnis für das WS 2015/2016 verfügbar. Bitte beachten Sie, dass es in den nächsten Wochen noch zu Änderungen kommen kann.


SPRECHSTUNDEN PROF. DR. HOLLENDER

Die nächsten Sprechstunden von Prof. Dr. Hollender sind am 16. Juli und am 13. August, jeweils von 10-12 Uhr. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten.


FREIMANN LECTURE 2015

4. Aron Freimann Lecture of Jewish Cultural History

Richard I. Cohen (HU Jersualem)

Icons of Memory - Revisiting and Imagining the Jewish Past

Do, 9. Juli 2015, 18 Uhr c.t.

Campus Westend, Casino 1.801

Im Anschluss lädt das Seminar für Judaistik herzlich zu einem kleinen Empfang ein.

Zum Flyer

Der Vortrag stellt anhand verschiedener Beispiele aus dem 19. und 20. Jahrhundert dar, wie jüdische und nichtjüdische Künstler (z.B. Moritz Oppenheim, Samuel Hirszenberg, Marc Chagall) die Gegenwart mit Hilfe von Ereignissen und Figuren der Vergangenheit zu entschlüsseln suchten. Die Künstler waren weniger an Reskonstruktion "geschichtlicher Wirklichkeit" interessiert, sondern an Hinweisen für die Probleme ihrer eigenen Zeit. So wurden Szenen aus der biblischen und nachbiblischen Vergangenheit, die historische Rolle von Personen wie Moses und Jesus, Spinoza und Theodor Herzl durch künstlerische Interpretation zum modernen Diskurs über einen zeitgenössischen Kontext.

Richard I. Cohen ist Professor emeritus für moderne jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Beziehung zwischen Kunst und Gesellschaft.


SEMINARANKÜNDIGUNG

Im WS 2015/16 lehrt Prof. Dr. Elchanan Reiner (Tel Aviv University) am Seminar für Judaistik und bietet folgendes Seminar an:

Introduction to the Ashkenazic Rabbinic Library of the Early Modern Period (Ju-B9.1; Ju-B9.2; ES-Ju 9.2; Ju-M3; Magister HS)

The seminar will address key developments in rabbinic culture in the Ashkenazic cultural realm during the early modern period, particularly during the 16th and 17th centuries. We will explore the transition from late medieval Ashkenazic patterns of learning, writing, and literary creation prior to the invention of print, to new, “modern” patterns resulting from the appearance of the printed book.

Das Seminar wird auf Englisch gehalten. Vollständige Kursbeschreibung und die genauen Termine siehe unten. Bereits am Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:00-18:00 Uhr s.t. (Juridicum, Raum 463) (!!Termin im SoSe 2015!!) wird es eine einführende Sitzung geben. Das eigentliche Seminar wird als Blockseminar in der Woche vor Semesterbeginn stattfinden. Arbeitsmaterialien zur Vorbereitung der Blocktermine werden auf der Einführungssitzung im Juni verteilt. Die Teilnahme an der Einführung ist obligatorisch!

Seminarankündigung und Informationen zu Zeiten und Orten

Vollständige Kursbeschreibung


INTERDISZIPLINÄRE TAGUNG "POPULARISIERUNG HEILIGER TEXTE UND DEREN NORMATIVE GRENZEN IN JUDENTUM, CHRISTENTUM UND ISLAM"

30. SEPTEMBER BIS 2. OKTOBER 2015 | BERN HOTEL KREUZ BERN

Die 'Heiligen Texte' der drei großen abrahamitischen Religionen sind durch einen besonderen Anspruch auf Unveränderlichkeit gekennzeichnet. Dieser Anspruch steht im Konflikt mit dem anvisierten breiten Adressatenkreis, denn die Texte sind in hohem Maße übersetzungsbedürftig, da sie – geprägt von der Sprache und Kultur ihrer Entstehungszeit – für Rezipienten in späteren Jahrhunderten nicht mehr unmittelbar zugänglich sind. Selbst bei Religionen wie dem Judentum und dem Islam, die das Studium ihrer jeweiligen Heiligen Schriften im Original verlangen, finden sich neben Kommentaren Umsetzungen in andere Sprachen, wobei diese Übertragungen nicht unbedingt als ein Äquivalent zum Ausgangstext angesehen werden. Dass eine Übersetzung zugleich eine Interpretation darstellt, wird vor allem in der islamischen Theologie im Hinblick auf die Unmöglichkeit von Koran'übersetzungen' betont, trifft jedoch auf Übersetzungen generell zu. Die bei der Übertragung in eine andere Sprache häufig auftretenden inhaltlichen Verschiebungen sind bei 'Heiligen Texten' angesichts ihres Autoritätsanspruchs besonders problematisch. Gerade wenn Übersetzungen sich kommunikativen Zwecken unterordnen, indem sie den Ausgangstext bei der Übertragung an die Kultur eines breiten Zielpublikums anpassen, besteht die Möglichkeit, dass normative Anforderungen nicht erfüllt werden.

Ziel der geplanten Tagung ist es, Schlaglichter auf solche Konfliktkonstellationen zu werfen und im Vergleich von Judentum, Christentum und Islam (auch in diachroner Perspektive) Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich der normativen Grenzen popularisierender Übertragungen auszuloten.

Hier finden Sie das Plakat und Tagungsprogramm.


GRUNDLAGEN DER JUDAISTIK

Die Übung "Grundlagen der Judaistik" findet ab sofort immer Montags von 9:15 -10:00 Uhr in Raum 463 (Juridicum) statt.


ARCHES Preis

   

Rebekka Voß aus dem Seminar für Judaistik erhält zusammen mit Maoz Kahana von der Tel Aviv University den Arches Award 2014 for Research Cooperation and High Excellence in Science für das gemeinsame Projektvorhaben „Beyond Borderlands: Wandering Concepts and the Emergence of the Jewish/Christian Self in Early Modern Europe“. Der Preis für deutsch-israelische Forschungskooperation junger Wissenschaftler wird durch das BMWF vergeben, Ministerin Wanka gratulierte den Preisträgern am 11. Februar 2015 in Rechovot (Israel). Rebekka Voß und Maoz Kahana werden mit diesem Preis in den nächsten fünf Jahren gemeinsame Vorhaben umsetzen können, darunter auch eine Tagung in Frankfurt.


NEUER LEITFADEN

Bitte beachten Sie, dass es eine neue Version des Leitfadens gibt, die ab Februar 2015 für alle Haus- und Seminararbeiten verbindlich ist. Sie finden den Leitfaden hier.


TAGUNG - FRANKFURT'S "JEWISH NOTABILIA" (JÜDISCHE MERCKWÜRDIGKEITEN) - 23.-25-Juni 2014

Das Seminar für Judaistik veranstaltet am 23.-25. Juni 2014 gemeinsam mit dem Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier, in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main eine internationale Tagung zum Thema "Frankfurt's » Jewish Notabilia « (Jüdische Merckwürdigkeiten). Ethnographic Views of Urban Jewry in Central Europe around 1700". Die Tagung markiert den 300. Jahrestag eines epochalen literarischen Ereignisses: 1714 erschienen die drei ersten Bände der Jüdische(n) Merckwürdigkeiten des Frankfurter Privatgelehrten und Gymnasiallehrers (später Rektors) Johann Jakob Schudt (1664–1722). Schudt hatte den großen Brand in der Judengasse von 1711 zum Anlass genommen, eine ausführliche Beschreibung der Geschichte und des Lebens der Frankfurter Juden vorzulegen, eingebettet in eine Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Mit seinem Werk liegt eine exzeptionell reiche ethnographische Quelle für die Geschichte und Kultur des europäischen Judentums um 1700 vor, die bis in die Moderne hinein einen nachhaltigen Einfluss auf die Wahrnehmung von Juden und Judentum in der christlichen Mehrheitsgesellschaft gehabt hat. Mit einer Kabinettausstellung erinnert das Jüdische Museum Frankfurt an Schudts Werk.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.


PROF. DR. REBEKKA VOß

Das Seminar für Judaistik freut sich sehr, dass die Goethe-Universität Frau Junior-Professorin Dr. Rebekka Voß ein höheres Amt übertragen hat und gratuliert Frau Professorin Dr. Rebekka Voß zu ihrem neuen Amt. Die Professur für Geschichte des deutschen und europäischen Judentums trägt wesentlich zum Profil des Seminars für Judaistik in Forschung und Lehre bei, das vor allem auf die Kulturgeschichte des europäischen Judentums vom Mittelalter bis in die Neuzeit hin orientiert ist. 


NEUERSCHEINUNG

Wir freuen uns mit Dr. Joachim Yeshaya über das Erscheinen seines Buches Poetry and Memory in Karaite Prayer, Leiden: Brill 2013.
Der karäische Dichter Moses Darʿī, der im 12. Jh. in Ägypten lebte, verfaßte knapp hundert liturgische Gedichte als Einleitungsgedichte für die Wochenlesung. Die Publikation enthält den hebäischen Text und die judäo-arabische Überschrift aller Gedichte in der Reihenfolge, wie sie in der ältesten Handschrift, NLR Evr. I 802, überliefert sind. Zu jedem Gedicht gibt es eine Kommentarsektion, die aus einem englischen Kommentaressay und einem hebräisch-englischen zeilenkommentar besteht. Im Fazit zeigt Joachim Yeshaya, wie Darʿīs liturgische Dichtung zu den frühesten Beispielen für die Integration von Poesie, andalusischen poetischen Normen und der Memoria der mittelalterlichen Vefrtreibung aus Jerusalem ins karäische Gebet gehören. Das Buch entstand im Rahmen des von der DFG geförderten Projekt "Die Einführung liturgischer Poesie in den karäischen Gottesdienst von Moses ben Abraham Dar‛ī bis Aaron ben Joseph" unter Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Hollender.

Zur Verlagsseite [Externer Link] http://www.brill.com/poetry-and-memory-karaite-prayer


NEUERSCHEINUNG

Wir freuen uns mit Dr. Saskia Dönitz über das Erscheinen ihres Buches Überlieferung und Rezeption des Sefer Yosippon, Tübingen: Mohr (Siebeck) 2013.
Flavius Josephus ist der bedeutendste jüdische Geschichtsschreiber der Antike. Seine Werke wurden jedoch zunächst hauptsächlich im Christentum rezipiert. Erst im 10. Jahrhundert wird in Auseinandersetzung mit der christlich-byzantinischen Umwelt sein berühmtestes Buch, der Jüdische Krieg (Bellum Judaicum), in Süditalien ins Hebräische übertragen (Sefer Yosippon). Saskia Dönitz zeichnet die Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte dieses Werkes nach, das im mittelalterlichen Judentum ein wahrer Bestseller war. Das Sefer Yosippon wurde für die in der Diaspora lebenden Juden zu einem konstitutiven Element ihrer Identität und prägte die Entstehung der jüdischen Martyrologie nach dem ersten Kreuzzug entscheidend mit. Die jüdische Wiederaneignung des Josephus reflektiert die Auseinandersetzung zwischen Juden und Christen um die Deutungshoheit der Geschichte des Zweiten Tempels.

Zur Verlagsseite [Externer Link]


LEITFADEN WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN IN DER JUDAISTIK

Ab dem Sommersemester 2013 gibt es einen neuen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Judaistik, der fortan für alle im Seminar für Judaistik einzureichenden Hausarbeiten verbindlich ist. Er gibt  u.a. Hilfestellung bei der Gestaltung von Referaten, bei der Literatursuche und dem Verfassen von Hausarbeiten. Sie finden den Leitfaden unter der Rubrik "Studium" - "Hilfsmittel".


1822-UNIVERSITÄTSPREIS FÜR EXELLENTE LEHRE  - DR. ANNELIES KUYT GEWINNT ERSTEN PREIS

Das Seminar für Judaistik möchte sehr herzlich Dr. Annelies Kuyt zum Gewinn des 1. Preises - dotiert mit 15.ooo Euro - des diesjährigen 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre  gratulieren!

Dieser Preis wurde dieses Jahr zum elften Mal vergeben und ehrt ein besonderes Engagement in der grundständigen Lehre. Besonders ist das Vorschlagsrecht der Studierenden eines Kandidaten. So ist es nicht zuletzt unserer Fachschaft zu verdanken, dass Dr. Annelies Kuyt durch diesen Preis geehrt wurde.

     

Weitere Informationen finden Sie hier: 

Pressemitteilung vom 12. Juli 2012 [externer Link]

Auch ist in der Frankfurter Rundschau ein Artikel über den Preisgewinn erschienen:

Artikel in FR vom 24. Juli 2012 [externer Link]

Bild: Dr. Annelies Kuyt und VertreterInnen der Fachschaft. (Quelle: Uwe Dettmar).