Am Institut für Didaktik der Physik drehen sich die Forschung um die Aus- und Weiterbildung von Physiklehrkräften und die Physik in der Schule. Forschungsschwerpunkte der drei Arbeitsgruppen sind:

Sie finden zudem untenstehend einen kurzen Einblick in die Geschichte des Instistuts.


AG Funktion und Auswirkung des Experimentierens im Physikunterricht

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Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Erb untersucht Fragestellungen um das Experimentieren und Modellieren im Physikunterricht.

In den Naturwissenschaften ist die Rolle des Experiments vorrangig in der Prüfung von Hypothesen zu sehen – das Experiment liefert hierbei die Antwort auf eine „Frage an die Natur“. Im Physikunterricht gehört das Prüfen von Hypothesen ebenfalls zu den wichtigen Aufgaben des Experiments, es nimmt jedoch darüber hinaus eine ganze Reihe weiterer Funktionen wahr. Welche dies sind und welche Bedingungen dabei eine Rolle spielen, wird von uns im Physikunterricht untersucht. Ergänzt wird dies durch Projekte zu multimedialen Lernumgebungen, hier zur denkwerkstatt-physik (hier den Link zur denkwerstatt unterlegen), und zur Modellbildung im Physikunterricht.

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AG Neue Unterrichtskonzepte und Computereinsatz im Physikunterricht

Wilhelm

Die Arbeitsgebiete von Prof. Dr. Wilhelm sind die Konzeption und Evaluation von neuen Unterrichtskonzepten, Experimenten und Computereinsatz im Physikunterricht:

Physikunterricht sollte so weiter verbessert werden, dass mehr Schüler mehr verstehen. Dazu ist es nötig, sich neue Konzepte, neue Zugänge oder neue Elementarisierungen zu überlegen und dazu passende Materialien zu entwickelt, die dann auch in der Praxis durch Lehrer überprüft und weiter optimiert werden. Dazu gehört auch, neue Experimente mit neuen Techniken zu entwickeln und zu überlegen, wie neue Alltagsgeräte in den Physikunterricht integriert werden können. Auch der Computer kann mit geeigneter Software neue Möglichkeiten eröffnen, ein tieferes Verständnis zu ermöglichen. Da die meiste vorhandene Software diesen Ansprüchen kaum genügt, ist hier bessere Software zu entwickeln und zu erforschen, ob und wie diese den Schülern das Physiklernen erleichtert.

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AG Determinanten und Konsequenzen der professionellen Kompetenz zukünftiger Physiklehrkräfte

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Die Arbeitsgruppe von Dr. Korneck untersucht empirisch die professionelle Kompetenz und Prädiktoren für den Berufserfolg von angehenden Physiklehrkräften:

Die Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe befassen sich mit dem Lehren und dem Lernen im Physikunterricht - speziell mit den Kompetenzen, über die zukünftige Physiklehrkräfte verfügen sollten, um den Unterricht erfolgreich zu gestalten. Drei ineinander verzahnte Projekte stehen im Zentrum unserer Arbeit: Die von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) unterstützte Studie „Quer- und Seiteneinsteiger in das Lehramt Physik“ untersucht durch eine bundesweite Befragung der Kultusministerien die Ausbildungswege und den Bedarf von Physiklehrkräften. Die vergleichende Analyse der Kompetenzen von Lehramtsabsolventen und Quereinsteigern zu Beginn des Vorbereitungsdienstes stehen im Zentrum des Projekts „pro-Φ“ (gefördert vom BMBF), während Φ-actio“, ein Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Kunter (Institut für Psychologie) mehrperspektivisch den Zusammenhang zwischen den Lehrerkompetenzen und dem Unterrichtshandeln untersucht (gefördert von der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung).

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Blick in die Geschichte des Institiuts

Das Institut für Didaktik der Physik entstand im Zuge einer Neustrukturierung der Lehrerausbildung 1970 als jüngstes Institut im Fachbereich Physik. In dieser Zeit arbeitete u.a. Martin Wagenschein am Institut.

Das Institut bildet Lehrkräfte für alle Schultypen aus, wobei besonders das Frankfurter Modell der Haupt- und Realschullehrer-Ausbildung und die enge Kooperation mit Studienseminaren und Lehrer¬fortbildungseinrichtungen bundesweit als vorbildlich gelten. Zu den Hochschullehrern, die in Frankfurt arbeiteten, gehören Rita Wodzinski, Nikolaus Barth, Thomas Görnitz, Walter Jung, Gesche Pospich, Fritz Siemsen, Klaus Weltner und Hartmut Wiesner.

Vom Institut für Didaktik der Physik gingen wegweisende Impulse für die nationale und internationale physikdidaktische Forschung aus, wie beispielsweise empirische Untersuchungen von Schülervorstellungen zu physikalischen Phänomenen und zur Identifizierung von Lernschwierigkeiten sowie die Entwicklung von Unterrichtskonzepten, um diese zu beheben. Ein durchgehender Arbeitsschwerpunkt des Instituts ist die Entwicklung neuer experimenteller Zugänge für den Physikunterricht im Wechselspiel von Phänomenen und Deutung, also die Übertragung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung in den Unterricht.