Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an refugeeresearchers@uni-frankfurt.de

Fördermöglichkeiten an der Goethe Universität

Goethe-Ukraine-Fonds: Refugee Fellowships

Die Goethe-Universität Frankfurt verurteilt den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine auf das Schärfste. Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine, allen Ukrainer*innen im In- und Ausland, aber auch all jenen, die sich in Russland und weltweit entschieden für Frieden und Freiheit engagieren. 

Um promovierte Wissenschaftler*innen zu unterstützen, die auf der Flucht vor den Folgen des Krieges sind und ihre Forschung in der Ukraine unterbrechen mussten, und um die zukünftige akademische Zusammenarbeit mit ukrainischen Forschungseinrichtungen zu stärken, schreibt die Goethe-Universität 10 Goethe Refugee Fellowships im Rahmen des Goethe-Ukraine-Fonds aus.

Zielgruppe

  • Promovierte Wissenschaftler*innen, die aufgrund des Krieges aus der Ukraine geflüchtet sind und als Gastwissenschaftler*innen an der Goethe-Universität ihre Forschung fortsetzen möchten. 
  • Antragsberechtigt sind auch Wissenschaftler*innen aus Drittstaaten, die vom Ukraine-Krieg betroffen sind und nicht in Ihre Herkunftsländer zurückkehren können. 

Art der Unterstützung

  • 10 Fellowships à 1.000,- € pro Monat über eine Laufzeit von bis zu 6 Monaten (Vertrag als Gastwissenschaftler*in).
  • Die Angebote des „Academic Welcome Programms“ und des „Goethe Welcome Center“ sind für die Goethe-Ukraine-Fellows geöffnet. 
  • Die Graduiertenakademie GRADE bietet für geflüchtete Postdocs Angebote zur Integration und Vernetzung mit Kolleg*innen der gleichen Karrierestufe. 
  • Beratung zur Einwerbung eigener Mittel bei einschlägigen Drittmittelgebern.

Vorrausetzungen

  • Aufenthalt in Deutschland bei Antritt und über den Gesamtzeitraum des Vertrags
  • fachliche Passung des Forschungsprojektes zu den 16 Fachbereichen der Goethe-Universität
  • Aufnahme in eine Arbeitsgruppe / Anbindung an ein Institut der Goethe-Universität

Bewerbungen

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit den erforderlichen Unterlagen in deutscher oder englischer Sprache an: refugeeresearchers@uni-frankfurt.de

  • Wissenschaftlicher Lebenslauf (CV)
  • Zeugnisse der akademischen Ausbildung (falls möglich)
  • Kurzdarstellung Ihres Forschungsvorhabens (max. 3 Seiten)
  • Zusage zur Einbindung in eine Arbeitsgruppe / Anbindung an ein Institut durch die jeweilige Leitung / Professur. Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail, falls Sie Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu unseren Instituten und den Fachbereichen benötigen. 

Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden. 

Die Vergabe erfolgt zeitnah und bis zur maximalen Anzahl an Fellowships.

Johanna Quandt Young Academy: International Visiting Fellowships 2022

Die JQYA schreibt zusammen mit der Goethe Universität Fellowships für fortgeschrittene Postdocs aus, auf die sich auch noch in der Ukraine befindliche Wissenschaftler*innen bewerben können.

  • Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Förderprogramme zur Integration ukrainischer Wissenschaftler*innen

Alexander von Humboldt Stiftung

Ihren Geförderten aus der Ukraine bietet die Humboldt-Stiftung Sonderregelungen für Alumniaufenthalte und Stipendienverlängerungen an. Auch Geförderten aus Russland, die etwa wegen ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Krieg bedroht sind, soll mit diesen Instrumenten ein Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden.
  • Weitere Informationen finden Sie hier.

Alexander von Humboldt Stiftung/Philipp Schwartz-Initiative

Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftliche Institutionen können  Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Forschender beantragen. Nominiert werden können Forscher*innen aus Ländern außerhalb der EU, die nachweisbar erheblicher und akuter Gefährdung ausgesetzt sind. Eigenbewerbungen durch Forscher*innen selbst sind nicht möglich. Antragsschluss ist der 21.Oktober.2022


  • Weiter Informationen finden Sie hier. 

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Generell können geflüchtete Forschende in jeder Karrierephase nach der Promotion eine Walter-Benjamin-Stelle beantragen.

Die frühere Beschränkung auf PostDocs entfällt. In akuten Notsituationen entfällt ferner der Gefährdungsnachweis. Eine Antragstellung ist jederzeit möglich.

  • Allgemeine Informationen zum Walter-Benjamin-Programm finden Sie hier
  • Unterlagen zur Antragsstellung finden Sie hier

Des Weiteren gibt es für Projektleitungen und Hochschulen die Möglichkeit, qualifizierte geflüchtete Forscher*innen in bereits geförderte DFG-Projekte einzubinden.  Anträge können jederzeit formlos gestellt werden

  • Weitere Informationen finden Sie hier.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Neu (13.09) Zusätzliche Mittel für Forschende

      Seit Dezember 2015 besteht die Möglichkeit der Förderung durch die DFG von geflüchteten Wissenschaftler*innen. Aufgrund des Bedarfs vor Ort in der Ukraine ist nun die Möglichkeit errichtet worden, ukrainische Forschende (Projektleitungen), welche sich in der Ukraine befinden und von dort aus weiterhin forschen können, besondere Unterstützung im DFG-Verfahren „Kooperation mit Entwicklungsländern“ zusätzliche Unterstützung zukommen zu  lassen. Diese kann bei Sachbeihilfe, bei Forschungsgruppen und im Schwerpunktprogramm von Antragsstellenden beantragt werden. Demnach können die Forschenden sowohl Mittel für die Projektdurchführung, als auch Ressourcen für den Lebensunterhalt beantragen und falls bewilligt, weiterleiten (max. 1.000 Euro pro Monat pro Projektleitung).

  • Auch für Projekte mit kleinerem finanziellen Rahmen.
  • Beantragung außerhalb von DFG-Projekten ist nicht möglich.
  • Möglichkeit der Beantragung auf einen Zeitraum von zwei Jahren begrenzt (gilt für Anträge, die einschließlich bis 15. September 2024 eingehen).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Gerda Henkel Stiftung 

Die Gerda Henkel Stiftung stellt – verteilt auf drei Schwerpunkte – Fördermittel in Höhe von 2 Millionen Euro für ukrainische, russische und belarussische Wissenschaftler*innen zur Verfügung:

  • Philipp Schwartz-Initiative: Förderung von Wissenschaftler*innen, die in ihren Herkunftsländern erheblicher und anhaltender persönlicher Gefährdung ausgesetzt sind, damit diese ihre Arbeit an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortsetzen können.
  • Verein MitOSt e.V.: Bis zu 500.000 Euro fließen an den Verein MitOst e.V., der in der Ukraine und ihren Nachbarländern humanitäre Hilfsmaßnahmen koordiniert.
  • Einzelstipendien für gefährdete und geflohene Wissenschaftler*innen und Wissenschaftler der Gerda Henkel Stiftung: Früher und derzeit Geförderte der Stiftung können selbst Hilfe in Anspruch nehmen oder Empfehlungen zur Unterstützung anderer an ukrainischen Hochschulen Beschäftigter aussprechen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

EU: MSCA4Ukraine 

MSCA4Ukraine wird im Rahmen der EU-Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) von Horizon Europe gefördert. 

Das neue Stipendienprogramm soll geflüchteten oder gefährdeten Forschenden aus der Ukraine helfen, ihre Arbeit in EU-Mitgliedsstaaten oder mit Horizon Europe assoziierten Ländern fortzusetzen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat von der Europäischen Kommission zusammen mit ihren Partnern Scholars at Risk Europe und der European University Association (EUA) den Zuschlag erhalten, das Programm durchzuführen. Die EU fördert es mit 25 Mio. Euro. 

Ein erster Call ist für September geplant, die individuelle Förderdauer soll zwischen sechs Monaten und zwei Jahren liegen.

Bewerbungen werden über das Funding & Tenders Portal der EU möglich sein.

Hinweise der verschiedenen Förderer für laufende Projekte mit russischen Partnern

DAAD

Der DAAD stoppt Bewerbungsmöglichkeiten für Russland-Stipendien und sagt Auswahlen für DAAD-Stipendien nach Russland ab. Auch bereits ausgewählte deutsche Stipendiatinnen und Stipendiaten können für einen geplanten Aufenthalt in Russland derzeit keine finanzielle Unterstützung erhalten. 

  • Alle Informationen des DAAD finden Sie hier.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

  • Die Hinweise für deutsch-russische Anträge der DFG finden Sie hier.

EU-Förderung

Das Europäische Parlament hat am 1. März 2022 im Plenum zum Angriff auf die Ukraine eine Resolution verabschiedet, in welcher das EP forderte, die Kooperation im Bereich F&I mit Russland einzustellen bzw. auszusetzen, auch in Horizont Europa. 

  • Die Resolution finden Sie hier.

Die EU- Kommission hat am 3. März 2022 ein Einfrieren der Forschungsförderung unter Horizon Europe beschlossen.

Dies ist ein Auszug aus dem Statement von Kommissarin Mariya Gabriel:

„First, we have decided not to engage into further cooperation projects with Russian entities. I have therefore decided to suspend the preparations of grant agreement for four projects under Horizon Europe programme that involve five Russian research organisations. Signing of any new contracts will be put on hold until further notice.

Second, I have asked my services to suspend any payment to Russian entities under existing contracts.

Third, Ukrainian scientists and researchers are key participants in our EU Framework programmes for R&I and have demonstrated excellence and innovation leadership across many fields."