Tagungsprogramm

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Spezielle Programmpunkte der WKs und des VHB

Forschungsförderung in der BWL
Donnerstag, 19. März 2020, Uhrzeit 11.00-12.30 Uhr
Die Einwerbung von Drittmitteln gilt als ein wichtiger Indikator für erfolgreiche Forschung, bei Rankings, der Verteilung von Ressourcen oder bei Zielvereinbarungen. Die Förderprogramme der verschiedenen Förderinstitutionen, aber auch des Bundes oder der EU erfreuen sich auch in der BWL zunehmender Beliebtheit. Der VHB informiert in seiner Veranstaltung über die bedeutsamen Förderlinien der DFG zur Forschungsförderung in der Betriebswirtschaftslehre und Fördermaßnahmen des BMBF über den Projektträger Jülich. Im Mittelpunkt stehen Verfahren zur Antragstellung angereichert durch Hinweise und Strategien aus dem Kreis erfahrener Kolleg*innen für die erfolgreiche Entwicklung eines Forschungsportfolios, die Organisation von Forschungskooperationen für Zwecke der Drittmittelakquise und das Schreiben „guter“ Anträge.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Berücksichtigung der besonderen Merkmale der vorherrschenden Diskussions- und Begutachtungskultur innerhalb der BWL. Denn die Entscheidungen über Anträge werden nicht zuletzt auf Gutachten basierender Bewertung und Empfehlung der Fachkolleg*innen getroffen. Insofern gilt es, die Spezifika der Prozesse im Zusammenhang mit Förderanträgen, insbesondere im Vergleich zu sonstigen Gutachtenverfahren herauszustellen. Die Begutachtung von Förderanträgen, in die viele Mitglieder in der Community eingebunden sind, unterscheidet sich fundamental von der Begutachtung von Zeitschriftenbeiträgen für wissenschaftliche Journals. Bei der Antragsbegutachtung kommt es beispielsweise vor dem Hintergrund der Entscheidungsprozesse in der DFG darauf an, dass gerade bei einer positiven Einschätzung auch eine klare Empfehlung zur Förderung gegeben wird, verbunden mit einer entsprechenden Begründung.
Moderation
Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl – VHB Vorstand und DFG-Fachkollegiat
Beiträge
Dr. Alexander Linn – PTJ (BMWI/BMBF)
Prof. Dr. Mark Ebers – erfahrener DFG-Fachkollegiat
Panel
Prof. Dr. Jutta Geldermann – prospektive VHB-Vorständin
Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane – frisch gewählte DFG-Fachkollegiatin

Erfolgreiche Wissenschaftskommunikation: Best Practice
Donnerstag, 19. März 2020, Uhrzeit 16.00-17.30 Uhr
Wie erreiche ich als Wissenschaftler/in gesellschaftlichen Impact? Wissenschaftsministerin Karliczek hat Ende 2019 in ihrem „Grundsatzpapier Wissenschaftskommunikation“ mehr Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gefordert; auch die DFG rückt das Thema immer mehr in den Vordergrund. Doch viele Wissenschaftler/innen haben sich mit dem Thema noch wenig befasst.
Auf dem Panel diskutieren erfahrene Experten, wie ein Einstieg in eine erfolgreiche Kommunikation gelingen kann, welche Zielgruppen wie erreicht werden und welche Vor- und Nachteile verschiedene Kommunikationskanäle haben. Unter anderem geht es um die Fragen: Wie bespiele ich diese Kanäle erfolgreich; wie kann ich sichtbar sein, aber die Qualität hochhalten? Wie erreiche ich die Politik? Wie kann ich erreichen, dass die Öffentlichkeit und die Medien sich für meine Themen (meine Forschungsprojekte) interessiert; bzw. inwiefern muss ich mich an die Nachfrage „anpassen“? Für welche Themen interessieren die Medien sich? Welche Best Practice hat sich für wen etabliert?
Moderation
Prof. Dr. Deborah Schanz, LMU München
Panel
Prof. Dr. Thomas Hutzschenreuter, TU München
Heike Göbel, FAZ, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik
Prof. Dr. Dominika Langenmayr, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Digitalisierung personennaher Dienstleistungen

Mittwoch, 18. März 2020, Uhrzeit 14.00-15.30 Uhr
Personennahe Dienstleistungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie sind Ausdruck veränderter Lebensmuster, Konsumstile und Arbeitsprozesse, aus denen neue oder erweiterte Bedürfnisse für die Unterstützung im beruflichen und privaten Umfeld entstehen. Personennahe Dienstleistungen gelten auch als Beschäftigungsmotor. Sie schaffen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, zukunftssichere Arbeitsplätze, hohe Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit. Durch den demografischen Wandel und die Individualisierung der Gesellschaft steigt die Nachfrage nach bedarfs- und nutzergerecht erbrachten personennahen Dienstleistungen. Um diese Dienstleistungen zur Zufriedenheit auszuführen, müssen Dienstleistungsgeber und -nehmer zukünftig in einem interaktiven Prozess kooperieren. Besondere Bedeutung kommt dabei der Verknüpfung mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Entwicklung geeigneter Geschäfts-, Betreiber- und Finanzierungsmodelle zu.
Das Erschließen dieser Potenziale erfordert einen hohen interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Im Symposium „Digitalisierung personennaher Dienstleistungen“ erläutern Referenten aus drei aktuellen Forschungsprojekten die verschiedenen Herausforderungen und Chancen, die für personennahe Dienstleistungen in verschiedenen Branchen durch die Digitalisierung entstehen. In Beitrag I werden organisationale Faktoren zur Erstellung vertrauensfördernder Daten-Governance-Modelle für innovative personennahe Dienstleistungen in Wohnquartieren diskutiert, während Beitrag II Herausforderungen und Potenziale bei der Digitalisierung von beratungsintensiven Dienstleistungen im Zusammenhang mit hochvarianten Gütern am Beispiel der Möbelbranche darstellt. Abschließend wird ein empirisch und theoretisch fundierter Bezugsrahmen vorgestellt, der Implikationen für die Gestaltung von innovativen, digitalisierten personennahen Dienstleistungen aufzeigt. Das Symposium “Digitalisierung personennaher Dienstleistungen" bietet so aktuelle betriebswirtschaftliche und informationstechnische Erkenntnisse für einen wirtschaftlich und sozial hoch relevanten Kontext, dessen erfolgreiche Digitalisierung weitreichendes Potenzial für entwickelte Volkswirtschaften bietet.
Beiträge
Vertrauensbasierte Organisationen als Grundlage von erfolgreichen Daten-Governance Modellen innovativer personennaher Dienstleistungen

Carsten Schultz (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Manuela Ferdinand (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)
Digitalisierung analoger Beratungsprozesse von hochvariablen und hochkonfigurierbaren Produkten am Beispiel der Möbelbranche
Michael Prilla (Technische Universität Clausthal), Oliver Blunk (Technische Universität Clausthal)
Anforderungen an digitale Plattformen zur Ermöglichung von neuen personennahen Dienstleistungen
Christoph Lattemann (Jacobs University Bremen gGmbH, Deutschland), Simon Fischer (Jacobs University Bremen gGmbH, Deutschland)

Neue Perspektiven für datenbasierte Forschungskooperationen durch Digitalisierung
Mittwoch, 18. März 2020, Uhrzeit 16.00-17.30 Uhr
Dieses Symposium ist im Bereich der Organisationsökonomik verortet und illustriert anhand dreier aktueller Forschungsprojekte die vielfältigen Möglichkeiten, die sich in der datenbasierten Forschungskooperation mit Organisationen durch Digitalisierung ergeben. Das erste Projekt befasst sich mit der Rolle digitaler Tools im Kontext des Arbeitsmarkts und der individuellen Jobsuche. Im Rahmen einer randomisiert kontrollierten Feldstudie und unter Verwendung administrativer Arbeitsmarktdaten aus Dänemark wird untersucht wie ein Online-Tool den Informationsstand Arbeitssuchender verbessern und dadurch auch deren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt steigern kann. Das zweite Projekt untersucht welche Informationen bzgl. der Eigenschaften individueller Konsumenten aus Kontotransaktionsdaten gewonnen werden können. Konkret wird die Individuen-spezifische Sensitivität kurzfristiger Konsumausgaben bzgl. eingegangener Lohnzahlungen ermittelt und auf ihren empirischen Zusammenhang zum Finanzierungsverhalten dieses Konsums hin untersucht. Das dritte Projekt widmet sich schließlich der Effektivität individueller Feedback- und Zielsetzungsmechanismen durch Smartphone-Apps im Gesundheitsbereich. In Kooperation mit einem Anbieter einer App zur Vorbeugung und Verhinderung von Rückenbeschwerden wird in einem Feldexperiment untersucht, wie Nutzer der App unterstützt werden können, regelmäßig zu trainieren und selbstgesteckte Ziele auch zu erreichen. Hierbei werden unterschiedliche Zielsetzungs- und Erinnerungsmechanismen gemeinsam mit dem Anbieter entwickelt, und auf Ihre Wirksamkeit hin getestet. Die drei Projekte unterscheiden sich dabei bewusst in der konkreten inhaltlichen Fragestellung, der sektoralen Zugehörigkeit der Kooperationspartner, sowie der Art der zu Grunde liegenden Daten. Durch diese inhaltliche, organisatorische und methodische Vielfalt gibt das Symposium einen breiten Überblick über das Forschungspotential datenbasierter Kooperationen mit Organisationen im Rahmen der Digitalisierung.
Beiträge
Digitale Tools zur Unterstützung der Arbeitssuche
Steffen Altmann (IZA - Institute of Labor Economics)
Die Messung individueller Zeitpräferenzen auf Basis von Kontotransaktionsdaten und optimales Finanzverhalten
Florian Hett (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Präventive Gesundheitsmaßnahmen im digitalen Zeitalter: Können Ziele und Erinnerungen regelmäßiges Training fördern?
Simeon Schudy (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Zur Unterseite der Jahrestagung 2020 der Wissenschaftlichen Kommission "Öffentliche Betriebswirtschaftslehre"

Zum Programm der Jahrestagung 2020 der Wissenschaftlichen Kommission "Organisation"

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Konferenz

  1. Preconference | 17. März 2020
    Konferenzempfang | 19.45 Uhr
  2. Digital Day (1. Hauptkonferenztag) | 18. März 2020
    Konferenzdinner & Party | 19.30 Uhr
  3. 2. Hauptkonferenztag | 19. März 2020
  4. Postconference | 20. März 2020

Kontakt

Yvonne Blum
Laura Friedrich

Projektleitung VHB-Tagung 2020
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Besucheradresse:
House of Finance
Theodor-W.-Adorno-Platz 3
60323 Frankfurt am Main

Postadresse:
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Theodor-W.-Adorno-Platz 4
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