Aktuelles

Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2022/23

Die Cornelia Goethe Colloquien sind ein offenes Diskussionsforum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung. Interessierte* sind herzlich eingeladen!

Im Wintersemester 2022/23 stehen die Colloquien unter dem Titel:

Theorizing Gender(ed) Violence. Zur Aktualität geschlechtsbezogener Gewalt

Gewalt gegen Frauen, Mädchen und dissidente Körper wurde in den letzten Jahren zu einem zentralen politischen Thema feministischer Bewegungen rund um den Globus. Unter dem Hashtag MeToo und dem Slogan ‚Ni una menos‘ prangerten Zigtausende den Fortbestand geschlechtsbezogener Gewalt an. Vor allem feministische Bewegungen in den Amerikas haben die Frage der Gewalt angesichts drastischer Zahlen von sexuell-sexualisierter Gewalt und Morden an Frauen und trans*Personen in den Mittelpunkt ihrer Mobilisierungen gestellt und auch begrifflich neu zu bearbeiten versucht.


Diese Proteste und ihre gesellschaftliche Resonanz verdeutlichen die Bedeutung eines Themas, das in den Anfängen der Frauen- und Geschlechterforschung im Zentrum der wissenschaftlichen Debatten stand, in den letzten Dekaden jedoch in ebendiesen in den Hintergrund rückte. Zahlreiche Autor*innen und Forscher*innen haben sich in den 1960er bis 1980er Jahren mit der strukturellen Bedeutung und Funktion von geschlechtsbezogener Gewalt auseinandergesetzt. Ihr bis heute gleichbleibendes Ausmaß steht im Kontrast zu den Erfolgen feministischer Bewegungen, der faktischen Egalisierung von Geschlechterbeziehungen und der Verankerung von Gleichheitsvorstellungen in vielen Kontexten. Diese Konstellation wirft für die Geschlechterforschung gewichtige Fragen auf.

Das Colloquium möchte zu einer neuerlichen Zuwendung zum Thema Gewalt im Geschlechterverhältnis beitragen. Dabei verfolgt die Veranstaltungsreihe die These, dass es einer erneuten systematischen Auseinandersetzung und Theoretisierung bedarf – intersektional informiert und mit Blick auf vielfältige Formen der Gewalt, die vor allem weibliche und dissidente Körper trifft sowie Menschen, die von der Norm abweichend begehren. Die eingeladenen Referent*innen setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der fortbestehenden geschlechtsbezogenen Gewalt auseinander und haben gewinnbringende Einsichten formuliert, die wir im Rahmen des Colloquiums diskutieren wollen

Aktuelle Hinweise zu den Colloquien und COVID-19

Aufgrund der derzeit unabsehbaren Entwicklungen von COVID-19 behält sich das Cornelia Goethe Centrum vor, Veranstaltungen kurzfristig zu verlegen oder abzusagen. Bitte informieren Sie sich vor Veranstaltungsbeginn über Zeitpunkt, Ort und Format der Colloquien auf der

Webseite des CGC

Veranstalter*in

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Lilian Hümmler, Bea S. Ricke, Stella Schäfer, Sarah Speck
Koordination: Amanda Glanert, Mandy Gratz, Johanna Leinius
Layout Booklet und Poster: Miguel Pardo
Kontakt: Dr. Johanna Leinius | Cornelia Goethe Centrum
Leinius@em.uni-frankfurt.de

Zeit und Ort

jeweils mittwochs, 18-20 Uhr c.t.
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
Einige Vorträge sind auch in der Woche nach dem angekündigten Vortragsdatum
auf der CGC Webseite und dem CGC YouTube-Kanal verfügbar.


Ann Phoenix "The Ties that Divide Us" - Angela Davis Guest Professorship Frankfurt - CGC

Link zum Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=UwQtTietqYk

Ann Phoenix "The Indispensability of Intersectionality" Angela Davis Guest Professorship Frankfurt
Link zum Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=n-LmK4FFvSk

Angela Davis Gastprofessur 2021 mit Ann Phoenix vom 5. bis 15. Juli

Das Cornelia Goethe Centrum konnte für die diesjährige Angela Davis Gastprofessur für Gender und Diversity Studies die Professorin Ann Phoenix vom University College London gewinnen. Sie ist vom 5. bis 15. Juli am Centrum zu Gast und wird während ihres Aufenthaltes zwei öffentliche Vorträge und weitere Veranstaltungen für (PhD-)Studierende anbieten.

Ann Phoenix ist Professorin für psychosoziale Studien am Institut für Erziehungswissenschaft, University College, London (UCL). Sie war und ist eine international gefragte Gastprofessorin. Mit ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement für eine kritische, empirische, intersektionale Forschung und Lehre hat Ann Phoenix Wissenschaftler*innen und Studierende weltweit inspiriert.

more information -> english
mehr Information -> deutsch

Factsheet

Ergänzungen zum Seminar mit Ann Phoenix - Thinking through Intersectionality: Situated multiplicity in process

This seminar series first examines how intersectionality is theorised, how it is situated within and across countries and how understanding of it shifts over time. It then engages with ways in which intersectionality is employed in research and practice. Each session in the seminar series will involve a presentation, group work and practical tasks. By the end of the four sessions, you will have engaged in critical reflection on how intersectionality is conceptualised and have some experience of doing intersectional analysis. In keeping with Angela Davis’s ideological commitments, the seminars are informed by a social justice, norm critical and decolonial perspective. In that spirit, students of colour, who are generally under-represented in the academy, are encouraged to attend.

Background
One reason that theories of intersectionality have gained popularity is because they enable analysis of the complexity and multi-layered nature of everyday life and social categories. The main feature of intersectional theories is that everybody is always simultaneously positioned in many social categories. Any one social category such as gender, social class or racialization can, therefore, only be understood in relation to other categories and differences, as well as commonalities, within and between groups. Experiences and life chances differ according to ‘race’, ethnicity, sexuality and social class, all of which are performative. This means, for example, that gender and sexuality are class-based, national and racialised social relations. Intersectionality is not just an abstract theoretical idea. It reminds us that all categories are associated with power relations and so with social inequalities.

Yet, while the concept of intersectionality is burgeoning, it has also been much critiqued within academic and in more popular publications. It is, therefore, important to take stock of why it is both one of the most influential theories of the last 30 years, considered vital to social analyses by many and derided by some so that there is what Jennifer Nash (2019) has called ‘the intersectionality wars’. It is important to examine what the concept of intersectionality adds to social analyses and claims to social justice, which motivated Kimberlé Crenshaw to coin the term. The seminars will show that, in order to promote inclusive equality, it is, important to recognise that social categories are internally differentiated in complex ways because they are decentred by their intersections with other social categories.

The readings
The readings for the course focus on intersectionality and aim to give a firm grounding of its theorisation and debates. However, three of the seminars will involve discussion of substantive research issues and introduction to research in those fields. All the seminars will involve group work and active engagement with ideas

Mehr über unsere diesjährige Gastprofessorin Ann Phoenix und die Veranstaltungen gibt es auf unserer Homepage

Veranstalter*in

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Helma Lutz, Marianne Schmidbaur
Koordination: Mandy Gratz



Beiträge in sozialen Medien und Zeitungen

Prof.'in Dr. Bettina Kleiner

Interview

Wieso sind auch Frauen manchmal frauenfeindlich?

Damit beschäftigt sich das Prinzip der „Lateral Violence“. Eine Expertin erklärt, welche Ursachen das Verhalten hat – und was man dagegen tun kann.

Foto: Kathleen Wohlrath

Link zum Interview

weitere Beiträge folgen.

Wintersemester 2022/23

BW-C/Sb5: Schule, Geschlecht, Diversität

Mittwochs, 14:00 bis 16:00

  Seminarhaus SH - SH 1.106

LSF

EW-MA2: Erziehung, Bildung und Kolonialität

Donnerstags, 10.00 - 12.00 Uhr

Seminarhaus SH - SH 1.108

LSF

EW-MA5: Vermessene Vielfalt. Diskurs-und Subjektivierungsanalysen von Diversityprogrammen für Bildungseinrichtungen

Donnerstags 14.00 - 18.00 Uhr

  IG-Farben-Haus - IG 2.201

LSF