DIVERSITY-TAG 2020

Banner diversitytag neu

Diskriminierung stoppen, Vielfalt leben - Digitaler Diversity Tag 10.Dezember 2020, 16:00 - 19:00 Uhr

Wenn es um Diskriminierung geht, werden schnell Absichtsvermutungen und die Frage nach der Schuld laut. Wer diskriminiert wen, und warum? Das verunsichert. Und es führt dazu, dass eine Auseinandersetzung mit dem Thema eher vermieden als gesucht wird. Diskriminierungen finden aber tagtäglich statt, sie gehören zu unserem Alltag und zeigen sich in den verschiedensten Facetten: als intendierter Angriff, als unbewusst-wirkende Stereotype oder auch als unbeabsichtigte Verletzung. Diskriminierungen vollziehen sich zudem sowohl durch Einzelne wie auch durch institutionelle Strukturen. Sich mit Diskriminierung zu befassen, ist daher nicht nur unvermeidbar, es ist auch wichtig für Einzelpersonen und für eine Gemeinschaft.

Im Rahmen des diesjährigen Diversity-Tages möchten wir zum einen diskutieren, welche Formen von Diskriminierung an der Hochschule erfahren werden, was Antidiskriminierungsarbeit an der Universität ausmacht, welche Entwicklungen sich nachzeichnen lassen und in welcher Weise Instrumente wie die Antidiskriminierungsrichtlinie, die an der GU im Sommer 2019 verabschiedet wurde, wirken können.

Aus dem Programm:

16:15 Uhr

Vortrag Bausteine für die Antidiskriminierungsarbeit an Hochschulen

  • Nathalie Schlenzka, Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin

17:30 Uhr 

Gespräch Wie gestalten wir unsere Hochschule diskriminierungskritisch?

  • Jana Arnold, Antidiskriminierungsstelle der Goethe-Universität
  • Kyra Beninga, AStA Goethe-Universität
  • Tina Breidenich, Institut für Soziologie, Goethe-Universität
  • Prof. Dr. Rolf van Dick, Vizepräsident für Internationalisierung, Nachwuchs, Gleichstellung und Diversity, Goethe-Universität
  • Nathalie Schlenzka, Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin

Alle Angehörigen der Goethe-Universität sind herzlich eingeladen!

Anmeldung unter kanbicak@em.uni-frankfurt.de

Der Diversity-Tag wird ausgerichtet von der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) und dem Gleichstellungsbüro. Rückfragen – auch zum Thema Barrierefreiheit - an Ma.Moser@em.uni-frankfurt.de oder Kanbicak@em.uni-frankfurt.de


Diskriminierung stoppen, Vielfalt leben - Digitaler Diversity Tag

Banner gru%c3%9fwort Logo diversity tag 2020 2020 05 05 banner antidis body of knowlege Charta banner

Grußwort

Grußwort vom Vize-Präsidenten zum digitalen Diversity-Tag

Diversität ist an einer Universität die normalste Sache der Welt - wir haben Hunderte von Studiengängen, die sich mal weniger, mal extrem unterscheiden. Jede und jeder der über 2000 in der Wissenschaft tätigen Kolleg*innen behandelt unterschiedliche Forschungsthemen. Und erfolgreich in der Forschung ist man heute nur noch, wenn man sich bereichern lässt - von neuen und manchmal „fremden“ Quellen. Dazu gehört auch der Besuch nationaler und internationaler Tagungen, wo man sich Inspiration holt im Austausch mit anderen Menschen, die andere Perspektiven auf das Thema haben, weil sie andere Erfahrungen und andere Zugänge zur Welt haben. Gerade jetzt in der Corona-Zeit erleben wir trotz physischer Distanz einen großen Austausch von Lernmaterialien und von Erfahrung: Digital Natives helfen den „alten Hasen“ (wie mir) bei der Bedienung von online tools, die nicht nur die Kommunikation aufrechthalten, sondern in der Lehre auch bereichernd und inspirierend sind. Das funktioniert, weil jede*r anders ist, jede*r unterschiedliche Fähigkeiten und Sichtweisen einbringt und man sich gegenseitig unterstützt.

Prof. Rolf van Dick (Vizepräsident der Goethe-Universität)

Gespräch zum Diversity-Tag

Diskriminierung an der Hochschule entschlossen entgegentreten

Márcia Moser und Dilara Kanbiçak im Gespräch mit dem UniReport zum diesjährigen Diversity-Tag

Am 26. Mai 2020 wird in Deutschland zum achten Mal der Diversity­Tag gefeiert – initiiert von der Charta der Vielfalt und gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit der Bundeskanzlerin als Schirmherrin sowie durch das Netzwerk Integration durch Qualifizierung. Die Goethe-Universität beteiligt sich nun bereits zum vierten Mal an diesem Tag, der Offenheit und Vielfalt feiert und die Wertschätzung für Anderssein insbesondere in der Arbeitswelt voranbringen soll. Die beiden Mitarbeiter­innen des Gleichstellungsbüros aus dem Arbeitsbereich Diversity Policies Márcia Moser und Dilara Kanbiçak sind für die Organisation und Durchführung der Veran­staltung zuständig. 

Das vollständige Gespräch finden Sie hier

Antidiskriminierungsstelle

Aufgaben und Ziele

Die Antidiskriminierungsstelle ist Teil des Gleichstellungsbüros und arbeitet als Beratungs-, Vermittlungs- und Fachstelle.
Unser Ziel ist es, betroffene Personen im Umgang mit Diskriminierungserfahrungen zu unterstützen und Diskriminierung abzubauen.

Die Angebote der Antidiskriminierungsstelle sind vielfältig und beinhalten Einzelfallberatung, Veranstaltungen und Fortbildungen für Studierende und Mitarbeitende der Goethe-Universität. Selbstverständlich werden alle Beratungsgespräche vertraulich behandelt. Des Weiteren bieten wir Menschen, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, die Vermittlung und Begleitung zu Beratungs- und Selbsthilfeorganisationen an.

Kontaktieren Sie uns gerne per Mail

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Antidiskriminierungsstelle.

Charta der Vielfalt

Charta der Vielfalt

„Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Sie wurde im Dezember 2006 von vier Unternehmen ins Leben gerufen und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, unterstützt.

Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiter_innen sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Das Herzstück der Initiative ist eine Urkunde (hier im Wortlaut). Sie ist die Charta der Vielfalt im wörtlichen Sinn und eine Selbstverpflichtung der Unterzeichnenden, Vielfalt und Wertschätzung in der Arbeitswelt zu fördern. Über 3.400 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 13,3 Millionen Beschäftigten haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner_innen hinzu.

Träger der Initiative ist seit 2010 der gemeinnützige Verein Charta der Vielfalt e. V. . Er nahm 2011 unter der Schirmherrschaft von Dr. Angela Merkel seine Geschäfte auf.“

https://www.charta-der-vielfalt.de/ueber-uns/ueber-die-initiative/


Zum Thema: Empfehlungen aus dem Gleichstellungsbüro

Ethik und Behinderung

Ethik und Behinderung

Buch: Sigrid Graumann & Katrin Grüber: Ethik und Behinderung - Ein Perspektivwechsel 


Dass Menschen nicht aufgrund ihrer Behinderung benachteiligt werden, sondern gleichberechtigt teilhaben sollen, ist ein in der Verfassung wie im öffentlichen Bewusstsein als Prinzip fest verankerter politischer Grundsatz. Was aber heißt „Behinderung“? Was begründet die Norm, auf deren Grundlage beurteilt wird, wer „behindert“ ist? Wie kann ein gutes Miteinander angesichts von radikal verschiedenen (nicht-)behinderten Handlungsmöglichkeiten und unumgänglichen Unterstützungsbedarf gelingen? Und welche Rolle sollten die immensen Möglichkeiten der modernen Medizin diesbezüglich spielen? Solchen Fragen widmet sich dieser vielstimmige Band aus Sicht der säkularen Ethik, der Beiträge aus unterschiedlichsten professionellen Perspektiven und Lebenslagen aufnimmt. Er zeigt, wie bedeutend ethische Orientierung in diesem Feld ist, und er verdeutlicht einmal mehr, dass ein Nachdenken über Behinderung zugleich ein aussichtsreicher Ausgangspunkt für die Reflexion über große Fragen des menschlichen Lebens sein kann – allgemein und für alle.

Sigrid Graumann, Katrin Grüber u.a. (Hrsg.): Ethik und Behinderung: Ein Perspektivwechsel. Campus-Verlag, Frankfurt am Main, 2004 (200 Seiten).


Christoph Trüper (Referent Inklusion)

exit RACISM

exit RACISM

Buch: Tupoka Ogette: exit RACISM


Das Buch ist aus meiner Sicht Pflichtlektüre für alle weißen Menschen, die sich mit dem Thema Antidiskriminierung und Rassismus auseinandersetzen möchten. Die Diversity-Trainerin Tupoka Ogette bietet seit Jahren Antidiskriminierungs-Workshops an. Diese Erfahrungen hat sie für ihr Buch genutzt: Sie nimmt die Leser*innen mit auf eine Reise der Bewusstwerdung eigener Privilegien, indem sie interaktive Aufgaben stellt. Gleichzeitig bringt sie ihre Perspektive als Schwarze Frau und Mutter zweier Schwarzer Kinder in Deutschland ein und erläutert wichtige aktuelle Begriffe sowie die Geschichte von Rassismus. Die Leser*innen erhalten auf diesem Weg Anregungen für eine langfristige rassismuskritische Auseinandersetzung und für die Veränderung des eigenen Alltagshandelns. Nach der Lektüre ist es nicht mehr möglich, die eigene Verantwortung abzustreiten oder rassistische Vorfälle und Strukturen schweigend hinzunehmen oder auszublenden.

Tupoka Ogette: exit RACISM. 5. Auflage. Unrast-Verlag, Münster, 2019 (136 Seiten). Auch als Hörbuch verfügbar


Katrin Springsgut (Stellv. Leitung des Gleichstellungsbüros (Abwesenheitsvertretung), Referentin Gleichstellung)

Rabbit-Proof Fence

Rabbit-Proof Fence

Film: Rabbit-Proof Fence: Trailer


Als studierte Filmwissenschaftlerin schlägt mein Herz natürlich für das Kino, und auch bei der Frage nach einer Empfehlung zu den Themen Diskriminierung und Antidiskriminierung denke ich zuerst an die große Leinwand. Da das Kino - und insbesondere Hollywood - seine Underdogs liebt, ist die Liste empfehlenswerter Filme über Diskriminierung schier endlos. Blockbuster wie Harry Potter oder Disney-Filme wie Kiss the Frog erzählen die Selbstbehauptungsgeschichten ihrer geknechteten Held*innen für den Mainstream und gut zu verdauen, aber es finden sich auch unzählige Beispiele, die erschreckender, wachrüttelnder und schonungsloser verfahren: Man denke an beeindruckende Beispiele wie La HaineBoys Don't CryDistrict 9 oder Get Out

Ein weniger bekannter Film, der mich persönlich sehr berührt hat und den ich daher gern empfehle, ist Rabbit-Proof Fence. Basierend auf der realen Geschichte von Molly und Daisy Craig, gewährt der Film einen Einblick in die kaum bekannte Geschichte der Stolen Generations in Australien. Interniert als sogenannte Mischlingskinder - der Vater ein weißer Wanderarbeiter, die Mutter eine Aborigine - gelingt den Mädchen die spektakuläre Flucht und der beschwerliche Walkabout entlang des Zauns, der das Land zerteilt. Er wird zur Hilfestellung bei der Orientierung und zum Symbolbild gleichermaßen für Grenzen, Gefangenschaft und die gewaltsame Zerrissenheit.


Dr. Vera Cuntz-Leng (Referentin Öffentlichkeitsarbeit)

Rassismus aus Wörtern

Rassismus aus Wörtern

Buch: Susan Arndt, Nadja Ofuatey-Alazard (Hrsg.): Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk.


Passend zu dem diesjährigen Themenschwerpunkt Antidiskriminierung möchte ich das Nachschlagewerk „Wie Rassismus aus Wörtern spricht“ empfehlen. Das knapp 800 seitige Buch gleicht einem Lexikon des kolonialen Sprachgebrauchs. Wörter wie „Afrika“, „Antike“, „Europa“ oder „Kultur“ erzählen die Geschichte eines weißen, kolonialistischen und rassistischen Denkens, welches sich zu einem festen Wissensarchiv etabliert hat und durch diese Begriffe konserviert wird. Durch die Aufarbeitung der historischen Hintergründe einzelner Wörter soll eine Art Erinnerungsarbeit geschaffen werden und der Raum für die Selbstermächtigung unterschiedlicher vom Kolonialismus betroffener Gruppen eröffnet werden. Auch politische Konzepte wie „kritisches Weißsein“, „Schwarz“ und „People of Color“ sind deshalb nachzuschlagen. Für kleine Abwechslungen sorgen die Gedichte und zum Teil (je nach Perspektive) sehr lustigen sowie persönlichen Beiträge der Autor*innen.

Susan Arndt, Nadja Ofuatey-Alazard (Hrsg.): Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Unrast-Verlag, Münster, 2019 (786 Seiten).


Dilara Kanbiçak (Referentin Diversity Policies)

Say My Name

Say My Name

Projekt: Say My Name - Playlist auf Youtube / Instagram


Ich empfehle das Projekt Say My Name, ein Video und Social Media-Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und der Kooperative Berlin.
In der Reihe Say My Name sprechen junge Frauen* auf Youtube über Fragen der Identität und Diskriminierungserfahrungen und gegenseitige Unterstützung. Es lohnt sich besonders auch dem Instagram Kanal Say My Name zu folgen, der lustige, kritische und bestärkende Inhalte teilt und auf dem regelmäßig Begriffe aus dem Fachdiskuss rund um Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit erklärt werden.


Jana Arnold (Referentin Antidiskriminierung (Antidiskriminierungsstelle))

Tupodcast

Tupodcast

Podcast: Tupoka Ogette: Tupodcast - Link


Tupodcast ist ein Podcast der Anti-Rassismustrainerin, Aktivistin undAutorin Tupoka Ogette. Was gibt es zu hören: Gespräche zwischen Schwarzen Frauen* übers (Über-)Leben, Lieben, Entdecken, (Er-) schaffen, (Er-) kämpfen, (Er)-erforschen Inspirieren und Schreiben. Es wird gesprochen über Widerstand und Heilung, über Trauer und Hoffnung. und über Rassismus und Empowerment.


Sara Schlichting (Referentin Familien-Service)

Unsichtbare Frauen

Unsichtbare Frauen

Buch: Caroline Criado-Perez: Unsichtbare Frauen


Caroline Criado-Perez ist eine britische Journalistin, Autorin, Feministin, Aktivistin und Trägerin des britischen Ritterordens OBE. Bekannt wurde sie als Mitbegründerin der Website The Woman’s Room. 2013 initiierte sie eine erfolgreiche Kampagne gegen die Bank of England bezüglich der Abschaffung von Frauenbildern auf Geldscheinen.
Ihre jüngsten Publikationen beschäftigen sich mit den Verzerrungen gerade auch wissenschaftlicher Datenerhebungen, deren Wissenslücken die kontinuierliche und systematische Diskriminierung von Frauen bedingen und weiter verschärfen. In ihrem Buch „Unsichtbare Frauen“ macht sie anhand verschiedener Beispiele aus dem Alltags- und Arbeitsleben von Frauen, aus der Medizin, der Konstruktion und dem öffentlichen Raum deutlich, wie infolge der fehlenden Daten über den weiblichen Körper und die Lebenswirklichkeit von Frauen vielfach Entscheidungen getroffen und Produktentwicklungen vorangetrieben werden, die an den Bedürfnissen von Frauen vorbei gehen. Sichtbar wird dabei auch, dass durch die unreflektierte Anwendung der wenigen und männlich dominierten Daten Frauen systematisch diskriminiert werden – quer durch alle Lebensbereiche und mit z.T. tödlichen Folgen. Frauen mit Herzinfarkt werden schlechter behandelt, weil sie oft untypische - das heißt, nicht-männliche - Symptome zeigen. Kugelsichere Westen für Polizist*innen passen nicht richtig über den weiblichen Oberkörper und Schutzmasken nicht richtig über die Gesichter von Frauen. Spracherkennungssoftware versteht hohe Stimmen schlechter, Kartendienste zeigen nur die schnellsten Routen, aber nicht die sichersten. Schneeräumdienste räumen die Straßen für den Autoverkehr, der überwiegend von Männern genutzt wird, Gehwege und Bushaltestellen, die vorwiegend von Frauen genutzt werden, bleiben schneebedeckt. Crashtest-Dummys orientieren sich am männlichen Prototyp, Frauen haben deshalb ein bis zu 71% höheres Verletzungsrisiko bei Autounfällen. Die Liste der Beispiele ist schier endlos. Criado-Perez plädiert so eindringlich dafür, mehr geschlechtsspezifische Daten zu erheben und sich nicht mehr nur mit dem männlichen Prototyp (weiß, jung, gesund) zufrieden zu geben: Frauen sind keine Abweichung, und sie sind auch keine kleinen Männer; sie machen die Hälfte aller Menschen aus und sollten auch genauso gleichwertig und -würdig behandelt werden.
Kritisch lässt sich anmerken, dass sie in ihrer Betonung des Unterschieds zwischen Männern und Frauen übersieht, dass biologisches wie soziales Geschlecht ein Spektrum sind, inklusive nicht-binärer und trans Menschen.
Das Buch ist ambitioniert und akribisch recherchiert, voller nützlicher Studien und Statistiken und damit eine Fundgrube an Argumenten für eine geschlechtergerechte Gestaltung der Welt.
Absolut lesenswert!

Caroline Criado-Perez: „Unsichtbare Frauen“: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert. btb Verlag, München, 2020 (497 Seiten).


Ulrike Schneider-Gladbach (Stellv. Zentrale Gleichstellungsbeauftragte (ATM))