DiLER

Digital Literacy for Empirical Research - an Open Educational Ressource using multimodal competence-oriented content and examination


Zielsetzung für den Roll-Out

Ziel des Roll-Outs war es, unser Framework zur Erstellung barrierearmer, offener Lehrmaterialien nachhaltig in der Hochschullehre zu verankern und über die eigene Institution hinaus zu verbreiten. Dabei lag der Fokus auf der didaktischen und technischen Überarbeitung der Materialien, der Entwicklung praxisnaher Workshopkonzepte sowie der inter- und überuniversitären Vernetzung.

Im Verlauf haben wir die Materialien umfassend überarbeitet: Das Jupyter-Book-Tutorial wurde didaktisch optimiert, neu strukturiert und durch anschauliche Bebilderungen zugänglicher gestaltet. Auch der Kurs „Digital Literacy in Higher Education“ wurde für eigenständiges Selbststudium angepasst, einzelne Kapitel aktualisiert – darunter ein neues zum ethischen Umgang mit KI. Parallel entwickelten wir ein Workshopkonzept, das Teilnehmenden die Erstellung eigener Open Educational Resources (OER) auf Grundlage eines eigens ausgearbeiteten didaktischen Kurskonzepts ermöglicht und so die nachhaltige Nutzung fördert.

Wichtig war auch der Ausbau von Kooperationen mit universitätsinternen und -externen Partner:innen wie dem Interdisziplinären Kolleg für Hochschullehre, der Graduiertenakademie GRADE, dem Methodenzentrum Sozialwissenschaften sowie der Open Science Beauftragten der Universität Marburg. Diese Partnerschaften erhöhen die Sichtbarkeit und Verbreitung des Projekts.

Nächste Schritte sind zusätzliche Workshops und die Intensivierung des Austauschs mit weiteren Hochschulakteur:innen, um die nachhaltige Nutzung und Weiterentwicklung des Frameworks sicherzustellen.


Vernetzung

Im Projektverlauf haben wir vielfältige Vernetzungen mit universitätsinternen und externen Partner:innen aufgebaut, um die Verbreitung und Weiterentwicklung unseres Frameworks zu fördern.

Mit dem Interdisziplinären Kolleg für Hochschullehre (IKH) fand ein Austausch zur Verbreitung unserer Angebote statt, der in einem fortlaufenden Mailkontakt zur möglichen Einbindung im Lehrlabor mündete.

Die Zusammenarbeit mit der Graduiertenakademie GRADE führte dazu, dass unser Jupyter-Tutorial sowie der Digital Literacy-Kurs prominent auf deren Website und in der Online-Broschüre verlinkt wurden. Zudem ist ein gemeinsamer Auftakt-Workshop für Februar 2026 geplant.

Mit dem Methodenzentrum Sozialwissenschaften konnten wir ebenfalls kooperieren: Das Jupyter-Tutorial wurde auf ihrer Homepage eingebunden, und das Projekt wurde im Methodenkolloquium vorgestellt.

Eine enge Kooperation besteht mit der Open Science Beauftragten der Universität Marburg. Daraus entstanden Workshops zum digitalen Datenmanagement (Open Science Day 2025) sowie zu Offenheit in der Hochschullehre. Für März 2026 ist eine erneute Durchführung des Workshops geplant.

Innerhalb der Universität konnten wir die Integration unseres Frameworks in die psychologische Lehre, insbesondere die Expra-Seminare, anstoßen. Nach Gesprächen mit Modulverantwortlichen und Lehrenden wird die technische Umsetzung einer Kurswebsite bis zum Wintersemester 2025/26 abgeschlossen sein, sodass die Inhalte dort genutzt und erprobt werden können.

Darüber hinaus unterstützen wir einzelne Lehrende an Universitäten in Oldenburg und Paris (PSL-ENS) bei der Erstellung eigener Kurs-Websites, um die Nutzung unseres Frameworks international auszubauen.

Für die Zukunft planen wir weitere Kooperationen mit Hochschulakteur:innen und Verbünden, um das Netzwerk zu stärken, die Sichtbarkeit des Projekts zu erhöhen und den nachhaltigen Transfer in die Hochschullehre zu sichern. Aktuell warten wir noch auf eine Rückmeldung vom Hessenhub sowie auf weitere Kooperationsmöglichkeiten mit überuniversitären Digitalisierungsprojekten.


"Happy Lessons Learned"

Ein besonders erfolgreicher Aspekt war die didaktische Vermittlung komplexer Inhalte durch die konsequente Einnahme der Nutzer:innen-Perspektive. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und bebilderten Erklärungen konnten wir Einstiegsbarrieren deutlich reduzieren und die Verständlichkeit steigern. Dabei haben wir im Vorfeld genau durchgespielt, was schiefgehen könnte, und diese Fehlerquellen bewusst antizipiert. Anfangs haben wir die Schritte gemeinsam im Workshop durchgesprochen, was den Vorteil bot, Zusatzinformationen zu geben und auf Fragen einzugehen. Schnell wurde jedoch klar, dass es für die Teilnehmenden viel einfacher und motivierender ist, die Inhalte ganz in ihrem eigenen Tempo mit den detaillierten Anleitungen selbstständig zu durchlaufen. So können sie jederzeit einen Schritt zurückgehen oder eigene Fragen klären, ohne etwas zu verpassen. Unser Learning daraus: Komplexe Inhalte in kleine, visuell unterstützte Schritte zu gliedern, aus der Nutzer:innen-Perspektive zu denken und potenzielle Stolperfallen vorab zu erkennen, sorgt dafür, dass niemand hängenbleibt und stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Ein weiteres Learning war, dass das direkte Zugehen auf und Ansprechen von relevanten Personen oft viel zielführender ist als allein Workshops anzubieten oder Plakate und andere Materialien zu verteilen.

Und schließlich: Offenheit lohnt sich. Der freie Zugang zu unseren Materialien, ihre langfristige Verfügbarkeit und der Fokus auf Barrierefreiheit wurden in Gesprächen und Feedbackrunden durchweg positiv hervorgehoben.


Feedback

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen, dass unsere Materialien als hilfreich, motivierend und durchdacht wahrgenommen werden. Besonders die mediale Vielfalt und das schrittweise Design wurden in mehreren Workshops wiederholt positiv hervorgehoben.

Die interaktiven Materialien, insbesondere in einzelnen Lehrveranstaltungen zum Erlernen von Python, sowie das visuelle Design unserer Materialien wurden wiederholt als motivierend und zugänglich beschrieben.

Neuigkeiten

Wir haben uns in dieser Förderperiode viel damit beschäftigt, unser frei zugängliches Online-Tutorial zur Erstellung von Open Educational Resources mithilfe von Jupyter Book und GitHub Pages zu überarbeiten und durch didaktische und strukturelle Verbesserungen die Einstiegshürden zu verringern. Das ist der Link zum Kurs: https://diler-digitell.github.io/tutorial_jupyter_books

Team

Michael Ernst
Projektleitung

FB 05 Psychologie und Sportwissenschaft  | Institut für Psychologie


Telefon: +49 (0)69 798 35345

E-MailErnst@psych.uni-frankfurt.de

Lucie Binder

Projektmitarbeiterin

FB 05 Psychologie und Sportwissenschaft  | Institut für Psychologie


Telefon: +49 (0)69 798 35318

E-Mail: binder@psych.uni-frankfurt.de

Nariman Utegaliyev

Projektmitarbeiter

FB 05 Psychologie und Sportwissenschaft  | Institut für Psychologie


Telefon: +49 (0)69 798 35384

E-Mail: utegaliyev@psych.uni-frankfurt.de