LIFOS
ist eine GitLab-basierte Plattform zum Lernen und Üben von Open Science, auf
der Studierende offene Forschungspraktiken direkt als Teil ihrer empirischen
Projekte – d.h. Präregistrierung, offene Materialien, Daten und Analyseskripte
sowie Manuskripte – in einem universitätsinternen, geschützten Rahmen praktisch
umsetzen können.
Zu
Beginn der Projektphase war LIFOS bereits an der Goethe-Universität Frankfurt
und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz curricular verankert – u.a. in den
Modulen Statistik I, Empirisch-Experimentelles Praktikum sowie Diagnostik. Das
zentrale Ziel war es nun, die identifizierten Zielgruppen von LIFOS –
Anwender*innen (Lehrende und Studierende) sowie Administrator*innen –
effektiver anzusprechen und die Nutzung der Plattform über Institutsgrenzen
hinweg zu erleichtern.
Im
Verlauf der Projektphase wurde nach einer gezielten Evaluation des
Nutzer*innen-Feedbacks die Plattform technisch und didaktisch weiterentwickelt,
wobei folgende Meilensteine erreicht wurden:
Insgesamt
wurde ein Paket an Materialien und Strukturen geschaffen, das die technische
(Nach‑)Nutzung von LIFOS ermöglicht
und langfristig die Vermittlung von Open-Science-Praktiken in Studiengängen mit
empirischem Fokus unterstützt.
Auch nach Ende der Förderzeit wird LIFOS weiterhin in der Psychologie-Lehre der Goethe-Universität aktiv genutzt, technisch betreut und weiterentwickelt.
Zudem
finden aktuell Vernetzungsaktivitäten mit Instituten an der TU Darmstadt sowie
FU Berlin statt, um den Transfer und die Einführung von LIFOS an diesen
Institutionen zu unterstützen, an die standortspezifischen Anforderungen
anzupassen sowie technisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.
Die
Vorstellung von LIFOS für interessiertes Fachpublikum auf Konferenzen (u. a.
beim DGPs-Kongress 2024, dem eLearning-Netzwerktag 2024 sowie DigiTeLL &
Share 2025) trug ebenso wie der Austausch mit Projektbeteiligten anderer
Hochschulen (z. B. FU Berlin, TU Darmstadt), der AG Open Science der Deutschen
Gesellschaft für Psychologie (DGPs) dazu bei, kontinuierliches Feedback zu
erhalten, das für die Ausgestaltung der Nachnutzung und künftiger Kooperationen
relevant ist, und unterstützte so die Umsetzung der Projektziele.
Auch
im Austausch mit anderen DigiTeLL-Partnerships gelang es, Synergien in der
Nutzung der jeweils entwickelten digitalen Ressourcen zu schaffen – so haben
wir uns z.B. mit dem Partnership DiLER vernetzt und planen, Informationen zu
LIFOS in interaktive Kursinhalte am Institut für Psychologie künftig unter
Nutzung der im Rahmen von DiLER entwickelten Tutorials einzubinden.
Besonders
hilfreich für den Rollout war für uns die gezielte Nutzung des Feedbacks aus
vorherigen Förderphasen. Erkenntnisse dazu, wie Studierende und Lehrende die
Plattform wahrnehmen, konnten systematisch eingebunden werden – etwa bei der
Umstrukturierung der Plattform oder bei der inhaltlichen Ausgestaltung von
In-Person-Workshops. Dadurch ließ sich das Angebot stärker an den tatsächlichen
Bedarfen der Zielgruppen ausrichten.
Auch erlebten wir als erfreulich, dass die Akzeptanz unter Studierenden insgesamt hoch war: Das Nutzungskonzept wurde ebenso wie die thematische Auseinandersetzung mit Open-Science-Praktiken als positiv aufgenommen. Das Interesse anderer Hochschulen hat uns zudem deutlich gemacht, dass das Thema weiterhin hoch relevant für empirisch arbeitende Disziplinen ist, und bestärkt uns darin, das Learning Design weiter zu verstetigen und auszubauen.
Studierende
"The general concept has clear value. The platform is absolutely usable."
“Ich fand es schön, LIFOS im Rahmen des ExPras zu benutzen und dadurch mit Open Science in Kontakt zu kommen. Dadurch, dass alle ihre Daten und ihr Skript hochladen sollten war es auch nicht unangenehm und man konnte auch einen Blick auf die empirische Arbeit anderer im Kurs werfen.”
"Es hat geholfen eine strukturierte Übersicht über das eigene Projekt zu haben."
Lehrende
"Das Einüben von Open-Science-Praktiken finde ich sehr positiv. Aber auch für die Studierenden ist es wichtig, ihre Arbeit zu strukturieren und zu dokumentieren. "
Prof. Dr. Martin Schultze
Projektleitung
FB 05
Psychologie und Sportwissenschaften | Institut für Psychologie
Telefon:
+49 (0)69 798 35355
E-Mail:
schultze@psych.uni-frankfurt.de
Tatiana Kvetnaya, M.Sc.
FB 05
Psychologie und Sportwissenschaften | Institut für Psychologie
Tel:
+49 (0)69 / 798-35257
E-Mail:
kvetnaya@psych.uni-frankfurt.de