LIFOS

Lokale Infrastruktur für Open Science


Zielsetzung für den Roll-Out

LIFOS ist eine GitLab-basierte Plattform zum Lernen und Üben von Open Science, auf der Studierende offene Forschungspraktiken direkt als Teil ihrer empirischen Projekte – d.h. Präregistrierung, offene Materialien, Daten und Analyseskripte sowie Manuskripte – in einem universitätsinternen, geschützten Rahmen praktisch umsetzen können.


Zu Beginn der Projektphase war LIFOS bereits an der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz curricular verankert – u.a. in den Modulen Statistik I, Empirisch-Experimentelles Praktikum sowie Diagnostik. Das zentrale Ziel war es nun, die identifizierten Zielgruppen von LIFOS – Anwender*innen (Lehrende und Studierende) sowie Administrator*innen – effektiver anzusprechen und die Nutzung der Plattform über Institutsgrenzen hinweg zu erleichtern.


Im Verlauf der Projektphase wurde nach einer gezielten Evaluation des Nutzer*innen-Feedbacks die Plattform technisch und didaktisch weiterentwickelt, wobei folgende Meilensteine erreicht wurden:

  • Überarbeitung der Gruppen- und Ordnerstruktur innerhalb der Plattform für eine übersichtlichere und nachhaltigere Navigation durch die Anwender*innen (vgl. Link zur Demo-Ansicht)
  • Überarbeitung und Konvertierung bestehender Projekt-Templates innerhalb der Plattform in nicht-proprietäre Markdown-Formate, um die Barrierearmut zu erhöhen
  • Aufbau eines plattform-integrierten Wiki- & FAQ-Bereichs, der bestehende Anleitungen für Anwender*innen zentralisiert und für die Nachnutzung durch andere Institutionen geeignet ist
  • Erstellung einer technischen Dokumentation zur Unterstützung der eigenständigen Einrichtung von LIFOS-Instanzen
  • Produktion eines Videotutorials zur Einführung in die Plattform (aktuell in der Postproduktion)

Insgesamt wurde ein Paket an Materialien und Strukturen geschaffen, das die technische (Nach‑)Nutzung von LIFOS ermöglicht und langfristig die Vermittlung von Open-Science-Praktiken in Studiengängen mit empirischem Fokus unterstützt.


Auch nach Ende der Förderzeit wird LIFOS weiterhin in der Psychologie-Lehre der Goethe-Universität aktiv genutzt, technisch betreut und weiterentwickelt.

Zudem finden aktuell Vernetzungsaktivitäten mit Instituten an der TU Darmstadt sowie FU Berlin statt, um den Transfer und die Einführung von LIFOS an diesen Institutionen zu unterstützen, an die standortspezifischen Anforderungen anzupassen sowie technisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.


Vernetzung

Die Vorstellung von LIFOS für interessiertes Fachpublikum auf Konferenzen (u. a. beim DGPs-Kongress 2024, dem eLearning-Netzwerktag 2024 sowie DigiTeLL & Share 2025) trug ebenso wie der Austausch mit Projektbeteiligten anderer Hochschulen (z. B. FU Berlin, TU Darmstadt), der AG Open Science der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) dazu bei, kontinuierliches Feedback zu erhalten, das für die Ausgestaltung der Nachnutzung und künftiger Kooperationen relevant ist, und unterstützte so die Umsetzung der Projektziele.

Auch im Austausch mit anderen DigiTeLL-Partnerships gelang es, Synergien in der Nutzung der jeweils entwickelten digitalen Ressourcen zu schaffen – so haben wir uns z.B. mit dem Partnership DiLER vernetzt und planen, Informationen zu LIFOS in interaktive Kursinhalte am Institut für Psychologie künftig unter Nutzung der im Rahmen von DiLER entwickelten Tutorials einzubinden.


„Happy Lessons Learned“

Besonders hilfreich für den Rollout war für uns die gezielte Nutzung des Feedbacks aus vorherigen Förderphasen. Erkenntnisse dazu, wie Studierende und Lehrende die Plattform wahrnehmen, konnten systematisch eingebunden werden – etwa bei der Umstrukturierung der Plattform oder bei der inhaltlichen Ausgestaltung von In-Person-Workshops. Dadurch ließ sich das Angebot stärker an den tatsächlichen Bedarfen der Zielgruppen ausrichten.

Auch erlebten wir als erfreulich, dass die Akzeptanz unter Studierenden insgesamt hoch war: Das Nutzungskonzept wurde ebenso wie die thematische Auseinandersetzung mit Open-Science-Praktiken als positiv aufgenommen. Das Interesse anderer Hochschulen hat uns zudem deutlich gemacht, dass das Thema weiterhin hoch relevant für empirisch arbeitende Disziplinen ist, und bestärkt uns darin, das Learning Design weiter zu verstetigen und auszubauen.


Studierende

Stimmen von Studierenden und Lehrenden, die LIFOS genutzt haben (anonymes Feedback)

"The general concept has clear value. The platform is absolutely usable."

“Ich fand es schön, LIFOS im Rahmen des ExPras zu benutzen und dadurch mit Open Science in Kontakt zu kommen. Dadurch, dass alle ihre Daten und ihr Skript hochladen sollten war es auch nicht unangenehm und man konnte auch einen Blick auf die empirische Arbeit anderer im Kurs werfen.”

"Es hat geholfen eine strukturierte Übersicht über das eigene Projekt zu haben."

"Das generelle Konzept, dass man bei den ersten Forschungsarbeiten direkt mit so einer Plattform arbeitet und Open Science als Teil der Arbeit auffasst, ist super."

Lehrende

Stimmen von Studierenden und Lehrenden, die LIFOS genutzt haben (anonymes Feedback)

“Any time/effort cost of getting started with LIFOS was a worthwhile investment for later stages of teaching."

"Das Einüben von Open-Science-Praktiken finde ich sehr positiv. Aber auch für die Studierenden ist es wichtig, ihre Arbeit zu strukturieren und zu dokumentieren. "

"Ich finde es super, dass ihr (u.a. mit LIFOS) die Open Science-Bewegung vorantreibt und auch bei mir im Seminar eine Einführung gegeben habt – danke dafür!"

Links

Team

Prof. Dr. Martin Schultze

Projektleitung

FB 05 Psychologie und Sportwissenschaften | Institut für Psychologie

 

Telefon: +49 (0)69 798 35355

E-Mail: schultze@psych.uni-frankfurt.de

Tatiana Kvetnaya, M.Sc.

FB 05 Psychologie und Sportwissenschaften | Institut für Psychologie

 

Tel: +49 (0)69 / 798-35257

E-Mail: kvetnaya@psych.uni-frankfurt.de