Willkommen an der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen

Die Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen bündelt die Forschungsaktivitäten der Professur Moraltheologie und Sozialethik zu Fairness- und Gerechtigkeitsfragen, die bei der Gesundheitsversorgung in einer pluralistischen Gesellschaft auftreten.

Medizinethische Entscheidungsfragen im Klinikalltag, der faire, gerechte und diskriminierungsfreie Zugang zur Gesundheitsversorgung, die Arbeitsbedingungen in Alten- und Krankenpflege und Medizin, sowie gesundheitspolitische Themen gehören zum Themenspektrum der Arbeitsstelle. Dabei arbeiten wir mit Akteuren und Akteurinnen der Ethik im Gesundheitswesen eng zusammen, etwa in der Klinikseelsorge, in der Psychiatrie sowie mit Institutionen und Personen in der ambulanten Versorgung - und nicht zuletzt auch mit Partnern in der ethischen Politikberatung.

Die Arbeitsstelle baut auf den Forschungen der Arbeitsstelle Medizinethik in der Klinikseelsorge auf, die bis 2023 zum spezifischen Profil von Klinikseelsorgenden als medizinethischen Akteuren und Akteurinnen geforscht und Weiterbildung betrieben hat.

Eine enge Verknüpfung mit dem dualen Master Sozialethik im Gesundheitswesen bietet uns die Chance, Forschung und Lehre in engem Austausch zu organisieren. Viele Anregungen für die Forschung kommen direkt von den Studierenden und ihren Praktikumskontakten. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch mit unseren Partnern in der Gesundheitsversorgung ist uns ein steter Ansporn, die Forschung an den realen Problemen der Gegenwart auszurichten.

Aktuelles

DFG-Projekt bei der EuARe 2026- Call for Papers (Deadline 13. März 2026)

Unser DFG- Projekt „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal“ ist mit einem Open Panel auf der EuARe 2026 in Rom (30.05-03.07.2026) vertreten. Unter dem Titel „Religion and Work-Related Migration: Religious Actors and Critical Religious Perspectives“ diskutieren wir eingereichte Paper aus unseren verschiedenen Teilprojekten sowie weiterer Wissenschaftler:innen. Prof. Christof Mandry und Moritz Broghammer werden in ihrem Beitrag der Frage nachgehen, ob und wie die Idee vom globalen Gemeinwohl normative Orientierung für die internationale Regulation von Gesundheitsfachpersonal-Anwerbung bereithalten kann.

Der Call for Papers des Panels ist für externe und interne Wissenschaftler:innen bis zum 13. März geöffnet. Interessierte Bewerber:innen können ihre Paper-Abstracts ausschließlich über das Portal der EuARe einreichen. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Organisatoren des Panels unter broghammer@em.uni-frankfurt.de

Zum CfP

Zur Anleitung der Paper-Einreichung über das EuARe-Portal: PaperSubmission | euare

Liste der angenommenen Panels der EuAre mit Paper-Abstracts: Accepted Proposals | euare

Zur Projektwebsite: ETHIK | GESUNDHEIT | ANWERBUNG | Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal


Fortsetzung der Online Veranstaltungsreihe: Planetary Health, Ethics and Corporate Responsibility

Das Gesundheitswesen trägt etwa 5,5 Prozent zum globalen Treibhausgasausstoß bei – das ist mehr als doppelt so viel wie der gesamte Ausstoß großer Industriestaaten wie der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Eine ökoligisch nachhaltige Transformation des Gesundheitswesens ist daher dringend geboten, geht aber auch mit zahlreichen ethischen Herausforderungen einher  Unsere Online-Reihe widmet sich den damit verbundenen Fragestellungen aus interdisziplinärer Perspektive.


Masterstudentin präsentiert sozialethische Forschung auf internationaler Fachkonferenz

Unsere Masterstudentin Christina Fischer (M.A. Sozialethik im Gesundheitswesen) hat ihre Masterarbeit im Rahmen eines Postervortrags bei der SIHI Conference 2025 an der Uppsala University (Schweden) vorgestellt. In ihrer Arbeit setzte sie sich mit dem belgischen NEED-Projekt auseinander, das bislang unberücksichtigte Gesundheitsbedarfe identifiziert und priorisiert – mit dem Ziel, Versorgungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen zu stärken und langfristig Impulse für die europäische Gesundheitspolitik zu geben.

Während ihres Praxissemesters war Christina Teil des Projektteams und brachte ihre sozialethische Expertise ein: Sie entwickelte eine ethische Analyse und Klassifikation der NEED-Kategorien – ein beispielgebender Transfer sozialethischer Grundlagen in aktuelle gesundheitspolitische Fragestellungen.

Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und sind stolz, dass unsere Studierenden ihre Forschung international sichtbar machen und gesellschaftliche Transformationsprozesse aktiv mitgestalten. Der Masterstudiengang bietet damit ein inspirierendes Lernumfeld für alle, die Ethik, Gesundheit und soziale Verantwortung verbinden möchten.

Call for papers

Tagung: Gesundheit um jeden Preis?!
Kritische Perspektiven auf Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement

Gesundheit ist längst nicht mehr nur eine individuelle Angelegenheit, sondern zu einem zentralen gesellschaftlichen Leitwert geworden. Präventionskampagnen, Gesundheitsmanagement und gesundheitsfördernde Maßnahmen prägen unseren Alltag. Doch was bedeutet es, „gesund“ zu sein – und wer bestimmt darüber? Mit welchen Machtverhältnissen, Normierungen und Ausschlüssen sind Gesundheitsdiskurse verbunden? Welche Ambivalenzen ergeben sich, wenn Institutionen zugleich fördern, regulieren und disziplinieren?

Das Projekt healthYgoethe – Denken. Kritisieren. Bilden. am Hochschulsport der Goethe-Universität Frankfurt nimmt diese Fragen zum Ausgangspunkt und lädt zur Tagung „Gesund um jeden Preis?“ ein.  Ziel ist es, kritische Perspektiven auf gängige Konzepte von Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement zu versammeln und neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Die Tagung wird am 14.-15.09.2026 in an der Goethe-Universität in Frankfurt stattfinden.

Den CfP finden Sie hier. Einsendeschluss ist der 31.01.2026.

Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns, Dr. Alexandra Lebedeva an der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen begrüßen zu dürfen!

Alexandra Lebedeva von der Universität Uppsala ist derzeit als Gastwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, unterstützt von der Johanna Quandt Young Academy. In ihrem laufenden Projekt „Sind Migrantinnen besonders anfällig für geschlechtsspezifische Gewalt? Eine Neubewertung des Konzepts der Vulnerabilität" untersucht sie kritisch, wie Migrantinnen in schwedischen Politikdokumenten zu geschlechtsspezifischer Gewalt als besonders gefährdete Gruppe dargestellt werden, insbesondere im Kontext der sich wandelnden Migrationspolitik und deren Auswirkungen. Während ihres Aufenthalts an der Goethe-Universität entwickelt Dr. Lebedeva den theoretischen Rahmen des Projekts und stützt sich dabei auf verschiedene Perspektiven zu Vulnerabilität, Prekarität und Vulnerabilisierungsprozessen.

Am Mittwoch, den 5. November 2025,  hatte sie ihre Forschung in einem öffentlichen Vortrag vor einem interessierten Publikum vorgestellt und diskutiert.


Herzlich Willkommen

Wir freuen uns, Rana İrem Demirtürk als Gaststudentin bei uns begrüßen zu dürfen.

Rana İrem Demirtürk ist im Rahmen des Goethe Research Experience Program (GREP) im Profilbereich “Universality & Diversity - Dynamics of Religion"  für einen Studienaufenthalt an der Goethe-Universität.
Sie studierte Islamwissenschaften an der Ankara Yıldırım Beyazıt Universität und schloss ihr Studium 2021 mit Auszeichnung ab. Während ihres Bachelorstudiums verbrachte sie ein Semester als Erasmusstudentin an der Universität Göttingen. Sie absolvierte ein achtmonatiges Forschungspraktikum am Zentrum für Islamische Theologie (ZITH) der Universität Tübingen, wo sie sich mit Josef van Ess und der Frage des religiösen Pluralismus befasste. In ihrem Master studiert sie Religionsphilosophie, während sie zusätzlich ihre akademischen Kenntnisse durch fortgeschrittene Ethikkurse an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara vertieft. Akutell schreibt sie ihre Abschlussarbeit, in der sie sich mit der Kantschen Ethik und Organspenden befasst.

„Kantian Ethical Evaluation of Organ Donation in the Context of Islamic Bioethics" (Kantische ethische Bewertung der Organspende im Kontext der islamischen Bioethik) verbindet die deontologische Moraltheorie mit den Grundprinzipien der islamischen Bioethik. Teilweise motiviert durch persönliche Überlegungen nach der Erfahrung eines Familienmitglieds mit einer Organtransplantation, untersucht sie in ihrer Arbeit kritisch, ob die postmortale Organspende nicht nur auf der individuellen Zustimmung, sondern auch auf einer kollektiven moralischen Pflicht beruhen kann. In diesem Zusammenhang beschäftigt sie sich mit der Menschenwürde, der Unantastbarkeit des Körpers und der Verpflichtung zur Erhaltung des Lebens und bringt dabei islamische Ethikkonzepte mit Kants kategorischem Imperativ in Dialog.

Demirtürks Forschungsinteressen liegen im Schnittbereich von Philosophie, Religion und Bioethik. Sie konzentriert sich insbesondere darauf, wie moralische Rahmenkonzepte aus verschiedenen philosophischen und religiösen Traditionen zeitgenössische Debatten über Medizinethik, kulturelle Vielfalt und öffentliche Politik beeinflussen können.

Gesundheit als Menschenrecht - Über den Zugang zum Gesundheitswesen

Unsere Mitarbeiterin Franziska Max schreibt im neuen Themenheft "Gesundheit - für wen?" (Amos International 2/2025, herausgegeben von Michelle Becka und Christof Mandry) über das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung und die Probleme des eingeschränkten Zugangs zu dieser.

Medizinische Versorgung ist ein Menschenrecht, das nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem von Deutschland ratifizierten UN-Sozialpakt jedem Menschen zusteht. Obwohl in Deutschland 2009 die allgemeine Krankenversicherungspflicht eingeführt wurde, gibt es viele Menschen, die aus rechtlichen oder praktischen Gründen keinen Versicherungsschutz haben und damit von der regulären Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Der Artikel beleuchtet die Gründe und die Folgen dieses Ausschlusses. Es wird aufgezeigt, welche Parallelstrukturen zum regulären Gesundheitssystem bereits bestehen und wo deren Grenzen und Probleme liegen. Außerdem kommen ethische und rechtliche Aspekte zur Sprache, auf welchen sozialethischen Prämissen diese beruhen und was für oder gegen die Ausschlüsse aus der Regelversorgung spricht.


Die Heftvorschau finden Sie hier.

DFG-Projekt bei der EuARe 2026- Call for Papers (Deadline 13. März 2026)

Unser DFG- Projekt „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal“ ist mit einem Open Panel auf der EuARe 2026 in Rom (30.05-03.07.2026) vertreten. Unter dem Titel „Religion and Work-Related Migration: Religious Actors and Critical Religious Perspectives“ diskutieren wir eingereichte Paper aus unseren verschiedenen Teilprojekten sowie weiterer Wissenschaftler:innen. Prof. Christof Mandry und Moritz Broghammer werden in ihrem Beitrag der Frage nachgehen, ob und wie die Idee vom globalen Gemeinwohl normative Orientierung für die internationale Regulation von Gesundheitsfachpersonal-Anwerbung bereithalten kann.

Der Call for Papers des Panels ist für externe und interne Wissenschaftler:innen bis zum 13. März geöffnet. Interessierte Bewerber:innen können ihre Paper-Abstracts ausschließlich über das Portal der EuARe einreichen. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Organisatoren des Panels unter broghammer@em.uni-frankfurt.de

Zum CfP

Zur Anleitung der Paper-Einreichung über das EuARe-Portal: PaperSubmission | euare

Liste der angenommenen Panels der EuAre mit Paper-Abstracts: Accepted Proposals | euare

Zur Projektwebsite: ETHIK | GESUNDHEIT | ANWERBUNG | Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal


Fortsetzung der Online Veranstaltungsreihe: Planetary Health, Ethics and Corporate Responsibility

Das Gesundheitswesen trägt etwa 5,5 Prozent zum globalen Treibhausgasausstoß bei – das ist mehr als doppelt so viel wie der gesamte Ausstoß großer Industriestaaten wie der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Eine ökoligisch nachhaltige Transformation des Gesundheitswesens ist daher dringend geboten, geht aber auch mit zahlreichen ethischen Herausforderungen einher  Unsere Online-Reihe widmet sich den damit verbundenen Fragestellungen aus interdisziplinärer Perspektive.


Masterstudentin präsentiert sozialethische Forschung auf internationaler Fachkonferenz

Unsere Masterstudentin Christina Fischer (M.A. Sozialethik im Gesundheitswesen) hat ihre Masterarbeit im Rahmen eines Postervortrags bei der SIHI Conference 2025 an der Uppsala University (Schweden) vorgestellt. In ihrer Arbeit setzte sie sich mit dem belgischen NEED-Projekt auseinander, das bislang unberücksichtigte Gesundheitsbedarfe identifiziert und priorisiert – mit dem Ziel, Versorgungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen zu stärken und langfristig Impulse für die europäische Gesundheitspolitik zu geben.

Während ihres Praxissemesters war Christina Teil des Projektteams und brachte ihre sozialethische Expertise ein: Sie entwickelte eine ethische Analyse und Klassifikation der NEED-Kategorien – ein beispielgebender Transfer sozialethischer Grundlagen in aktuelle gesundheitspolitische Fragestellungen.

Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und sind stolz, dass unsere Studierenden ihre Forschung international sichtbar machen und gesellschaftliche Transformationsprozesse aktiv mitgestalten. Der Masterstudiengang bietet damit ein inspirierendes Lernumfeld für alle, die Ethik, Gesundheit und soziale Verantwortung verbinden möchten.

Call for papers

Tagung: Gesundheit um jeden Preis?!
Kritische Perspektiven auf Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement

Gesundheit ist längst nicht mehr nur eine individuelle Angelegenheit, sondern zu einem zentralen gesellschaftlichen Leitwert geworden. Präventionskampagnen, Gesundheitsmanagement und gesundheitsfördernde Maßnahmen prägen unseren Alltag. Doch was bedeutet es, „gesund“ zu sein – und wer bestimmt darüber? Mit welchen Machtverhältnissen, Normierungen und Ausschlüssen sind Gesundheitsdiskurse verbunden? Welche Ambivalenzen ergeben sich, wenn Institutionen zugleich fördern, regulieren und disziplinieren?

Das Projekt healthYgoethe – Denken. Kritisieren. Bilden. am Hochschulsport der Goethe-Universität Frankfurt nimmt diese Fragen zum Ausgangspunkt und lädt zur Tagung „Gesund um jeden Preis?“ ein.  Ziel ist es, kritische Perspektiven auf gängige Konzepte von Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement zu versammeln und neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Die Tagung wird am 14.-15.09.2026 in an der Goethe-Universität in Frankfurt stattfinden.

Den CfP finden Sie hier. Einsendeschluss ist der 31.01.2026.

Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns, Dr. Alexandra Lebedeva an der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen begrüßen zu dürfen!

Alexandra Lebedeva von der Universität Uppsala ist derzeit als Gastwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, unterstützt von der Johanna Quandt Young Academy. In ihrem laufenden Projekt „Sind Migrantinnen besonders anfällig für geschlechtsspezifische Gewalt? Eine Neubewertung des Konzepts der Vulnerabilität" untersucht sie kritisch, wie Migrantinnen in schwedischen Politikdokumenten zu geschlechtsspezifischer Gewalt als besonders gefährdete Gruppe dargestellt werden, insbesondere im Kontext der sich wandelnden Migrationspolitik und deren Auswirkungen. Während ihres Aufenthalts an der Goethe-Universität entwickelt Dr. Lebedeva den theoretischen Rahmen des Projekts und stützt sich dabei auf verschiedene Perspektiven zu Vulnerabilität, Prekarität und Vulnerabilisierungsprozessen.

Am Mittwoch, den 5. November 2025,  hatte sie ihre Forschung in einem öffentlichen Vortrag vor einem interessierten Publikum vorgestellt und diskutiert.


Herzlich Willkommen

Wir freuen uns, Rana İrem Demirtürk als Gaststudentin bei uns begrüßen zu dürfen.

Rana İrem Demirtürk ist im Rahmen des Goethe Research Experience Program (GREP) im Profilbereich “Universality & Diversity - Dynamics of Religion"  für einen Studienaufenthalt an der Goethe-Universität.
Sie studierte Islamwissenschaften an der Ankara Yıldırım Beyazıt Universität und schloss ihr Studium 2021 mit Auszeichnung ab. Während ihres Bachelorstudiums verbrachte sie ein Semester als Erasmusstudentin an der Universität Göttingen. Sie absolvierte ein achtmonatiges Forschungspraktikum am Zentrum für Islamische Theologie (ZITH) der Universität Tübingen, wo sie sich mit Josef van Ess und der Frage des religiösen Pluralismus befasste. In ihrem Master studiert sie Religionsphilosophie, während sie zusätzlich ihre akademischen Kenntnisse durch fortgeschrittene Ethikkurse an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara vertieft. Akutell schreibt sie ihre Abschlussarbeit, in der sie sich mit der Kantschen Ethik und Organspenden befasst.

„Kantian Ethical Evaluation of Organ Donation in the Context of Islamic Bioethics" (Kantische ethische Bewertung der Organspende im Kontext der islamischen Bioethik) verbindet die deontologische Moraltheorie mit den Grundprinzipien der islamischen Bioethik. Teilweise motiviert durch persönliche Überlegungen nach der Erfahrung eines Familienmitglieds mit einer Organtransplantation, untersucht sie in ihrer Arbeit kritisch, ob die postmortale Organspende nicht nur auf der individuellen Zustimmung, sondern auch auf einer kollektiven moralischen Pflicht beruhen kann. In diesem Zusammenhang beschäftigt sie sich mit der Menschenwürde, der Unantastbarkeit des Körpers und der Verpflichtung zur Erhaltung des Lebens und bringt dabei islamische Ethikkonzepte mit Kants kategorischem Imperativ in Dialog.

Demirtürks Forschungsinteressen liegen im Schnittbereich von Philosophie, Religion und Bioethik. Sie konzentriert sich insbesondere darauf, wie moralische Rahmenkonzepte aus verschiedenen philosophischen und religiösen Traditionen zeitgenössische Debatten über Medizinethik, kulturelle Vielfalt und öffentliche Politik beeinflussen können.

Gesundheit als Menschenrecht - Über den Zugang zum Gesundheitswesen

Unsere Mitarbeiterin Franziska Max schreibt im neuen Themenheft "Gesundheit - für wen?" (Amos International 2/2025, herausgegeben von Michelle Becka und Christof Mandry) über das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung und die Probleme des eingeschränkten Zugangs zu dieser.

Medizinische Versorgung ist ein Menschenrecht, das nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem von Deutschland ratifizierten UN-Sozialpakt jedem Menschen zusteht. Obwohl in Deutschland 2009 die allgemeine Krankenversicherungspflicht eingeführt wurde, gibt es viele Menschen, die aus rechtlichen oder praktischen Gründen keinen Versicherungsschutz haben und damit von der regulären Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Der Artikel beleuchtet die Gründe und die Folgen dieses Ausschlusses. Es wird aufgezeigt, welche Parallelstrukturen zum regulären Gesundheitssystem bereits bestehen und wo deren Grenzen und Probleme liegen. Außerdem kommen ethische und rechtliche Aspekte zur Sprache, auf welchen sozialethischen Prämissen diese beruhen und was für oder gegen die Ausschlüsse aus der Regelversorgung spricht.


Die Heftvorschau finden Sie hier.

Forschung

Public Responsibility for Health
Internationale Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal 
Ethik und Nachhaltigkeit in der Pharmazie
Medizin- und Gesundheitsethik

Christof Mandry & Eva-Maria Ableidinger: Entwicklung und Implementierung digitaler Lehr-/Lernszenarien für den dualen Master Sozialethik im Gesundheitswesen (06/2022 bis 03/2024)
Im Rahmen des Drittmittelprojekts DigiTeLL (Digital Teaching and Learning Lab) wurde eine interaktive Plattform (Digidual) entwickelt, die die Studierenden bei der Theorie-Praxis-Reflexion sowohl im Peer-to-Peer-Setting als auch im Kontakt mit Lehrenden unterstützt. Anschließend wurde eine hybride Selbstlerneinheit Sozialethik (HySS) konzipiert und programmiert, die in der unmittelbaren Studieneingangsphase individuelle Lernerfahrungen mit sozialethische Grundlagen und Anwendungskompetenzen ermöglicht.

Christof Mandry & Gwendolin Wanderer: Narrative Ethik in der Klinikseelsorge. Ethische und theologische Analysen und Diskussionen von Fallerzählungen. (Herausgeberband 2023 im Kohlhammer Verlag Stuttgart)
In dem Forschungsprojekt wurden reale Fallerzählungen von Klinikseelsorgenden zusammengetragen und die darin enthaltenden herausfordernde Entscheidungsfragen ethisch und theologisch aus unterschiedlichen Perspektiven kommentiert. Die narrativ-ethische Herangehensweise erschließt oftmals unbeachtete ethische, soziale und existenzielle Aspekte und regt zum eigenständigen Weiterdenken sowie zur Diskussion über die eigene Praxis in Seelsorge und Klinikalltag an.

Fatma Aydinli: Der Mensch als Schöpfer seiner selbst? Gentechnik und Embryonenforschung als Herausforderung der islamischen Theologie zwischen Tradition und Moderne im Anspruch der Zukunft (Dissertation 2022)
Das Forschungsprojekt hat am Beispiel von Gentechnik im Kontext von Reproduktionsmedizin zu einem Konzept einer islamischen theologischen Ethik geforscht, die zum (deutschen) gesellschaftlichen Diskurs zu aktuellen bioethischen Fragestellungen islamisch-religiös reflektiert und gesellschaftsdiskursiv konstruktiv beitragen kann.

Christof Mandry, Christian Sperneac-Wolfer & Gwendolin Wanderer: Partizipative Studie zum Kompetenzprofil von Klinikseelsorgenden als Ethik-Akteur:innen im Krankenhaus (veröffentlicht 2019)
In diesem Forschungsprojekt wurde ausgehend von dem Zertifizierungskurs „Medizinethik in der Klinikseelsorge“ eine explorative Studie im Hinblick auf die Kompetenzen, Herausforderungen und Entwicklungen im Berufsalltag von Klinkseelsorgenden durchgeführt. Zum ersten Mal wurde dabei im deutschsprachigen Raum ein partizipatives Studiendesign verwendet, d.h. dass die Klinkseelsorgenden selbst an der Entwicklung der Leitfragen, der Durchführung der Interviews und Auswertung der Studienergebnisse beteiligt waren. Die Studie möchte mit ihren Ergebnissen dazu beitragen, das Kompetenz- und Reflexionsprofil der Seelsorgenden in Kliniken zu schärfen und dabei im Berufsalltag zu unterstützen.

Publikationen

Bücher


Beiträge:

Christof Mandry (2023): Schwangerschaftsabbrüche nach medizinischer Indikation. In: Christof Mandry / Gwendolin Wanderer (Hg.): Narrative Ethik in der Klinikseelsorge. Ethische und theologische Analysen und Diskussionen von Fallerzählungen, Stuttgart 2023, 37-46.

Christof Mandry (2023): Schwierige Therapieentscheidungen. In: Christof Mandry / Gwendolin Wanderer (Hg.): Narrative Ethik in der Klinikseelsorge. Ethische und theologische Analysen und Diskussionen von Fallerzählungen, Stuttgart 2023, 139-147.

Christof Mandry (2023): Organisationsethik. In: Christof Mandry / Gwendolin Wanderer (Hg.): Narrative Ethik in der Klinikseelsorge. Ethische und theologische Analysen und Diskussionen von Fallerzählungen, Stuttgart 2023, 221-226.

Bernhard Emunds / Jonas Hagedorn / Christof Mandry (2022): "Triple-Win"? Ethische Bemerkungen zu einem Rechtfertigungsmuster für die staatliche Anwerbung von Pflegekräften, in: ProAlter 54 (2022) Heft 2, 22-25

Christof Mandry (2022): When patients still hope, but doctors see no more therapeutic options. Ethical debates on futility and potentially inappropriate treatment, In: Wasson, K., Kuczewski, M. (eds), Thorny Issues in Clinical Ethics Consultation (Philosophy and Medicine, vol. 143). Springer, Cham, 165-172. https://doi.org/10.1007/978-3-030-91916-0_19


Christof Mandry (2021): Technik im Selbst - technisches Selbst? Tiefe Hirnstimulation als Mensch-Maschine-Interaktion, in: Digitalisierung im Gesundheitswesen. Anthropologische und ethische Herausforderungen der Mensch-Maschine-Interaktion. Hg. von Alexis Fritz / Christof Mandry / Ingo Proft / Josef Schuster SJ (Jahrbuch Moraltheologie, 5), Freiburg i.Br. 2021, 179-205.

Christof Mandry (2020): Lernen aus der Corona-Krise. Triage, Ethik und politische Theologie, in: feinschwarz.net - Theologisches Feuilleton (20.04.2020).

Christof Mandry (2019): Zwischen Innen und Außen. Klinikseelsorge und Ethikberatung, in: feinschwarz.net - Theologisches Feuilleton (06.11.2019).

Christof Mandry (2018): Gibt es strukturelle Korruption im deutschen Gesundheitswesen? Eine sozialethische Untersuchung am Beispiel der Einflussnahme von Krankenkassen auf den Risikostrukturausgleich, in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 59, 293-320.

Team & Kontakt

Prof. Dr. Christof Mandry

Professur für Moraltheologie und Sozialethik

E-Mail: mandry@em.uni-frankfurt.de

Büro: NG 2.715

Telefon: +49 173 3167997


Anschrift


Goethe-Universität
Fachbereich 7 - Katholische Theologie

Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen

Campus Westend 
Gebäude IG, NG
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Wir arbeiten als interdisziplinäres Team gemeinsam an den Zielen und Projekten der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen. Unsere Zusammenarbeit lebt von vielfältigen Perspektiven, fachlicher Expertise und einem engagierten Austausch – sowohl untereinander als auch mit unseren Partner:innen in Forschung und Praxis.

Benjamin Nguyen (geb. Roth) M.mel.

Wissenschaftlicher Koordinator

E-Mail: be.nguyen@em.uni-frankfurt.de

Büro: IG 1.514

Telefon: 069 / 798 - 33343

Benjamin Nguyen M.mel. arbeitet als Wissenschaftlicher Koordinator an der Arbeitsstelle für Sozialethik im Gesundheitswesen. Er studierte Gesundheitsökonomie, Theologie, Germanistik und Pädagogik in Köln und Augsburg. Den gesundheitswissenschaftlichen Master „Medicine, Ethics and Law“ schloss er mit einer Arbeit über das Arzneimittelmarkneuordnungsgesetz (AMNOG) mit Bestnote ab. Seither arbeitete er als Dozent, Referent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Seine Promotion schrieb er über das Problem systematischer Übermedikation bei älteren Menschen („Polypharmazie“).

Benjamin Nguyens Forschungsinteressen liegen im Planetary Health-Bereich. Hier forscht er zu den normativen Anforderungen und Gelingensbedingungen der grünen Transformation des Gesundheits- und Pharmawesens. Im Besonderen setzt er sich hier mit Fragen des Corporate Social Responsibility-Managements bei Unternehmen, der Verantwortung der Krankenkassen sowie Grüner Verträge im Bereich des pharmazeutischen Market Access auseinander.

Aktuelle Publikationen zum Thema Nachhaltigkeit:

Matthey, M., Hollis, A., Brandi, C., Kobiela, G., Roth, B., Silberberger, M. (2025): Climate impact auctions: an underused tool for green subsidies in the Global South, in: Climate Policy, DOI: 10.1080/14693062.2024.2411319

Roth, B. (2023): Grüne Wahltarife. Ein policy-Vorschlag zur OneHealth-Debatte im deutschen Gesundheitswesen, in: Gesundheits- & Sozialpolitik, 10.5771/1611-5821-2023-4-5-71 

Roth, B., Hollis, A., Brandi, C., Kistler, S., Matthey, M. (2023): Der Green Impact Fund for Technology. Ein Anwendungsbeispiel für die Homann'sche Ordnungsethik?, In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu), 24(2): 164-183

Weitere aktuelle gesundheitsethische Publikationen:

Roth, B. (2024): Pflegeethik zwischen Freizeit und Eigenzeit: Reflexion zum normativen Stellenwert der betreuungsfreien Zeiten in Einrichtungen der stationären Altenpflege. Ethik Med 36, 223–246 (2024). https://doi.org/10.1007/s00481-024-00825-6

Arnold, C., Inthorn, J., Roth, B., Matheisl, D., Tippmann, S., Mildenberger, E., Kidszun, A. (2023): Attitudes and values towards decisions at the margin of viability among expectant mothers at risk for preterm birth, In: Acta Paediatrica 113(3), DOI: 10.1111/apa.17033

Benjamin Nguyen M.mel. arbeitet als Wissenschaftlicher Koordinator an der Arbeitsstelle für Sozialethik im Gesundheitswesen. Er studierte Gesundheitsökonomie, Theologie, Germanistik und Pädagogik in Köln und Augsburg. Den gesundheitswissenschaftlichen Master „Medicine, Ethics and Law“ schloss er mit einer Arbeit über das Arzneimittelmarkneuordnungsgesetz (AMNOG) mit Bestnote ab. Seither arbeitete er als Dozent, Referent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Seine Promotion schrieb er über das Problem systematischer Übermedikation bei älteren Menschen („Polypharmazie“).

Benjamin Nguyens Forschungsinteressen liegen im Planetary Health-Bereich. Hier forscht er zu den normativen Anforderungen und Gelingensbedingungen der grünen Transformation des Gesundheits- und Pharmawesens. Im Besonderen setzt er sich hier mit Fragen des Corporate Social Responsibility-Managements bei Unternehmen, der Verantwortung der Krankenkassen sowie Grüner Verträge im Bereich des pharmazeutischen Market Access auseinander.

Aktuelle Publikationen zum Thema Nachhaltigkeit:

Matthey, M., Hollis, A., Brandi, C., Kobiela, G., Roth, B., Silberberger, M. (2025): Climate impact auctions: an underused tool for green subsidies in the Global South, in: Climate Policy, DOI: 10.1080/14693062.2024.2411319

Roth, B. (2023): Grüne Wahltarife. Ein policy-Vorschlag zur OneHealth-Debatte im deutschen Gesundheitswesen, in: Gesundheits- & Sozialpolitik, 10.5771/1611-5821-2023-4-5-71 

Roth, B., Hollis, A., Brandi, C., Kistler, S., Matthey, M. (2023): Der Green Impact Fund for Technology. Ein Anwendungsbeispiel für die Homann'sche Ordnungsethik?, In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu), 24(2): 164-183

Weitere aktuelle gesundheitsethische Publikationen:

Roth, B. (2024): Pflegeethik zwischen Freizeit und Eigenzeit: Reflexion zum normativen Stellenwert der betreuungsfreien Zeiten in Einrichtungen der stationären Altenpflege. Ethik Med 36, 223–246 (2024). https://doi.org/10.1007/s00481-024-00825-6

Arnold, C., Inthorn, J., Roth, B., Matheisl, D., Tippmann, S., Mildenberger, E., Kidszun, A. (2023): Attitudes and values towards decisions at the margin of viability among expectant mothers at risk for preterm birth, In: Acta Paediatrica 113(3), DOI: 10.1111/apa.17033

Moritz Broghammer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

E-Mail: broghammer@em.uni-frankfurt.de

Büro: IG 1.514

Telefon: 069 / 798 - 33343


Moritz Broghammer arbeitet seit Mai 2025 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen im Rahmen des DFG-Projekts „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal“. Hierfür analysiert er bisherige Regulationsversuche internationaler Akteure wie der WHO (Global Code of Practice) und entwickelt eine sozialethische Position zur internationalen Regulierung von Anwerbepraktiken.

Zuvor studierte er Evangelische Theologie (Bachelor) und Gesellschaftstheorie (Master) in Marburg und Jena. Sein Masterstudium schloss er mit einer Arbeit über demokratische Umgangsmöglichkeiten mit Gefühlsgeschehen ab. Zu seinen Forschungsinteressen gehören Politische Ethik, Sozialethik und Gesellschaftstheorie(n) sowie politische Steuerungsmöglichkeiten im Kontext einer globalisierten Spätmoderne.

Franziska Max

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Studiengangskoordination des Masters "Sozialethik im Gesundheitswesen"

E-Mail: max@em.uni-frankfurt.de

Büro: IG 1.514

Telefon: 069 / 798- 33343


Franziska Max ist die Studiengangskoordination des Masterstudiengang "Sozialethik im Gesundheitswesen". Sie ist seit Oktober 2023 Studentin im Master "Sozialethik im Gesundheitswesen" und schreibt derzeit ihre Masterarbeit.

Zu ihren Forschungs- und Interessensschwerpunkte gehören soziale Determinanten von Gesundheit, Zugänge und Barrienen zum Gesundheitswesen, soziale Bewegungen im Bereich Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Public Health Ethik.

Nicolai Büdenbender

Studentische Hilfskraft

E-Mail: buedenbender@em.uni-frankfurt.de

Büro: IG 1.514

Telefon: 069 / 798- 33343


Seit dem Sommersemester 2025 arbeitet Nicolai Büdenbender als studentische Hilfskraft an der Professur für Moraltheologie und Sozialethik. Nach dem Wechsel von der Philosophie zur Theologie gilt sein besonderes Interesse – neben der Moraltheologie – der christlichen Mystik und der Dogmatik.