Curatorial Studies - Theorie - Geschichte - Kritik (Master of Arts)

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Kurzbeschreibung
Zulassungsbedingungen
Bewerbung


Kurzbeschreibung

Inhalte und Schwerpunkte 

Der Frankfurter Studiengang Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik ist ein zweijähriger Kooperationsmasterstudiengang von der Goethe-Universität und der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – in Kooperation mit Städel Museum, Liebieghaus Skulpturensammlung, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt, Historisches Museum Frankfurt, Weltkulturen Museum und Portikus.

Von Seiten der Goethe-Universität sind folgende Disziplinen durch Institute und/ oder Fachvertreter beteiligt: Kunstgeschichte, Philosophie, Ethnologie, Archäologische Wissenschaften, Kunstpädagogik und Geschichtswissenschaft. Der Studiengang ist am Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität angesiedelt.

Der Studiengang zeichnet sich durch die einzigartige Verbindung von Universität, Kunstakademie und Museen aus. Durch innovative Lehrformate können Studierende akademisches Lernen und wissenschaftliche Forschung mit kuratorischen Fragestellungen und berufsbezogenen Erfahrungen verbinden. Studiengebühren werden nicht erhoben.

Konzeption:
Im Zentrum des Studiengangs steht die wissenschaftliche Reflexion über Kuratieren und Kunstkritik als intellektuelle und ästhetische Herausforderung. Ziel ist der Erwerb einer Kompetenz, die objektbezogenes Arbeiten mit Theorie- und Fachwissen verbindet. Dabei ist es ein besonderes Anliegen des Studiengangs, die bislang eng an Gegenwartskunst gebundenen Diskussionen über Kuratieren und Kunstkritik auf frühere Epochen und andere wissenschaftliche Disziplinen auszuweiten. Museums- und Ausstellungsinstitutionen des 21. Jahrhunderts stehen vor neuen Aufgaben und Herausforderungen. Im Zuge postkolonialer Theoriebildung und geopolitischer Veränderungen seit Ende des Kalten Krieges setzte in den letzten Jahrzehnten ein grundlegendes Umdenken ein. Unter den Bedingungen solcher Perspektivwechsel in der globalen Kunstwelt, aber auch als Reaktion auf Entwicklungen innerhalb der Gegenwartskunst, ist die Präsentation von Kunstwerken und kulturhistorischen Objekten zu einer gesellschaftspolitischen Herausforderung geworden, die die Berücksichtigung kunsthistorischer ebenso wie kultureller, sozialer, politischer und philosophischer Aspekte verlangt.

Studienangebot:
Der Masterstudiengang Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik vermittelt künftigen Museumskurator*innen, Ausstellungsmacher*innen und Kunstkritiker*innen eine theoretische und praktische Grundlage für ihr späteres Berufsleben. Bereits während des Masterstudiums haben Studierende die Chance, fachspezifisches Wissen mit kuratorischen Fragestellungen und praktischen Kenntnissen zu verbinden. Der Frankfurter Studiengang zeichnet sich durch die Zusammenarbeit engagierter Universitätsinstitute, herausragender Museen und einer international renommierten Kunsthochschule aus.

Studienverlauf:
Im ersten Jahr befinden sich die Studierenden im permanenten Kontakt mit den kooperierenden Museen, sie werden eingebunden in Diskussionen um die Konzeption und Realisierung von Ausstellungen und Sammlungspräsentationen. Veranstaltungen an der Universität dienen der Vertiefung des Fachwissens. Ferner werden Kriterien und Kategorien der Kunstkritik sowie theoretische Grundlagen in Kunsttheorie und Ästhetik diskutiert. Studienanteile zur Geschichte des Museums und des Ausstellungswesens ergänzen den Unterricht. Ein zweimonatiges Praktikum, das nach Möglichkeit in die Mitarbeit an einem Ausstellungsprojekt münden soll, gibt Einblick in die kuratorischen Bereiche eines Museums oder einer Ausstellungsinstitution. Im Mittelpunkt des zweiten Studienjahres steht die Erarbeitung der Masterarbeit, daneben soll die Verbindung objektbezogener Herangehensweisen mit theoretischen Fragestellungen vertieft werden.

Kuratorische Jahrgangsprojekte:
Im zweiten und dritten Semester erarbeitet jeder Jahrgang gemeinsam als Gruppe mit Lehrenden aus Universität und kooperierenden Museen ein konkretes kuratorisches Projekt. Aufgabe der Studierenden ist es, innerhalb eines vorgegebenen Rahmens ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen.

2013 kuratierten die Studierenden in Kooperation mit dem Museum MMK für Moderne Kunst Frankfurt ein Performance- und Filmprogramm für einen Penetrável von Hélio Oiticica. 2014 erarbeiteten sie die Kabinettausstellung Vergessene Körper: Helmut Kolle und Max Beckmann in Kooperation mit dem Städel Museum. 2015 konzipierten sie die Ausstellungsserie Doppelzimmer für die KW Institute for Contemporary Art Berlin. 2016 fand die Gruppenausstellung After facts – Pudding Explosion rearticulated in einem Ladenlokal in Frankfurt statt, inspiriert von dem Headshop „Pudding Explosion“ des Künstlers Peter Roehr und des späteren Galeristen Paul Maenz, das im Museum MMK für Moderne Kunst Frankfurt aufbewahrt wird. 2017 erarbeiteten die Studierenden auf Einladung der Deutsche Börse Photography Foundation die Ausstellung The Biography of Things mit fotografischen Arbeiten aus der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. 2018 fand in Kooperation mit dem Portikus im Projektraum fffriedrich die Ausstellungsreihe Subject:Fwd:Unknown statt.

Abschluss:
Die Masterarbeit besteht in der theoretischen und methodischen Begründung eines kuratorischen und kunstkritischen Projektes, wobei die Formate unterschiedlich sein können. Ein wissenschaftlicher Text ist in jedem Fall obligatorisch. Teile der Masterarbeit können durch eine andere Form erbracht werden (z.B. Ausstellungskonzept, Dokumentation einer Ausstellung etc.). Die Masterarbeit kann von Professor*innen der Goethe-Universität und der Städelschule sowie von Kurator*innen der beteiligten Museen betreut werden. Die Prüfungen werden an Goethe- Universität und/oder Städelschule abgelegt. Der akademische Grad „Master of Arts" (M.A.) wird von Goethe-Universität und Städelschule gemeinsam verliehen, die jeweiligen fachlichen Schwerpunkte werden durch ein „Diploma Supplement" nachgewiesen.
Der Master eröffnet die Möglichkeit einer fachspezifischen Promotion.

Lehrende:
Lehrende sind Hochschullehrer*innen und Dozent*innen der Goethe-Universität und der Städelschule sowie Direktor*innen und Kurator*innen von Städel Museum, Liebieghaus Skulpturensammlung, Museum MMK für Moderne Kunst Frankfurt, Historisches Museum Frankfurt, Weltkulturen Museum und Portikus. Für einzelne Veranstaltungen und Projekte werden zusätzliche Expert*innen gewonnen. Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch; sehr gute Englischkenntnisse sind erforderlich.

Mentoring:
Das Mentoring erlaubt es den Studierenden, Studium und Masterarbeit in enger Begleitung durch eine Kurator*in abzulegen.

Ausführliche Beschreibung

Informationen des Fachbereichs
Ordnung

Abschluss Master of Arts Curatorial Studies
Regelstudienzeit Die Regelstudienzeit bis zum Master-Abschluss beträgt 4 Semester
Unterrichtssprache Deutsch und Englisch
Studienbeginn Der Studiengang kann zum Wintersemester aufgenommen werden
Studienfachberatung Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität
Dr. Stefanie Heraeus
Senckenberganlage 31
60325 Frankfurt
Zimmer 314
Tel. 069/798-22489
Email: kuratierenundkritik@kunst.uni-frankfurt.de


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Zulassungsbedingungen

Zugangsvoraussetzungen
  • Bachelorabschluss oder ein mindestens gleichwertiger Abschluss mit einer Mindestregelstudienzeit von 6 Semestern in Kunstgeschichte, Archäologische Wissenschaften, Kunstpädagogik, Philosophie, Ethnologie oder Geschichte
    Absolventen künstlerischer Studiengänge können ebenfalls zugelassen werden
  • Über die Zulassung zum Masterstudiengang entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Bewerbung muss die entsprechenden Zeugnisse, ein Motivationsschreiben und den Lebenslauf enthalten. Innerhalb der Bewerbungsunterlagen wird die Note des Bachelors oder Magisters 51 % gewichtet, das eine Seite umfassende Motivationsschreiben 49 %. Die Bewertung des Motivationsschreibens stützt sich neben der äußeren Qualität auf die überzeugende Darstellung des persönlichen und des spezifischen Interesses am Masterstudiengang. Darüber hinaus stützt sich die Bewertung des Motivationsschreibens unter Heranziehung des eingereichten Lebenslaufs auf bisherige Studien-, Berufs- und Praxiserfahrungen oder studienrelevante außeruniversitäre Leistungen, die über die Eignung für den Masterstudiengang besonderen Aufschluss geben können

    Das Motivationsschreiben wird benotet („1 = sehr gut“, „2 = gut“, „3 = befriedigend“, „4 = ausreichend“  bis „5 = mangelhaft“). Die Zulassung zum Masterstudiengang erfolgt, wenn der aus Bachelorabschluss und  Motivationsschreiben ermittelte Notenwert mindestens 2,0 beträgt

  • Die Zulassung zum Studiengang setzt Lateinkenntnisse (Sprachprüfung des Instituts für Klassische Philologie der Goethe-Universität, äquivalente Kenntnisse/Prüfungen oder drei Jahre Lateinunterricht) und Kenntnisse in zwei weiteren modernen Fremdsprachen (davon eine Englisch oder Französisch) voraus. Nachgewiesen werden können die Sprachkenntnisse durch:
    - das Abiturzeugnis oder
    - entsprechende Oberstufenzeugnisse, wobei die Benotung nicht schlechter als „ausreichend (4,0)“ bzw. fünf Punkte sein darf, oder
    - Zertifikate über erfolgreich absolvierte Sprachkurse von deutschen und/oder ausländischen Universitäten, wobei mindestens 120 Stunden Unterricht nachzuweisen sind, oder
    - Fachgutachten bzw. Lektorenprüfungen über Sprachkenntnisse, die durch Auslandsaufenthalte, Universitätssprachkurse oder im Selbststudium erworben wurden, oder
    - Zertifikate über einen anderen vom Institut für Klassische Philologie als gleichwertig anerkannten Nachweis
  • Bei Studierenden mit der fachwissenschaftlichen Ausrichtung in Ethnologie, Kunstpädagogik und Philosophie entfällt der Nachweis der Lateinkenntnisse
  • Studienbewerberinnen und -bewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung und ausländischem grundständigen Abschluss müssen zudem ausreichende Deutschkenntnisse entsprechend der DSH-Ordnung nachweisen
Vorläufige Zulassung Eine vorläufige Zulassung ist unter Vorbehalt möglich, wenn mindestens 80% der für den Bachelorabschluss erforderlichen CP erreicht wurden und die Bachelorarbeit bereits abgeschlossen ist oder kurz vor dem Abschluss steht. Der Bachelorabschluss muss spätestens innerhalb der nächsten 6 Monate nachgewiesen werden
Zulassungsmodus Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt. Bei vollständiger Erfüllung der Zulassungsbedingungen erfolgt eine direkte Zulassung (siehe Punkt zwei der Zugangsvoraussetzungen). Die eigens für den Studiengang eingerichteten Veranstaltungen mit 12 bis 15 Studierenden bieten einen kleinen und intensiven Forschungsrahmen.


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Bewerbung

Einzureichende Unterlagen
  • falls Sie nicht bereits an der Goethe-Universität eingeschrieben sind:
    Kopie der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur)
  • Bachelorzeugnis mit Transcript of Records (bei ausländischen Zeugnissen: bitte zusätzlich eine beglaubigte Kopie in englischer oder deutscher Sprache)
  • falls das Bachelorzeugnis noch nicht vorliegt:
    Transcript of Records oder ein vergleichbares Dokument mit der Auflistung der abgeleisteten Studieninhalte und einer ausgewiesenen Durchschnittsnote;
  • Motivationsschreiben (im Umfang von einer Seite)
  • Lebenslauf
  • Nachweis von Sprachkenntnissen
  • falls Sie Ihren ersten, grundständigen Hochschulabschluss nicht an einer deutschen Hochschule erworben haben:
    - Nachweis von Deutschkenntnissen entsprechend der DSH-Ordnung
    - Für Bewerber/innen aus den Länder Vietnam, Volksrepublik China sowie der Mongolei: APS-Zertifikat (nur Original)

Bewerbungsunterlagen bitte postalisch in zweifacher Ausführung (in einem Briefumschlag!) an die unten angegebene Adresse schicken.
Zusätzlich bitte die Bewerbung ebenfalls auf elektronischem Weg (als ein PDF-Dokument!) an folgende Adresse senden: kuratierenundkritik@kunst.uni-frankfurt.de

Bewerbungsfrist 01.05. - 31.05. (Poststempel)
Bewerbungsadresse Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität
Studiengang Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik
Senckenberganlage 31
60325 Frankfurt


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