MOBILITÄTSFORSCHUNG                                                                                               

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Die Entwicklung von Mobilität und Verkehr steht in enger Wechselwirkung mit vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, so dass einfache Erklärungsmuster für solche Zusammenhänge zum Teil zwar erfolgreich sind, immer häufiger jedoch die Defizite traditioneller Erklärungsperspektiven deutlich werden. Insbesondere mit dem Wissen um den einsetzenden Klimawandel müssen sich die Metropolregionen heute der Herausforderung stellen, wie sie in Zukunft die Mobilität für erforderliche ökonomische Prozesse gewährleisten wollen, ohne die Teilhabe einzelner sozialer Gruppen an gesellschaftlichen Aktivitäten zu gefährden und dabei gleichzeitig die ökologisch negativen Folgen von Mobilität möglichst gering zu halten. In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass hierfür spezifische Kenntnisse zum Verkehrshandeln der Einzelnen notwendig sind, um mit nachfrageorientierten Instrumenten – zusammenfassend häufig als Mobilitätsmanagement bezeichnet – effiziente und gesellschaftlich akzeptierte Lösungen für drängende Verkehrsprobleme zu finden.

In den Arbeitspapieren zur Mobilitätsforschung veröffentlichen wir Ergebnisse aus Forschung und Lehre der Goethe-Universität.

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Aktuelles:

Am 02. Februar 2021 um 19:00 Uhr findet eine Online-Podiumsdiskussion zum Thema  "Lebensqualität und Verkehr in Frankfurt – Wie gestalten wir die Mobilität von morgen?" statt, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen.

Hintegrund ist eine im Sommer 2020 von Studierenden der Mobilitätsforschung durchgeführte Studie an der Friedberger Landstraße. Im Mittelpunkt stand die Fragestellung, auf welche Weise sich die Lebensqualität der Anwohnenden durch den Bau eines Radwegs und den Wegfall einer Fahrspur für den Autoverkehr verändert hat. Es konnte festgestellt werden, dass die wahrgenommene Lebensqualität nach der Intervention besser bewertet wurde. Die Studienergebnisse werden kurz vorgestellt und dann auf dem Podium durch Gäste aus Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik diskutiert. Es werden Fragen zur zukunftsfähigen Gestaltung von Mobilität in Frankfurt thematisiert und welche Rolle der Lebensqualität der Bevölkerung hierfür zukommt.

Podiumsgäste:
Annette Rinn, Fraktionsvorsitzende der FDP-Römerfraktion und u.a. Mitglied Verkehrsausschuss Frankfurt
Beatrix Baltabol, Stadtplanerin und Mitglied Radentscheid Frankfurt
Frank Nagel, Vorsitzender des Fachausschuss Verkehr CDU Frankfurt und Vizepräsident der IHK Frankfurt a.M.
Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt a.M. (SPD)

Moderation:
Dr. Jutta Deffner, ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung
Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Professor für Mobilitätsforschung an der Goethe-Universität

Die Podiumsdiskussion findet über Zoom-Webinar statt.
Anmeldung unter veranstaltung-mobilitaet@em.uni-frankfurt.de
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!