Herzlich Willkommen an der Goethe-Uni!

20 neue Auszubildende setzen mit Beginn der Einführungswoche den Startschuss für ihre Zukunft an der Goethe-Universität

In Kürze starten sie in ganz unterschiedlichen Bereichen der Goethe-Universität, aber für fünf Tage stand erst einmal das Kennenlernen untereinander und die Orientierung an Deutschlands drittgrößter Universität im Vordergrund: 20 junge Frauen und Männer haben am 1. August ihre Ausbildung an der Goethe-Universität aufgenommen. Entschieden haben sie sich für eine Ausbildung zum Industriemechaniker, Tierpfleger, Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Gärtner, Tierwirt, Fachinformatiker oder Verwaltungsfachangestellten. Einige von ihnen bringen bereits berufliche Erfahrungen aus anderen Gebieten mit und haben sich nun ganz bewusst für die Universität als etwas „anderen“ Arbeitgeber entschieden. 

Er wolle bei ihnen Vorfreude wecken für das, was sie erwarte, sagte Kanzler Dr. Albrecht Fester bei seiner Begrüßung der neuen Auszubildenden am 3. August. Und er ermunterte sie, während ihrer Ausbildung ruhig auch einmal über den Tellerrand zu blicken, zum Beispiel öffentliche Vorlesungen zu besuchen. Mit Blick auf seine eigenen Karrierestationen an der Goethe-Universität zeigte Fester den Auszubildenden, dass im Uni-Kosmos mehr möglich sei, als mancher vielleicht vermute: „Sie haben ganz viele Möglichkeiten, sich an der Universität entwickeln zu können!“ 

Wer sind die neuen Auszubildenden? Mit sieben von ihnen haben wir gesprochen:

Nina Arimura und Elisabeth Szeltner beginnen eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FAMI) an der Universitätsbibliothek. Beide fanden die Idee schon lange reizvoll, mit Büchern und Medien zu arbeiten. Während es für Elisabeth Szeltner der erste Schritt ins Berufsleben nach dem Abitur ist, hatte sich Nina Arimura zuvor doch für einen anderen Weg entschieden: „Ich habe eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und Übersetzerin gemacht, aber für die Zukunft interessiert es mich einfach mehr, in einer Bibliothek zu arbeiten als in der Wirtschaft“, erklärt sie. 

Auch Lisa Tobin und Rebecca Hemberger sind über einen Umweg zu ihrer Traumausbildung gekommen – sie werden Gärtnerinnen im Wissenschaftsgarten am Campus Riedberg: „Ich habe schon früher immer gerne mit meinen Eltern gegärtnert“, erzählt Lisa Tobin. Dennoch ließ sie sich erst zur Kauffrau für Bürokommunikation ausbilden und arbeitete auch in dem Bereich. Über Gespräche mit befreundeten Gärtnern wurde der Wunsch nach dem professionellen Gärtnern aber immer größer. „Es ist toll, so eine hochwertige Ausbildung am Wissenschaftsgarten machen zu können, bei der wir tatsächlich Zeit für die Pflanzen haben und bei der es nicht nur um die wirtschaftliche Verwendbarkeit der Gewächse geht“, freut sie sich. Rebecca Hemberger ist schon lange am Campus Riedberg zuhause: Sie hat bereits zwei Studienabschlüsse in Biowissenschaften in der Tasche; die ersten Vorbereitungen für eine Doktorarbeit waren auch schon getroffen. „Mir ist aber klar geworden, dass ich lieber mit den Händen arbeiten will“, erklärt die Frankfurterin, die auch in der Welt der Bienen zuhause ist: In der 12. Klasse hatte sie bereits ein Praktikum am Institut für Bienenkunde gemacht, sowohl bei ihrer Bachelor- als auch bei ihrer Masterarbeit ging es um die Bienen. Wie ihre Kollegin Lisa Tobin hat sie schon immer gerne im Garten gearbeitet: „Der Platz dafür ist in unserem Bockenheimer Innenhof zwar begrenzt, aber von Zucchini bis Dahlien habe ich schon viel gepflanzt – und die Nachbarn sagen, dass unser Garten der schönste ist!“ Was auf sie zukommt, wissen beide Frauen schon ungefähr, denn vor der Ausbildungszusage statteten sie dem Wissenschaftsgarten bereits einen Besuch ab. 

Andreas Promnitz macht seine Ausbildung zum Industriemechaniker in der Werkstatt der Geowissenschaftler am Campus Riedberg. Nach seinem Realschulabschluss hatte er zuerst noch keine klare Vorstellung, welcher Beruf für ihn der richtige sein könnte und arbeitete über Zeitarbeitsfirmen bei verschiedenen Unternehmen, unter anderem in der Automobilbranche. Jetzt hat er das Feld gefunden, das ihn wirklich interessiert – der Maintaler freut sich darauf, sich mit dem Feingerätebau auseinanderzusetzen und über die Ausbildung auch langfristig gute Perspektiven für das Arbeitsleben zu entwickeln. 

Tugay Senel und Leon Geisen werden ausgebildet zu Verwaltungsfachangestellten. „Die Vielfalt des Ausbildungsberufs macht ihn für mich sehr interessant“, sagt Tugay Senel, der vor zwei Jahren aus Hanau nach Frankfurt gezogen ist. Auf die Ausbildung wurde er durch einen Freund aufmerksam, als er auf der Suche nach einem Tätigkeitsfeld war, das besser zu ihm passt: Während seiner Ausbildung im Verkauf bei Aldi merkte Tugay Senel, dass dieser Weg nicht der richtige für ihn war; danach arbeitete er noch ein Jahr zur Überbrückung am Frankfurter Flughafen. Seine erste Station wird jetzt das Serviceteam Bockenheim/Ginnheim im Immobilienmanagement. „Mich hat der öffentliche Dienst schon immer interessiert!“, erzählt Leon Geisen, der in diesem Jahr sein Abitur gemacht hat. Er wird seine Ausbildung in der Abteilung Personalservices beginnen. „Ich finde es auch schön, an der Uni in einem Umfeld mit vielen jungen Leuten zu arbeiten“, erklärt er. Kontakte ins studentische Leben hat er auch bereits: Seine Freundin studiert an der Goethe-Universität.