Prof'in. Dr. Francesca Cuteri
Institut für Theoretische Physik                                                 
E-Mail: cuteri@itp.uni-frankfurt.de
Telefon: 069/798-47858

Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der fundamentalen Wechselwirkungen, mit Fokus auf den starken Wechselwirkungen unter extremen Bedingungen, sowie nichtperturbativen Methoden der Quantenfeldtheorie, insbesondere Gitter-QCD. Die Eigenschaften der Materie ändern sich völlig bei extremer Temperatur oder extremem Druck, wie sie im Inneren von Neutronensternen oder im frühen Universum vorkommen. Unter diesen Bedingungen sind die Elementarteilchen der starken Wechselwirkung (d.h. die fundamentalen Bausteine der Atomkerne, Quarks und Gluonen), die sonst nur in Bindungszuständen vorkommen und prinzipiell nicht als freie Teilchen gemessen werden können, nicht mehr in Bindungszuständen „eingesperrt”, sondern bilden das so genannte Quark-GluonPlasma. Diese und andere Materiephasen und die Übergänge zwischen ihnen zu verstehen, ist ein zentrales Ziel der Kernphysik. Um dieses Ziel zu verfolgen, führe ich Rechnersimulationen der Gittereich Quantenchromodynamik durch. Dies ist die Quantenfeldtheorie, die die Wechselwirkung von Quarks und Gluonen beschreibt.

                            

Prof'in. Dr. Laura Sagunski 
E-Mail: sagunski@itp.uni-frankfurt.de
Telefon: 069/798-47866

Frau Prof. Sagunski hat ihre Arbeitsgruppe in der Theoretischen Gravitationswellenphysik. Ihre Forschung auf dem Gebiet der Gravitationswellenphysik ist eng verbunden mit den Gebieten der Kosmologie, Astro- und Teilchenphysik. Gravitationswellen sind kleine wellenartige Krümmungen in der Raumzeit, die bereits Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhersagte. Sie entstehen bei gewaltigen kosmischen Ereignissen, zum Beispiel der Kollision und Verschmelzung von Neutronensternen oder Schwarzen Löchern. 
Die direkte Messung solcher Gravitationswellen erlaubt uns grundlegende Fragen zu stellen, wie: Ist die Allgemeinen Relativitätstheorie korrekt oder müssen wir sie erweitern? Was ist die Dunkle Energie im Universum? Was ist die Dunkle Materie und welche Teilcheneigenschaften hat sie?
Die Beantwortung dieser Fragen kann einen fundamentalen Beitrag zum Verständnis der Zusammensetzung und Entstehung unseres Universums leisten und ist der Kern von Frau Sagunskis Forschung. 

         

Zur Zeit sind von 34 Professuren im Fachbereich Physik der Goethe Universität 5 mit Frauen besetzt, was mit 14,7 % etwa dem bundesweiten Durchschnitt entspricht. Dies spiegelt das auch jenseits der Naturwissenschaften bekannte Phänomen wieder, dass der Frauenanteil mit der Karrierestufe abnimmt. Wir setzen uns im Gleichstellungsrat dafür ein, sichtbare und unsichtbare Barrieren abzubauen und stehen gerne mit Rat für Studentinnen und Studenten auf allen Stufen (Bachelor, Master, Promotion) für informelle Gespräche zur Verfügung. Ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.