Japanologie, Nebenfach
Bachelor of Arts (B.A.)

Japanologie ba 500x210 b
Studiengang Japanologie
Abschluss Bachelor
HF/NF Nebenfach
Regelstudienzeit 6 Semester
Unterrichtssprache Deutsch
Studienbeginn nur Wintersemester
Bewerbungsfrist 1.7.-30.9.
Zulassungsmodus unbeschränkt

Kurzbeschreibung

Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre der Japanologie Frankfurt stehen das vormoderne und das moderne/gegenwärtige Japan. Methodisch beruft sich die Frankfurter Japanologie auf ein solides philologisch-literaturwissenschaftliches sowie ein kultur- und ideengeschichtliches Repertoire, das in der Betonung der sprachlichen Komponente die Basis adäquater Japanforschung darstellt.

Der Sprachunterricht vermittelt die sichere und flüssige Beherrschung des modernen Japanischen in Schrift und Wort (Hochsprache und Umgangssprache) auf dem Niveau, das für den japanologischen Fachunterricht der jeweiligen Semester als Mindestanforderung gilt.


Frankfurter Besonderheiten

Im Rahmen des Studienganges können die Studierenden zwischen zwei Schwerpunkten wählen. Dies sind Literatur und Kultur Japans in Geschichte und Gegenwart, sowie rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Schwerpunkt. Mit ihren vier japanbezogenen Professuren kann die Japanologie Frankfurt zu den großen japanwissenschaftlichen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum gezählt werden.

Weitere Besonderheiten sind ein lebendig gestaltetes akademisches Leben mit zahlreichen Veranstaltungen (Workshops, Vorträge, Konferenzen, Kolloquien, Lesungen, Literaturgespräche, aktive Arbeitskreise, japanwissenschaftliche Forschungsprojekte), universitätsexterne Kooperationen (Forschungsprojekte mit Japanologien anderer Universitäten, Filmfestival Nippon Connection), Partneruniversitäten in Tôkyô, Ôsaka und Kyôto sowie der Standortvorteil Rhein-Main: Frankfurt besitzt mit Vertretungen japanischer Firmen, einer großen japanischen Gemeinde, der jährlich stattfindenden Buchmesse und zahlreichen Kultureinrichtungen eine außerordentlich günstige Infrastruktur. 

Damit bieten sich viele Möglichkeiten für studienbegleitende Tätigkeiten und eine japanbezogene Berufswahl vor Ort.


Aufbau und Inhalte des Studiums

Der Bachelorstudiengang vermittelt im Nebenfach Grundkenntnisse in den Bereichen japanische Literatur und Kultur in Geschichte und Gegenwart ODER Japanisches Recht und Japanische Wirtschaft. Die Studierenden haben die Möglichkeit, über individuelle Schwerpunktsetzungen das Ziel ihrer Ausbildung selbst zu bestimmen. Zwei Schwerpunkte stehen ihnen im Nebenfach offen:

a) Der Schwerpunkt Literatur und Kultur Japans in Geschichte und Gegenwart

Dieser Schwerpunkt kommt dem zunehmenden Bedarf an interkultureller Kompetenz in der Ära der Globalisierung entgegen. Ziel der Ausbildung ist es, die im zweiten Studienjahr erworbenen Grundlagenkenntnisse in der ideengeschichtlichen, kultur- und literaturwissenschaftlichen Dimension zu erweitern und zu vertiefen. Im fünften Fachsemester wählen die Studierenden zwei Proseminare, die in die Forschungsbereiche, Aufgabengebiete und Methoden der literatur- und kulturwissenschaftlichen Japanologie einführen. Die Proseminare sind an allgemeineren Themenstellungen ausgerichtet, und die Studierenden bearbeiten Teil-projekte, aus denen die individuellen Hausarbeiten hervorgehen.

b) Der rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Schwerpunkt

Dieser Schwerpunkt antwortet auf den zunehmenden Bedarf nach juristischer und ökonomischer Expertise in der japanologischen Ausbildung. Im fünften Semester ist es Ziel der Ausbildung, Studierende mit Grundlagen der japanischen Wirtschaft und des japanischen Rechts vertraut zu machen. Den Studierenden wird das Bewusstsein vermittelt, dass die einzelnen Teile des Studiums – insbesondere des Sprach- und des Fachstudiums – ineinandergreifen. Die Studierenden eignen sich, vor dem Hintergrund einer breiteren Einführung in die japanische Wirtschaft und das japanische Recht Expertise in einem spezifischen Themenfeld an.

Weitere Informationen zum Nebenfach Japanologie finden Sie auf der Seite des Fachbereichs.

Hauptfach

Zu diesem Bachelor-Nebenfach muss ein Hauptfach gewählt werden.

Studienordnung

Die Studienordnung für den Studiengang Japanologie finden Sie hier. Die Studienordnung regelt Aufbau, Struktur und Inhalt des Studiengangs sowie das Prüfungswesen. Sie ist Grundlage Ihres Studiums an der Goethe-Universität.


Praktika und Auslandssemester

Praktika

Im B.A.-Studiengang Japanologie (Hauptfach & Nebenfach) ist ein Praktikum verpflichtend vorgesehen.

Auslandssemester

Ein verpflichtendes Auslandsstudium ist nicht vorgesehen, es wird jedoch empfohlen, einen mindestens einsemestrigen Auslandsaufenthalt in Japan während des 3. bis 5. Studiensemesters zu absolvieren. Die Japanologie am Fachbereich 9 unterhält - teilweise in Zusammenarbeit mit dem International Office der Goethe-Universität (IO) - Austauschkontakte zu drei Universitäten in Japan: Rikkyô-Universität (Tôkyô) - Abteilung Bungaku (College and Graduate School of Arts), Dôshisha-Universität (Kyôto), sowie Ôsaka-Universität (Ôsaka). Weitere Informationen erhalten sie auf der Seite "Partneruniversitäten in Japan - Austauschprogramme" der Japanologie.

Auslandsaufenthalte eröffnen Einblicke in andere Hochschulsysteme, ermöglichen die praktischen Fähigkeiten auszubauen, fördern die eigene Flexibilität und Durchsetzungsfähigkeit und bieten die Möglichkeit, Verständnis für kulturelle Verschiedenheiten zu entwickeln. Damit das Potential eines Auslandsaufenthaltes voll ausgeschöpft werden kann und der Auslandsaufenthalt nicht nur ein oberflächlicher Besuch ohne nachhaltige Wirkung bleibt, sollte er gut vorbereitet sein. Allgemeine Informationen erhalten Sie über das International Office der Goethe-Universität und dem "Study abroad"-Team.


Weiterführende Studiengänge

Japan in der Welt: Globale Herausforderungen und kulturelle Perspektiven Master of Arts

Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre der Japanologie Frankfurt am Fachbereich 09 stehen das vormoderne und das moderne/gegenwärtige Japan. Methodisch beruft sich die Frankfurter Japanologie auf ein solides philologisch-literaturwissenschaftliches sowie ein kultur- und ideengeschichtliches Repertoire, das in der Betonung der sprachlichen Komponente die Basis adäquater Japanforschung darstellt. Der Kanon klassischer philologisch-literaturwissenschaftlicher/ideengeschichtlicher Forschung wird um das zeitgemäße Spektrum kulturwissenschaftlicher Thematik erweitert. Die Reflexion der Zeitgebundenheit von Forschungsansätzen und die präzise Begründung der Neuerarbeitung eines für die jeweilige Themenstellung geeigneten theoretischen Analyseinstrumentariums gehören zur japanologischen Grundausbildung in Frankfurt.

Innerhalb des Literaturschwerpunktes wird die japanische Literatur der klassischen Moderne und der Gegenwart – bis hin zu den aktuellen Strömungen der zeitgenössischen japanischen Literaturszene thematisiert. Neben Einzelautoren stehen vor allem Fragen der Kanonisierung, des Stellenwerts der japanischen Literatur innerhalb einer Weltliteratur, der Forschungsgeschichte, der literaturwissenschaftlich-japanologischen Theoriebildung, den Lesarten von Literatur und der Übersetzungstheorie bzw. -praxis im Mittelpunkt der Lehre. Ebenso werden Bezüge der literarischen Themenbildung mit dem gegenwärtigen Kulturdiskurs gesichtet; dabei gilt es, die einschlägigen Diskursfelder "Asien", "Orientalismus/Selbstorientalismus" - oder gegenwärtig "Alter" und "Prekariat" - zu sondieren und zu bewerten. Im literaturhistorischen Bereich ergeben sich zudem zahlreiche Schnittpunkte zur Ideengeschichte, die interdisziplinäre Felder wie "Religion und Literatur" oder "Weltanschauung im modernen Japan" eröffnen.

Weitere Themenfelder sind "J-Lifestyle", Theater und die so genannten Volkskünste (minzoku geinô) in Japan, Tourismus in Japan sowie - im Rahmen einer innovativen japanologisch-kulturwissenschaftlichen Technikforschung - am Thema "Technik und Innovation in Japan" gearbeitet.

Weitere Informationen zu dem Studiengang Master of Arts Japan in der Welt: Globale Herausforderungen und kulturelle Perspektiven finden Sie hier.


Berufsperspektiven

Weiterbildung

Der MA-Studiengang „Japan in der Welt: Globale Herausforderungen, kulturelle Perspektiven“ trägt aktuellen Entwicklungen in Japan und in der Japanforschung Rechnung und befasst sich mit Japan als wichtigem global player. Im Mittelpunkt des Masterstudiengangs stehen die Felder Globalisierung in Japan, Kultur- und Identitätsdiskurse, die Frage nach „japanischen Traditionen“, ideologischen Ausrichtungen und Zukunftsmodellen sowie die Frage nach Menschenbildern, ethischen Perspektiven und sozialer Gerechtigkeit. Ziel des forschungsorientierten Masterstudiengangs ist es, die Studierenden zu selbstständiger Forschung auf fortgeschrittenem Niveau zu befähigen.

Tätigkeitsfelder

Bibliothekswesen, Bildungsinstitutionen, Kulturmanagement, Tourismus, Marketing, Werbung, Medien, Journalismus, Museen, Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Politikberatung, diplomatischer Dienst, internationale Organisationen, Trendforschung, Verlags- und Büchereiwesen, Verlagsredaktionen, wissenschaftliche Laufbahn (M.A., Promotion), Wirtschaft (Außenwirtschaft, Banken, Consulting). 

Einen Überblick über mögliche Berufsbilder und Tätigkeitsfelder sowie Interviews mit Alumni der Goethe-Universität bietet Ihnen auch die Seite "Was werden?" des Career Service.


Zugangsberechtigung und besondere Voraussetzungen

Zugangsberechtigung

Zulassungsvoraussetzung

Deutsche Hochschulzugangsberechtigung (HZB), in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife   
Ich habe keine deutsche Hochschulzugangsberechtigung International Office



Besondere Voraussetzungen

Deutsch- und Englischkenntnisse (Nachweis i.d.R. durch Abitur).


Bewerbung und Zulassung

Dieser Studiengang unterliegt keiner Zulassungsbeschränkung. Studienbewerber/innen für nicht zulassungsbeschränkte Fächer immatrikulieren sich direkt über die Online-Bewerbung. Falls zur Bewerbung noch weitere Unterlagen benötigt werden, erfahren Sie dies am Ende des Online-Bewerbungsprozesses.

Sie bewerben sich bequem innerhalb der angegebenen Bewerbungsfrist über das Bewerbungsportal der Goethe-Universität. Ob und welche Unterlagen zur Bewerbung eingesandt werden müssen, erfahren Sie innerhalb des Online-Bewerbungsprozesses.

Detaillierte Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie hier: Bewerbung


Ansprechpartner*innen

Zentrale Studienberatung:

Die Zentrale Studienberatung bietet Ihnen eine allgemeine Orientierung sowie Informationen zu Studiengängen (Anforderungen, Inhalte, Aufbau etc.) und Bewerbung. Dort können Sie sich zu den Studienmöglichkeiten an der Goethe-Universität im Ganzen informieren und erhalten Unterstützung bei der Studienwahl.“

Ansprechpartnerinnen:
Kirsten Brandenburg, Janina Krause (FB 6-10 + Sport, sowie entsprechende Lehramtsfächer L2, L3);

Zu den Sprechzeiten-Plänen

Über die ZSB


Beratung im Fachbereich:

Die zentrale Aufgabe der Studienfachberatung im Fachbereich ist, zu Ihrer Orientierung am Institut für Japanologie beizutragen und Sie bei allen Fragen rund ums Studium zu unterstützen.

Ansprechpartner*innen:

Fachgruppe Japanologie (Beratung Studienanfänger)

David Jungmann M.A. (Studienfachberatung Japanologie)

Zur Seite "Studienberatung" des Instituts für Japanologie.


BAföG-Beauftragte:

Prof. Dr. L. Gebhardt

Prof. Dr. M. Kinski


Beratung zu Erasmus+-Aufenthalten und weiteren Austauschprogrammen:

N.N.


Zuständiges Prüfungsamt:

Prüfungsamt Geistes-, Kultur- und Sportwissenschaften


Die Uni kennenlernen

Die Goethe-Universität bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen für Studieninteressierte an, die bei der Studienwahl Ihnen bei der Studienwahl helfen. Für Interessierte am Studium Japanologie kann Ihnen der Besuch folgender Veranstaltungen bei der Entscheidung helfen:


Alternative Studiengänge

Wenn Sie sich für den Studiengang Japanologie interessieren, sich aber noch nicht gänzlich sicher sind in ihrer Wahl, wären möglicherweise folgende Studiengänge auch für Sie interessant:

  • Empirische Sprachwissenschaft: Der Studiengang Empirische Sprachwissenschaft vermittelt grundlegende Fachkenntnisse und Methoden, die erforderlich sind, um menschliche Sprachen zu erforschen und zu analysieren.
  • Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie: Das Fach analysiert mithilfe qualitativer Methoden gegenwärtige Dynamiken moderner Gesellschaften. Schwerpunkte sind die Bereiche Digitalisierung, Verwissenschaftlichung, Globalisierung und Urbanisierung
  • Sinologie: Der Studiengang vermittelt Sprachkenntnisse, sowie Einblicke in die Alltagskultur und die Geschichte Chinas.
  • Sprachen und Kulturen Südostasiens: Der Studiengang vermittelt grundlegende Fachkenntnisse in den Bereichen Sprachen, Literaturen und Medien Südostasiens, ergänzt durch weitere kulturwissenschaftliche und landeskundliche Kenntnisse, etwa in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Religion und Kunst Südostasiens. Der Schwerpunkt des Studiums liegt auf dem insularen Südostasien, vor allem Indonesien und Malaysia.
  • Koreastudien: Der Studiengang vermittelt Kenntnisse der modernen koreanischen Standardsprache sowie Kenntnisse über die politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Strukturen des modernen Koreas und deren historische Grundlagen.