DFG Forschungsgruppe: FOR 5778

Macht und Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche - Interdisziplinäre Kritik und Analyse 

Titelbild MuM mit DFG Logo

Aktuelles

Die Forschungsgruppe Macht und Missbrauch (MuM) trauert um ihr Mitglied Thomas Schmidt. Einen Nachruf des Fachbereichs 07 finden Sie hier.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft im April 2025 die Förderung unserer Forschungsgruppe „Macht- und Missbrauch. Interdisziplinäre Kritik und Analyse“ für eine erste Förderperiode von vier Jahren bewilligt.

Hier finden Sie die Pressemitteilung der DFG und der Goethe-Universität.

Kontakt zur Sprecherin: middelbeck@em.uni-frankfurt.de

Kontakt zur Projektkoordinatorin: ahmadzai@em.uni-frankfurt.de

Verhaltenskodex am Fachbereich Katholische Theologie verabschiedet

Der Fachbereich hat offiziell einen Verhaltenskodex für die Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Administration am Fachbereich Katholische Theologie verabschiedet, der basierend auf einer fachbereichsinternen Schulung zu Grenzverletzungen im Jahr 2022 ausgearbeitet wurde.

In diesem Kodex finden Sie eine Selbstverpflichtung für alle Mitarbeitenden am Fachbereich für einen diskriminierungsfreien Umgang im Alltag.

In diesem Zuge möchten wir auch auf eine frisch veröffentlichte Befragung von Mitarbeitenden und Studierenden an europäischen Hochschulen durch das GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Zusammenarbeit mit der Oxford Brookes University und der Örebro University hinweisen, die aufzeigt, dass nahezu ein Drittel der Befragten geschlechtsbezogene Gewalt in Hochschulen erlebt.

Das Dekaninnenkollegium unseres Fachbereichs bittet deswegen alle Mitarbeitenden, entsprechend sensibel zu sein und hierzu miteinander im Gespräch zu bleiben.

Dem Verhaltenskodex können außerdem Anlauf- und Hilfestellungen entnommen werden, die Sie bei Fällen von Diskriminierung, Grenzverletzungen, sexueller Belästigung oder Mobbing beraten.

FOR 5778:  Macht und Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche - Interdisziplinäre Kritik und Analyse 

Projektbeschreibung

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Das interdisziplinäre Projekt analysiert die Genese, die Konstitution und die Wirkung von Macht und Missbrauch im Kontext der römisch-katholischen Kirche. Ziel ist die Entwicklung einer theologischen Kritik und neuen Theorie der Macht. Das Erkenntnisinteresse gilt dem Zusammenhang sexualisierter Gewalt mit sowohl spezifisch katholischen als auch allgemein intersubjektiven Machtkonstellationen sowie der Verwobenheit individueller Einstellungen mit institutionellen Faktoren. Angestrebt wird eine differenzierte Analyse der in diesem Sinne systemischen Faktoren für den innerkirchlichen Machtmissbrauch. Diese Zielsetzung wird in zwei Forschungsclustern mit je eigenem inhaltlichem Fokus verfolgt: Betroffenenperspektiven, Institutionalisierung und Konstitution von Macht. Gemeinsam ist den Clustern die Orientierung entlang der beiden Frageachsen „Generativität“ und „Gender“. Forschungsdesiderate bestehen aktuell insbesondere im Hinblick auf drei Fragekomplexe: (1) Bedingungen der Verletzlichkeiten von Personen und Systemen, (2) Kritik von Ordnungen und Strukturen der Macht in Institutionen und (3) die theologische Konstitution von Machtungleichgewichten und Machtmissbräuchen. Die Disziplinen Pädagogik, Philosophie und Recht sind entsprechend zentral verankert, politikwissenschaftliche und weitere fachwissenschaftliche Perspektiven werden darüber hinaus einbezogen. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier.  

DFG Förderung

Teilprojekte


Wissen über die  „Dritten" im katholischen Kontext

Das Teilprojekt 1 beschäftigt sich mit Dynamiken von Machtmissbrauch und sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen.

Prof. Sabine Andresen forscht zu Gewalt in Kindheit und Jugend und zur Aufarbeitung sexueller Gewalt. Sie leitete von 2016 bis 2021 die Unabhängige Kommission zur systematischen Aufarbeitung von Kindesmissbrauch und ist seit 2023 Präsidentin des deutschen Kinderschutzbundes. Aktuell ist sie Vizepräsidentin für Chancen, Diversität und Gleichstellung der Goethe-Universität.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Andresen

Dr. Silke Müller 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 1

Einen ausführlichen Lebenslauf mit Publikationsverzeichnis finden Sie auf ORCID, Researchgate sowie academia.

Link zur Webpage Erziehungswissenschaften (folgt)

Prof. Sabine Andresen forscht zu Gewalt in Kindheit und Jugend und zur Aufarbeitung sexueller Gewalt. Sie leitete von 2016 bis 2021 die Unabhängige Kommission zur systematischen Aufarbeitung von Kindesmissbrauch und ist seit 2023 Präsidentin des deutschen Kinderschutzbundes. Aktuell ist sie Vizepräsidentin für Chancen, Diversität und Gleichstellung der Goethe-Universität.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Andresen

Dr. Silke Müller 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 1

Einen ausführlichen Lebenslauf mit Publikationsverzeichnis finden Sie auf ORCID, Researchgate sowie academia.

Link zur Webpage Erziehungswissenschaften (folgt)

Handlungsfähigkeit

Das Teilprojekt 2 beschäftigt sich mit der Verletzlichkeit und Wiederermächtigung in Betroffenenperspektiven.

Prof. Christof Mandry widmet sich im Rahmen der Erforschung von Betroffenenperspektiven insbesondere dem Aspekt der Handlungsfähigkeit (agency) als einer grundlegenden Dimension im Zusammenhang von Macht und Missbrauch.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Mandry

Maria Wißner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 2

Akademischer Werdegang

Studium der Soziologie und Philosophie (B.A. 2020) sowie der Religionswissenschaft (M.A. 2024) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

06/2024 – 09/2025: Referentin bei der katholischen Friedensbewegung pax christi Rhein-Main.

03/2022 – 02/2024: Hilfswissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Religionswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Publikationen (Auswahl)

„Gottfried Simon“. In: Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History, Bd. 22: Central Europe (1800–1914). Leiden/Boston: Brill, 2024. (doi)
„Walther Eickmann“. In: Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History, Bd. 22: Central Europe (1800–1914). Leiden/Boston: Brill, 2024. (doi)

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Macht und Missbrauch in der Katholischen Kirche: Narration, Agency und Tabu in Autobiografien von Betroffenen sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Inhalt

Die Dissertation untersucht autobiografische Texte von Betroffenen sexualisierter Gewalt im Kontext der katholischen Kirche und analysiert, wie das Erlebte narrativ rekonstruiert, verortet und gedeutet wird. Im Zentrum steht die Frage nach Agency: Inwiefern kann autobiografisches Erzählen zur (Re-)Konstruktion von Identität und zur Wiedergewinnung von Handlungsfähigkeit beitragen? Darüber hinaus wird untersucht, welche Rolle Tabus – verstanden als soziale, institutionelle und sprachliche Grenzen des Sagbaren – in diesen Erzählprozessen spielen und wie sie Agency begrenzen oder ermöglichen.

Prof. Christof Mandry widmet sich im Rahmen der Erforschung von Betroffenenperspektiven insbesondere dem Aspekt der Handlungsfähigkeit (agency) als einer grundlegenden Dimension im Zusammenhang von Macht und Missbrauch.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Mandry

Maria Wißner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 2

Akademischer Werdegang

Studium der Soziologie und Philosophie (B.A. 2020) sowie der Religionswissenschaft (M.A. 2024) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

06/2024 – 09/2025: Referentin bei der katholischen Friedensbewegung pax christi Rhein-Main.

03/2022 – 02/2024: Hilfswissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Religionswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Publikationen (Auswahl)

„Gottfried Simon“. In: Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History, Bd. 22: Central Europe (1800–1914). Leiden/Boston: Brill, 2024. (doi)
„Walther Eickmann“. In: Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History, Bd. 22: Central Europe (1800–1914). Leiden/Boston: Brill, 2024. (doi)

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Macht und Missbrauch in der Katholischen Kirche: Narration, Agency und Tabu in Autobiografien von Betroffenen sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Inhalt

Die Dissertation untersucht autobiografische Texte von Betroffenen sexualisierter Gewalt im Kontext der katholischen Kirche und analysiert, wie das Erlebte narrativ rekonstruiert, verortet und gedeutet wird. Im Zentrum steht die Frage nach Agency: Inwiefern kann autobiografisches Erzählen zur (Re-)Konstruktion von Identität und zur Wiedergewinnung von Handlungsfähigkeit beitragen? Darüber hinaus wird untersucht, welche Rolle Tabus – verstanden als soziale, institutionelle und sprachliche Grenzen des Sagbaren – in diesen Erzählprozessen spielen und wie sie Agency begrenzen oder ermöglichen.

Macht fällt nicht vom Himmel

Das Teilprojekt 3 beschäftigt sich mit der Konstruktion klerikaler Macht durch die Gemeinschaft der Gläubigen.

Prof. Annette Langner-Pitschmann reflektiert die Grenzen zwischen theologischer und ideologischer Rede. Sie hat sich mit den Eigenheiten religiöser Urteilsbildungsprozesse und den Vernunftstandards der in demokratische Gesellschaften eingelassenen Verfahren befasst, die zueinander in Spannung stehen.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Langner-Pitschmann


Maria Clara Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 3

Akademischer Werdegang

Studium der Politikwissenschaft und Philosophie (B.A. 2021) sowie der Religionsphilosophie (M.A. 2023) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

2023-2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Drittmittelprojekt der Stiftung Innovation in der Hochschullehre „Digital Teaching and Learning Lab“ (DigiTeLL).

2021-2023: Studentische Hilfskraft an der Professur für Theologie in globalisierter Gegenwart (Prof.in Dr. Annette Langner-Pitschmann), Fachbereich 07, Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Macht, Co-Klerikalismus und Selbstbestimmung in der katholischen Kirche

Inhalt

Das Dissertationsprojekt untersucht Entstehung und Persistenz von Machtstrukturen in der katholischen Kirche, die Machtmissbrauch begünstigen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Phänomen des sogenannten Co-Klerikalismus, verstanden als freiwillige Zuschreibung von Macht an Amtsträger durch Laien. Mittels einer qualitativen empirischen Erhebung werden Selbstbeschreibungen aktiver Kirchenmitglieder analysiert, um Motive, Deutungsschemata und Faktoren zu rekonstruieren, die zum Verzicht auf Selbstbestimmung zugunsten klerikaler Fremdbestimmung führen. Ziel ist es, systemische Sollbruchstellen innerkirchlicher Machtverhältnisse sichtbar zu machen und Handlungsalternativen auf der Mikroebene zu eröffnen.

Prof. Annette Langner-Pitschmann reflektiert die Grenzen zwischen theologischer und ideologischer Rede. Sie hat sich mit den Eigenheiten religiöser Urteilsbildungsprozesse und den Vernunftstandards der in demokratische Gesellschaften eingelassenen Verfahren befasst, die zueinander in Spannung stehen.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Langner-Pitschmann


Maria Clara Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 3

Akademischer Werdegang

Studium der Politikwissenschaft und Philosophie (B.A. 2021) sowie der Religionsphilosophie (M.A. 2023) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

2023-2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Drittmittelprojekt der Stiftung Innovation in der Hochschullehre „Digital Teaching and Learning Lab“ (DigiTeLL).

2021-2023: Studentische Hilfskraft an der Professur für Theologie in globalisierter Gegenwart (Prof.in Dr. Annette Langner-Pitschmann), Fachbereich 07, Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Macht, Co-Klerikalismus und Selbstbestimmung in der katholischen Kirche

Inhalt

Das Dissertationsprojekt untersucht Entstehung und Persistenz von Machtstrukturen in der katholischen Kirche, die Machtmissbrauch begünstigen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Phänomen des sogenannten Co-Klerikalismus, verstanden als freiwillige Zuschreibung von Macht an Amtsträger durch Laien. Mittels einer qualitativen empirischen Erhebung werden Selbstbeschreibungen aktiver Kirchenmitglieder analysiert, um Motive, Deutungsschemata und Faktoren zu rekonstruieren, die zum Verzicht auf Selbstbestimmung zugunsten klerikaler Fremdbestimmung führen. Ziel ist es, systemische Sollbruchstellen innerkirchlicher Machtverhältnisse sichtbar zu machen und Handlungsalternativen auf der Mikroebene zu eröffnen.

Selbstbestimmungsrecht von Religionsgemeinschaften und die Verhinderung von Machtmissbrauch

Das Teilprojekt 4 beschäftigt sich mit dem Selbstbestimmungsrecht von Religionsgemeinschaften und der Verhinderung von Machtmissbrauch.

Prof. Ute Sacksofsky hat einen Forschungsschwerpunkt im Verfassungsrecht, dem Antidiskriminierungsrecht sowie in der rechtlichen Geschlechterforschung. Sie hat sich intensiv mit Fragen der Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, fokussiert auf den rechtlichen Umgang mit Machtasymmetrien befasst, auch in Bezug auf das Religionsverfassungsrecht. Frau Sacksofsky ist Ko-Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Geschlechterforschung und Vizepräsidentin des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Sacksofsky

Asena Karaca

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 4

Akademischer Werdegang

Studium der Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“.
Erstes Staatsexamen 2025.
Seit 10/2024: Zertifikatsprogramm Gender Studies (M.A.) am Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

Seit 01/2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Corporate M&A bei Hogan Lovells LLP, Frankfurt am Main.

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Staatliches Schutzkonzept für die Verhinderung von Machtmissbrauch. Eine Erarbeitung unter Berücksichtigung von Vulnerabilitätsdiskursen im Recht

Inhalt:

Vor dem Hintergrund der grundrechtlichen Schutzpflichtdimension wird erforscht, wie ein staatliches Schutzkonzept zur Verhinderung von Machtmissbrauch in der römisch-katholischen Kirche aussehen kann. Methodisch soll durch die Sichtung, Systematisierung und Entwicklung staatlicher Instrumente erarbeitet werden, wie sexualisierte Gewalt in Machtasymmetrien durch Prozeduralisierung verhindert, erschwert und aufgeklärt werden kann, um den Weg für einen angemessenen und wirksamen Schutz in Institutionen zu bereiten. Dabei wird sich der Frage angenähert, welche Rolle die Verletzlichkeit von (potenziell) Betroffenen in Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen bei der Erarbeitung eines staatlichen Schutzkonzepts einnehmen kann und soll, womit aktuell geführte Vulnerabilitätsdiskurse im Recht aufgegriffen werden.

Prof. Ute Sacksofsky hat einen Forschungsschwerpunkt im Verfassungsrecht, dem Antidiskriminierungsrecht sowie in der rechtlichen Geschlechterforschung. Sie hat sich intensiv mit Fragen der Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, fokussiert auf den rechtlichen Umgang mit Machtasymmetrien befasst, auch in Bezug auf das Religionsverfassungsrecht. Frau Sacksofsky ist Ko-Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Geschlechterforschung und Vizepräsidentin des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Sacksofsky

Asena Karaca

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 4

Akademischer Werdegang

Studium der Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt „Grundlagen des Rechts“.
Erstes Staatsexamen 2025.
Seit 10/2024: Zertifikatsprogramm Gender Studies (M.A.) am Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

Seit 01/2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Corporate M&A bei Hogan Lovells LLP, Frankfurt am Main.

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Staatliches Schutzkonzept für die Verhinderung von Machtmissbrauch. Eine Erarbeitung unter Berücksichtigung von Vulnerabilitätsdiskursen im Recht

Inhalt:

Vor dem Hintergrund der grundrechtlichen Schutzpflichtdimension wird erforscht, wie ein staatliches Schutzkonzept zur Verhinderung von Machtmissbrauch in der römisch-katholischen Kirche aussehen kann. Methodisch soll durch die Sichtung, Systematisierung und Entwicklung staatlicher Instrumente erarbeitet werden, wie sexualisierte Gewalt in Machtasymmetrien durch Prozeduralisierung verhindert, erschwert und aufgeklärt werden kann, um den Weg für einen angemessenen und wirksamen Schutz in Institutionen zu bereiten. Dabei wird sich der Frage angenähert, welche Rolle die Verletzlichkeit von (potenziell) Betroffenen in Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen bei der Erarbeitung eines staatlichen Schutzkonzepts einnehmen kann und soll, womit aktuell geführte Vulnerabilitätsdiskurse im Recht aufgegriffen werden.

Autonomie des Rechts oder ius divinum?

Das Teilprojekt 5 beschäftigt sich mit der Kritik des Naturrechts in machttheoretischer Perspektive.

Prof. Thomas Schmidt nimmt eine Kritik des Naturrechts aus machttheoretischer Perspektive vor.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Schmidt

Dr. Michael Roseneck

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Teilprojekt 5

Akademischer Werdegang

Studium der Empirischen Demokratieforschung (M.A. 2014) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Studium der Religionsphilosophie (M.A. 2019, mit Auszeichnung) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Promotion zum Dr. phil. 2020 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

Seit 2023: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Praktische Philosophie II, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
2022-2025: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Religionsphilosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2014–2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Politische Theorie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Publikationen (Auswahl)

Religiöse Geltungsansprüche und demokratische Deliberation. Baden-Baden: Nomos, 2026.
(mit Annette Langner-Pitschmann und Tobias Müller) Den Diskurs bestreiten. Religion im Spannungsfeld von Erfahrung und Begriff. Baden-Baden: Nomos, 2025.
„Religious reasons and democratic deliberation“. In: Fraternity as an overlooked element of global politics. Abingdon: Routledge, 2025, 55–69.
Zwischen Tradition und Geltung. Baden-Baden: Nomos, 2021.

Forschungsprojekt (Arbeitstitel)

Differenztheorie des Rechts


Inhalt:


Das Forschungsprojekt erarbeitet eine für die Theologie anschlussfähige Rechtstheorie, die das Recht als eigenständige, funktional differenzierte Sphäre begreift. Aus dieser Perspektive wird die Legitimität von Recht nicht aus metaphysischen Ordnungsvorstellungen abgeleitet, sondern aus inklusiven, deliberativen und legalen Verfahren gewonnen. Dadurch werden Risiken naturrechtlich geprägter Machtstrukturen minimiert und der Beitrag des Rechts zu Würde, Frieden und gesellschaftlicher Stabilität hervorgehoben. Religion kann sich in diesem Modell als kritische Stimme im öffentlichen Diskurs neu verorten.Das Forschungsprojekt erarbeitet eine für die Theologie anschlussfähige Rechtstheorie, die das Recht als eigenständige, funktional differenzierte Sphäre begreift. Aus dieser Perspektive wird die Legitimität von Recht nicht aus metaphysischen Ordnungsvorstellungen abgeleitet, sondern aus inklusiven, deliberativen und legalen Verfahren gewonnen. Dadurch werden Risiken naturrechtlich geprägter Machtstrukturen minimiert und der Beitrag des Rechts zu Würde, Frieden und gesellschaftlicher Stabilität hervorgehoben. Religion kann sich in diesem Modell als kritische Stimme im öffentlichen Diskurs neu verorten.

Prof. Thomas Schmidt nimmt eine Kritik des Naturrechts aus machttheoretischer Perspektive vor.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.


Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Schmidt

Dr. Michael Roseneck

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Teilprojekt 5

Akademischer Werdegang

Studium der Empirischen Demokratieforschung (M.A. 2014) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Studium der Religionsphilosophie (M.A. 2019, mit Auszeichnung) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Promotion zum Dr. phil. 2020 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

Seit 2023: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Praktische Philosophie II, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
2022-2025: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Religionsphilosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2014–2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Politische Theorie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Publikationen (Auswahl)

Religiöse Geltungsansprüche und demokratische Deliberation. Baden-Baden: Nomos, 2026.
(mit Annette Langner-Pitschmann und Tobias Müller) Den Diskurs bestreiten. Religion im Spannungsfeld von Erfahrung und Begriff. Baden-Baden: Nomos, 2025.
„Religious reasons and democratic deliberation“. In: Fraternity as an overlooked element of global politics. Abingdon: Routledge, 2025, 55–69.
Zwischen Tradition und Geltung. Baden-Baden: Nomos, 2021.

Forschungsprojekt (Arbeitstitel)

Differenztheorie des Rechts


Inhalt:


Das Forschungsprojekt erarbeitet eine für die Theologie anschlussfähige Rechtstheorie, die das Recht als eigenständige, funktional differenzierte Sphäre begreift. Aus dieser Perspektive wird die Legitimität von Recht nicht aus metaphysischen Ordnungsvorstellungen abgeleitet, sondern aus inklusiven, deliberativen und legalen Verfahren gewonnen. Dadurch werden Risiken naturrechtlich geprägter Machtstrukturen minimiert und der Beitrag des Rechts zu Würde, Frieden und gesellschaftlicher Stabilität hervorgehoben. Religion kann sich in diesem Modell als kritische Stimme im öffentlichen Diskurs neu verorten.Das Forschungsprojekt erarbeitet eine für die Theologie anschlussfähige Rechtstheorie, die das Recht als eigenständige, funktional differenzierte Sphäre begreift. Aus dieser Perspektive wird die Legitimität von Recht nicht aus metaphysischen Ordnungsvorstellungen abgeleitet, sondern aus inklusiven, deliberativen und legalen Verfahren gewonnen. Dadurch werden Risiken naturrechtlich geprägter Machtstrukturen minimiert und der Beitrag des Rechts zu Würde, Frieden und gesellschaftlicher Stabilität hervorgehoben. Religion kann sich in diesem Modell als kritische Stimme im öffentlichen Diskurs neu verorten.

Zur Macht von Geschlechterordnungen

Das Teilprojekt 6 beschäftigt sich mit feministischer Kritik im Kontext römisch-katholischer theologischer Reformen seit 2010.

Prof. Anja Middelbeck-Varwick fragt im Kontext von Gender-Studies und interkultureller Theorie nach Macht-Faktoren, die sexualisierte Gewalt und geschlechtsspezifische Diskriminierungen begünstigen.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.



Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Middelbeck-Varwick

Laura Schlösser

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 6

Akademischer Werdegang

Studium der Angewandten Theologie und Religionspädagogik (B.A. 2023) an der Katholischen Hochschule Freiburg.
Studium der Katholischen Theologie (Magister 2025) an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

05/2025 – 10/2025: Referentin der Hauptabteilung Pastoral des Bistums Erfurt.

06/2023 – 10/2025: Studentische Mitarbeiterin am Institut für Ökumene und Interreligiöse Forschung, Universität Tübingen.
Stipendiatin der Bischöflichen Studienförderung des Cusanuswerks e. V.

Publikationen (Auswahl)

Schlösser, Laura; Bartholomé, Christina; Kannegießer, Clemes, Erstarken von Rechts – Was tun in Kirche?, https://y-nachten.de/2024/05/erstarken-von-rechts-was-tun-in-der-kirche/ (06.05.2024).

Schlösser, Laura, Neue Generation – Neues Hinterfragen, in: Zentrum für Berufungspastoral, Werkheft Nr. 60 (05/2022).

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Zur Macht von Geschlechterordnungen – Feministische Kritik römisch-katholischer theologischer Reformen seit 2010

Inhat:

Auf das Öffentlichwerden einer Vielzahl von Missbrauchsfällen innerhalb der römisch-katholischen Kirche seit dem Jahr 2010 und dem Erkennen eines strukturellen Missbrauchsskandals, folgte innerhalb jener eine multidimensionale Krise. Daraufhin formulierte theologische und innerkirchliche Reformforderungen zeigen eine großflächige Kritik an missbrauchs- und machtbegünstigenden kirchlichen Strukturen, in der die Dimension Geschlecht und Gender zentral wird. Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die Thematik der Geschlechterordnungen in ihrer Relevanz für die Macht- und Missbrauchsthematik in Rückblick auf die jüngste kirchliche Praxis aufzuzeigen und anhand einer Konkretisierung von Generativität und Gender den Begriff der Macht neu auszuformulieren.

Prof. Anja Middelbeck-Varwick fragt im Kontext von Gender-Studies und interkultureller Theorie nach Macht-Faktoren, die sexualisierte Gewalt und geschlechtsspezifische Diskriminierungen begünstigen.

Ausführlichere Angaben zur Person finden Sie hier.



Eine detaillierte Projektbeschreibung ist hier zu finden: Teilprojekt Middelbeck-Varwick

Laura Schlösser

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Teilprojekt 6

Akademischer Werdegang

Studium der Angewandten Theologie und Religionspädagogik (B.A. 2023) an der Katholischen Hochschule Freiburg.
Studium der Katholischen Theologie (Magister 2025) an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Wissenschaftliche und berufliche Laufbahn

05/2025 – 10/2025: Referentin der Hauptabteilung Pastoral des Bistums Erfurt.

06/2023 – 10/2025: Studentische Mitarbeiterin am Institut für Ökumene und Interreligiöse Forschung, Universität Tübingen.
Stipendiatin der Bischöflichen Studienförderung des Cusanuswerks e. V.

Publikationen (Auswahl)

Schlösser, Laura; Bartholomé, Christina; Kannegießer, Clemes, Erstarken von Rechts – Was tun in Kirche?, https://y-nachten.de/2024/05/erstarken-von-rechts-was-tun-in-der-kirche/ (06.05.2024).

Schlösser, Laura, Neue Generation – Neues Hinterfragen, in: Zentrum für Berufungspastoral, Werkheft Nr. 60 (05/2022).

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel)

Zur Macht von Geschlechterordnungen – Feministische Kritik römisch-katholischer theologischer Reformen seit 2010

Inhat:

Auf das Öffentlichwerden einer Vielzahl von Missbrauchsfällen innerhalb der römisch-katholischen Kirche seit dem Jahr 2010 und dem Erkennen eines strukturellen Missbrauchsskandals, folgte innerhalb jener eine multidimensionale Krise. Daraufhin formulierte theologische und innerkirchliche Reformforderungen zeigen eine großflächige Kritik an missbrauchs- und machtbegünstigenden kirchlichen Strukturen, in der die Dimension Geschlecht und Gender zentral wird. Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die Thematik der Geschlechterordnungen in ihrer Relevanz für die Macht- und Missbrauchsthematik in Rückblick auf die jüngste kirchliche Praxis aufzuzeigen und anhand einer Konkretisierung von Generativität und Gender den Begriff der Macht neu auszuformulieren.

Veröffentlichungen



News-Archiv

Vergangene Veranstaltungen

MuM Workshop

​Machtstrukturen und Machtmissbrauch im Hochschulkontext

Am 19.11.2025 fand ein Workshop für Wissenschaftliche Mitarbeitende am Fachbereich 07 statt, bei dem es um Machtstrukturen und Machtmissbrauch im Hochschulkontext ging. Gemeinsam wurde die Frage diskutiert, was Machtmissbrauch ist und wo er beginnt und anhand von Fallbeispielen veranschaulicht. In dem Zusammenhang wurden Handlungsoptionen ausgelotet und mögliche Anlaufstellen besprochen. Der Fachbereich bedankt sich beim Büro für Chancengerechtigkeit der Goethe Universität  für den gelungenen Workshop zu diesem wichtigen Thema.
MuM Lehre

Im Wintersemester 2023 und im Sommersemester 2024 fand das von Prof. Wustmans und Dr. Reisinger geführte Seminar "Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" im Rahmen der Lehrausbildung für Bachelor- und Lehramtsstudierene statt. Über einen Zeitraum von vier Samstagen wurden die Studierenden unterrichtet. Der Blick ging dabei auf die MHG Studie zu Machtmissbrauch im Klerikalismus und auf die Vorgänge in der Odenwaldschule ein.

Early Career Researchers Workshops

Am Fachbereich Katholische Theologie finden im kommenden Winter drei Early Career Reserachers Workshops statt. Diese dauern jeweils 1,5 Tage und bestehen sowohl aus Präsentationen von ECRs und PI-Beiträgen und werden voraussichtlich auch internationale Key Notes umfassen.

Folgende Workshops werden in diesem Zuge angeboten:

  • 3./4. November 2022: Thema Macht in der Missbrauchsforschung: phänomenologisch, methodisch und forschungsethisch
  • 8./9. Dezember: Partizipative Forschung – Einbeziehen von Betroffenen

"On violence and power": Vorlesung Theologie interkulturell

Im Rahmen unseres Schwerpunktes „Theologie interkulturell“ begrüßen wir sehr herzlich Frau Prof.'in Dr.'in Josée Ngalula aus Kinshasa (DR Kongo) als Gastprofessorin an unserem Fachbereich!

Die Eröffnungsvorlesung unter dem Titel "On violence and power. Theological perspectives in African Church context" findet am Dienstag, den 25.10.2022 von 18-20 Uhr (c.t.) in Raum NG 1.731 statt, im Anschluss findet ein kleiner Umtrunk statt.

Folgende drei Veranstaltungen werden im Rahmen der Gastprofessur an unserem Fachbereich angeboten:

Professorin Ngalula ist Ordensschwester der Sisters of Saint Andrew, hat an der Katholischen Universität von Lyon in der Theologie promoviert und lebt in Kinshasa, Kongo. Dort lehrt sie an der Katholischen Universität. Am FB 07 werden neben ihrer Vorlesung  "On violence and power, Theological perspectives in African Church context" zwei weitere Seminare von ihr angeboten werden:  "Rape as a weapon of war" und "New religious movements of Africa exported to Europe".

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Workshops: Narratives and Narrativity in the Study of Violence

Am 3. und 4. November sowie am 8. und 9. Dezember finden zwei Workshops im Rahmen des Forschungsprojekts Macht und Missbrauch statt, die sich mit den Erzählungen befassen, in denen von Gewalt und Missbrauch berichtet wird und die eine tragende Rolle in diesem Forschungsbereich spielen:

Workshop I: The Role of Narrativity in the Study of Violence (Nov. 3-4, 2022),

Workshop II: Factual and Fictional Narratives of Violence – Conceptual and Ethical Issues in an Interdisciplinary Perspective (Dec. 8-9, 2022).

Den Call for Papers finden Sie hier.

Informationen zu den Workshops finden Sie auch auf der Website, die weiter ergänzt werden wird.

Am 10.12.2021 fand am Fachbereich Katholische Theologie die internationale Tagung „Macht. Missbrauch. Dokumente“ statt. Referiert haben hierzu renommierte Forscher*innen, Archivare und Betroffene. Anhand von Texten und Dokumenten wurden unterschiedliche Methoden des Umgangs mit Primärquellen und publizierten Quellen dargestellt und damit jeweils einhergehende Machtpositionen kritisch reflektiert.

Im Umgang mit Dokumenten wurde nicht nur über erkenntnistheoretische (Stichwort „Pakt zwischen Leser und Autor“), sondern auch über gesellschaftliche Prämissen diskutiert. Machtgefälle kommen schon im Vorfeld der Entstehung von Dokumenten zum Tragen und wirken sich in Fragen des Zugangs und der Lektüre aus. Ein Blick in die Archivwirklichkeiten hat gezeigt, dass hierfür ein grundlegendes Wissen um Archivierung und teils ein detektivisches Gespür notwendig ist. Aus Betroffenenperspektive wurde deutlich formuliert, welche Auswirkung eine inkorrekte Aktenführung auf traumatisierte Menschen haben kann.

Der Blick aus den USA offenbarte die große Diskrepanz zwischen dem europäischen und amerikanischen Rechtsraum. Hier wurde auch deutlich, in welche Richtung die nächsten notwendigen Schritte in der Frage nach dem Zugang zu und im Umgang mit einschlägigen Quellen führen können.

Die zwischen Forschung und Aufarbeitung entstehende Spannung birgt ein großes Potential für die Entwicklung anderer Perspektiven und der Austausch zu dieser Thematik wird am Fachbereich zeitnah fortgesetzt werden. 

In den Medien wurde unsere Tagung auf katholisch.de aufgenommen.

Das vollständige Programm können Sie dem Veranstaltungsflyer entnehmen.

Interne Schulung zu Antidiskriminierung und Vermeiden von Grenzverletzungen

Der Fachbereich Katholische Theologie hat am Mittwoch, den 27. April 2022 eine fachbereichsinterne Schulung für alle Mitarbeitenden zum Thema Antidiskriminierung und Vermeiden von Grenzverletzungen im Hochschulkontext angeboten. 

Der Schulungstag umfasste verschiedene Segmente, die sich auch speziell an das Professorium bzw. den akademischen Mittelbau richteten und von Frau Dr. Sabine Blackmore, Coach im Bereich Wissenschaft und Gleichstellung, begleitet wurden. In den geschützten Räumen konnten die Mitglieder der Statusgruppen sich mit der Verantwortung als Lehrpersonen in Seminar- oder Prüfungskontexten auseinandersetzen und sich untereinander über Prüfungs-, Lehr- und Lernsituationen austauschen. 

Auf Grundlage der Ergebnisse der Diskussionen und Erkenntnisse aus dem Schulungstag werden die Mitglieder des Fachbereichs in den kommenden Wochen Punkte für eine fachbereichsweite Leitlinie zum diskriminierungsfreien Lehren erarbeiten.

Theologischer Filmthementag Gender & Diversity

Der Thementag Gender & Diversity der Fachbereiche 06 und 07, veranstaltet durch die Gleichstellungsbeauftragten der Fachbereiche, beschäftigte sich am Mittwoch, 22. Januar 2020 mit dem Thema Missbrauchsaufklärung.

Dazu wurde der Film „Spotlight“ aus dem Jahr 2015 gezeigt. Das Thema des Films ist die Aufklärung des großen Missbrauchsskandals in Boston. Anschließend fand eine Diskussion zum Thema statt.

Hier finden Sie den deutschen Trailer zum Film.

Vorträge der vergangenen Tagungen:

Mit einem Klick auf die jeweilige Tagung kommen Sie auf die Youtube-Playlist mit den Vorträgen und Podiumsdiskussionen der Veranstaltung.


Stellungnahme: Der Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität hat sich entschlossen, mit der untenstehenden Erklärung auf die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche zu reagieren. Er sieht sich damit in enger Verbindung mit der Initiative von neun Unterzeichnenden eines am 3. Februar 2019 veröffentlichtenoffenen Briefs an Kardinal Reinhard Marx. Dass Papst Franziskus im Herbst 2018 die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen zu einer Sonderkonferenz am 21.–24. Februar 2019 in Rom eingeladen hat, um mit ihnen über die Missbrauchsfälle zu beraten, ist ein notwendiger Schritt. 

Der Fachbereich hat sich entschlossen, in der Vielfalt seiner Fächer und die Kooperation mit nichttheologischen Fächern suchend das Thema der Macht und ihres Missbrauchs ins Zentrum von Forschung und Lehre zu rücken.