Fachbereich 07 - Katholische Theologie

Reaktionen auf Missbrauchsgutachten

Dr. Doris Reisinger, die am Fachbereich Katholische Theologie im Forschungsschwerpunkt Macht und Missbrauch arbeitet, hat in verschiedenen Medien auf die Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens zur Erzdiözese München-Freising reagiert, das am 20. Januar 2022 veröffentlicht wurde.

Interview mit Deutschlandfunk Kultur

Interview in der Frankfurter Rundschau

Beitrag im Magazin Hohe Luft

​Solidarität  mit der Initiative „#OutInChurch – für eine Kirche ohne Angst“

Der Fachbereich Katholische Theologie solidarisiert sich mit der Initiative „#OutInChurch – für eine Kirche ohne Angst“. 


Wir schließen uns der gemeinsamen Erklärung katholischer Verbände und Organisationen an, die u.a. vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und AGENDA, dem Forum katholischer Theologinnen, unterzeichnet und veröffentlicht wurde. Das Outing vieler Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlicher der katholischen Kirche ist ein mutiger und wichtiger Schritt. Der Fachbereich Katholische Theologie steht für Geschlechtergerechtigkeit und eine Kultur der Toleranz und Diversität und positioniert sich entsprechend im wissenschaftlichen Diskurs.

Webseite der Initiative #OutInChurch

Gemeinsame Erklärung katholischer Verbände und Organisationen

Einladung zur Ringvorlesung Thi

Am 01. Februar findet die siebte Veranstaltung der Ringvorlesung "Querschnitte. Theologie interkulturell angesichts aktueller globaler Herausforderungen" statt. Vortragende ist Judith Gruber (Professorin für Systematische Theologie an der Katholischen Universität Leuven), die zum Thema „Weiße Unschuld / Weiße Vorherrschaft. Überlegungen zu den theo-politischen Überschneidungen von europäischen Rassen- und Erlösungsdiskursen“ sprechen wird.

Die Veranstaltung findet digital statt. Dem Vortrag können Sie über den Livestream auf der YouTube Seite des Fachbereichs 07 folgen: FB 07 Katholische Theologie - Goethe Uni Frankfurt YouTube

Im Anschluss sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, digital an der Diskussion teilzunehmen. Hierfür steht ab 17 Uhr dieser Zoom-Raum für Sie bereit.

Meeting-ID: 962 0759 1569

Kenncode: KZ8YpE

Eine Übersicht der Vorlesungsreihe aller Vorträge finden Sie auf dem Flyer zur Ringvorlesung.

Uhrzeit: 16-18 Uhr c.t.

Ort: IG-Farben Nebengebäude 1.741 A

Die Ringvorlesung trägt zum Programm der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Dynamiken des Religiösen" (DynRel) der Goethe-Universität bei.


Tagung zu Primärquellen in der Missbrauchsforschung

Am 10.12. fand am Fachbereich Katholische Theologie die internationale Tagung „Macht. Missbrauch. Dokumente“ statt. Referiert haben hierzu renommierte Forscher*innen, Archivare und Betroffene. Anhand von Texten und Dokumenten wurden unterschiedliche Methoden des Umgangs mit Primärquellen und publizierten Quellen dargestellt und damit jeweils einhergehende Machtpositionen kritisch reflektiert.

Im Umgang mit Dokumenten wurde nicht nur über erkenntnistheoretische (Stichwort „Pakt zwischen Leser und Autor“), sondern auch über gesellschaftliche Prämissen diskutiert. Machtgefälle kommen schon im Vorfeld der Entstehung von Dokumenten zum Tragen und wirken sich in Fragen des Zugangs und der Lektüre aus. Ein Blick in die Archivwirklichkeiten hat gezeigt, dass hierfür ein grundlegendes Wissen um Archivierung und teils ein detektivisches Gespür notwendig ist. Aus Betroffenenperspektive wurde deutlich formuliert, welche Auswirkung eine inkorrekte Aktenführung auf traumatisierte Menschen haben kann.

Der Blick aus den USA offenbarte die große Diskrepanz zwischen dem europäischen und amerikanischen Rechtsraum. Hier wurde auch deutlich, in welche Richtung die nächsten notwendigen Schritte in der Frage nach dem Zugang zu und im Umgang mit einschlägigen Quellen führen können.

Die zwischen Forschung und Aufarbeitung entstehende Spannung birgt ein großes Potential für die Entwicklung anderer Perspektiven und der Austausch zu dieser Thematik wird am Fachbereich zeitnah fortgesetzt werden. 

In den Medien wurde unsere Tagung auf katholisch.de aufgenommen.

Das vollständige Programm können Sie dem Veranstaltungsflyer entnehmen.

Die Ausstellung zur Tagung ist noch bis zum 31. Dezember einsehbar.

Kirchliche Stimmen zur Impfpflicht

In einem Interview mit der katholischen Nachrichtenagentur KANN hat sich Dekan Prof. Dr. Christof Mandry in der Diskussion um eine allgemeinen Impfpflicht zu Wort gemeldet. Angesichts der sich immer weiter zuspitzenden Lage und nach Abwägung unterschiedlicher Güter hält er die allgemeine Impfpflicht in der Pandemie für ethisch vertretbar.

Den vollständigen Artikel mit weiteren Stellungnahmen zur Impflicht von Vertreter*innen aus Moraltheologie und Sozialethik finden Sie unter katholisch.de.

Jürgen Habermas wird der Tutzinger Löwe verliehen

Jürgen Habermas wurde in der vergangenen Woche mit dem Tutzinger Löwen, einem Preis der Evangelischen Kirche Deutschland, ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine jüngste Veröffentlichung „Auch eine Geschichte der Philosophie“.

An der Feier anlässlich der Würdigung nahmen neben Prof. Dr. Jürgen Habermas neben anderen Wissenschaftler*innen und ehemaligen Doktorand*innen von Habermas auch Prof. Dr. Thomas M. Schmidt, Professor für Religionsphilosophie am Fachbereich Katholische Theologie teil.

Einen Bericht über die Preisverleihung von Jörg Später aus der taz können Sie hier nachlesen.
Einen Bericht aus der Frankfurter Allgemeinen von Miguel De La Riva finden Sie hier.

Kooperationen Theologie interkulturell

Schwerpunkt Asien

Die Religionswissenschaften des Fachbereich Katholische Theologie konzentrieren sich seit langem auf die Religionen Südasiens, bieten regelmäßig Seminare an und organisieren Konferenzen und Feldstudien über religiöse Traditionen mit Ursprung in Indien: Hinduismus (Vishnu, Shiva, Devī-Traditionen), Buddhismus, Jainismus, Sikhismus.

Studenten der Religionswissenschaften mit Schwerpunkt auf indischen Religionen haben die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem Institut für vergleichende Sprachwissenschaft (Fachbereich 09 Sprach- und Kulturwissenschaften) Sanskrit, Vedisch, Pali, Ardhamagadhi, Hindi zu lernen.

Neben dem systematischen und historischen Überblick liegt unser Schwerpunkt auf der Dynamik von Zusammenflüssen, Interaktionen und Differenzierungen sowie dem interreligiösen Dialog zwischen indischen Traditionen, dem Islam und dem Christentum in Europa und in Südasien.

 Indische Generalkonsulin am Fachbereich

Die indische Generalkonsulin, Frau Parkar, hat am 17. Januar 2020 den Fachbereich besucht, um sich über die Interfaith-Studies zu informieren. Bei dem Treffen wurden weitere Kooperationsmöglichkeiten hinsichtlich des Forschungsschwerpunktes Asian Theology ausgelotet. Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Zusammenarbeit!

Auf dem Foto sind v.l.n.r. zu sehen: Herr Sikand, Frau Prof.'in Dr. Middelbeck-Varwick, die indische Generalkonsulin Frau Parkar, Dekan Herr Prof. Dr. Thomas M. Schmidt

Tagung "Celebrating 550. Birthday of Guru Nanak"

von links: Dekan Prof. Schmidt, indische Generalkonsulin Ms. Parkar, Vizepräsident van Dick und Prof. Sikand

Am 5. Juni besuchte die indische Generalkonsulin Pratibha Parkar sowie der indische Generalkonsul Chauhan den Fachbereich Katholische Theologie, um über gemeinsame Kooperationen zu sprechen.
Frau Parkar wird am Pfingstwochenende auf der Konferenz anlässlich des 550.Geburtstag von Guru Nanak einen Vortrag mit dem Titel "Why India is Celebrating Worldwide the Philosophy of Guru Nanak" halten.

Gastprofessur von Prof. Dr. Felix Wilfred (Indien)

Im Rahmen der Vorlesungsreihe Theologie interkulturell war Prof. Dr. Felix Wilfred zu Gast. Das Thema seiner Vorlesung lautete "Wandel religiöser Identitäten in einer globalisierten Welt. Annäherung in indisch-interkultureller Perspektive". Unter diesem Titel ist eine Publikation in Vorbereitung.

Hier finden Sie das Plakat mit den einzelnen Vorlesungsinhalten.


Buddha-Pilgerreise

Im Frühjahr 2015 fand dieFeldstudienreise "Buddha-Pilgerreise - Buddha Yatra" nach Nordindien und Nepal in Zusammenarbeit mit dem Institut für vergleichende Sprachwissenschaft (Fachbereich 09) statt.

Forschungsschwerpunkt Macht und Missbrauch

Vorbemerkung. Der Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität hat sich entschlossen, mit der untenstehenden Erklärung auf die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche zu reagieren. Er sieht sich damit in enger Verbindung mit der Initiative von neun Unterzeichnenden eines am 3. Februar 2019 veröffentlichtenoffenen Briefs an Kardinal Reinhard Marx. Dass Papst Franziskus im Herbst 2018 die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen zu einer Sonderkonferenz am 21.–24. Februar 2019 in Rom eingeladen hat, um mit ihnen über die Missbrauchsfälle zu beraten, ist ein notwendiger Schritt. Der Fachbereich hat sich entschlossen, in der Vielfalt seiner Fächer und die Kooperation mit nichttheologischen Fächern suchend das Thema der Macht und ihres Missbrauchs ins Zentrum von Forschung und Lehre zu rücken.