Rassismus und Antisemitismus entgegenwirken

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In einer Welt, in der Rassismus und Antisemitismus immer noch tief verwurzelte Probleme darstellen, ist es wichtig, sichtbar Stellung zu beziehen. Universitäten als Mikrokosmos der Gesellschaft spiegeln ihre Vielfalt, aber auch ihre Konflikte wider, daher müssen wir aktiv gegen Rassismus und Antisemitismus vorgehen. Als Bildungsinstitution stehen wir in der Verantwortung, Werte wie kritisches Denken, Empathie und Toleranz zu vermitteln. Die Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus ist Teil des Bildungsauftrags. Als Goethe-Universität wollen wir ein wertschätzendes und sicheres Umfeld für Studierende, Beschäftigte und Gäste gewährleisten, in dem alle ungeachtet ihrer Herkunft und Religion frei von Rassismus und Antisemitismus lernen und arbeiten können.

Die Goethe-Universität verpflichtet sich in ihrem Leitbild entschieden gegen Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus und verfolgt gemäß ihrer Antidiskriminierungsrichtlinie das Ziel, jede Form von Diskriminierung zu verhindern oder zu beseitigen.

Projekt: Rassismus und Antisemitismus Entgegenwirken

Das Projekt „Rassismus und Antisemitismus entgegenwirken“ bündelt die Maßnahmen der Goethe-Universität zur Prävention, Intervention und strukturellen Bearbeitung von Antisemitismus und Rassismus. Es ist im Arbeitsbereich Diversity Policies des Büros für Chancengerechtigkeit verortet und Teil des Aktionsplans Chancengerechtigkeit (APC). Ergänzend fließen Mittel aus QSL sowie weiteren Förderlinien ein.

Ziel des Projekts ist die nachhaltige Stärkung einer diskriminierungskritischen, sicheren und solidarischen Hochschulkultur. Dafür verbindet das Projekt Bildungsarbeit, Beratung, Forschung, institutionelle Kooperationen und strukturelle Qualitätsentwicklung.

Ein zentraler Baustein innerhalb des Projekts sind die QuIS-Basismittel Antisemitismusprävention (2026–2031). Sie ermöglichen insbesondere:

  • die Verstetigung und den Ausbau antisemitismuskritischer Präventionsarbeit,
  • die Förderung von Forschung und studentischem Engagement (u. a. über einen Fonds),
  • die Stärkung von Beratungs- und Unterstützungsstrukturen,
  • sowie die institutionelle Vernetzung mit jüdischen Organisationen und Fachstellen.

Vergangene Veranstaltungen

Wo Kritik endet: Israelbezogener Antisemitismus (Online-Workshop an der Hochschule Darmstadt) | 13.02.2026 

Antisemitismus begegnet uns auch im Hochschulalltag – manchmal offen, oft jedoch subtil und schwer erkennbar.

Im Workshop werden aktuelle Formen des israelbezogenen Antisemitismus beleuchtet. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, woran er erkennbar ist und wie er von legitimer Kritik an der Politik Israels unterschieden werden kann. Gemeinsam schauen wir hin, ordnen ein und diskutieren, wie wir an der Hochschule sensibel, informiert und handlungsfähig bleiben können.

Der Workshop richtet sich an Studierende und Mitarbeitende aller Fachrichtungen.

Datum und Uhrzeit: 13. Februar 2026, 14:00 - 16:00 Uhr

Leitung: Anika Schleinzer
(Phänomenbereichsübergreifende wissenschaftliche Analysestelle Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit am LfV Hessen)

Begrüßung: Präsident Prof. Dr. Arnd Steinmetz

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zoom-Link: https://h-da-de.zoom.us/meetings/63725477873/invitations?signature=4-tZWCTq7og-3TbUAbh9RsYLTdKvg6zV48akEnve5_I

Koordinationsstelle für Migrationsforschung, Antidiskriminierung, (Anti-)Rassismus und postkolonialer Forschung am Cornelia-Goethe-Centrum

Am Cornelia-Goethe-Centrum angesiedelt werden seit April 2024 Forschungsvorhaben der Goethe-Universität in den Bereichen Migrationsforschung, Antidiskriminierung, (Anti-)Rassismus und postkoloniale Forschung unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht gebündelt, vernetzt und in die Öffentlichkeit kommuniziert. 

In einer Welt, in der Rassismus und Antisemitismus nach wie vor tief verwurzelte Probleme sind, ist es entscheidend, sichtbar Stellung zu beziehen. Universitäten, als Spiegelbild der Gesellschaft, tragen nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Konflikte in sich. Daher ist es unsere Pflicht, aktiv gegen Rassismus und Antisemitismus vorzugehen.

Als Bildungsinstitution haben wir die Verantwortung, Werte wie kritisches Denken, Empathie und Toleranz zu fördern. Aus diesem Grund veranstalten wir im November die „Universitätsweiten Wochen gegen Rassismus und Antisemitismus“. Gemeinsam möchten wir Diskursräume eröffnen und in den Austausch kommen. 

Die Initiative zu dieser Veranstaltung speist sich aus der in ihrem Leitbild und der Antidiskriminierungsrichtlinie zum Ausdruck gebrachten Haltung: Die Goethe Universität wendet sich gegen Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus und ergreift Maßnahmen gegen jede Form der Diskriminierung.

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Zertifizierter Workshop für Lehrende von der Jüdischen Akademie mit dem Büro für Chancengerechtigkeit und IKH

Antisemitismus ist ein historisch wandelbares Phänomen, dessen vielfältige Erscheinungsformen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten erkannt werden müssen, um ihn erfolgreich zu bekämpfen. Angesichts der Bedrohungslage seit dem 7. Oktober 2023 ist entschlossenes Handeln gegen Antisemitismus besonders dringlich. Professionelle antisemitismuskritische Bildung zielt  primär weder auf die Wissensvermittlung über die Shoah oder das Judentum ab, noch auf eine moralische Beschämung. Stattdessen analysiert sie, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Antisemitismus als projektives Denken und fokussiert auf die Mechanismen und Funktionen von Zuschreibungen gegenüber Jüdinnen und Juden. 

Gemeinsam mit der Jüdischen Akademie, dem Büro für Chancengerechtigkeit und dem Interdisziplinären Kolleg für Hochschuldidaktik veranstalten wir dieses Jahr einen zertifizierten Studientag zu antisemitismuskritischer Hochschullehre für Lehrende der Goethe-Universität. 

Dieser Workshop vermittelt fachdidaktisches und pädagogisches Wissen sowie zentrale Kompetenzen für eine antisemitismuskritische Hochschullehre. Dabei kommen vielfältige didaktische und methodische Zugänge zum Einsatz, die sowohl Wissensvermittlung und Selbstreflexion fördern – etwa zur eigenen Haltung, zu Wahrnehmungsdiskrepanzen und zum Umgang mit Ambivalenzen in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit und Lehre. 

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Das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt lädt zu einer Tagung ein, die Ansätze zur Antisemitismusprävention im Sport beleuchtet und fragt, welche Impulse sich auf die Universität übertragen lassen. Das Programm umfasst eine Einführung, Workshops und eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Anmeldung mit Angabe der Workshoppräferenz bis 10. Oktober 2025. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Empowerment-Team von OFEK e.V. lädt jüdische Studierende bzw. Studierende mit jüdischer Familiengeschichte in Hessen zu einem Retreat ein, das Begegnung, Kreativität und kollektive Stärkung fördert. Das Wochenende findet in einem geschützten Bildungshaus in Hessen statt, inklusive angeleiteter Sessions, Zeit für Rückzug und koscherer Vollverpflegung. Anmeldung bis 05. Oktober 2025. Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.


Die Jüdischen Akademie, das Büro für Chancengerechtigkeit und das Interdisziplinäre Kolleg für Hochschuldidaktik veranstaltet dieses Jahr einen zertifizierten Studientag zu antisemitismuskritischer Hochschullehre für Lehrende der Goethe-Universität.
Weitere Informationen finden Sie hier

Wie lassen sich das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Wissenschaftsfreiheit mit dem Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung unter Aspekten von Class, Race, Gender, Ability und Age vereinbaren? Wie verhält sich Wissenschaftsfreiheit zu Meinungsfreiheit?  Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Ringvorlesung wurde am ISKRI von Prof. Dr. Armina Omerika und Prof. Dr. Bekim Agai organisiert.

Der Austauschraum fand digital und in deutscher Lautsprache statt und wurde von zwei Personen aus dem Berater*innen bzw. dem psychologischen Team von OFEK e.V. moderiert. (Anmeldeschluss am 20.06.2025) Weitere Informationen finden Sie hier

Die Ringvorlesung wird gemeinsam vom FB Erziehungswissenschaften und dem Zentralrat der Juden in Deutschland veranstaltet. Weitere Informationen finden Sie hier. (Flyer als pdf).

A conversation with zethu Matebeni, Justine Müssig, Yamrot Elisabeth Neway, Ruth Ngombo and Amara Oelmann

The event is part of the lecture series Postcolonial Critiques & Decolonial Perspectives organized by KriSol, FG DeKolonial* and the Chair of Culture and Migratio at the GU Frankfurt. 

Date and Time: January 30th, 16:00 - 18:00

Place: Room SH 5.101, Max-Horkheimer-Str. 4, Campus Westend

Angela Davis Gastprofessur im Sommersemester 2024

Die Angela-Davis-Gastprofessur für internationale Gender und Diversity Studies dient der Förderung internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit im Bereich Gender und Diversity und ist am Cornelia-Gothe-Centrum angesiedelt.

Die Gastprofessur wird in regelmäßigen Abständen mit eine*r international renommierten Frauen- und Geschlechterforscher*in besetzt. Diesen Sommer wird die Professur auch einen Forschungsschwerpunkt auf das Thema Rassismus(kritik) legen.

Öffentliche Ringvorlesung "Wie (un-)politisch ist die Universität? Vortragsreihe zu Erinnerungskultur, Antisemitismus und Demokratie" (28.05.24 bis 09.07.2024)

Entlang der drei Forschungsfelder Erinnerungskultur, Antisemitismus und Demokratie veranstalten die Goethe-Universität, der Fachbereich Erziehungswissenschaften und die Jüdische Akademie des Zentralrats der Juden in Deutschland eine öffentliche Ringvorlesung mit renommierten Expert*innen. Die Vorträge finden jeweils dienstags von 18 – 20 Uhr auf dem Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 5, Hörsaalzentrum HZ 6, statt. Weitere Infos und das Programm finden Sie hier.

Diversity-Tag 2024

Unter dem Motto "Interdisziplinäre Perspektiven auf Intersektionalität" laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns den bundesweiten Diversity-Tag 2024 zu begehen. Am 28.05.2024 finden ein Vortrag und ein Podiumsgespräch mit Dr. Rena Onat, Rabia Küçükşahin, Prof. Dr. Catherine Whittaker, Dr. Veronika Duma, Prof. Dr. Arnim Lühken statt.

06.12.2023 | „Teach & Talk“: Vom Umgang mit dem Nahostkonflikt und seinen Aufladungen in der Lehre 

Die Terrorangriffe auf Israel am 7. Oktober 2023 haben uns zutiefst erschüttert und zu einer starken Polarisierung in Gesellschaft und Hochschulen geführt.

Auch an der Goethe-Universität gibt es Menschen, die durch ihre Herkunft, familiäre oder freundschaftlichen Bindungen unmittelbar und schmerzhaft von den aktuellen Entwicklungen betroffen sind. Jüdische Studierende berichten teilweise, dass sie derzeit ihrem Studium nicht ungestört nachgehen können. Auch in Seminarkontexten kommt es mitunter zu hitzigen Diskussionen und verletzenden sowie diskriminierenden Aussagen. Diese können traumatische Erfahrungen Einzelner verstärken und das Gefühl von Unsicherheit in öffentlichen sowie in universitärer Räumen fördern.

Angesichts der Komplexität des Konfliktes können diese Diskussionen schnell zu Verunsicherung bei Lehrenden führen. Wir möchten uns mit Ihnen darüber austauschen, wie Sie sprechfähig bleiben, Ihre Orientierung behalten und antisemitische und antimuslimische Diskriminierung in Ihrem Lehrraum erkennen und ihr entgegentreten können.

Referent*innen

Sabena Donath ist Direktorin der seit Sommer 2021 in Bau befindlichen Jüdischen Akademie in Frankfurt. Seit 2012 leitet sie die Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, die sich zur Aufgabe gemacht hat, ein jüdisches Bildungsprogramm in Deutschland zu etablieren. In diesem Rahmen arbeitet und lehrt sie maßgeblich zu Antisemitismus, transgenerativen Auswirkungen der Shoah und pluralen jüdischen Gegenwarten in der postmigrantischen Gesellschaft.  

Harry Harun Behr ist Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik des Islamischen Religionsunterrichts an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien und Mitglied im Rat für Migration.

30.05.2023 | Diversity-Tag 2023: Rassimuskritische Hochschule! Eine Podiumsdiskussion mit Dr. Rahab Njeri, Dr. Kien Nghi Ha, Dr. Onur Suzan Nobrega, Dr. Reyhan Sahin und Marcia Moser

Kontakt und Beratung

Jana Arnold
Antidiskriminierungsbeauftragte
Ansprechperson für Antisemitismus

Tel.: +49 69 798-18134
E-Mail: j.arnold@em.uni-frankfurt.de

Alberto Atha 

Referent Antidiskriminierung

Projekt: "Rassismus und Antisemitismus entgegenwirken"


Tel.: +49 69 798-18136
E-Mail: athaestrada@em.uni-frankfurt.de