Abgeschlossene Projekte


Projektgruppe Zagreb - Kooperations- und Austauschprojekt

Europäische Zusammenarbeit - EU-Programm für lebenslanges Lernen –

Kooperations- & Austauschprojekt zwischen U3L Frankfurt am Main & U3A Zagreb (Kroatien)

Laufzeit: 1.8.2013 – 31.7.2015

Allgemeine Informationen zum Projekt

Im Rahmen ihrer überregionalen und europäischen Kontakte, die bisher mit dem Seniorenkolleg Chemnitz, der Universität des 3 Lebensalters Slupsk und der Universität Riga gepflegt wurden, hat die U3L eine neue Partnerschaft mit der Universität des 3. Lebensalters in Zagreb begründet.

Gefördert von der EU wurde im Zeitraum von zwei Jahren (bis August 2015) ein Grundtvig* Freiwilligenprojekt durchgeführt. Dabei fand ein Austausch von Teilnehmenden beider Einrichtungen statt. Insgesamt 8 Teilnehmende (4 aus Frankfurt, 4 aus Zagreb) reisten für einen Zeitrum von drei Wochen zur Partnerorganisation, um dort Eindrücke zu sammeln, Kenntnisse zu vermitteln und den Menschen im Gastland zu begegnen. Über die Erfahrungen im Projekt wird in der Sonderausgabe der Zagreber U3L-Zeitschrift „Dritte Jugend“ zum Abschluss in einer gemeinsam herausgegebenen Zeitschrift berichtet. 

Durch den Austausch über die Grenzen hinweg lernten die Beteiligten neue Welten kennen. Sie sammelten Erfahrungen über Zielsetzungen und Bildungsprogramme in den Partnerorganisationen und das Leben im Partnerland. Durch ihr Engagement blickten Sie hinter die Kulissen und setzten sich für Bildung im europäischen Raum ein. Im Dialog können neuen Formen von Bildung und Lernen sowie gemeinsame Aktivitäten entwickelt werden.

Ziele und Aktivitäten.

Þ   Gegenseitiges Kennenlernen

Þ   Erfahrungsaustausch und Anregung

Þ   Voneinander Lernen durch Engagement    

Þ   Engagement für Bildung in Europa

Aktivitäten vor Ort

Þ   Kennenlernen der Institution,

Þ   Besuch von Vorlesungen und Seminaren,

Þ   Referate zu selbstgewählten Themen,

Þ   Gespräche mit Studierenden und Dozenten,

Þ   Erkundungen in Stadt, Land, Kultur, u.a.m.

 

Projektzeitraum

1.8.2013 – 31.7.2015

Erste Reise von Frankfurt nach Zagreb: März/April 2014 (3 Wochen)

Zweite Reise von Zagreb nach Frankfurt:
Mai 2014 (3 Wochen)

Dritte Reise von Frankfurt nach Zagreb:
März 2015 (3 Wochen)

Vierte Reise von Zagreb nach Frankfurt:
April/Mai 2015 (3 Wochen)

Projektplan

8 Freiwillige (4 aus Frankfurt, 4 aus Zagreb) besuchen für 3 Wochen die Partnerorganisation.

Eine Projektgruppe bereitet den Austausch vor und begleitet die Aktivitäten.

Zur Dokumentation des Projektes wird gemeinsam eine Zeitschrift herausgegeben, in den Sprachen Deutsch Kroatisch und Englisch.

 

Das Zageb-Projekt hat eine facebook-Seite:

https://www.facebook.com/franzag

Weitere Infos und Downloads

Flyer Zagreb

Plakat Zagreb

Filmvorführung: „Fresken und glagolitische Schrift in Istrien“
Zvonimir Veber (U3L Zagreb)


Vortrag zu Istrien (PDF)
Zvonimir Veber (U3L Zagreb)


U3L-Studierende erzählen ihre Freundschaftsgeschichten

Christine Hamann    

Laufzeit: WS 2009/10

Die Idee zu dem nachfolgenden autobiographischen Schreibprojekt entwickelte sich aus dem Seminar „Freundschaften im Lebenslauf“ im WS 2009/2010.

Nachdem wir uns in einem Überblick Freundschaftsbegriffe und Freundschaftspraxis aus historischer, philosophischer, sozialwissenschaftlicher und ergänzend auch aus literarischer Sicht erarbeitet haben, regten die vergleichenden individuellen Erfahrungen mit Freundschaft in den Diskussionen die eigenen lebensgeschichtlichen Reflexionen über Freundschaften im Lebenslauf der U3L-Studierenden an.

Im Folgenden lesen Sie eine Kurzbeschreibung des „Freundschafts“-Seminars und die kurzen autobiographischen Texte zu Freundschaft, die aus dem Nachdenken über die Lebensgeschichte und dem Phänomen „Freunde haben“ und „ein Freund oder eine Freundin sein“ entstanden sind.

„Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.“

Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882)

Zum Herunterladen: Geschichten zur Freundschaft – U3L-Studierende erzählen von ihren „Freundschaften im Lebenslauf“

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Ost/West-Begegnungsseminare

Seit dem Mauerfall hat sich die U3L zur Aufgabe gemacht, Kontakte zu verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen zu pflegen, die auch ein Bildungsangebot für Senioren haben. Insbesondere sind hier Verbindungen mit Magdeburg und Berlin, mit Rostock, Leipzig, Mittweida und Chemnitz zu nennen.

Die ersten drei Kompaktseminare (1995, 1996 und 1997) wurden in Kooperation mit den Universitäten Magdeburg und Berlin entwickelt und standen unter dem Motto "Kommunikation lernen – Verständigungsaufgaben zwischen Ost- und Westdeutschen der älteren Generation". Leitung und Konzept hatten Klaus Heuer (Frankfurt/Main), Dr. Jutta Arnold (Berlin), Olaf Freymark (Magdeburg) und Silvia Dabo-Cruz (Frankfurt/Main). Das Seminarkonzept entstand vor dem Hintergrund tief greifender gesellschaftlicher Veränderungen seit der Wiedervereinigung und der Problematik und Aufgabe einer anhaltenden noch im Werden begriffenen 'inneren Vereinigung' Ost- und Westdeutscher. Ziel der Veranstaltungen war zum einen der Austausch ost- und westdeutscher Sichtweisen der älteren Generation über ihre Lebensweisen und Wertvorstellungen, die Ergänzung und Berichtigung des Wissens voneinander und die gleichzeitige kritische Überprüfung eigener Vorurteile. Zum anderen wurde ein Seminarmodell entwickelt, das den Boden für eine verständigungsorientierte und gleichberechtigte Kommunikation bereiten und dadurch seinen Teil zu einer deutsch-deutschen Verständigung beitragen kann. Insofern hatten die Seminare experimentellen Charakter.

Verschiedene Seminare, die in Zusammenarbeit mit den Senioren-Universitäten Leipzig, Chemnitz, Rostock und Mittweida seit 1995 organisiert wurden, hatten jeweils unterschiedliche Themen zum Inhalt. Aus dem Programm der vergangenen Jahre hebt sich eine Begegnung in Rostock heraus, in welcher u. a. die Frage eines neuen Humanismus diskutiert wurde. In Mittweida dagegen fanden mehrtägige Gespräche über die neuen Kommunikations- und Informationstechniken statt. Der Gedankenaustausch bezog sich auf die Möglichkeiten, die sich auch für ältere Menschen dadurch eröffnen. Mit einer Gruppe von Senioren aus Chemnitz wurde im Juni 1999 in Frankfurt ein mehrtägiges Seminar über die Beiträge durchgeführt, welche von älteren Menschen für die geistige Annäherung von Ost und West erbracht werden können. Dabei wurde zugleich eine Bilanz des bisherigen Wiedervereinigungsprozesses gezogen. Die Begegnungen mit Senior-Studierenden aus Leipzig und Rostock  im Februar 2000 in Frankfurt und aus Frankfurt am Main im Juni 2000 in Chemnitz schlossen an die Diskussionen gesellschaftlichen Wandels an. Während im Seminar im Februar über die Möglichkeiten der weiteren Förderung der Wiedervereinigung, aber auch deren Hindernisse diskutiert wurde, waren im Juni der Wertewandel und die Problematik einer zeitgemäßen Ethik Schwerpunktthemen.

Insgesamt stellte sich heraus, dass die Wiedervereinigung allein deshalb noch nicht abgeschlossen sein kann, weil auf beiden Seiten eine durchaus unterschiedliche Geschichte wirksam geworden ist. Das zeigt sich ebenso in unterschiedlichen Sprachformen wie tiefwurzelnden Lebensgewohnheiten. Darüber hinaus macht sich allenthalben die prägende Kraft politischer Ideologien bemerkbar. Auffällig ist, dass im Westen das Bewusstsein unterentwickelt ist, dass eine Wiedervereinigung nicht nur die Veränderung von Denkmustern der anderen einschließt.

Die beiden im Sommersemester 2001 stattfindenden Seminare (Zwischen Bildung und Internet und Lebenslanges Lernen) mit Senior-Studierenden aus Rostock, Chemnitz und Frankfurt konzentrieren sich auf traditionelle und veränderte Auffassungen von Bildung und Lernen. Insbesondere die Chancen oder Risiken neuer Lernumwelten, wie das Internet und die aktuelle Bedeutung lebenslangen Lernens für ältere Menschen, sollen diskutiert werden.

Im Sommersemester 2002 fand die Begegnung in Frankfurt/Main statt. Unter dem Thema "Der Ältere Mensch in unserer Gesellschaft" fanden lebhafte Gespräche über die Situation der Zeit und insbesondere die Älteren bedrängende wirtschaftliche Lage und deren Bewältigung statt.

2003 traf sich eine Gruppe Frankfurter Studierender in Chemnitz mit den dortigen Senior/innen. Im Mittelpunkt stand die Industriegeschichte von Chemnitz und die Darstellung der Stadt als Zentrum einer "lernenden Region".

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Kann man Lernen lernen? Ein internetgestütztes Projektseminar

Elisabeth Wagner, Dipl. Soz.

Projektziel:

  • Methodenentwicklung von netzbasierten Lernprojekten für Ältere
  • Erforschung des Bedarfs nach Internetgestützten Lernprojekten für Ältere

Lernziele:

  • praktische Erfahrungen mit einem internetgestützten Seminar sammeln,
  • die Einsatzmöglichkeiten von einzelnen Kommunikations-, Informations-, Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten des Internets kennen lernen,
  • eigene zurückliegende Lernerfahrungen reflektieren,
  • Einblick verschaffen in die Ergebnisse der PISA-Studie und in die aktuelle Bildungsdebatte um Lernkonzepte und -formen,
  • die Bedingungen für das eigene Lernen verbessern.

Projektbeschreibung:
Internetbasiertes Seminar mit 6 Präsenzveranstaltungen, mit dem Schwerpunkt Kommunikation/Diskussion im Internet und Lerngruppenarbeit mit realen Gruppentreffen

Projektmedien:
Lernplattform ILIAS mit Foren und Lerneinheiten, Mailingliste, Chat, diverse Medien in den Präsenzveranstaltungen

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Der ältere Mensch als Wirtschaftsfaktor

Hildegard Neufeld, Dipl. Volkswirtin

Laufzeit WS 1998/1999

Eine Projektgruppe an der Universität des 3. Lebensalters (U3L) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. untersuchte ab Wintersemester 1998/99 die Rolle des älteren Menschen als Wirtschaftsfaktor. Die Ergebnisse sind jetzt veröffentlicht worden.
Ziel der Untersuchung war es, zu ermitteln und aufzuzeigen, welche Position ältere Menschen heute im Wirtschaftsleben einnehmen, welche Leistungen sie erbringen - und welche sie in Anspruch nehmen. Sind ältere Menschen überwiegend nur Nutznießer, wie oftmals behauptet wird oder sind sie eher Erbringer von wirtschaftlichen Leistungen und gesellschaftlichen Beiträgen, lautet u. a. die Frage, und weiterhin: in welcher Form bzw. in welchem Umfang tragen sie zum wirtschaftlichen Ergebnis der Gesellschaft bei?

Im Blickfeld der Untersuchung standen die folgenden Themen: Die wirtschaftliche Situation der älteren Generation - Die Rolle des älteren Verbrauchers als Wirtschaftsfaktor (Verfügbares Einkommen und privater Verbrauch, Freizeit, Reisen, Bildung und Weiterbildung, Mediennutzung, Informations-  und Kommunikationstechnologien, Werbung, Gesundheitsprodukte und -leistungen, Pflege, Finanzdienstleistungen). Ältere Menschen als Arbeitgeber im Dienstleistungsbereich, Wohnen im Alter - Ältere Menschen im Erwerbsleben. Die wirtschaftliche Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements älterer Menschen. Die Bedeutung der Hilfeleistungen älterer Menschen in Familie und Nachbarschaft. Der ältere Mensch als Vermögensbesitzer und Erblasser.

Die bedeutendste Rolle, die die ältere Generation in der Wirtschaft bereits eingenommen hat, ist - dem Ergebnis der Untersuchung zufolge - die des Verbrauchers. Die älteren Menschen unserer Zeit, so stellten die Senior-Studenten der Projektgruppe abschließend fest, erleben ein Alter, wie es dies in in dieser Form und Dimension noch nie zuvor gegeben hat, und indem sie es bewältigen oder auch gestalten, übernehmen sie zugleich eine Pionierfunktion, sind Wegbereiter für künftige Altengenerationen - auch als Wirtschaftsfaktor.

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