Abrahamic Faith, Pluarlism, and Science: An Online Symposium

St poster abrahamic faith pluralism and science

December 9, 2020

11:30am-3:25pm (CET, which is UTC+1:00)

The symposium seeks to confront philosophical discussions about scientific monism and theological treatments of religious diversity. A variety of models exists as to how to relate science and religion. Of interest for the purposes of the symposium are those that endorse scientific monism. This is the view that science aims for a single account of nature based on as few basic principles as possible. This aim is believed to capture the ontology of the world and to guide the selection of methods and theories. Advocates of scientific monism insist that theological principles will be part of the grand theory of everything that scientific monists are said to aim for. Accordingly, religious pluralism must be considered an obstacle on the path to unity. Religious pluralism means apparently irreducible diversity of religions and within religions. The symposium offers new perspectives on religious diversity in light of the pluralistic turn philosophy of science has taken. What impulses result from scientific pluralism for theological treatments of religious pluralism? What resources do the different Abrahamic faith traditions offer in order to deal with diversity in science and religion?

ZOOM Details Available UPON Registration. Please RSVP to Yiftach Fehige: yiftach.fehige@utoronto.ca

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Veranstaltungen

Theology and Rationality VIII: A Fall to or From Rationality? Gen 3 in the Context of Judaism, Christianity and Islam

8. Internationaler Research Workshop

2.-4. November 2020

Forschungskolleg Humanwissenschaften, Bad Homburg

Es handelt sich um den achten in einer Reihe von alljährlich im Oktober bzw. November stattfindenden Forscherworkshops, die unter dem Leitthema Theology and Rationality (T&R) durchgeführt werden. Man kann die alttestamentliche Urgeschichte (Gen 1-11) als einen Zyklus von Erzählungen lesen, deren Artikulation dem offenkundigen Wunsch entspringt, sich Eigenart und Sinn des menschlichen Daseins angesichts einer Reihe von erschreckenden und/oder erstaunlichen Grunderfahrungen verständlich zu machen bzw. auf narrativem Wege anzueignen. Unter diesen rätselhaften und eben deshalb als erklärungsbedürftig empfundenen Grunderfahrungen stechen zwei besonders hervor: Menschen können sich schämen und schuldig werden. Jener Text, der ‚ätiologisch‘, nämlich in narrativer Form verständlich zu machen versucht, wie beides möglich war – und wirklich wurde (vgl. Gen 2-3) –, zählt zu den berühmtesten, den unbestrittenen Klassikern, nicht nur innerhalb der hebräischen, sondern der Bibel insgesamt. Jeder Versuch, seinen Gehalt, vor allem aber seine Wirkungsgeschichte in Kunst, Literatur und Wissenschaft auch nur annähernd erschöpfend darzustellen, ist zum Scheitern verurteilt – er würde buchstäblich Bibliotheken füllen.

Trotz und im Bewusstsein dieser respektgebietenden und jedenfalls kaum überschaubaren Vielfalt von Autoren, Traditionen und Zugangsweisen nimmt der geplante Workshop den klassischen Text (Gen 2-3) erneut in den Blick. Das Novum liegt dabei im rationalitätstheoretischem Profil; es ist als solches auf den thematischen Kontext des Workshops insgesamt zugeschnitten. Einer prominenten Lesart von Gen 3 zufolge erhält das erste Menschenpaar s/ein Wissen um (Gut und) Böse unter der Voraussetzung – ja streng genommen im Medium – der Einsicht, selber böse zu sein: aufgrund der Tatsache nämlich, dass jenes Wissen durch Übertretung eines göttlichen Gebotes erworben wurde. Grundsätzlicher ausgedrückt kann der Mensch demnach vom Bösen nicht wissen, ohne sich selbst mit ihm zu infizieren bzw. infiziert zu haben. Daraus ergeben sich (mindestens) zwei Fragen, die neben anderen zentralen Aspekten, die im Workshop zur Sprache kommen werden, als Leitfragen dienen sollen. Erstens: Stimmen alle drei abrahamitischen Religionen in der skizzierten Deutung der alttestamentlichen Erzählung überein – und falls nicht: wo und aus welchen Gründen ergeben sich Abweichungen? Zweitens: Wäre es, und zwar wiederum aus dem Blickwinkel der genannten Religionen bzw. deren theologischer Selbstreflexion, grundsätzlich denkbar – und wenn ja: unter welchen Bedingungen und mit welchen Einschränkungen –, dass letztlich alle Formen menschlicher Rationalität vom ‚Bösen‘ (allgemeiner gesprochen: von irgendeiner Form der Negativität) infiziert sind? Dann würde jedenfalls gelten: Das Böse erkennt nur, wer sich mit ihm infiziert – und alle Erkenntnis ist im Kern Erkenntnis des Bösen. Ist also, theologisch gesprochen, post lapsum Adae nach wie vor eine un- oder sind nur noch und allenfalls ‚desinfizierte‘ Form/en von Rationalität denkbar? Auf diese und verwandte Fragen wird die geplante Veranstaltung eine Antwort, mindestens aber eine Begründung dafür zu geben versuchen, dass und warum mit einer solchen einstweilen nicht zu rechnen ist.


Tillich-Lecture 2019

St tillich lecture 2018

Religion und Freiheit – ein unversöhnlicher Gegensatz

28. Mai 2019

19-21 Uhr

Evangelische Akademie Frankfurt

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