Physik als Studienfach

Physik studieren

Mit welchen Themen beschäftigt man sich in diesem Studium?

Die Physik ist die Wissenschaft, die grundlegende Phänomene und Zusammenhänge der Natur untersucht. Um deren Eigenschaften und Verhalten anhand von quantitativen Modellen und Gesetzmäßigkeiten zu beschreiben und zu erklären, befasst sie sich insbesondere mit Materie und Energie und deren Wechselwirkungen in Raum und Zeit. Als solche ist sie die Grundlage sämtlicher Naturwissenschaften und aller technischen Disziplinen. Die Zusammenhänge der Physik werden als Gesetze in einer mathematischen Form gefasst und immer wieder an der Natur geprüft. Im Zentrum der Physik steht die Entdeckung neuer Naturgesetze, von der Welt der Elementarteilchen bis hin zum Schicksal unseres Universums. Aber sie ermöglicht auch immer wieder neue Anwendungen: Viele der technischen Entwicklungen unserer Zeit beruhen auf physikalischen Erkenntnissen und die Anwendung und Weiterentwicklung ist wiederum Gegenstand der physikalischen Forschung. 

Welche Berufsmöglichkeiten habe ich nach diesem Studium?

Physikerinnen und Physiker sind Generalisten, man findet sie in vielen Bereichen. Außer Tätigkeiten mit engerem Fachbezug, wie ­­z. B. als Forscher an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrielabors oder als Lehrkräfte an Schulen, gehören dazu viele andere Gebiete, wie z.B.

  • der medizinische Bereich,
  • die öffentliche Verwaltung,
  • das Management, 
  • das Bankenwesen und die Börsen,
  • das Feld der Datenverarbeitung und Analyse,
  • das Patentwesen und
  • die Unternehmensberatungen.

Wer Physiklehrerin bzw. -lehrer werden möchte, wählt ein Lehramtsstudium, das mit einem Staatsexamen abschließt.

Welche Leistungs- und Grundkurse sollte ich dafür wählen?

Leistungskurse in Mathematik und Physik sind sehr empfehlenswert. Ihr Besuch stellt aber keine Voraussetzung dar, um Physik studieren zu können. Gute Englischkenntnisse sind wichtig für das Studium der Fachliteratur und für die Verständigung mit internationalen Forscherteams. Grundkenntnisse in Informatik sind hilfreich.

Biophysik - auch ein Studiengang mit "Physik" 

Mit welchen Themen beschäftigt man sich in diesem Studium?

Die Biophysik ist ein Wissensgebiet an den Schnittstellen zwischen Physik, Chemie und Biologie. Sie verbindet Elemente aller drei Wissenschaften und befasst sich mit der Struktur, den Eigenschaften, der Funktion und der Dynamik belebter Materie. Ziel der Biophysik ist die Beschreibung grundlegender Prozesse des Ursprungs des Lebens und die Herstellung quantitativer Zusammenhänge zwischen Phänomenen. Hierzu nutzt sie die Methoden aus allen drei naturwissenschaftlichen Richtungen und untersucht und beschreibt dabei biologische Prozesse mithilfe der Gesetze der Physik und kombiniert sie mit Konzepten und Arbeitsweisen aus Chemie und Biologie. Weiterhin werden in der Biophysik gezielt neue Methoden zur Untersuchung elementarer und komplexer biologischer Prozesse entwickelt, die dann Anwendung z.B. in der Medizin finden.

Welche Berufsmöglichkeiten habe ich nach diesem Studium?

Biophysiker*innen haben durch eine breite interdisziplinäre Ausbildung im Studium gelernt, über den Tellerrand einzelner Disziplinen hinaus zu denken. Die Tätigkeitsfelder sind entsprechend der Vielseitigkeit der Wissenschaft außerordentlich weitgespannt. Außer in Tätigkeiten mit engerem Fachbezug, wie z. B. der Forschung und Lehre an Hochschulen, an staatlichen Instituten oder in der Industrie, arbeiten Biophysiker*innen auch in der Medizin, z.B. bei der Entwicklung neuer Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten, in der Biotechnologie oder der Umweltanalytik. Ebenso möglich sind Tätigkeiten in Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus oder Patentwesen. Durch ihre breite Ausbildung können Biophysiker*innen bei allen diesen Tätigkeiten ein fundiertes Urteil über die Konsequenzen und Gesellschaftsverträglichkeit naturwissenschaftlicher Innovationen abgeben.

Welche Leistungs- und Grundkurse sollte ich dafür wählen?

Im Biophysik-Studium wird großer Wert auf ein breites Interesse an den Naturwissenschaften gelegt. Es ist daher sinnvoll, möglichst mehrere naturwissenschaftliche Fächer als Leistungskurse zu belegen bzw. als Grundkurse bis zum Abitur weiterzuführen. Die wichtigsten Fächer für das Biophysikstudium sind Physik, Chemie und Biologie. Die Mathematik ist ein unverzichtbares Werkzeug in der Biophysik; man sollte mit ihr nicht auf Kriegsfuß stehen. Da der überwiegende Teil der Fachliteratur in englischer Sprache vorliegt, sind gute Englischkenntnisse von Vorteil.

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