Biologie heißt als Studienfach "Biowissenschaften"

Mit welchen Themen beschäftigt man sich in diesem Studium?

Die Biowissenschaften beschäftigen sich mit der Erforschung des Lebens auf unterschiedlichen Ebenen. Hierzu gehören molekulare und zelluläre Vorgänge ebenso wie die Funktionsweise von Organen oder die Interaktionen innerhalb eines Ökosystems. Die Biowissenschaften umfassen die unterschiedlichsten biologischen Teildisziplinen, wie z.B. Biochemie, Mikrobiologie, Genetik, Molekularbiologie, Zellbiologie, Tier- und Pflanzenphysiologie, Neurobiologie, Ökologie und Evolutionsbiologie und ermöglichen ein biologisches Verständnis medizinischer, biotechnologischer und ökologischer Zusammenhänge. In den Biowissenschaften kommt auch Wissen aus anderen Fachgebieten wie Mathematik, Physik und Chemie zum Einsatz. Die methodische Arbeit und das theoretische Rüstzeug der Biowissenschaften sind häufig interdisziplinär, haben aber einen klaren Bezug zu Lebewesen und auch zum Menschen.

Welche Berufsmöglichkeiten habe ich nach diesem Studium?

Biowissenschaftler*innen stehen viele Berufe offen, deren Auswahl von der Spezialisierung innerhalb der Biologie beeinflusst wird. Natürlich zählen dazu die wissenschaftliche Forschung in der biotechnologischen/pharmazeutischen Industrie oder in Forschungsinstituten (Universitäten, Max-Planck-Institute, Senckenbergische Forschungsgesellschaft, Georg Speyer Haus, usw.). Es ist aber auch möglich, in Umweltbehörden oder anderen Landes- oder Bundesbehörden zu arbeiten, die biowissenschaftliche Kompetenzen benötigen. Weitere Möglichkeiten bieten sich in Botanischen Gärten, Zoos, Museen und Sammlungen. Viele Nichtregierungsorgani­sationen (NGOs) haben sich auf Bereiche des Natur- oder Umweltschutzes, der Be­wahrung des Klimas oder der Zukunftssicherung spezialisiert und benötigen biologischen Sachverstand. Als Biologe*in kann man auch selbstständig als Gutachter*in, in einem Planungsbüro in der Baubiologie arbeiten oder den eigenen Erfolg mit einem „Startup“-Unternehmen in der Biotechnologie suchen. Auch im Patentrecht und der Forensik werden biologische Sachverhalte bearbeitet. Die eigenen Wünsche und Spezialisierungen und damit die eigenen möglichen Berufsfelder kristallisieren sich typischerweise erst im Verlauf des Studiums heraus.

Welche Leistungs- und Grundkurse sollte ich dafür wählen?

Für ein Studium der Biowissenschaften ist ein Leistungskurs Biologie sicherlich hilfreich. Während des Studiums gibt es Lehrveranstaltungen in Chemie, Physik und Mathe­matik, deren Verständnis leichter fällt, wenn möglichst viele diese Fächer bis zum Abitur belegt werden. Die Fachsprache in den Biowissenschaften ist Englisch und schon während des Bachelorstudiums müssen englische Veröffentlichungen gelesen, englische Vorträge besucht und ein englischer Vortrag gehalten werden, was gute Englischkenntnisse voraussetzt.

Videos der Biowissenschaften

5 Fragen zu Biologie/Biowissenschaften      Prof. Dr. Dierkes antwortet

Die Fragen wurden uns von Schüler*innen eingesendet.

Warum Biologie studieren?                        Ein Studierender berichtet.

Wann sollte man Biologie studieren?    Prof'in Dr. Büchel

Experimentieren und gewinnen mit Biologie

Experiment 1

HEFE-LUFTBALLON 

Hast du dich schonmal gefragt, wieso Hefezopf oder Pizzateig so schön fluffig ist und beim Backen aufgeht? Grund dafür ist die Hefe.


WAS BRAUCHE ICH?
- eine Flasche (0,5 l) 
- 1 Luftballon
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 1 TL Zucker
- lauwarmes Wasser
- Trichter



VERSUCHSDURCHFÜHRUNG
1. Stelle den Trichter in die Flasche und fülle 1 Päckchen Trockenhefe und einen Teelöffel Zucker in die Flasche.
2. Befülle die Flasche nun zu einem Drittel mit lauwarmem Wasser und schwenke sie leicht, damit sich der Zucker auflöst.
3. Puste den Luftballon einmal auf, um ihn zu dehnen und lasse die Luft wieder raus. Stülpe den Luftballon über den Flaschenhals und warte, was passiert. Wichtig: Der Luftballon muss die Flasche luftdicht verschließen! Lasse dein Experiment nicht unbeaufsichtigt. Mache zwischendurch Fotos, um die Größe des Luftballons besser vergleichen zu können.

WAS IST PASSIERT?
Die Hefe ist biologisch gesehen ein Pilz. Anders als du vielleicht vermutet hast, sind Pilze keine Pflanzen. Pflanzen benutzen die Sonnenenergie, Wasser, Gase und Nährstoffe, um zu wachsen. Die Hefe ernährt sich von dem Zucker, den du in die Flasche gegeben hast. Diesen wandelt die Hefe in das Gas Kohlenstoffdioxid um, auch bekannt als CO2. Da das Gas mehr Platz benötigt als der Zucker, bläst sich der Luftballon auf. Das Besondere an der Hefe ist, dass sie sowohl mit als auch ohne Sauerstoff wachsen kann. 

QUIZ-FRAGE: Nach wie vielen Minuten hat sich der Luftballon aufgestellt

Zum Gewinnspiel

Experiment 2

BOHNENWACHSTUM

Hast du dir schonmal Gedanken gemacht, was passiert, wenn du einen Samen in der Erde vergräbst? Nach ein paar Tagen sieht man ein Pflänzchen aus der Erde sprießen. Aber woher weiß die Pflanze wo oben und unten ist? Weiß sie das überhaupt? Mache das Experiment Bohnenwachstum und finde es selbst heraus!

WAS BRAUCHE ICH?
- 4 Bohnen
- Glas
- Schwamm, Zewa, kleines Handtuch oder ähnliches
- Folienstift 

VERSUCHSDURCHFÜHRUNG
1. Nimm dir 4 Bohnen und schaue sie dir genau an. Auf einer Seite siehst du einen Punkt. Lege dir die Bohnen so zurecht, dass der Punkt einmal nach oben, unten, rechts und links zeigt.
2. Stecke nun Zewa, einen Schwamm oder ein kleines Handtuch so in das Glas, dass es gefüllt ist.
3. Nimm die 4 Bohnen und klemme sie so zwischen das Glas und den Schwamm, dass jede Bohne in eine andere Richtung schaut.
4. Beschrifte mit einem Folienstift, wie die Bohnen im Glas liegen.
5. Befeuchte den Schwamm mit etwas Wasser und stelle das Glas an einen sonnigen Ort. Schaue dir jeden Tag deine Bohnen an und beobachte, was passiert ist. Nach einiger Zeit wird der Platz für die Bohnen zu klein. Wenn die Pflanze beginnt nach oben zu wachsen, kannst du das Experiment beenden. Nimm dafür die Bohnen-Pflänzchen vorsichtig aus dem Glas und pflanze sie in einen Topf mit Erde ein.

WAS IST PASSIERT?
Die Wurzeln wachsen der Schwerkraft entgegen. Die Pflanze hat „kleine Steinchen“ in der Wurzelspitze, die der Pflanze sagen, wo unten ist. Der Teil der Pflanze, der später aus der Erde hinausragt, nennen Biolog:innen den Spross. Der Spross wächst lichtunabhängig nach oben. Wenn er auf einen Stein stößt, umwächst er ihn. Durchdringt die Pflanze die Erdoberfläche, neigt sie sich zum Sonnenlicht.

QUIZ-FRAGE: Wann waren die ersten Wurzeln zu sehen?

Zum Gewinnspiel

Ist Biowissenschaften ein Studienfach für dich? Mach den OSA!