Seit dem SoSe 2023 widmet sich der FB 08 mit seinen Fächern Ethnologie, Geschichtswissenschaften und Philosophie und mit Unterstützung des Büros für Chancengerechtigkeit verstärkt den Themen Gleichstellung, Familie & Dual Career, Diversity & Antidiskriminierung sowie Inklusion.
Im Folgenden finden Sie zu diesen Themen:
Folgende Ansprechstellen, Gremien und Ansprechpersonen fördern Chancengerechtigkeit auf Ebene des gesamten FB 08.
Sie sind ansprechbar für Studierende sowie Angehörige aller Fächer des Fachbereichs (Ethnologie, Geschichtswissenschaften, Philosophie):
Zusammensetzung: Mitglieder aus allen Statusgruppen und Fächern des FB. Die Mitglieder werden vom Fachbereichsrat eingesetzt.
Vorsitz: Prodekan (Prof. Dr. Martin Saar)
Funktion/Aufgaben: Der AGA reflektiert den strukturellen Bestand, erhebt Bedarfe, bündelt Kompetenzen, sensibilisiert für Angebote und Maßnahmen und informiert über bestehende Ressourcen und Strukturen. Der Ausschuss berät und berichtet dem Fachbereichsrat zu den Themen Diversity & Antidiskriminierung, Inklusion, Vereinbarkeit und Gleichstellung im FB – in Anlehnung an das Diversitätsverständnis der Goethe-Universität.
Ansprechbar für: alle Mitglieder und Angehörige aller Statusgruppen des FB.
Kontakt: Prof. Dr. Martin Saar (Prodekan, Mail)
Zusammensetzung: Der Gleichstellungsrat ist die nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz gewählte Gleichstellungsvertretung des Fachbereichs. Die aktuellen Gleichstellungsrätinnen finden Sie auf seiner Webseite.
Funktion/Aufgaben: Der Gleichstellungsrat setzt sich aktiv für die Interessen der verschiedenen Statusgruppen ein, fördert die aktive Gleichstellung von Frauen und wirkt Ungleichbehandlungen entgegen. Zur Unterstützung der Chancengerechtigkeit beteiligt sich der Gleichstellungsrat an Einstellungs- und an sämtlichen Berufungsverfahren. Die Gleichstellungsrätinnen wirken zudem beratend an allen Gremien des Fachbereichs mit.
Ansprechbar für: alle Mitglieder und Angehörige aller Statusgruppen des FB.
Kontakt: gleichstellungsratfb08@dlist.server.uni-frankfurt.de + Webseite des Gleichstellungsrats
Funktion/Aufgaben:
Ansprechbar für: alle Mitglieder und Angehörige aller Statusgruppen des FB
Kontakt: Ronja Metzger-Ajah (Mail) (kommissarisch)
Anfragen werden vertraulich und auf Wunsch auch anonym behandelt.
Funktion/Aufgaben: Beauftragte für den studentischen Mutterschutz
Ansprechbar für: schwangere und stillende Studentinnen im ersten Jahr nach der Geburt
Kontakt: Maja Ljubicic-Kukavica (Mail)
Das Mutterschutzgesetz schützt unter anderem die Gesundheit der Studentin und ihres Kindes am Studienplatz während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit und will diskriminierender Benachteiligung aufgrund einer Schwangerschaft entgegenwirken (§ 9 Abs. 1 Satz 4 MuSchG). Das Gesetz ermöglicht es der Studentin, ihr Studium in dieser Zeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen. Im eigenen Interesse sollten Sie, wenn Sie im Studium schwanger werden, die Universität über Ihre Schwangerschaft informieren. Nur dann kann die Universität Schutzmaßnahmen ergreifen. Es ist erforderlich, Lehrveranstaltungen und Praktika hinsichtlich möglicher Gefährdungen zu prüfen, ermittelte Gefährdungen zu beurteilen und, wenn notwendig, geeignete Schutzmaßnahmen oder Alternativen (Nachteilsausgleich) zu definieren und umzusetzen (Beantragung eines Teilzeitstudiums bzw. Urlaubssemesters, Meldung an die Studiengangskoordinator*innen und Dozent*innen).
Bitte informieren Sie die Beauftragte für studentischen Mutterschutz Ihres Fachbereichs über Ihre Schwangerschaft. Wenn Sie zusätzlich als studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft ein Beschäftigungsverhältnis mit der Universität haben, sollten Sie Ihre Mitteilung über die Schwangerschaft sowohl an die Beauftragte für studentischen Mutterschutz Ihres Fachbereichs als auch an das die zuständige Personalsachbearbeitung entgegen richten. Eine gesetzliche Pflicht (anders als bei Mitarbeiterinnen) zur Meldung besteht jedoch nicht.
Die Studienfachberatungen der einzelnen Fächer unterstützen Studierende bei Themen der Studienorganisation und beraten auch zur Studienverlaufsgestaltung im Hinblick auf die persönliche Lebenssituation. Hierbei werden auch Lösungen gesucht für Studierende mit Erziehungs- oder Pflegeaufgaben, für Studierende mit Beeinträchtigungen, Studierende mit sprachlichem Nachholbedarf oder mit hoher beruflicher Belastung.
Im SoSe 2023 hat der Fachbereichsrat des Fachbereich 08 folgenden Kodex verabschiedet.
Der
Kodex ist eine Vereinbarung zur wertschätzenden und konstruktiven
Zusammenarbeit für die Mitglieder und Angehörigen des FB, die darauf
abzielt, ein respektvolles Miteinander zu fördern und Diskriminierungen
abzubauen.
Präambel
Die Grundsätze von Lehre, Forschung und Zusammenarbeit an der Goethe-Universität sind in ihrem Leitbild festgelegt. Verwirklichung von Chancengleichheit sowie die Wertschätzung von Offenheit und Vielfalt sind eine tragende Orientierung der Goethe-Universität. Die Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis ist verbindlich für alle an der Goethe-Universität wissenschaftlich Tätigen. Sie fordert von Leitungspersonen, Machtmissbrauch entgegenzuwirken und die Berücksichtigung der Gleichstellung der Geschlechter und der Vielfalt bei der Personalauswahl und Personalentwicklung. Mit ihrer Antidiskriminierungsrichtlinie unterstreicht die Goethe-Universität diese Werte und definiert ihr Diskriminierungsverständnis sowie klare Verfahren für den Umgang mit Diskriminierungen. Verschiedene Beratungs-, Unterstützungs- und Beschwerdestellen stehen an der Goethe-Universität im Falle von Diskriminierung und bei Konflikten zur Verfügung.
Die Mitglieder (1) und Angehörigen (2) des Fachbereichs sind den eingangs genannten Grundsätzen und folgenden Zielen verpflichtet:
(1) Zu den Mitgliedern zählen gemäß HHG die Professorinnen und
Professoren, die Studierenden, das wissenschaftliche sowie
technisch-administrative Personal.
(2) Angehörige sind gemäß HHG alle
gastweise, nebenberuflich oder ehrenamtlich Tätigen, Gasthörer,
Teilnehmende an von der Hochschule veranstalteten
Fortbildungsveranstaltungen sowie die zur Promotion oder Habilitation
Zugelassenen und die entpflichteten und im Ruhestand befindlichen
Professorinnen und Professoren (soweit sie nicht Mitglieder sind).
Strukturen und Entscheidungsprozesse
Folgende Strukturen unterstützen im Fachbereich (FB) 08 die Stärkung von Chancengerechtigkeit: Im SoSe 2023 wurde durch den Fachbereichsrat der Ausschuss für Gleichstellung und Antidiskriminierung (AGA) eingesetzt, dessen Mitglieder alle Statusgruppen und Fächer im FB vertreten. Der AGA evaluiert und reflektiert den strukturellen Bestand, erhebt Bedarfe, bündelt Kompetenzen, sensibilisiert für bestehende Angebote und Maßnahmen und informiert über bestehende Ressourcen und Strukturen. Der Ausschuss berät den Fachbereichsrat zu allen Themen in Anlehnung an das Diversitätsverständnis der Goethe-Universität.
Der Gleichstellungsrat des FB wirkt gemäß gesetzlichem Auftrag in Vertretung der zentralen Gleichstellungsbeauftragten auf die Umsetzung von Gleichstellung im FB hin. Der Gleichstellungsrat wird alle zwei Jahren von den Frauen am FB gewählt. Die Gleichstellungsrätinnen sind an sämtlichen Einstellungs- und Berufungsverfahren beteiligt und nehmen zudem beratend an allen Gremien des FB teil.
Die Referentin für Antidiskriminierung, Inklusion und Diversität im erweiterten Dekanat ist Anlaufstelle bei fachbereichsspezifischen Fragen und Anliegen zu den Themen Diversität, Inklusion und Antidiskriminierung. Sie bietet in Einzelfällen und bei Konflikten eine Verweisberatung zu spezialisierten Beratungsstellen der Universität, dient als Schnittstelle und arbeitet zusammen mit den zentralen Stellen zu Chancengerechtigkeit sowie im FB mit AGA und Gleichstellungsrat.
Für Studierende existieren in den Fächern des FB Beratungsangebote und Ansprechpersonen zu spezifischen Themen, bspw. zum studentischen Mutterschutz (für schwangere oder stillende Studierende), zu Inklusion und Nachteilsausgleich oder zu Themen der Internationalisierung. Sämtliche Kontaktdaten werden gebündelt auf der Diversity-Webseite des FB zur Verfügung gestellt. Die Ansprechpersonen in den Fächern können je nach Bedarf oder Anliegen an geeignete qualifizierte Ansprechstellen in der Universität verweisen.
In Lenkungs- und Entscheidungsgremien wird Gender-Balance und Diversität angestrebt. Dieses Ziel kann zu einer problematischen Mehrbelastung für marginalisierte oder unterrepräsentierte Gruppen an unserem Fachbereich führen, die weiteren Handlungsbedarf aufzeigt. Sämtliche Mitglieder in Gremien und Entscheidungspositionen tragen Verantwortung, die Perspektiven von unterrepräsentierten Gruppen zu berücksichtigen und zu stärken.
Personalauswahl und Karriereförderung
Vielfältige Perspektiven bereichern unsere Arbeit, Forschung und Lehre. Berufungs- und Personalauswahlverfahren sind daher so organisiert, dass bei der Rekrutierung und Personalauswahl Vorurteile kritisch reflektiert, vorhandene Benachteiligungen berücksichtigt und Chancengerechtigkeit gestärkt werden können. Dafür werden in Auswahlverfahren unterschiedliche Erfahrungshintergründe der sich bewerbenden Personen sowie von Kommissionsmitgliedern berücksichtigt.
Wir bemühen uns um Verfahren, in denen alle sich bewerbenden Personen die Möglichkeit geboten wird, ihr Potenzial zu präsentieren. Auswahlprozesse werden transparent gestaltet und vermeiden weitestmöglich nicht wissentliche Einflüsse („unconscious bias“).
An allen Berufungs- und Auswahlverfahren sind Vertreterinnen des Gleichstellungsrats beteiligt. Sie werden frühzeitig in die Verfahren eingebunden und unterstützen die Kommissionen dabei, ihren gleichstellungs- und diversitätspolitischen Auftrag zu erfüllen und Verfahren möglichst chancengerecht zu gestalten.
Der FB setzt sich zum Ziel, dass alle Mitglieder und Angehörigen des Fachbereichs ihre Potenziale und Kompetenzen erfolgreich entfalten können. Early Career Researcher und studentische Mitarbeitende werden in ihren Karrierewegen gefördert. Benachteiligungen wird durch Unterstützung aktiv entgegen gewirkt, diskriminierende Hürden und Barrieren werden soweit wie möglich gezielt abgebaut. Dies betrifft auch die weitestmögliche Gewährung der „familienpolitischen Komponente“ für Mitarbeitende auf Qualifikationsstellen.
Berücksichtigung von individuellen Lebenssituationen
Im Arbeitsumfeld sowie im Studium werden individuelle Lebenssituationen insbesondere aufgrund von Fürsorgeverantwortung, Behinderungen oder chronischen Erkrankungen und aufenthaltsrechtlichen Beschränkungen berücksichtigt. Zudem wird anerkannt, dass Vereinbarkeit von Studium und Erwerbstätigkeit für viele Studierende eine Herausforderung darstellt.
Hinsichtlich der Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium mit Fürsorgeverantwortung (familiäre/Care-Verpflichtungen) wird ein Austausch in Instituten, Arbeitsgruppen und Lehrkontexten zur familienfreundlichen Gestaltung des Arbeitens und Studierens (bspw. hinsichtlich Arbeits- und Sitzungszeiten, Flexibilisierung, Nutzung digitaler/hybrider Formate) gefördert. Die Fächer des FB arbeiten an der Flexibilisierung des Studiums, um Studierenden in verschiedenen Lebenssituationen ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen.
Der FB strebt den Abbau von Barrieren für alle betroffenen Personengruppen an. Die Prüfungsordnungen des Fachbereichs sehen Nachteilsausgleiche vor; Lehr- und Beratungspersonen sind ansprechbar für die individuellen, auch intersektional bedingten Bedarfe von Studierenden. Dabei sind uns Schutz der Privatsphäre und Vertraulichkeit genauso wichtig wie ein toleranter und verständiger Umgang.
Diversitätssensibles Lehren, Lernen und Kommunizieren
Eine wertschätzende und respektvolle Kommunikationskultur ist die Basis unserer Zusammenarbeit. Diskriminierende, verletzende oder herabwürdigende Äußerungen werden an unserem FB nicht toleriert. Der FB steht für einen geschlechterinklusiven und diversitätssensiblen Sprachgebrauch sowie für eine inklusive Diskussionskultur ein, in der alle Angehörigen in ihrer Vielfalt adressiert und Diskriminierungen abgebaut werden. Wir streben an, einen dauerhaften und reflektierenden Austausch über unseren Umgang mit grenzverletzendem und diskriminierendem Verhalten zu führen. Von Diskriminierung Betroffene erfahren die Solidarität und Unterstützung des FB.
Ein offenes, wertschätzendes und respektvolles Miteinander ist Voraussetzung für gutes Lehren und Lernen. Die Sichtbarmachung vielfältiger Perspektiven trägt zur Qualität von Studium und Lehre bei. Eine diversitäts-und diskriminierungssensible Gestaltung von Lehrveranstaltungen wird durch entsprechende Weiterqualifizierungs- und Beratungsangebote für Lehrende (bspw. des Interdisziplinären KollegsHochschuldidaktik oder des Büros für Chancengerechtigkeit) gefördert. Vorgesetzte ermutigen ihre Mitarbeitenden, diese Angebote zu nutzen. Lehrende stehen in der Verantwortung, in ihren Lehrveranstaltungen auch bei Diskriminierungen durch Dritte zu intervenieren. Eine positive Streit- und Feedbackkultur kann Konflikte entschärfen und effektive Lösungen hervorbringen. Der FB setzt sich zum Ziel, zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende zu schaffen, um möglichen Diskriminierungen entgegenzuwirken und Chancengerechtigkeit zu stärken. Aktuelle Ansprechpersonen und Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende und Lehrende im FB sind auf der Diversity-Webseite des FB aufgeführt.
Anwendungsbereiche und Kontakt
Dieser Kodex wurde am 17.07.2024 im Fachbereichsrat des FB 08 verabschiedet und verpflichtet alle Mitglieder, Angehörige und Gäste des FB. Er soll als Anstoß zum Gespräch verstanden werden und als Motivation, sich regelmäßig selbstkritisch mit dem eigenen Handeln auseinander zu setzen. Neue Lehrpersonen und Mitarbeitende werden im Rahmen der Einweisung / bei Dienstantritt mit dem Kodex vertraut gemacht; neue Studierende im Rahmen der Orientierungsveranstaltungen. Nach spätestens zwei Jahren soll die Aktualität des Kodexes durch den AGA überprüft und dieser ggf. überarbeitet werden.
Bei Fragen zum Kodex wenden Sie sich gerne an: dekanat08@em.uni-frankfurt.de.
Downloads
Diese Webseite entstand mit Unterstützung des Büros für Chancengerechtigkeit im Rahmen des ELLVIS-Projekts Fachbereiche: Kompetent für Diversity!
Anregungen/Anmerkungen zu dieser Webseite senden Sie bitte an: dekanat08@em.uni-frankfurt.de.