News – November 2023

 

Aus aktuellen Anlass lädt das Interdisziplinäre Kolleg für Hochschuldidaktik in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro am Mittwoch, den 06.12.2023 von 11:00 bis 13:00 Uhr (Präsenzveranstaltung) zu einem Austausch- und Beratungsformat mit dem Fokus „Nahostkonflikt und seine Aufladungen in der Lehre“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende der Goethe-Universität.

Die Terrorangriffe auf Israel am 7. Oktober 2023 haben zutiefst erschüttert und zu einer starken Polarisierung in Gesellschaft und Hochschulen geführt. Auch an der Goethe-Universität gibt es Menschen, die durch ihre Herkunft, familiäre oder freundschaftlichen Bindungen unmittelbar und schmerzhaft von den aktuellen Entwicklungen betroffen sind. Jüdische Studierende berichten teilweise, dass sie derzeit ihrem Studium nicht ungestört nachgehen können. Auch in Seminarkontexten kommt es mitunter zu hitzigen Diskussionen und verletzenden sowie diskriminierenden Aussagen. Diese können traumatische Erfahrungen Einzelner verstärken und das Gefühl von Unsicherheit in öffentlichen sowie in universitärer Räumen fördern. Angesichts der Komplexität des Konfliktes können diese Diskussionen schnell zu Verunsicherung bei Lehrenden führen.

Wir möchten uns mit Ihnen darüber austauschen, wie Sie sprechfähig bleiben, Ihre Orientierung behalten und antisemitische und antimuslimische Diskriminierung in Ihrem Lehrraum erkennen und ihr entgegentreten können. Wir freuen uns darauf mit Ihnen und unseren Expert*innen ins Gespräch zu kommen!

Sabena Donath ist Direktorin der seit Sommer 2021 in Bau befindlichen Jüdischen Akademie in Frankfurt. Seit 2012 leitet sie die Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, die sich zur Aufgabe gemacht hat, ein jüdisches Bildungsprogramm in Deutschland zu etablieren. In diesem Rahmen arbeitet und lehrt sie maßgeblich zu Antisemitismus, transgenerativen Auswirkungen der Shoah und pluralen jüdischen Gegenwarten in der postmigrantischen Gesellschaft. 

Harry Harun Behr ist Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik des Islamischen Religionsunterrichts an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien und Mitglied im Rat für Migration.

 

Gewalt gegen cis* und trans*Frauen, Mädchen und nicht-binäre Menschen ist weltweit eine der am stärksten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen, die jeden Tag und überall auf der Welt ausgeübt wird. Sie hat kurzfristige sowie langfristige körperliche, psychische und ökonomische Auswirkungen, die Frauen und Mädchen an einer gleichberechtigten und umfassenden Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hindern (UN Women).

Die Goethe-Universität setzt sich mit der Kampagne ‚laut*stark' gegen sexualisierte Diskriminierung und Gewalt ein. Auf der Website der Kampagne finden Interessierte und Betroffene außerdem Handlungsoptionen, Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten. 

 

Nov 23 2023

Stellungnahmen anlässlich des Eckpunktepapiers der Hessenkoalition von CDU und SPD

Gegen Sprachzensur an hessischen Hochschulen 


Ausschnitt aus der Stellungnahme der Landeskonferenz der hessischen Hochschulfrauen- und Gleichstellungsbeauftragten (LaKoF):
"Die LaKoF Hessen lehnt die geplante Sprachzensur an hessischen Hochschulen entschieden ab. Ein derartiges Verbot geschlechtergerechter Sprache widerspricht den Vorgaben des Hessischen Hochschulgesetzes zu Gleichstellung und Antidiskriminierung, es greift in die Freiheit von Wissenschaft und Kunst ein und läuft einer gesellschaftlichen Entwicklung hin zu einem wertschätzenden Umgang mit Vielfalt diametral entgegen. Wir fordern die Koalition auf, die Gleichstellungsarbeit an Hochschulen durch konstruktive Maßnahmen voranzubringen anstatt sie durch Verbote und Sprachzensur zu konterkarieren."


Das Cornelia-Goethe-Centrum hat ein Statement hessischer Wissenschaftler*innen und Geschlechterforschungszentren zum Eckpunktepapier der neuen Regierungskoalition in Hessen online gestellt. Darin wird Einspruch erhoben gegen die geäußerte Absicht, in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen wie den Hochschulen das Gendern mit Sonderzeichen zu verbieten.

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Rahmen ihres Gleichstellungs- und Diversitätskonzepts weitere Sensibilisierungsmaßnahmen zur Vermeidung von Biases entwickelt. Für die Begutachtung, Bewertung und Entscheidung von Forschungsvorhaben sind wissenschaftsgeleitete und damit auch diskriminierungsfreie Urteilsbildungsprozesse grundlegend. Dazu wurde ein fünfminütiger Film zu „Vorurteilsfreier Begutachtung“ in deutscher und englischer Sprache erstellt und ein Online-Dossier mit Informationen zur Vermeidung von Bias in wissenschaftlichen Urteilsbildungsprozessen.


Neue UniWiND-Publikation: Vielfalt und Chancengerechtigkeit in der Graduiertenförderung - Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen diversitätssensibel begleiten


Die neue UniWiND-Publikation nimmt unterschiedliche Diversitätsaspekte und -kategorien mit Fokus auf den Hochschulkontext und die damit verbundenen Herausforderungen für die Förderung von Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen (WiQ) in den Blick.

 

Nov 1 2023

Lehre und Studium diversitätsgerechter gestalten und Gender- und Diversity-Kompetenzen stärken - Jetzt anmelden! 

ELLVIS Workshops im WiSe 23/24

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