Prüfungen

Prüfungen stellen - auch in Corona-Zeiten - einen unverzichtbaren Bestandteil des akademischen Lebens dar. Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung Hessen erlaubt daher gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 3 ausdrücklich die Abnahme von Prüfungen und nimmt diese von den Kontaktbeschränkungen aus, um den aus Art. 12 Abs. 1 GG resultierenden Anspruch der Studierenden auf Durchführung von Prüfungen zu gewährleisten. Das Präsidium der Goethe-Universität folgt dieser Auffassung und betont, dass auf der Basis von zuvor durch den universitären Arbeits- und Gesundheitsschutz geprüften und genehmigten Hygienekonzepten (gemäß der Corona-Verordnung des Landes Hessen und der RKI Standards) auch unter Corona-Bedingungen eine Durchführung von Präsenzprüfungen verantwortbar ist. Die Goethe-Universität verfügt mittlerweile über umfassende Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Präsenzprüfungen unter Pandemiebedingungen. Die bislang sehr niedrigen Infektionszahlen an der Goethe-Universität bestätigen die Wirksamkeit der für die Durchführung von Prüfungen und Lehrveranstaltungen ergriffenen Maßnahmen. 

Die Prüfenden und die Prüfungsausschüsse können aufgrund der rechtlichen Vorgaben entscheiden, in welcher Form die Prüfungen abgenommen werden. Von diesen wird unter inhaltlichen und organisatorischen Gesichtspunkten eingehend geprüft, ob für die Kompetenzermittlung auch auf alternative (Online-) Prüfungsformate zurückgegriffen werden kann. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist, wird das Angebot einer Präsenzklausur aufrecht erhalten. Aus diesem Grund gibt es in manchen Modulen oder Fächern Präsenzklausuren und in anderen nicht. 

Die Goethe-Universität hat Regelungen getroffen (z.B. Freiversuchsregelung und Rücktritt von der Prüfung), damit Studierenden, die aus gesundheitlichen Gründen oder aus anderen persönlichen Gründen jetzt nicht an Präsenzklausuren teilnehmen können oder wollen, keine prüfungsrechtlichen Nachteile entstehen. Das Land Hessen hat zudem bereits angekündigt, die Regelstudienzeit für Studierende an hessischen Hochschulen auch im Wintersemester 2020/21 um ein Semester zu verlängern. Dies ist sicherlich nicht für alle betroffenen Studierenden vollends zufriedenstellend. Daher wägen wir als Goethe-Universität fortwährend neu Lösungsmöglichkeiten ab, um die Nachteile zu mindern.

Mund-Nasen-Bedeckungen (Community-Masken): Das Land Hessen schreibt in seiner 21. Verordnung zu Corona, die seit 2. November gilt, innerhalb von Gebäuden der Goethe-Universität und bei Vorlesungen, Seminaren und schriftlichen Prüfungen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) vor. Mit der Änderung der Corona-Verordnung zum 09. Januar 2021 muss auch bei praktischen Übungen und bei Laborpraktika eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Ausnahmen von der Pflicht MNBs zu tragen gelten nur für sportpraktische Veranstaltungen (aktiver Ausführung der sportpraktischen Übung) und mündlichen Prüfungen. Aufgrund der veränderten Pandemielage hat die Stadt Frankfurt am 27.10.2020 per Änderung der Allgemeinverfügung angeordnet, dass ab sofort die Pflicht besteht, eine Mund-Nasen-Bedeckung auch außerhalb von Gebäuden im öffentlichen Raum zu tragen. Dies betrifft nun auch die Freiflächen des Campus Westend der Goethe-Universität. Auch hier ist ab sofort das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Personen, die sich auf dem Gelände aufhalten, verpflichtend. 

Organisatorische Hinweise zu Präsenzprüfungen & Prüfungsankündigung
Kann eine Präsenzprüfung aufgrund der Pandemiebedingungen nicht durchgeführt werden oder übersteigt die Zahl der Anmeldungen zu einer Präsenzprüfung die pandemiebedingte Kapazität an Prüfungsplätzen, ohne dass eine alternative Prüfungsform angeboten werden kann, können Studierende auf den voraussichtlich nächstmöglichen Präsenzprüfungstermin verwiesen werden. Prüfungsrechtliche Nachteile dürfen dadurch nicht entstehen. Im Fall eines Kapazitätsengpasses ist durch den Prüfungsausschuss ein geeignetes transparentes Auswahlverfahren durchzuführen, das nicht die zeitliche Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt. Bei der Erstellung der Auswahlkriterien ist sicherzustellen, dass diejenigen Studierenden bei der Zulassung zur Prüfungsleistung Priorität genießen, die im besonderen Maße ein Interesse an der Ableistung der Prüfung haben; dabei sind der Studienfortschritt sowie Härtefälle zu berücksichtigen. Im Falle der Gleichrangigkeit entscheidet das Los.
Nachteile der Studierenden, die aufgrund der aktuellen Situation entstehenden, sollen prüfungsrechtlich soweit wie möglich ausgeglichen werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass grundsätzlich auch angesichts der derzeitig erschwerten Studien- und Prüfungsbedingungen die zwingenden rechtlichen Vorgaben, insbesondere der Prüfungsordnungen, weiter Geltung haben – sofern sie nicht von universitätsweiten Sonderregelungen außer Kraft gesetzt werden. Allerdings sind die rechtlichen Bestimmungen in einer angemessenen Weise der jeweiligen Situation anzupassen. Dies gilt insbesondere dort, wo Ermessenspielräume bestehen. Es sind einheitliche und transparente Kriterien im weitgehenden Interesse der Studierenden anzuwenden, dabei darf jedoch insbesondere das Prinzip der Chancengleichheit nicht verletzt werden.
Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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Wiederholung von ausgefallenen Prüfungen
Studierende haben einen Anspruch auf Lehr- und Prüfungsangebote, die ein ordnungsgemäßes Studium und einen Abschluss in der Regelstudienzeit ermöglichen. Liegt wie im Fall der Pandemie höhere Gewalt vor, bemühen sich alle Verantwortlichen dem oben beschriebenen Grundsatz entsprechend möglichst zeitnahe Angebote im Rahmen der fachlichen, räumlich-technischen und rechtlichen Möglichkeiten zu machen. Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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Prüfungen trotz Exmatrikulation
Sofern Studierende im Wintersemester 2020/21 ihr Studium abgeschlossen hätten, aber noch Prüfungsleistungen ausstehen, können diese im Sommersemester 2021 ohne Rückmeldung erbracht werden. Bis zum Abschluss der Prüfung werden die betreffenden Prüfungskandidatinnen und -kandidaten für Zwecke der Prüfungsverwaltung und hinsichtlich der Nutzung der Einrichtungen der Hochschule immatrikulierten Studierenden gleichgestellt.
Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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Mündliche Einzelprüfungen/Disputationen
Mit Zustimmung der Studierenden können auch videogestützte mündliche Prüfungen/Disputationen durchgeführt werden, sofern die Identitätsfeststellung gewährleistet ist und ansonsten die Prüfungsbedingungen eingehalten werden, insbesondere müssen neben den Prüfer*innen die Beisitzer*innen anwesend sein. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird die Nutzung der vom HRZ bereitgestellten Software VidyoConnect empfohlen.
Die Zustimmung der zu Prüfenden muss schriftlich vorliegen, eine eingescannte Erklärung reicht hierfür aus (Einwilligungserklärung). Ggf. erforderliche digitale Anmeldungen sind mit dem Prüfungsamt abzustimmen.
Interessierte, die Disputationen beiwohnen möchten, müssen sich rechtzeitig vorher bei den jeweiligen Prüfungskommissionsvorsitzenden elektronisch anmelden. Der/die Vorsitzende prüft, ob und inwieweit eine videogestützte Übertragung der Disputation möglich ist. 
Es wird empfohlen, bei mündlichen Prüfungen über die Videofunktion möglichst viel vom Raum einsehbar zu halten und vor Beginn der Prüfung den Arbeitsplatz durch den*die zu Prüfende*n zeigen zu lassen. Es liegt im Ermessen des*der Prüfers*in ob bei einer (technischen) Unterbrechung der Prüfung diese noch fortgesetzt werden kann.
Studierende haben keinen Anspruch auf online-Prüfungen, allerdings liegt es in der Verantwortung der Fachbereiche, ein möglichst verzögerungsfreies Studium zu ermöglichen. Sofern keine Onlineprüfung angeboten werden kann, sollte die Möglichkeiten der Äquivalenzprüfungen großzügig geprüft werden.
Vgl.: Verordnung über die Durchführung elektronischer Fernprüfungen; vom 8. Dezember 2020 (Nr. 66 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 21. Dezember 2020).

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Mündliche Staatsexamensprüfungen
Mündliche Staatsexamensprüfungen können in Räumen der Goethe-Universität durchgeführt werden. Voraussetzung ist die Einhaltung eines aktuellen Abstands- und Hygienekonzeptes. Vorlagen und weitere Informationen sind für die Prüfer*innen in der Corona-Toolbox (https://www.uni-frankfurt.de/91182040/ContentPage_91182040) hinterlegt.

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Hausarbeiten, Abschlussarbeiten und sonstige schriftliche Ausarbeitungen
Für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten mit Ausgabe zwischen dem 15. Mai und einschließlich 31. Oktober 2020 starteten die in der Ordnung festgelegten Bearbeitungsfristen mit dem Tag der Ausgabe und werden pauschal jeweils um drei Wochen verlängert. Prüfungsausschüssen der Studiengänge mit Staatsexamen ist es freigestellt, für die wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen der Staatsexamensprüfung davon abweichende Regelungen zu treffen. Dabei sind pandemiebedingte Herausforderungen der Studierenden angemessen zu berücksichtigen.

  • Für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten, für die feste Bearbeitungsfristen in den Studien- und Prüfungsordnungen geregelt sind und die zwischen dem 01. November 2020 und dem 31. März 2021 ausgegeben werden, wird die Bearbeitungsfrist pauschal um zwei Wochen verlängert.
  • Senatsbeschluss vom 20.01.2021: Für Abschlussarbeiten, für die feste Bearbeitungsfristen in den Studien- und Prüfungsordnungen geregelt sind und die zwischen dem 01. November 2020 und dem 31. März 2021 ausgegeben werden, wird die Bearbeitungsfrist pauschal zusätzlich um zwei Wochen (d.h. insgesamt um 4 Wochen) verlängert. Für die Abgabe schriftlicher Hausarbeiten empfiehlt der Senat ebenfalls eine zusätzliche Verlängerung der Abgabefrist. Die Länge wird vom Fachbereich festgelegt.
  • Für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten, für die feste Bearbeitungsfristen in den Studien- und Prüfungsordnungen geregelt sind und die zwischen dem 01. April 2021 und dem 30. September 2021 ausgegeben werden, wird die Bearbeitungsfrist pauschal um zwei Wochen verlängert.

Eine über die oben genannte Regelung hinausgehende individuelle Verlängerung der Abgabefristen ist möglich, wenn eine Abgabe nach der pauschal gewährten Fristverlängerung aufgrund einer individuellen Situation (Kinderbetreuung, geschlossene Schulen o.Ä.) nicht möglich ist. Dies ist mit dem Prüfungsamt bzw. den Prüfer*innen abzuklären.
Die Arbeiten sind in Abweichung zu den Prüfungsordnungen auf dem Postweg oder online als pdf einzureichen. Bei Online-Einreichung ist die unterschriebene Erklärung, dass die Arbeit selbstständig verfasst und alle benutzten Quellen und Hilfsmittel in der Arbeit angegeben sind, einzuscannen.
Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen.

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Äquivalente Prüfungsformen
Lehrende sind gebeten, für das Sommersemester 2021 soweit möglich auf Klausuren als Prüfungsform (Studien- und Prüfungsleistung) zu verzichten und großzügig auf Äquivalenzleistungen auszuweichen. Dies gilt explizit auch dann, wenn die studiengangspezifische Ordnung lediglich eine Klausur als Prüfungsleistung vorgesehen hat. Klausuren können bspw. in Formate umgewandelt werden, in denen keine eindeutigen Lösungen erfragt werden, sondern Argumentationen im Vordergrund stehen (z.B. Essay-Fragen), d.h. bei denen Austausch und Übernahme von Antworten unter den Studierenden als Plagiat ersichtlich wäre. Diese alternativen Prüfungsformen können als so genanntes take home exam bzw. als Online-Prüfungen (Prüfungen am heimischen PC in einer vorgegebenen Zeitspanne ohne Aufsicht) durchgeführt werden.
Prüfungsformen können grundsätzlich offen gewählt werden. Die Rahmenordnung gibt gängige Beispiele und keine abschließende Liste wieder. Sofern Prüfungsformen gewählt werden, die in der studiengangspezifischen Ordnung festgelegt sind, liegt dies im Ermessen der Lehrenden. Ebenso liegen äquivalente Studienleistungen im Ermessen der Lehrenden. Einer Zustimmung des Prüfungsausschusses (bei Eilbedürftigkeit der*des Vorsitzenden) bedarf es, wenn für Prüfungsleistungen Formen gewählt werden, die nicht in der jeweiligen Ordnung vorgesehen sind. Dies kann durch Sammelbeschluss erfolgen. Die Prüfungsausschüsse sind gebeten, unter den gegebenen Bedingungen pragmatisch zu entscheiden und Lösungsvorschläge aufzugreifen.

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Forschungsarbeiten im Kontext von Abschlussarbeiten
Forschungsarbeiten im Rahmen von Staatsexamen, Bachelor- oder Masterarbeiten (z.B. in Forschungsgruppen in Experimentallaboren) können unter Einhaltung der RKI-Sicherheitsstandards und mit expliziter Zustimmung der Studierenden stattfinden.

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Onlineprüfungen & Fernklausuren
Im Wintersemester 2020/21 ist es möglich, L-Plus bzw. EvaExam-gestützte Online-Prüfungen durchzuführen, an denen die Studierenden unbeaufsichtigt vom heimischen PC aus teilnehmen und Aufgabenstellungen in einer vorgegebenen Zeitspanne bearbeiten. Die Prüfung sollte so konzipiert werden, dass Hilfsmittel grundsätzlich erlaubt sind (Open-Book). Für diese Online-Prüfung ohne Aufsicht gibt es zwei Szenarien:

  • Prüfungen mit offenen Fragen, bei denen Argumentationen im Fokus stehen,
  • Multiple-Choice Prüfungen mit randomisierten Fragen.

Für beide Formate wird eine Eigenständigkeitserklärung eingefordert. Über die Anwendung der Onlineprüfungen entscheidet der Prüfungsausschuss.
Präsenzklausuren können, sofern die oder der Prüfende dies im Einvernehmen mit dem Dekanat entscheidet, gleichzeitig auch als Online-Klausur mit einer Online-Klausuraufsicht außerhalb des Universitätsgeländes abgelegt werden. Studierenden, die nach RKI-Standards zu einer Risikogruppe zählen oder die mit Personen aus einer Risikogruppe im selben Haushalt leben oder die aufgrund von Reisebeschränkungen nicht aus dem Ausland einreisen können, können die Teilnahme an der Online-Klausur bei der vom Fachbereich angegebenen Stelle beantragen. In Zweifelsfällen ist ein entsprechender Nachweis, insbesondere eine ärztliche Bescheinigung, vorzulegen.
Die Klausuraufsicht erfolgt über eine in die verwendete Software eingebettete Aufsichtslösung der Firma Pruefster über Freischaltung einer am Endgerät der Studierenden angeschlossenen Webcam und ggf. einer weiteren Kamera (bspw. eines Smartphones) sowie ggf. eines mit dem Endgerät der Studierenden verbundenen Mikrofons. Der oder die Studierende muss unmittelbar vor der Prüfung eine Identitätsfeststellung gemäß § 33 Abs. 9 Rahmenordnung gewähren und eine Einsichtnahme des Arbeitsplatzes zulassen. Letzteres gilt auch nach Aufforderung durch die Klausuraufsicht während der Prüfung. Im Übrigen gelten die Regelungen des § 35 Rahmenordnung für Klausurarbeiten, insbesondere Abs. 3 mit der Maßgabe, dass der Arbeitsplatz nur mit Erlaubnis der aufsichtsführenden Person verlassen werden kann, sowie Abs. 4.
Technische Störungen, die die oder der Studierende nicht zu vertreten haben, dürfen nicht zu ihren oder seinen Lasten gehen.  Solche Störungen sind von der oder dem Studierenden unverzüglich zu melden und im Protokoll festzuhalten, auch wenn die Bild- und Tonqualität nur eingeschränkt ist. Die oder der Prüfende entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, ob die Prüfung kurz unterbrochen und nach Behebung der Störung fortgesetzt oder abgebrochen wird. Im Falle eines Abbruchs gilt die Prüfung als nicht unternommen.
Diese Regelungen zu den Online-Klausuren mit einer Online-Klausuraufsicht gelten soweit keine entgegenstehenden Vorschriften durch das Land Hessen erlassen werden.
Vgl.: Verordnung über die Durchführung elektronischer Fernprüfungen; vom 8. Dezember 2020 (Nr. 66 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 21. Dezember 2020).

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Rücktritt von der Prüfung
Aufgrund der besonderen Gegebenheiten, soll ein Rücktritt ohne Angabe von Gründen bei Prüfungen und Erfolgskontrollen bis eine Woche vor dem Prüfungstermin möglich sein. Fachbereiche können eine kürzere Frist festlegen. Ein Rücktritt wegen Krankheit oder aus anderen triftigen Gründen (z.B. Schul- oder Kitaschließungen bei zu betreuenden Kindern) ist davon unabhängig möglich. Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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Freiversuchsregelung
Im Wintersemester 2020/2021 oder im Sommersemester 2021 abgelegte und nicht bestandene oder aufgrund Versäumnisses nicht bestandene Prüfungsleistungen, die nicht mehr wiederholt werden können, gelten als nicht unternommen, sofern nicht ein Täuschungsversuch oder ein anderer schwerwiegender Verstoß gegen Prüfungsvorschriften der Grund für das Nichtbestehen der Prüfungsleistung war. Studierende können sich einmalig pro Prüfungsfach für einen weiteren Prüfungsversuch an das zuständige Prüfungsamt wenden. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

Die voranstehende Regelung gilt auch für endgültig nicht bestandene Prüfungsleistungen, die im Sommersemester 2020 abgelegt wurden oder hätten abgelegt werden müssen. Der Antrag für die im Sommersemester 2020 abgelegten Prüfungen ist bis zum 31. März 2021 beim zuständigen Prüfungsamt zu stellen.

Zudem gilt eine universitätsweite Freiversuchsregelung für nichtbestandene Prüfungsleistungen (Abschlussarbeiten ausgenommen) für das Wintersemester 2020/21. Diese Regelung gilt nur einmalig pro Prüfung und nur für Prüfungsleistungen, für welche nicht bereits im Sommersemester 2020 oder im Wintersemester 2020/21 ein Freiversuch in Anspruch genommen wurde. Eine Freiversuchsregelung im Sinne der Notenverbesserung wird explizit ausgeschlossen. Etwaige in den studiengangspezifischen Ordnungen und in der Corona-Verordnung des Landes vorgesehene Regelungen, die darüber hinausgehen, bleiben unberührt. Prüfungen, die wegen Täuschung oder eines sonstigen ordnungswidrigen Verhaltens für nicht bestanden erklärt wurden, sind vom Freiversuch ausgenommen. Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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Prüfungseinsicht
Gemäß §52 Abs. 1 der Rahmenordnung haben Studierende innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines Moduls oder nach Abschluss des gesamten Prüfungsverfahrens Anspruch auf Prüfungseinsicht. Die studiengangspezifische Ordnung kann darüber hinaus vorsehen, dass Studierende auf Antrag zeitnah nach der Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen Einsicht nehmen können. Soweit in den Ordnungen letztere Regelung vorgesehen ist,  bemühen sich die Verantwortlichen auf Antrag der Studierenden ein möglichst zeitnahes Angebot im Rahmen der räumlich-technischen, personellen und (infektions-)rechtlichen Möglichkeiten zu machen. Ob eine Einsichtnahme beispielsweise technisch übermittelt möglich ist, liegt im Ermessen der Lehrenden. Sollte eine zeitnahe Einsichtnahme nicht möglich sein, können Studierenden bis spätestens ein Jahr nach Abschluss eines Moduls bzw. nach Abschluss des gesamten Prüfungsverfahrens ihr Prüfungseinsichtsrecht geltend machen.  Das Einsichtsrecht im Rahmen von Widerspruchsverfahren bleibt unberührt. Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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Auslage von Dissertationen und Gutachten
Maßgeblich ist die Promotionsordnung des Fachbereichs. Eine digitale Auslange ist im Rahmen der Ordnungen nicht vorgesehen. Es wird empfohlen, die physische Auslage der Dissertation gemäß der jeweils geltenden Promotionsordnung unter Beachtung der RKI-Vorschriften möglich zu machen. Ggf. kann eine zusätzliche digitale Auslage erwogen werden, allerdings nur mit explizitem Einverständnis der*des Promovenden und der Gutachter*innen, da es hierfür derzeit keine urheberrechtskonforme Lösung gibt.

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Externe Pflichtpraktika (Äquivalenzleistungen/Abbruch)
Es besteht die Möglichkeit, bei externen Pflichtpraktika auf Äquivalenzleistungen auszuweichen. Diese Entscheidung trifft der Fachbereichsrat, der sie auf den Prüfungsausschuss oder die Studienkommission delegieren kann. Müssen externe Pflichtpraktika abgebrochen werden, können sie noch gewertet werden, wenn mit der bereits abgeleisteten Praktikumszeit die Kompetenzziele weitgehend erreicht worden sind. Dies kann in der Regel nur mit mehr als 50% der vorgesehenen Praktikumszeit angenommen werden.
Diese Regelung gilt für alle gestuften und modularisierten Studiengänge der Goethe-Universität. Ferner gelten die beschlossenen Änderungen für die universitätsinternen Regelungen (bspw. Erfolgskontrollen) der Studiengänge mit Staatsexamen. Die Zuständigkeit der Landesprüfungsämter bleibt unberührt.

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