Veranstaltungen und Konferenzen

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Martin-Buber-Vorlesung in jüdischer Geistesgeschichte und Philosophie / Martin Buber-Lecture in Jewish Intellectual History and Philosophy

Buber 2020 martin buber lecture plakat

Webinar

Donnerstag, 3. Dezember 2020, 18.00 Uhr (MESZ) / Thursday, November 3, 2020, 6pm (CET)

Organized by: Martin Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Goethe-Universität Frankfurt
In cooperation with: Institut für England- & Amerikastudien (IEAS), Goethe-Universität Frankfurt
  Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg

Program

Welcome and introduction:

Prof. Dr. Christian Wiese (Goethe University Frankfurt)

Prof. Dr. Matthias Lutz-Bachmann (Forschungskolleg Humanwissenschaften, Bad Homburg)

Lecture: Prof. Susannah Heschel (Dartmouth College): Racism in America: The Past and Future of Black-Jewish Relations

The Buber-Lecture will take place as a Zoom-Webinar.  Should you like to attend the event online and participate in the discussion, please register by email under the following address by 2 December 2020: kramberger@em.uni-frankfurt.de and you will be sent the Zoom-link. The Buber-Lecture will also be streamed live on the YouTube Channel of the Martin-Buber-Professur (https://www.youtube.com/channel/UC3nXa7GsCUKLklTuMI5S-oA)

The meteoric rise of White Nationalism in the United States during the past three years has exposed the extent to which racism and antisemitism fester throughout the country. Scholars debate whether antisemitism is a species of racism (“hate”) or a separate phenomenon, and whether the same methods should be deployed against both. To what extent can and should Jews and African Americans join in combatting racism and antisemitism? What alliance between the two groups is possible and useful in the American context?

Many American Jews turn with pride to the active participation of Jews in the Civil Rights Movement (CRM), in which numerous rabbis and Jewish students took part in disproportionate number – and some died. The CRM alliances remain a powerful and inspiring memory, and many Jews long to revive the alliances of the 1960s. Yet the political context has changed and tensions between the two groups have increased sharply in recent decades for reasons that will be explained. 

This lecture will speak about the complex relations between Jews and the CRM; how African American experience might revise Jewish historical understanding; and discuss several new scholarly analyses of anti-Black racism published in recent years.

Prof. Susannah Heschel is the Eli Black Professor of Jewish Studies at Dartmouth College. Her scholarship focuses on Jewish-Christian relations in Germany during the 19th and 20th centuries, the history of biblical scholarship, and the history of anti-Semitism. Her numerous publications include Abraham Geiger and the Jewish Jesus (University of Chicago Press), which won a National Jewish Book Award, and The Aryan Jesus: Christian Theologians and the Bible in Nazi Germany (Princeton University Press). She has also taught at Southern Methodist University and Case Western Reserve University.

>Plakat / Poster


Hinweis zum Vortrag von Micha Brumlik

Der für Montag, den 30. November 2020 angekündigte Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik, "Frankfurt und seine Juden - ein Fall von Zugehörigkeit", muss leider ausfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Wir möchten Sie aber schon heute auf die internationale Konferenz "Das jüdische Frankfurt: Geistes- und Kulturgeschichte von der Emanzipation bis zum Beginn des Nationalsozialismus" hinweisen. Sie wird stattfinden vom 9. bis 11. Mai 2021, voraussichtlich im Jüdischen Museum Frankfurt. Nähere Informationen dazu folgen.


Das jüdische Frankfurt: Geistes- und Kulturgeschichte von der Emanzipation bis zum Beginn des Nationalsozialismus

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Internationale Konferenz

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen und der deswegen notwendig gewordenen Kontaktbeschränkungen kann die Konferenz "Das jüdische Frankfurt" nicht wie geplant vom 29.11.-1.12.2020 stattfinden, sondern wird in den kommenden Mai (voraussichtlich 9.-11.5.2021) verlegt.

Genauere Informationen folgen in Kürze.

Veranstalter:

Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Jüdisches Museum Frankfurt

Zentralrat der Juden in Deutschland

Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen, Augustana-Hochschule Neuendettelsau

LOEWE-Forschungsprojekt Religiöse Positionierung

Die Stadt Frankfurt nimmt in der deutsch-jüdischen Geschichte einen einzigartigen Platz ein. In Frankfurt bestand lange Zeit die größte jüdische Gemeinde Deutschlands, und bis 1933 war die Stadt eines der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Deutschland und in Europa. Ihre Geschichte wurde wie die wohl keiner anderen Stadt in Deutschland geprägt durch ihre jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die einen wesentlichen Anteil daran hatten, dass Frankfurt zu einer der bedeutendsten kulturellen und wirtschaftlichen Metropolen Deutschlands wurde. Frankfurt war aber auch die erste Stadt in Deutschland, die Juden zwang, in einem Ghetto zu leben, und eine der letzten, die diesen Zwang aufhob. Von den etwa 30.000 Juden, die 1933 in Frankfurt lebten, haben nur etwas mehr als 100 den Nationalsozialismus in der Stadt überlebt. Tausende wurden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet, viele weitere mussten fliehen. Trotzdem hat sich die Frankfurter jüdische Gemeinde nach schwierigen Anfängen nach 1945 heute wieder zu einer der größten und lebendigsten in Deutschland entwickelt.

Die Konferenz widmet sich der Geschichte der Juden in Frankfurt als herausragendes Beispiel und als zentraler Ort für die deutsche und die hessische jüdische Geschichte, für deren kulturelle, soziale und religiöse Entwicklung und für die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden. Sie untersucht, wie sich Frankfurt zu einer so bedeutenden jüdischen Stadt entwickelt hat, aber auch wie es zu einem Ort der Ausgrenzung und Verfolgung wurde, und sie diskutiert das Verhältnis der Frankfurter jüdischen Gemeinden zur Stadt Frankfurt und zu deren jüdischen und nichtjüdischen Bewohnern. Sie fragt außerdem nach der Rolle Frankfurts für die jüdische Geschichte Hessens und nach der Bedeutung der Stadt und ihrer jüdischen Gemeinden für die Gemeinden und für die Juden in der Region und darüber hinaus. Die Konferenz bringt dafür international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und präsentiert die neuesten Erkenntnisse der Forschung zur jüdischen Geistes- und Kulturgeschichte Frankfurts. Sie ist damit Teil des Projekts „Synagogen-Gedenkbuch Hessen“, das sich eine umfassende Erforschung und Dokumentation der Geschichte der hessischen jüdischen Gemeinden und ihrer Synagogen zum Ziel gesetzt hat.. 

>Plakat


Religiöse Konflikte - Religion und Konflikt - Religion und Gewalt

Buber ringvorlesung ws 2019 20

Ringvorlesung Wintersemester 2019/20

Montags 18-20 Uhr

Goethe-Universität, Campus Westend, Hörsaalzentrum 13

Überall auf der Welt scheinen religiöse Konflikte an Virulenz zu   gewinnen und lösen so kontroverse Debatten über das zwiespältige Potenzial religiöser Überzeugungen: Sie wirken in einer globalisierten Welt ebenso sinnstiftend wie zerstörerisch. Vor allem den monotheistischen Religionen wird wegen ihrer exklusiven Geltungsansprüche häufig vorgeworfen, sie seien nicht pluralismusfähig, sondern neigten zum gewaltsamen Umgang mit Konflikt und Differenz. Verursachen Religionen tatsächlich Konflikte oder leiden sie nur unter einem schlechten Image? Wie ist das Verhältnis von religiösen und politischen Aspekten im Kontext solcher Konflikte? Wie können Gesellschaften die durch religiös-kulturelle Pluralisierung ausgelösten Ängste, Vorurteile und Konflikte begrenzen und verhindern, dass religiöse Differenzen destruktive Formen annehmen? Welches friedensstiftende Potential besitzen sie? In der Ringvorlesung reflektieren internationale Referent*innen über historische, theologische, soziologische, politikwissenschaftliche und pädagogische Aspekte der Thematik. 

>Plakat/Programm