Veranstaltungen

Umgang mit Macht und Hierarchien im Wissenschaftssystem

07.02.2023

Auf allen Ebenen werden Eigeninteressen verfolgt und individuelle oder kollektive Strategien zur informellen Einflussnahme oder zur Vermeidung von Kontrolle eingesetzt. Informelle, offiziell nicht sanktionierte Praktiken – mikropolitische Spiele - wirken oft stärker als die formal geregelten Abläufe. Das Wissenschaftssystem zeichnet sich durch eigentümliche Institutionen und hierarchische Organisationsformen aus, in denen häufig kontrollierende Instanzen fehlen und unklare Kompetenzen bestehen. Unabhängig davon, auf welcher Ebene ihrer Einrichtung Sie aktiv sind, machen Sie früher oder später die Erfahrung, dass Fachkompetenz und sachliche Auseinandersetzung allein nicht zum Ziel führen. Formale Regelwerke werden umgangen, institutionell definierte Verantwortlichkeit erweist sich bei einer Entscheidungsfindung als unwichtig, rivalisierende Lager beeinträchtigen die Zusammenarbeit, … Manche Abläufe werden als unproduktiv oder frustrierend erlebt. Es kommt aber auch vor, dass durch das Erfassen von Situationen, geschicktes Kommunizieren und machtbewusstes Vorgehen schwierige Situationen gemeistert werden können.  

Mit dem organisationstheoretischen Konzept Mikropolitik können wir Manifestationen des alltäglichen Aufbaus und Einsatzes von Macht in Organisationen systematisch begreifen: die aktive Einflussnahme auf das Geschehen in Organisationen. Dabei geht es nicht nur um das Kommunikationsverhalten von Führungskräften. Auf allen Ebenen werden Eigeninteressen verfolgt und individuelle oder kollektive Strategien zur informellen Einflussnahme oder zur Vermeidung von Kontrolle eingesetzt.

Inhalte:

  • Wissenschaftssystem und -organisation
  • Konzepte: Macht, Mikropolitik, Machtspiele, Machtressourcen 
  • typische ‚Arenen' und Praxisfälle 
  • Verhaltensspielräume und mikropolitischer ‚Werkzeugkasten': Analysen, Reflexionen, kommunikative Techniken.
  • Implikationen für Organisationsentwicklung und institutionellen Wandel

Ziele: 

Auf der Basis eines theoretischen Zugangs wird Teilnehmenden die Möglichkeit geboten, im Systemkontext Machtprozesse im eigenen Umfeld sowie eigene Rollen in mikropolitischen Spielen – als „Opfer“ oder als „Agierende“ – zu reflektieren. Sie werden dazu angeregt, eine eigene reflektierte Haltung zu Macht und mikropolitischer Einflussnahme zu entwickeln und Ressourcen und Strategien zu identifizieren, um die eigene Machtkompetenz zu erweitern

Methoden:

  • sukzessive Inputs zu Begriffen und Modellen mit Praxisbeispielen
  • Moderation des Erfahrungsaustauschs im Plenum
  • Einzelarbeit und Kleingruppenarbeit
  • Arbeit an eigenen Beispielen oder Fallbeispielen. 

Zielgruppe:

  • Junior- und Tenure-Track-Professorinnen*
  • Nachwuchsgruppenleiterinnen*
  • Privatdozentinnen*
  • Habilitandinnen*
  • späte Postdoktorandinnen* mit Führungs- und (Projekt)Leitungserfahrungen

Termin: 07. Februar 2023, 09.00 - 16.30 Uhr 

Referent*in: Dr. Veronika Fuest (in-cooperation)

Format: Online via Zoom

Anmeldung mit Anmeldebogen bis 14.12.2022 an gutjahr@em.uni-frankfurt.de.

Das Training steht Personen offen, die sich als Frau* identifizieren.

BOXENSTOPP für Frauen* in Führung

09.02.2023

Führungskräfte sind verantwortlich dafür, dass die wichtigen Abläufe in der Abteilung oder im Team zuverlässig und reibungslos funktionieren. Sie gestalten die Kultur und die Zusammenarbeit im Team, sie motivieren andere und sorgen dafür, dass gemeinsam Ziele erreicht und sichtbar werden. Sie sind verantwortlich für die Effektivität der eigenen Arbeit und die der anderen. Insbesondere bei Frauen* kommen die Aufgaben und Rollen außerhalb der Universität hinzu: Verantwortlichkeiten als Mütter, Partnerinnen, pflegende Töchter, sich sozial Engagierende und oft Haupt-Zuständige für den privaten Haushalt. Für viele Frauen* in verantwortlichen Positionen ist die Menge an Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten, Organisationsüberlegungen und vielfacher Belastung normal geworden, und sie meistern diesen Marathon großartig. Aber was bleibt oft auf der Strecke? Was könnte einfacher sein, wenn …?
In diesem Workshop geht es darum, innezuhalten und “die Säge zu schärfen", damit Frauen* in Führungspositionen sich die Freiräume schaffen, die sie brauchen, um all' ihren Aufgaben nicht nur gerecht zu werden, sondern sie auch aktiv und kreativ zu gestalten. Sie werden ermutigt, Ihre persönlichen Stärken und Spielräume zu erkennen und zu nutzen. Sie reflektieren Ihre Denk- und Handlungsmuster und erarbeiten sich konkrete Maßnahmen, die Ihnen ermöglichen, Ihren Führungsalltag effizient und erfüllend zu gestalten und gleichzeitig neue Freiräume zu finden, für die Dinge, die Ihnen wichtig sind.

Inhalte:

  • Führung beginnt mit Haltung 
  • Selbstführung und Selbstmanagement 
  • Selbsterneuerung (nach Stephen Covey) 
  • Innerer und äußerer Status - Führungsstile 
  • Fünf Führungsstile (nach Stefan Merath) 
  • Führungswerte 
  • Proaktiver Führungsfokus Kultur und Kommunikation 
  • Selbstverantwortung des Teams 
  • Feedback-Kultur und Transparenz 
  • Synergien schaffen 
  • Frauenkommunikation in einer hierarchischen Hochschulwelt - Die Regeln der Spiele um Status und Macht

Ziele: 

Teilnehmende… 

  • erkennen ihre persönlichen Stärken und Spielräume 
  • Reflektieren ihre Denk- und Handlungsmuster 
  • Erarbeiten einen Handlungsplan für mehr Erfüllung und Effizienz im Führungsalltag
  • Entwickeln eine Strategie für mehr Selbstfürsorge

Methoden:

  • Trainerinnen-Inputs, -Feedbacks und Plenumsdiskussionen 
  • Demonstrationen und praktische Übungen 
  • Transfer- und Reflexionsübungen 
  • Trainingsteams Peer-to-Peer

Termin: Donnerstag, 09. Februar 2022, 9:00 - 17:30 Uhr  

Referent*in: Dr. Maike Zöger,  Lukas Bischoff Hochschulberatung

Format: Präsenz (Raum wird noch bekanntgegeben)

Der Workshop richtet sich an alle Personen, die sich als Frau* definieren.

Anmeldung mit Anmeldebogen bis 10.01.2023 an training.gleichstellung@uni-frankfurt.de.

Konfliktprävention und -Management für weibliche* Führungskräfte in Verwaltung und Technik

16.03.2023

Im Grunde sind Konflikte nützlich und helfen uns eine Sache voranzutreiben. Neue Perspektiven zu gewinnen und unsere Horizonte zu erweitern. Konstruktiv können wir mit Konflikten umgehen, wenn wir eine gewisse Konfliktkompetenz entwickeln. Selbstbewusst auftretende Frauen geraten in Führungssituationen durch ihr Engagement häufiger in Konflikte als männliche Kollegen - denn die gegenseitige Wahrnehmung in Gesprächssituationen ist (immer noch) von Stereotypen geprägt. Die individuellen Bewältigungsstrategien für Konflikte sind bei Frauen jedoch genauso unterschiedlich wie bei Männern. Konfliktprävention und Konfliktlösung sind klassische Kernaufgaben von Führung, egal ob in einer disziplinarischen oder lateralen Führungsrolle. In der öffentlichen Verwaltung kommt noch hinzu, dass es mittlerweile häufig interne Regelwerke, z.B. in Form von Dienstvereinbarungen, gibt, welche die aus Sicht der Verwaltungsleitung wünschenswerten Verfahrens- und Vorgehensweisen bei Konflikten festschreiben.
Als weibliche* Führungskraft geht es beim Thema Konflikt um verschiedene Situationen: 

  • Konflikte zwischen Mitarbeitenden
  • Konflikte zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden 
  • Konflikte auf der gleichen Führungsebene oder mit der eigenen Führungskraft


Inhalte:

  • Konfliktträchtige Situationen rechtzeitig erkennen und professionell bearbeiten 
  • Persönliche, systemische Konfliktanalyse und Zielklärung
  • der Konflikt ist schon da: professioneller Umgang mit den verschiedenen Konfliktsituationen
  • Konfliktverhalten und der Umgang mit Rangordnungen 
  • Kommunikation: Statusverhalten, Machtspiele und andere kritische Situationen 
  • Verstanden werden, Grenzen setzen, Abschied von der „Harmoniefalle“ 
  • Methoden und Techniken für unterschiedliche Konfliktsituationen im Arbeitsleben
  • deeskalierende Gesprächstechniken
  • Grundlagen zum lösungsorientierten Ansatz (de Shazer/Berg, Watzlawick, usw.) 
  • Grundregeln lösungsorientierter Gesprächsführung 
  • Methoden und Techniken für Interventionen (z.B. Reframing und Framing, körpersprachliche Techniken usw.) 
  • Konfliktgespräche aktiv und konstruktiv führen 
  • Mediation von Konflikten 
  • wenn nichts mehr hilft: disziplinarische Handlungsoptionen ausloten

Ziele: 

Die Teilnehmer*innen

  • verfügen über ein in Übungen erprobtes Repertoire an Konfliktinterventionsstrategien und können entscheiden, welche Methode zu ihrer Person und zur jeweiligen (Führungs) Situation passt
  • kennen ihre persönliche Werthaltung und ihr Konfliktverhalten in der Praxis
  • sind in Konfliktsituationen kommunikativ in der Lage, Beziehungen auf Augenhöhe aufzubauen
  • beobachten bei der Konfliktintervention Auswirkungen auf andere betroffene Bereiche
  • beherrschen die Grundlagen der lösungsorientierten Gesprächsführung und können diese in Konfliktsituationen oder bei anderen herausfordernden Gelegenheiten zielführend einsetzen

Methoden:

  • Vor- und Nachbereitung via Moodle-Lernplattform
  • Übungsorientierter Workshop mit Fallbeispielen, kollegialem Austausch und Übungsaufgaben

Teilnahmevoraussetzung: Bereitschaft zur selbstständigen Vor- und Nachbereitung von je 2h Arbeitszeit  

Termin: 16.03.2023, 09:00-14:30 Uhr

Referent*in: Dr. Eva Reichmann 

Format: Online

Der Workshop richtet sich an alle Personen, die sich als Frau* definieren.

Anmeldung mit Anmeldebogen bis 16.02.2023 an training.gleichstellung@uni-frankfurt.de.

Geschlechtervielfalt im Beratungsalltag 

27.04. & 04.05.2023

Der Workshop „Geschlechtervielfalt im Beratungsalltag“ soll die Teilnehmer*innen dazu einladen, die eigene Haltung gegenüber Geschlecht, Geschlechtsidentität und Geschlechterstereotypen im Beratungszusammenhang zu reflektieren. Grundlegend dafür ist die Kenntnis der relevanten Begrifflichkeiten sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die ebenfalls Thema im Workshop sind. Zudem besteht die Möglichkeit, konkrete Beratungsangebote und Beratungsprozesse auf geschlechtsstereotype oder geschlechterblinde Denkweisen und Darstellungsformen – durch Bilder, Sprache, Redewendungen o.ä. – zu überprüfen. Der Workshop ist handlungsorientiert gestaltet, sodass der einfache Wissenstransfer auf den Arbeitsalltag möglich ist. Das Angebot wird als zweiteiliger Online-Workshop durchgeführt. 

Inhalte:

  • Führung beginnt mit Haltung 
  • Selbstführung und Selbstmanagement 
  • Selbsterneuerung (nach Stephen Covey) 
  • Innerer und äußerer Status - Führungsstile 
  • Fünf Führungsstile (nach Stefan Merath) 
  • Führungswerte 
  • Proaktiver Führungsfokus Kultur und Kommunikation 
  • Selbstverantwortung des Teams 
  • Feedback-Kultur und Transparenz 
  • Synergien schaffen 
  • Frauenkommunikation in einer hierarchischen Hochschulwelt - Die Regeln der Spiele um Status und Macht

Ziele: 

Die Teilnehmer*innen

  • haben über eigene Vorstellungen über Geschlecht, Geschlechtsidentität und –Rollen und damit verbundene Implikationen für die eigene Beratungshaltung reflektiert
  • kennen spezifische Herausforderungen für TIN*-Studierende und –Mitarbeitende im Studien- und Arbeitsalltag
  • kennen Gender als strukturwirksame Kategorie

Methoden:

  • Inputs, interaktive Übungen, Reflexionsrunden, Fallbeispiele, Praxisanwendungen
  • Reflexions- und Erprobungsphase zwischen den beiden Terminen

Termine: Teil 1: 27.04.2023, 09:00-12:00 Uhr; Teil 204.05.2023, 09:00-12:00 Uhr

Referent*in: Jennifer J* Moos

Format: 2-teiliger Live-Online Workshop; Link nach Anmeldung

Der Workshop richtet sich an alle Personen, die sich als Frau* definieren.

Anmeldung mit Anmeldebogen bis 27.03.2023 an training.gleichstellung@uni-frankfurt.de.

#Teamchefin: Führen Sie ihr Team motiviert und professionell 

16.10.2023

Frauen führen ihre Teams zu besseren Leistungen - das zeigt eine Studie mit dem Titel "Teamwork, Leadership and Gender". Dennoch ist es für Frauen immer noch schwieriger als für Männer, sich in Führungsposition und Teamleitungsfunktion im Hochschulbereich durchzusetzen. Das Führen von Teams stellt Vorgesetzte generell vor besondere Herausforderungen: Sie sollen Mitarbeitende individuell fördern und dabei gleichzeitig das Team als Ganzes entwickeln. In den hierarchischen Strukturen einer Verwaltung soll Teamführung dennoch möglichst kooperativ stattfinden (also ein Führungsstil, der häufig von Frauen bevorzugt wird) - dennoch geht es auch darum, klare Anweisungen zu geben und Rahmen des eigenen Führungshandelns auszuloten. Eine weitere Herausforderung von Frauen in Teamleitungsfunktion ist oft, sich auf der hierarchisch gleichen Ebene mit anderen (männlichen) Teamleitungen abzustimmen und dort die Interessen des eigenen Teams zu vertreten. Im Workshop behandeln wir alle Herausforderungen, die auf Frauen in Teamleitungsfunktion im administrativen Umfeld zukommen können.

Inhalte:

  • Was unterscheidet eine Gruppe von einem Team?
  • Team entwickeln: Typische Teamphasen
  • Rollen im Team – Situationsbedingtes Verhalten von Mitarbeiter*innen
  • Eigenen Führungsrahmen ausgestalten
  • Laterales Aushandeln: Kommunikation mit anderen Teamleitungen
  • Teamziele definieren und verfolgen
  • Kommunikation und Feedback im Team
  • Effektive Teammeetings
  • Rahmenbedingungen für ein positives Arbeitsklima schaffen
  • Teammitglieder auch bei fehlenden finanziellen Anreizen motivieren und begeistern
  • Motivierung von Mitarbeitenden bei unfreiwilliger Mitarbeit an Projekten
  • Die richtige Mischung zwischen gemeinsamen Entscheidungen und klaren Vorgaben

Ziele: 

Die Teilnehmer*innen

  • machen sich mit ihrer Rolle, ihren Aufgaben und Pflichten als Gruppen-, Team- und Referats- oder Abteilungsleitung vertraut
  • erfahren, wie sie ein Team optimal zusammensetzen und entwickeln,
  • kennen die Phasen, die ein Team durchläuft,
  • lernen die Grundprinzipien erfolgsorientierter Teamführung und –Motivation kennen,
  • sehen, was sie als Führungskraft tun können, um Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit zu fördern

Methoden:

  • Vor- und Nachbereitung via Moodle-Lernplattform
  • Übungsorientierter Workshop mit Fallbeispielen, kollegialem Austausch und Übungsaufgaben

Teilnahmevoraussetzung: Bereitschaft zur selbstständigen Vor- und Nachbereitung von je 2h Arbeitszeit  

Termin: 16.10.2023, 09:00-14:30 Uhr

Referent*in: Dr. Eva Reichmann

Format: Online

Der Workshop richtet sich an alle Personen, die sich als Frau* definieren.

Anmeldung mit Anmeldebogen bis 14.09.2023 an training.gleichstellung@uni-frankfurt.de.

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