Dr. Merle Weicker

Projekte

Laufend

Wissenschafts-Praxis-Kooperation zur Unterstützung des Textverständnisses von Schüler*innen in MINT-Fächern (TeWiPrax)

zusammen mit Rebecca Höhr, Barbara Voet Cornelli

Finanzierung: IDeA (07/2025 – 06/2026)

Im Projekt TeWiPrax entwickeln und erproben Wissenschaftler*innen und Lehrkräfte aus der Forschungsgruppe „Sprachförderung/ Mehrsprachigkeit“ des Programms „Campusschulen“ gemeinsam Materialien, die Schüler*innen der Sekundarstufe beim Verstehen von naturwissenschaftlichen Texten unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung des bildungs- und fachsprachlichen Wortschatzes.

Kausale Konnektoren: Formen und ihre Funktion für das Textverstehen

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG (Sachbeihilfe, 01/2025-12/2027)

Das Projekt untersucht, welchen Einfluss syntaktische und semantische Eigenschaften von kausalen Konnektoren und individuelle sprachliche Fähigkeiten der Lesenden auf das Textverständnis am Ende der Grundschulzeit haben. Interessant ist dabei, dass kausale Relationen im Deutschen mittels verschiedener Konnektoren (z.B. weil, denn, nämlich, deshalb, sodass) ausgedrückt werden können, die sich in ihren grammatischen Merkmalen unterscheiden. Das Projekt untersucht, wie Kinder am Ende der Grundschulzeit diese Diversität meistern und welche Eigenschaften und Fähigkeiten der Lesenden sich auf das Verstehen auswirken. Im Projekt werden Leseexperimente eingesetzt, die das Textverstehen sowohl offline (anhand von Verstehensfragen nach dem Lesen) als auch on-line (anhand von Lesezeitmessungen und Blickbewegungsmessungen während des Lesens) untersuchen. Auf diese Weise können mögliche Asymmetrien zwischen den Verarbeitungsebenen festgestellt werden.

Negation beyond language: Interactions between verbal and nonverbal negation

zusammen mit Carolin Dudschig (Universität Tübingen)

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG (SFB1629: Negation in language and beyond, 4/2024 – 12/2027) 

In diesem Projekt untersuchen wir Negation als multimodales Phänomen, d.h. in Sprache und in sprachbegleitenden Ausdrücken wie Handgesten, Kopfschütteln und Mimik. Aus einer psycholinguistischen und kognitiv orientierten Verarbeitungsperspektive befassen wir uns mit dem Verstehen nonverbaler Negation bei deutschsprachigen Erwachsenen und Kindern. Wir untersuchen die Arten und Funktionen nonverbaler Negationsausdrücke und ihre Integration mit Negationswörtern. Darüber hinaus beziehen wir die Sprecherperspektive mit ein und untersuchen die Verwendung von nonverbaler und verbaler Negation bei Erwachsenen, um zu identifizieren, in welchen Kontexten verbale und nonverbale Negation verwendet werden.

Vari: Der Umgang mit sprachlicher Variation bei monolingualen Kindern im Vorschulalter 

Das Projekt untersucht, wie Kinder im Vorschulalter mit Variation in der Sprache umgehen. Der inhaltliche Fokus liegt auf dem Erwerb von Adjektiven wie groß, sauber oder gelb. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu der Frage, wie Kinder die grammatischen Regeln ihrer Erstsprache und die Bedeutung von Äußerungen erwerben können, wenn der sprachliche Input nicht eindeutig ist.