Institut für Musikwissenschaft

Saxer trauernachricht sw

Das Institut für Musikwissenschaft trauert um Prof. Dr. Marion Saxer

Obwohl wir wussten, dass unsere hochgeschätzte, liebe Kollegin an einer schweren Krankheit litt, hat uns die Nachricht von ihrem Tod am 18. Mai 2020 doch zutiefst bestürzt und erschüttert. Wir können uns kaum vorstellen, dass sie mit ihrer mitreißenden Energie, ihrer eindrucksvollen Kreativität und ihrer liebenswürdigen Kollegialität das Institutsleben nicht mehr mitprägen wird.

Seit 2013 hatte Marion Saxer die Professur für Historische Musikwissenschaft mit den Schwerpunkten zeitgenössische Musik und Klangkunst am Institut für Musikwissenschaft der Goethe-Universität inne. Durch ihre große Expertise und ihre Begeisterung für den interdisziplinären Dialog hat sie nicht nur viele anregende Impulse für interakademische Diskurse gegeben, sondern auch im Hinblick auf Künstler*innen und Komponist*innen. Ihren Standpunkt vertrat sie dabei immer leidenschaftlich und mit Lust zur konstruktiven Auseinandersetzung. Mit besonderem Engagement bereicherte Marion Saxer die Lehre durch die Einbindung musikpraktischer Elemente und ihrer Initiative verdanken wir die gewachsene Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ihre Begeisterung für das Fach Musikwissenschaft konkretisierte sich nicht zuletzt in ihrem unermüdlichen Einsatz für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Marion Saxer hinterlässt eine große Lücke – für die Studierenden, ihre Doktorand*innen und die  Kolleg*innen. Sie bleibt uns unvergessen.

Die Mitarbeiter*innen des Instituts für Musikwissenschaft

(Der Nachruf im UniReport ist hier zu finden.)



Aktuelle Studieninformationen aufgrund der Covid-19-Krise (Stand 29.6.):

Nach dem Eilbeschluss des Präsidiums in der vergangenen Woche und mit der Möglichkeit, wieder Ausleihen in der Bibliothek zu tätigen, laufen die ausgesetzten Bearbeitungsfristen für Hausarbeiten (Abschlussarbeiten und sonstige schriftliche Ausarbeitungen) nun weiter.

Mit dem Stichtag des 15. Mai ist der damit in Kraft getretene späteste Abgabetermin für schriftliche Hausarbeiten oder sonstigen schriftlichen Ausarbeitungen aus dem Wintersemester 2019/20 der 31. Juli 2020.

Genauere Informationen entnehmen Sie den Seiten der Goethe-Universität: https://www.uni-frankfurt.de/87795602/Prüfungen#hausar.
Über die Durchführung von noch ausstehenden mündlichen Prüfungen informieren Sie sich hier: https://www.uni-frankfurt.de/87795602/Prüfungen#muendeinz.

Die Institutsbibliothek ist seit Montag, d. 18.5. wieder eingeschränkt geöffnet. Näheres finden Sie auf der Seite der Bibliothek.

Information zu Lehrveranstaltungen im Sommersemester:
Nach aktuellem Stand wird es im gesamten Semester keine Präsenzlehre geben. Klausuren können aber voraussichtilich geschrieben werden.

Wichtig: Nach wie vor sind alle Gebäude nur für Bedienstete zugänglich.

Die neuesten Meldungen finden Sie hier
Informationen zu den Rahmenbedingungen zu Studium und Lehre hier

Informationen über die Maßnahmen zur Begrenzung des Corona-Risikos:
Die entsprechenden Informationen finden Sie unter: http://www.uni-frankfurt.de/corona

Für das Institut für Musikwissenschaft ergeben sich daraus folgende Schritte:

  • Der Beginn der Vorlesungszeit im Sommersemester ist zunächst auf den 20. April verschoben. Das Präsidium der Goethe-Universität hat alle Studierenden angeschrieben und auf die neue Situation hingewiesen. Die Studienanfänger*innen erhalten Nachricht über das SSC.
  • Das Institut für Musikwissenschaft wird über mögliche notwendige Änderungen der Lehrveranstaltungen auf der Homepage des Instituts  informieren. Das gilt auch für die Veranstaltungen für die Studienanfänger*innen sowie die neuen Master-Studierenden.
  • Das Institut für Musikwissenschaft wird sich mit allen Kräften bemühen, dass den Studierenden aus den gegebenen Umständen kein Nachteil erwächst
  • Die Tätigkeit des Sekretariats ist vorwiegend auf Home-Office umgestellt. Dringende Anfragen stellen Sie bitte per Mail.
  • Persönliche Beratungen und Sprechstunden können nicht stattfinden. Auch hier ersuchen wir Sie, sich an die Betreffenden per Mail zu wenden.
  • Da es bei den jetzt getroffenen Maßnahmen ständig zu Änderungen kommen kann, bitten wir Sie, sich auf den Homepages der Universität und des Instituts für Musikwissenschaft auf dem Laufenden zu halten.

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Profil des Instituts

Das Frankfurter Institut für Musikwissenschaft, an dem derzeit ca. 600 Studierende eingeschrieben sind, gehört zum Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften (FB 09) der Goethe-Universität. Den Studierenden bietet es in vielerlei Hinsicht ein anregendes Umfeld. Stärke in der Forschung, inneruniversitäre Kooperationen, die Erprobung innovativer, praxisorientierter musikwissenschaftlicher Lehrformen und die Vernetzung mit Frankfurter Musikinstitutionen (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Oper Frankfurt, Hessischer Rundfunk, Hindemith-Institut, RISM etc.) gewährleisten den Erwerb eines vertieften fachspezifischen Kernwissens, die Diskussion aktueller Fragestellungen des Fachs und die Anbindung an die Musikkultur der Gegenwart in ihrer ganzen Breite.

Die Personalkonstellation der Mitarbeiter erlaubt ein breites thematisches Angebot innerhalb der Lehre. Abgedeckt werden gleichermaßen musikhistorische Fragestellungen wie musikethnologische oder musiksystematische Felder. Der Schwerpunkt der historischen Musikwissenschaft liegt auf der europäischen Musik vom 17. bis 21. Jahrhundert, was popularmusikalische Kulturen ebenso einschließt wie die Auseinandersetzung mit medienspezifischen musikalischen Fragestellungen. Daneben gehört die Beschäftigung mit außereuropäischen Kulturen zum spezifischen Profil des Instituts wie der Fakultät. Denkfiguren wie Kulturtransfer und Interkulturalität bestimmen den Diskurs ebenso wie traditionelle, analysebasierte Methoden der Musikforschung.

Das Profil des Instituts spiegelt sich in den vier Kernmodulen des BA-Studiengangs wider: 1. Historiographie/Musikgeschichte, 2. Musikkulturen: lokal/global, 3. Interpretation/Performance, 4. Mediale Kontexte. Der forschungsorientierte Masterstudiengang (Start: Wintersemester 2015/16 – Bewerbung ab Anfang Juli möglich!) umfasst ein breites, exklusiv auf der Master-Niveaustufe angesiedeltes Lehrangebot und ermöglicht in einer flexiblen Modulstruktur die individuelle fachwissenschaftliche Vertiefung in einem oder mehreren der Kernbereiche 1. Historiographie, 2. Musikethnologie, 3. Interpretation und 4. Ästhetik/Medien.

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts sind im Bereich der neueren europäischen Musikgeschichte angesiedelt, vorwiegend im Musiktheater. Während in Frankfurt bislang ein besonderer Akzent auf Musikästhetik und Musiktheorie lag, wird sich künftig die Forschung vor allem an den Themenfeldern Interpretation, Edition und Medien ausrichten. In der Verklammerung von Interpretation und Edition entwickeln die am Institut angesiedelten Projekte (OPERA, Gluck-Gesamtausgabe oder Freischütz Digital) Methoden moderner Editions- und Interpretationsforschung, was die Implementierung digitaler und multimedialer Plattformen einschließt. Im Aufbau befindliche Forschungsprojekte zur zeitgenössischen Musik fokussieren insbesondere die Medienkonstellationen von Musik. Hinsichtlich des medialen Kontexts ist auch das am Institut befindliche mechanische Reproduktionsklavier (inklusive einer großen Rollen-Sammlung) von Bedeutung.

Das Institut bietet den Studierenden die Möglichkeit, im Universitätsorchester, dem Universitätschor sowie in verschiedenen Kammermusikensembles (Collegium musicum) mitzuwirken.


Aktuelles

Virtuelle Ausstellung online

Die virtuelle Ausstellung "Richard Strauss in der Sammlung Manskopf" kann nun hier besichtigt werden. Sie ist das Ergebnis eines interdisziplinären Studienprojekts zwischen Germanistik (Prof. Bernd Zegowitz) und der Musikwissenschaft (Prof. Thomas Betzwieser).

Kolloquium

Alle Examenskandidaten (BA, MA und Mag.) nehmen bitte mit Frau Prof. Dr. Daniela Philippi Kontakt auf. Sie koordiniert die Termine für die jeweiligen Vorträge im Kolloquium.

Philippi@em.uni-frankfurt.de

Werktextblog online

Der Werktextblog des Projekts Konzertdramaturgie ist online. Bis November werden dort regelmäßig neue Texte erscheinen.

Zum Projekt selbst siehe hier.

Lisa-Maria Brusius

Zum 1. April 2020 begrüßen wir die neue Assistentin für Musikethnologie, Dr. des. Lisa-Maria Brusius.

Im Sommersemester wird sie ein Seminar zur Transkription in der Musikethnologie halten. Informationen zur ihrer Person sind demnächst auf der Institutswebseite zu finden.