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Feb 11 2025

Neuer Sammelband herausgegeben von Astrid Franzke und Katrin Springsgut

Gleichstellung im Wandel - Neue Herausforderungen und Wege der Karriereentwicklung von Frauen in der Wissenschaft


Der Sammelband umfasst wissenschaftliche Beiträge, die auf dem gleichnamigen Symposium am 03.11.2023 gehalten wurden. Ausgerichtet wurde dies vom Büro für Chancengerechtigkeit der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die sehr gut besuchte Veranstaltung, die gehaltvollen Vorträge und die spannende Diskussion veranlassten uns, sie einem breiteren Kreis der interessierten (Hochschul-) Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus wurden weitere Kolleg:innen eingeladen, sich am Buchprojekt zu beteiligen.

Die Gleichstellungsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten zu einer Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft beigetragen. Und doch vollzieht sich der kulturelle Wandel hin zu einer geschlechtergerechten Hochschule nur langsam. Mangelnde Sichtbarkeit der Leistungen, Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Sorge, (fehlende) Planbarkeit und Abbrüche von Promotionsvorhaben kennzeichnen vorhandene Ausschlussmechanismen für Frauen in der Wissenschaft.

Dieser Band untersucht, wie geschlechtergerechte Veränderungen der Hochschulstrukturen und eine diversitätssensible Wissenschaftskultur vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen von Exzellenz, Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt von Karrierewegen erreicht werden können, um die Attraktivität des Wissenschaftssystems für Akademikerinnen zu erhöhen und ihren Karriereaufstieg zu ermöglichen. Er verbindet sowohl Perspektiven aus der empirischen Forschung als auch von Praktiker:innen im Feld der intersektionalen Gleichstellungsarbeit, der Karriere- und Nachwuchsförderung sowie der Personalentwicklung an Hochschulen und inspiriert somit aktuelle Diskurse.

 


Ziel der Veranstaltungsreihe "Diskurs und Resonanz: Akademische Lehre und jüdische Perspektiven" ist es, gemeinsam fehlendes Wissen und Verstehen zu Shoah, Holocaust, Antisemitismus und jüdischem Leben in Deutschland zu erarbeiten und verfügbar zu machen. Anlass sind die unterschiedlichen Erfahrungen mit ideologischen, politischen und religiösen Positionierungen sowie persönlichen Betroffenheiten seitens Studierender, die seit dem terroristischen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und der damit verbundenen weltweiten Welle antisemitischer Gewalt in den Seminarräumen und auf dem Campus hör- und sichtbar werden.

Die unvermittelte Kommunikation unter dem Ereignisdruck führt dabei immer wieder zu Sprech- und Handlungsverlegenheit: eine Schieflage in der Begegnung, die durch Voreingenommenheit, Fehleinschätzung, fehlendes Wissen und einem Mangel an gemeinsamer Perspektive entsteht.

Thematisch finden weitere Herausforderungen an die persönliche und berufliche Orientierung von Lehrenden Berücksichtigung: das öffentlich gemachte Unbehagen gegenüber sichtbaren religiösen Lebensstilen, Islam-, Frauen- und Diversitätsfeindlichkeit, defizitäre religionspolitische Leitmotive, illiberale Auffassungen von Staat und Gesellschaft, der „Antisemitismus der Anderen“ oder Religion einerseits als blinder Fleck in der sozialempirischen Forschung, andererseits als Gegenstand der Diffamierung in den einschlägigen Berichten des UN Hochkommissariats für Menschenrechtsfragen.

Veranstaltungen

Jüdisches Frankfurt: Exkursion in die Frankfurter Westend-Synagoge

05.02.2025


Vergangene Veranstaltungen:

Religious policy und postmigrantische Gesellschaft

30. Oktober 2024 I Referent: Harry Harun Behr

"Glory to the Martyrs, Bless the Axis of Resistance" - Antisemitismus nach dem 7. Oktober

14. Mai 2024 I Referent: Jakob Baier

Transgenerationales Erinnern – Facetten jüdischer Erfahrungen der 3. Generation

03. Juli 2024 I Referentin: Sabena Donath

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an lehrendes Personal der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie wird in Kooperation zwischen der Goethe-Universität (Dilara Kanbıcak, Prof. Dr. Harry Harun Behr) und der Jüdischen Akademie (Sabena Donath) durchgeführt und umfasst in 2024 zunächst vier Termine. Den Abschluss bildet eine moderierte Exkursion in die Frankfurter Westend-Synagoge. Die Teilnahme an den einzelnen Terminen erfordert eine persönliche Anmeldung.

 


Gewalt gegen Frauen, Mädchen und nicht-binäre Menschen ist eine Menschenrechtsverletzung. Sie betrifft cis* und trans*Frauen gleichermaßen und hat oft tiefgreifende Folgen – körperlich, psychisch und ökonomisch. Diese Gewalt hemmt die Möglichkeit der Betroffenen, aktiv und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen (UN Women).

Statistisch ist jede dritte Frau weltweit im Laufe ihres Lebens von physischer oder sexueller Gewalt betroffen. In Deutschland melden etwa 40% der Frauen mindestens eine Erfahrung von körperlicher und/oder sexueller Gewalt. Jeden 2. Tag endet diese Gewalt für eine Frau tödlich (Stadt Frankfurt am Main).

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* macht jedes Jahr am 25.11. auf dieses weltweite Problem aufmerksam.

Die Goethe-Universität stellt sich mit ihrer laut*stark-Kampagne entschieden gegen geschlechtsspezifische Gewalt. 
Auch die Stadt Frankfurt beteiligt sich mit einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen
Anlässlich des 25. Novembers veranstaltet das Gleichstellungsteam der Hochschule RheinMain gemeinsam mit weiteren Partner*innen im November und Dezember Aktionstage.

 

Mit dem Aspire Leaders Program sollen junge Erstakademiker*innen in kostenlosen interaktiven Online-Kursen auf zukünftige Führungspositionen vorbereitet werden. Das Programm richtet sich an Bachelorstudierende bis zu einem Alter von 29 Jahren mit Englischkenntnissen mittleren Niveaus.

Weitere Informationen und Teilnahmevoraussetzungen finden Sie auf der Webseite Aspire Leaders Program • Aspire Institute Inc.

Bewerbungen für die erste Kohorte des Programms im Jahr 2025 sind bis zum 4. Dezember 2024 möglich.

Weitere Informationen zu und für First Generation Studierende/ Erstakademiker*innen der Goethe-Universität finden Sie hier

 


Was sich ab dem 1. November geändert hat, haben viele Betroffene schon lange erwartet: Trans, inter und nonbinäre Personen (kurz TIN*) können ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag mit einer einfachen Erklärung beim Standesamt ändern. Neben der binären Aufteilung in männlich und weiblich kann auch „divers“ eingetragen oder der Geschlechtseintrag ganz gestrichen werden. Damit wird ein vom Bundesverfassungsgericht längst angemahnter Paradigmenwechsel von der geschlechtlichen Fremd- zur Selbstbestimmung vollzogen. Bereits zum 1. August 2024 trat § 4 SBGG in Kraft, der die Anmeldung der Änderung beim Standesamt betrifft. Dieser Paragraf sieht vor, dass die Änderung des Geschlechtseintrags und von Vornamen drei Monate vor Abgabe der Erklärung beim Standesamt angemeldet werden muss. Das Bundesfamilienministerium sowie das Bundesministerium des Innern haben FAQS zur Anwendung des SBGG erarbeitet. Dort werden beispielsweise die Anmeldung, die Abgabe der Erklärung zur Änderung von Geschlechtseintrag und Vornamen sowie die anschließende Änderung der Registereinträge genauer erläutert. Die FAQ zum SBGG finden Sie auf www.bmfsfj.de/faq-sbgg

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Goethe-Universitäts-intern Prozesse der Vornamensänderung und des Geschlechtseintrags erfolgen, können Sie unter diversity@uni-frankfurt.de mit dem Büro für Chancengerechtigkeit Kontakt aufnehmen.