Dr. phil. Julia Becher
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Akademischer Werdegang

02/2023 Promotion am Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich ‚Professionalisiertes Fallverstehen und Beratung‘ des Fachbereiches Erziehungswissenschaften, Institut für Sonderpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2016 Abschluss M.A. Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt mit dem Schwerpunkt 'Sozialpsychologie und elementare Formen sozialen Lebens' (mit Auszeichnung). Zuvor: Studium an den Universitäten Frankfurt am Main, Heidelberg und Aix-en-Provence.
2015 - 2016 Studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie, Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt qualitative Methoden und am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2013 - 2014 Studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt Bildungssoziologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Forschung:


Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Schulische Erziehungshilfe und Kasuistik
  • Fallrekonstruktive Familien-, Kindheits- und Jugendforschung
  • Biographie-, Bildungs- und Sozialisationsforschung
  • Schüler:innenbiographieforschung
  • Professionsforschung
  • Schule und Krankheit
  • Qualitative Methoden der Sozialforschung (insb. Objektive Hermeneutik)

Mitgliedschaften

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft und Sektion Sonderpädagogik


Publikationen

Monographie

Becher, Julia (2023): Psychiatrische Kartierungen des Selbst. Rekonstruktionen adoleszenter Bildungsprozesse zwischen Familie und Jugendpsychiatrie. Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-42808-2

Buch- und Zeitschriftenartikel

Becher, Julia (2024, angenommen): Biographisches Vergessen im qualitativ-rekonstruktiven Längsschnitt. Methodische und methodologische Überlegungen. In: BIOS - Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen. (peer-reviewed)

Silkenbeumer, Mirja/Becher, Julia (2024, i.E.): Therapie. In: Markowetz, R./Hennemann, Th./ Hövel, D./Casale, G. (Hrsg.). Handbuch Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. Grundlagen - Spezifika - Handlungswissen - Arbeitsbereiche Lernfelder - Fachdidaktik - Professionalisierung - Forschung. Weinheim u.a.: Beltz.

Silkenbeumer, Mirja/Becher, Julia (2024, i.E.): Grenzverläufe generationaler (Für-)Sorge, Normierung und Kontrolle – Aushandlungen von Angewiesenheit im Kontext 'psychischer Erkrankungen' in der Adoleszenz. Zeitschrift für Pädagogik. Beiheft zum Thema „Jugend(en)“, S. 233-252. (peer-reviewed)

Becher, Julia/Silkenbeumer, Mirja (2024): Wenn sich der Leib der Schule widersetzt. Zum Fernbleiben von der Schule als intergenerationale Deutungskrise. In: Wischmann, A./Engel, J./Demmer, C., Vehse, P. (Hrsg.): Differenz und Krise. Krisenthematisierungen in der qualitativen Bildungs- und Biographieforschung. Opladen, Berlin u. Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 155-172. DOI: 10.3224/84742752

Silkenbeumer, Mirja/Becher, Julia/Malter, Rhiannon/Engel, Juliane/Schreiber, Jakob (2023): "POV: Wie die Politik über unsere Zukunft entscheidet". Bearbeitung intergenerationaler Ambivalenz in jugendkulturell konturiertem 'Klimaprotest' auf TikTok. Merz. Zeitschrift für Medienpädagogik. Sonderausgabe zu "Die Generationendebatte in Medienforschung und -Pädagogik“, S. 10-23. (peer-reviewed)

Becher, Julia/Silkenbeumer, Mirja (2023): "Man siehts, dass sie einen beobachten" - zur sozialisatorischen und psychodynamischen Bedeutsamkeit heteronomer Erfahrungen des Beobachtetwerdens in kinderpsychiatrischen Einrichtungen. In: Scheid, C./Silkenbeumer, M./Zizek, B./Zizek, L. (Hrsg.): Sozialisationstheorie und -forschung revisited. Ein Paradigma im Lichte der neuen Kindheits- und der Jugendforschung. Wiesbaden: VS, S. 117-150.

Becher, Julia/Schulmeister, Janina/Silkenbeumer, Mirja (2021): Jugendpsychiatrie, Familie und Adoleszente – Sozialisationstheoretische Annäherungen an die Figur des institutionellen Dritten als strukturellem Krisenauslöser. Gesellschaft – Individuum – Sozialisation (GISo). Zeitschrift für Sozialisationsforschung. (peer-reviewed) DOI: https://doi.org/10.26043/GISo.2021.2.6

Silkenbeumer, Mirja/Becher, Julia/Schulmeister, Janina (2020): Patient werden und Schüler bleiben. Fallstudie zur bildungsbiografischen Bearbeitung von Übergängen im Schnittfeld von Familie, Jugendpsychiatrie und (Klinik-)Schule. In: Thiersch, Sven/Silkenbeumer, Mirja/Labede, Julia (Hrsg.): Individualisierte Übergänge. Aufstiege, Abstiege und Umstiege im Bildungssystem. Wiesbaden: VS, S. 151-184.

Becher, Julia/Schulmeister, Janina (2020): "Ich hab ganz viele Möglichkeiten und die Klinik hat mir wirklich sehr geholfen" – Die Kinder- und Jugendpsychiatrie als potenzielle Quelle adoleszenter Neuschöpfung. In: Thiersch, Sven (Hrsg.): Qualitative Längsschnittforschung – Bestimmungen, Forschungspraxis und Reflexionen. Opladen, Berlin & Toronto: Barbara Budrich, S. 249-271.

Hornung, Janina/Becher, Julia (2019): Von Förderschule zu Förderschule – Zum Motiv der Entlastung in der Rekonstruktion eines Übergabegesprächs nach dem Aufenthalt in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. In: Ellinger, Stephan/Schott-Leser, Hannah (Hrsg.): Rekonstruktionen sonderpädagogischer Praxis. Eine Fallsammlung für die Lehrerbildung. Opladen, Berlin & Toronto: Barbara Budrich, S. 75-102.

Vorträge

Schulabsenz - ein medizinisches Problem? Zur familialen Bearbeitung schulbezogener Krisen im Kontext einer kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung. Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe Bildungsforschung an der Universität Duisburg-Essen, 06.07.2023.

#klimakrise: Jugendkulturelle Formen politischer Artikulation auf TikTok. Vortrag im Rahmen der österreichischen Jugendforschungstagung „Jugend in Zeiten von Krisen“, Universität Innsbruck (gemeinsam mit Mirja Silkenbeumer), 23.06.2023.

#Lützibleibt – Emotionalisierung als jugendkulturelle Aneignungsform auf TikTok? Workshop im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung zum Thema „Emotionen und Politische Bildung“, Universität Hildesheim (gemeinsam mit Rhiannon Malter und Jakob Schreiber), 03.06.2023.

Interlinking Transitions: Negotiation Processes in Relation to Illness and Adolescence.
Vortrag im Rahmen der 3rd International Conference "Doing Transitions - Relational Perspectives on the Life Course, Frankfurt a. M., 11.05.2023.

Krisen familialer Generativität im Kontext einer stationären jugendpsychiatrischen Behandlung.
Vortrag im Rahmen der Tagung des Netzwerks Erziehungswissenschaftliche Familienforschung zum Thema "Familie und Generativität - Erziehungswissenschaftliche Perspektiven", Universität Hamburg, 06.05.2023.

Krisendeutungen psychischer Krankheit im Lichte normativer Ordnungen und machtförmiger Diskurse. Am Beispiel von Krisenkonstellationen im Kontext „Schulabsenz“. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung (DGfE) ‚Krisenthematisierungen in der qualitativen Bildungsforschung – Krise der Differenz(en) – Differenz(en) der Krise?‘, Universität Flensburg, 15.09.2022 (gemeinsam mit Mirja Silkenbeumer).

Adoleszente Entwicklung im Spannungsfeld von Erziehung, Medizin und Therapie. Vortrag im Rahmen des Symposiums „Adoleszente Entwicklungsprozesse im Kontext von Migration, Behinderung und psychischer Krankheit". Tagung der Sektion Sonderpädagogik der DGfE ‚Sonderpädagogik – zwischen Dekategorisierung und Rekategorisierung', Universität Würzburg, 30.09.2021 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Zur Dynamik adoleszenter Ablösung und Individuierung im Kontext kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung. Vortrag im Rahmen der Tagung 'Auf Biegen und Brechen? Alltags- und Übergangspraktiken in Hilfen für junge Menschen: zwischen Selbstbestimmung, Eigensinn und gesellschaftlichen Anpassungsanforderungen', Universität zu Köln, 20.03.2019 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Prekäre Verbindlichkeiten in der familialen Übersetzung medizinischer Diagnosen. Vortrag im Rahmen der Winter School 'Prekäre Verbindlichkeiten. Normierungen, ihre Überschreitungen und die kommunikative Vermittlung von Abweichungen', Forschungsschwerpunkt 'KulturNorm – Kulturelle Orientierung und normative Bindung', Universität Koblenz-Landau, 14.12.2018 (gemeinsam mit Janina Schulmeister und Dominik Feith).

Transformationsanforderungen und Krisendeutungen im Kontext von Familie, (Klinik-)Schule und Kinder- & Jugendpsychiatrie: Methodische Überlegungen aus der Perspektive einer rekonstruktiven Adoleszenzforschung. Vortrag im Rahmen der Internationalen Fachtagung ‚Multiperspektivische Forschung zur Sozialisation in Institutionen', Universität Zürich, 10.11.2017 (gemeinsam mit Janina Schulmeister).

Zur Frage von Zuständigkeiten von pädagogischen Berufsgruppen in der "inklusiven" Schule, 15.07.2016, gemeinsam mit Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer und Janina Schulmeister an der Universität Koblenz-Landau, Arbeitstagung "Rekonstruktive Inklusionsforschung".

Familiengründung unter unwahrscheinlichen Bedingungen: eine Fallrekonstruktion gleichgeschlechtlicher Elternschaft, 12.09.2015, gemeinsam mit Tristan Bauder und Maren Liedhegener in Siegburg, Tagung der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik (AGOH).