Medizin,
Staatsexamen

Medizin stex 500x210 b
Studiengang Medizin
Abschluss Staatsexamen
HF/NF Hauptfach ohne Nebenfach
Regelstudienzeit 12 ½ Semester
Unterrichtssprache Deutsch
Studienbeginn nur Wintersemester
Bewerbungsfrist 1.6.-15.7. (Altabiturienten: 1.5. bis 31.5. über www.hochschulstart.de)
Zulassungsmodus beschränkt

Hinweis

Bitte beachten Sie die studiengangspezifischen Auswahlverfahren.

Studienbewerber aus EU-Staaten sowie Nicht-EU-Staaten müssen deutsche Sprachkenntnisse auf Niveau DSH 3 nachweisen!

Die Rangfolge der Bewerberinnen und Bewerber in der Ausländerquote (=Bewerber/innen aus Nicht-EU-Staaten) richtet sich nach einem Rangwert, der sich zu 51 % aus der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung, zu 30 % aus dem Ergebnis des Fachmoduls Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften im TestAS und zu 19 % aus dem Ergebnis des Kerntests im TestAS ergibt.
Entsprechende Testergebnisse sind daher bei der Bewerbung via uniassist dort anzugeben.

Die TestAS-Prüfung muss in deutscher Sprache abgelegt werden! Wird bei der Bewerbung kein TestAs-Nachweis erbracht, wird anstelle der Ergebnisse im Fachmodul wie auch Kerntest jeweils die Note 5,0 eingetragen!

Hinsichtlich der Vorgehensweise und Fristen zu TestAS sehen Sie bitte:
www.uni-frankfurt.de/65372705


Bewerbungsverfahren

Der Studiengang Medizin wird aller Voraussicht nach im 1. Fachsemester über das DoSV abgewickelt. Die Bewerbung erfolgt hier ausschließlich über hochschulstart.de. Weitere Informationen zum Auswahlverfahren und zum Ablauf werden hier in Kürze bereitgestellt. Beachten Sie zudem die Erläuterungen direkt auf den Bewerbungsseiten von hochschulstart unter: https://www.hochschulstart.de/

Habe ich eine gültige HZB?

Zulassungsvoraussetzung

Deutsche Hochschulzugangsberechtigung (HZB), in der Regel das Abitur   

Ich habe keine deutsche Hochschulzugangsberechtigung

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Kurzbeschreibung

Ziel des Studiums ist die Berufsausbildung zu umfassend theoretisch und praktisch ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten, die zur eigenverantwortlichen und selbstständigen ärztlichen Berufsausübung, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt sind. Zugleich ist das Medizinstudium auch eine wissenschaftliche Ausbildung. Sie soll die Ärztin/den Arzt in die Lage versetzen, wissenschaftliche Fragestellungen zu erstellen, Forschungsmethoden für die Aufklärung dieser Problemkreise zu kennen und die Befunderhebung kritisch zu diskutieren. Dies sind die Voraussetzungen, um im ärztlichen Berufsleben neue Forschungsergebnisse evaluieren und in Sinne der Patientinnen und Patienten umsetzen zu können.

Der Frankfurter Fachbereich Medizin verfügt über eine hohe internationale Reputation für seine Forschungsschwerpunkte, vor allem im Bereich der kardiovaskulären Medizin, der Neurowissenschaften, der Onkologie/ Immunologie und der Translationalen Arzneimittelforschung.

Der Fachbereich Medizin hat das Curriculum vollständig überarbeitet und umgestellt. Ziele der Neugestaltung waren:

  • Ausrichtung der Studieninhalte sowohl an den Bedürfnissen der praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzte als auch an den Forschungsschwerpunkten unseres Fachbereichs
  • Steigerung der Motivation der Studierenden und der Lehrenden
  • Vermeidung von (Großstadt-)Anonymität durch Integration der Studierenden in Kleingruppen und Schaffung einer Universitätsund Fachbereichsidentität
  • Förderung der Eigeninitiative der Studierenden
  • Ermutigung zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit
  • Kompatibilität mit internationalen Standards der Medizinausbildung
  • Verbesserung des Praxisbezuges der Ausbildung
  • Erhöhung der psychosozialen Kompetenz in der Arzt-Patient-Beziehung

Um diese Ziele zu verwirklichen, wurden die Inhalte des Studiums fachübergreifend in Themenblöcken organisiert. Ausgewählte Krankheitsbilder stehen schon ab Beginn des vorklinischen Studienabschnittes im Mittelpunkt der Ausbildung. Dazu werden grundlegende Themenbereiche mit solchen von steigendem Komplexitätsgrad in einer logisch aufeinander aufbauenden Reihenfolge interdisziplinär angeboten. Das Frankfurter Ausbildungsziel ist, dass die Studierenden die häufigen und wichtigen, sofort behandlungspflichtigen Krankheiten vor dem Praktischen Jahr selbständig diagnostizieren können und in der Lage sind, Therapiemaßnahmen einzuleiten sowie Patientinnen und Patienten zu führen.


Aufbau und Inhalte des Studiums

Das Medizinstudium ist unterteilt in den vorklinischen Studienabschnitt (4 Semester), den klinischen Studienabschnitt (6 Semester) und das Praktische Jahr (PJ).

Der vorklinische Studienabschnitt beinhaltet Vorlesungen, Seminare, Kurse und/oder Praktika in folgenden Fächern:
Physik, Chemie, Biologie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie, makroskopische und mikroskopische Anatomie, Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Einführung in die Klinische Medizin (mit Patientenvorstellung), Berufsfelderkundung, medizinische Terminologie und ein vorklinisches Wahlfach.
Er schließt mit dem 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ab (Physikum).

Im klinischen Studienabschnitt haben Sie Vorlesungen, Seminare, Kurse und/oder Praktika u.a. in folgenden Fächern:
Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Humangenetik, Hygiene, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Klinische Chemie, Neurologie, Orthopädie, Pathologie, Pharmakologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin, Rechtsmedizin, und Urologie. Dazu kommen Veranstaltungen in 14 Querschnittsbereichen, fünf Blockpraktika und ein klinisches Wahlfach.
Der klinische Studienabschnitt schließt mit dem 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ab.

Das Praktische Jahr (PJ) ist in drei Abschnitte unterteilt. Je ein Tertial (16 Wochen) muss in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie abgeleistet werden. Dazu kommt ein Wahlfach.

Das Studium schließt mit dem 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ab.

Eine Beschreibung der Fächer sowie die Stundenpläne der Semester können Sie auf den Seiten des Fachbereichs 16 einsehen.

Studienordnung
Die Studienordnung für den Studiengang Medizin finden Sie hier.
Die Studienordnung regelt Aufbau, Struktur und Inhalt des Studiengangs sowie das Prüfungswesen. Sie ist Grundlage Ihres Studiums an der Goethe-Universität.


Praktika


Bereits vor Beginn des Studiums, aber erst nach Erhalt der Hochschulzugangsberechtigung kann der dreimonatige Krankenpflegedienst abgeleistet werden. Er muss bei der Meldung zum 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nachgewiesen werden und kann während des Studiums nur während der unterrichtsfreien Zeit durchgeführt werden. Der Krankenpflegedienst kann auch in einzelnen Abschnitten von jeweils mindestens 30 Tagen (oder einem Monat) Dauer abgeleistet werden. Im klinischen Studienabschnitt sind Famulaturen im Umfang von vier Monaten abzuleisten.
Unser Tipp: Leisten Sie einen möglichst großen Teil des Krankenpflegedienstes vor Beginn des Studiums ab.

Informationen zum Krankenpflegedienst finden Sie auf den Seiten des Fachbereichs 16.


Auslandssemester

Das Medizinstudium bietet verschiedene Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu integrieren – je nach Studienfortschritt und persönlicher Studienplanung.

Auslandsaufenthalte eröffnen Einblicke in andere Hochschul- und Gesundheitssysteme, ermöglichen die praktischen Fähigkeiten auszubauen, fördern die eigene Flexibilität und Durchsetzungsfähigkeit und bieten die Möglichkeit, Verständnis für kulturelle Verschiedenheiten zu entwickeln. Damit das Potential eines Auslandsaufenthaltes voll ausgeschöpft werden kann und der Auslandsaufenthalt nicht nur ein oberflächlicher Besuch ohne nachhaltige Wirkung bleibt, sollte er gut vorbereitet sein.

Mehr Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf den Informationsseiten für Outgoing students des Fachbereich 16.



Berufsperspektiven

Tätigkeitsfelder

Ziel der ärztlichen Tätigkeit ist es, Leben zu erhalten, Leiden zu lindern und die Gesundheit zu schützen oder wiederherzustellen. Ärztinnen und Ärzte arbeiten hauptsächlich in Praxen und Kliniken. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten beispielsweise Gesundheitsämter, Rehabilitationseinrichtungen, Gesundheitszentren, Hospize, medizinische Laboratorien, Ärztekammern und Krankenversicherungen. Darüber hinaus können Ärztinnen und Ärzte auch in der medizinischen Forschung und in der medizinischen Lehre arbeiten. Die Beschäftigungschancen für Ärztinnen und Ärzte sind zurzeit ausgezeichnet.

Einen umfassenden Überblick über mögliche Berufsbilder und Tätigkeitsfelder sowie Interviews mit Alumni der Goethe-Universität bietet Ihnen die Seite "Was werden?" des Career Service.

Ärztliche Weiterbildung

Nach erfolgreich abgeschlossenem Medizinstudium und Erhalt der ärztlichen Approbation kann mit einer Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt begonnen werden. Diese Weiterbildung wird in hauptberuflicher Ausübung der ärztlichen Tätigkeit an zugelassenen Weiterbildungsstätten (z.B. Krankenhausabteilungen, Rehabilitationskliniken oder ärztlichen Praxen) durchgeführt. Die ärztliche Tätigkeit wird vergütet. Für die Weiterbildungsordnungen sind in Deutschland nicht die Universitäten sondern die Ärztekammern, in Hessen die Landesärztekammer Hessen, zuständig. Zurzeit gibt es in Hessen 33 Gebiete in denen eine Weiterbildung möglich ist: von Allgemeinmedizin und Anästhesiologie über Augenheilkunde, Neurologie und Rechtsmedizin bis zur Transfusionsmedizin und Urologie. In mehreren Gebieten, wie beispielsweise in der Chirurgie und in der Inneren Medizin können verschiedene Facharztbezeichnungen (FA) erworben werden, z.B. FA Herzchirurgie oder FA Innere Medizin und Gastroenterologie. Die Inhalte und die Dauer der jeweiligen Weiterbildung sind in der Weiterbildungsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Hessen festgelegt. Eine Besonderheit ist die Weiterbildung im Gebiet Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Diese setzt neben der ärztlichen Approbation auch das zahnärztliche Staatsexamen voraus.