Projekte

Das Projekt erforscht die ästhetische Darstellung und wissensgeschichtlichen Dimensionen von Migrationsprozessen und -erfahrungen in der Romantik. Als Beitrag zu einer wissenspoetologisch orientierten literatur- und kulturwissenschaftlichen Romantikforschung nimmt die Studie ‚Migration‘ als eine Figur des Wissens in dreierlei Hinsicht in den Blick. Erstens beschreibt das Projekt die Formalisierung, Applikation und Zirkulation eines in diversen Disziplinen emergierenden Wissens über Migration um 1800. Zweitens wird Migration als eine spezifische Form räumlicher Mobilität untersucht, die in romantischen Texten für Grenzüberschreitungen, Transformationsvorgänge und Formen der Entgrenzung sorgt. Drittens widmet sich das Projekt der Migration in der Romantik im Hinblick auf die Übersetzung als eines Annäherungs- und Vermittlungsvorgangs, mithilfe dessen Eigenes und Fremdes, Ausgangs- und Zielsprache, Erfahrungen in der Fremde und mit Fremdheit sowie die Konstruktion von ‚Heimat‘ und ‚Nation‘ verhandelt wird. Ziel des Projekts ist eine Literatur- und Wissensgeschichte der Migration in der Romantik, die Re-Lektüren kanonischer Texte vornimmt und gleichzeitig die Erschließung bislang unbekannter Texte und Kontexte ermöglicht.

  • Studiengruppe Migration|Wissen am Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften der GU Frankfurt
  • ZwischenSprachenSchreiben. Translinguale Lyrik nach 2000

Abgeschlossene und laufende Drittmittelprojekte

  • Symposium Texts, Animals, Environments. Zoopoetics and Environmental Poetics (Hannover, Schloss Herrenhausen, 12.-14.10.2016, gemeinsam mit Sebastian Schönbeck, Roland Borgards und Catrin Gersdorf); gefördert von der VolkswagenStiftung.
  • Stipendiatenseminar Politiken der (Un-)Sichtbarkeit in Text, Bild und Film – Flucht, Migration, Exil (JMU Würzburg, 11.-13.11.2016, gemeinsam mit Ariane de Waal, Maurice Spengler, Philipp Albrecht; gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes).
  • Workshop „Naturkraft. Wissensgeschichtliche Annäherungen an ein Begriffsfeld“ (JMU Würzburg, 31.05.2019, gemeinsam mit Conrad Fischer. Gefördert von P.R.O.V.E.D. / Graduate School of Humanities Würzburg.