Biologische Grundlagen für die Krebstherapie
Biologische Grundlagen für die Entwicklung von Immuntherapien und zielgerichteten Therapien gegen Krebserkrankungen
Themen
Immuntherapien und Zielgerichtete Therapien stellen seit einigen Jahren eine wichtige Grundlage der Behandlung gegen Krebserkrankungen dar. Im Rahmen dieses Seminar sollen die biologischen Grundlagen, die zur Entwicklung neuartiger Krebstherapien geführt haben, diskutiert werden und Einsatzgebiete dieser Therapiemöglichkeiten erläutert werden. Ein Fokus wird hierbei auf Niedermolekulare Inhibitoren gegen Thyrosinkinasen, Immune Checkpoint Inhibitoren und CAR T Zellen gesetzt.
Ort
Räume im Universitätsklinikum.
Termine siehe Angaben in der Student WebApp unter den Wahlveranstaltungen.
Literaturempfehlung
Biologie und Molekulare Medizin, Thieme Verlag, M. Hirsch-Kauffmann, M. Schweiger, M.-R. Schweiger; Übersichtsartikel zum Thema auf Pubmed
Leitung
Dr. Lisa Sevenich
Klinikrelevante Anwendungen der medizinischen Biologie – das Beispiel der Hämatologie
Themen
- Enzyme in der Blutgerinnung
- Zytogenetik und ihre Anwendung in der Leukaemiediagnostik
- Zellbiologie und ihre Anwendungen - Elektronenmikroskopie etc.
- Evolution der Blutgruppen
Ort
Georg-Speyer-Haus (Paul-Ehrlich-Str. 42–44), Hörsaal
Termin siehe Angaben in der Student WebApp unter den Wahlveranstaltungen.
Leitung
Prof. Dr. med. Daniela Krause
Infektionsdiagnostik
Themen
Die Diagnostik ist der erste Schritt bei der Therapie von Infektionskrankheiten, durch welche Art von Erregern (Viren, Bakterien, ...) auch immer hervorgerufen. Die Diagnostik beruht auf dem Nachweis von spezifischen Antikörpern, von Bestandteilen des Erregers (Antigene, Nukleinsäure), oder der Vermehrbarkeit des Erregers. Verschiedene Labormethoden für diagnostische Anwendungen werden vorgestellt.
Ort
Paul-Ehrlich-Institut (Hörsaal), Paul-Ehrlich-Str. 51-59, 63225 Langen
Termin siehe Angaben in der Student WebApp unter den Wahlveranstaltungen.
Literaturempfehlung
Gerlich/Doerr: Medizinische Virologie: Grundlagen, Diagnostik, Prävention und Therapie viraler Erkrankungen
Leitung
PD Dr. Johannes Blümel
PD Dr. Micha Nübling
PD Dr. Rolf Vornhagen
Medizinische Entomologie – Insekten und andere Gliedertiere als Krankheitsüberträger
Themen
Der Klimawandel ist voll im Gange und und seine Folgen durchdringen sämtliche Lebensbereiche. Klimatische Parameter spielen auch eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung und Übertragung von Infektionskrankheiten durch Insekten und andere Gliedertiere. Das Seminar wird einen Überblick über die vor allem in unseren Breiten als Vektoren fungierenden Gruppen geben, aktuelle und potenzielle Gefahren für die Gesundheit erläutern sowie mögliche Gegenmaßnahmen diskutieren.
Ort
Haus 44, Institut für Rechtsmedizin.
Termine siehe Angaben in der Student WebApp unter den Wahlveranstaltungen.
Leitung
Prof. Dr. Jens Amendt
Monoklonale Antikörper in Forschung und Therapie
Themen
Monoklonale Antikörper sind Antikörper, die von einer Zelllinie ("Zellklon") produziert werden, die auf einen einzigen B-Lymphozyten zurückgeht. Sie richten sich gegen ein bestimmtes, einzelnes Epitop. Das Prinzip der Herstellung monoklonaler Antikörper wurde 1975 von César Milstein, Georges Köhler und Niels Jerne publiziert, die dafür im Jahr 1984 den Nobelpreis für Medizin erhielten. Die Technik beruht auf der Verschmelzung von Antikörper-produzierenden B-Zellen mit Zellen einer Myelom-Zelllinie, wodurch hybride Zellen entstehen, die unbegrenzt Antikörper einer bestimmten Spezifität produzieren (Hybridom-Technik).
In der Diagnostik und Forschung spielen monoklonale Antikörper eine große Rolle, da sie mit hoher Spezifität an andere Moleküle binden können. Die Bindung der Antikörper lässt sich dann mit unterschiedlichen Techniken nachweisen. Diese Antigen-Antikörper-Reaktion bildet die Grundlage für zahlreiche experimentelle und diagnostische Verfahren (z.B. FACS, Immunhistologie, ELISA, ELISPOT, Radioimmunassay und Western Blot).
Seitdem es gelungen ist, die aus Tieren stammenden monoklonalen Antikörper an das menschliche Immunsystem anzupassen (zu humanisieren), werden monoklonale Antikörper zunehmend zur Therapie von Erkrankungen eingesetzt. Hier macht man sich zunutze, dass Antikörper sehr spezifisch bestimmte Moleküle (z. B. Rezeptoren) binden und damit blockieren können. Die Anwendungsgebiete monoklonaler Antikörper werden dabei kontinuierlich breiter. Traditionell wurden Antikörper unter anderem bei Krebserkrankungen und bei rheumatischen Erkrankungen verabreicht; heute existieren viele weitere Indikationen, darunter Multiple Sklerose, Asthma, Hypercholesterinämie, entzündliche Darmerkrankungen, virale Infektionskrankheiten, Osteoporose, Makuladegeneration und atopische Dermatitis.
Das Seminar wird einen Überblick über die Eigenschaften und die Gewinnung von monoklonalen Antikörpern sowie ihre Anwendungen in Diagnostik und Therapie geben.
Ort
Räume im Universitätsklinikum.
Termine siehe Angaben in der Student WebApp unter den Wahlveranstaltungen.
Literaturempfehlung
Dübel u. a. (2004): Rekombinante Antikörper: Werkzeuge gegen Krebs, Infektionen und Autoimmunerkrankungen? In: Biologie in unserer Zeit. Bd. 34, S. 372–379.
Leitung
PD Dr. Thomas Link