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Für viele in Deutschland lebende Menschen of Color und Menschen mit Migrationsgeschichte gehören Rassismus und rassistische Diskriminierung zum Alltag. Das Spektrum der Rassismuserfahrungen reicht von rassistischen Sprüchen, Witzen und Kommentaren, bis hin zu rassistischen Beleidigungen und Übergegriffen oder rassistischer Andersbehandlung und Benachteiligung. Diese Erfahrungen sind schmerzvoll und/oder auch gewohnte „Normalität" und sie schränken Menschen of Color auf vielen Ebenen ein. Oft fühlen sich Betroffene auch ohnmächtig und alleine mit ihren Erfahrungen.

Menschen machen Rassismuserfahrungen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen, kulturellen oder religiösen Herkunft und Zugehörigkeit, ihres Namens oder ihrer Sprache. Unser Blick im Workshop richtet sich auf die Gesamtheit und zugleich Verschiedenheiten unserer Erfahrungen. Wir entwickeln gemeinsam wohltuende und wirkungsvolle Handlungs- und Widerstandsstrategien. Dabei nutzen wir unterschiedliche Methoden und Übungen aus der Empowerment-Arbeit.

Referent*innen:

Çığır Özyurt-Güneş ist 1983 in Berlin geboren. In seiner Jugend hat er selbst an einigen Musik- und Theaterprojekten teilgenommen. Als Schüler hat er mit Jugendarbeit in Schöneberg begonnen. Nach seinem Zivildienst in dem Kinderheim „Nesin-Stiftung“ in der Türkei hat er Theater gespielt und als Regieassistent bei der Jugendtheaterwerkstatt Berlin-Moabit gearbeitet. Nach erfolgreichen gemeinsamen Projekten mit der JTW hat er gemeinsam mit dem Kollektiv das JugendtheaterBüro Berlin, heute Theater X, gegründet und dort Regie von vielen Jugendtheaterproduktionen geführt und die musikalische Leitung übernommen. Die Arbeit des Theater X hat besonders das Empowerment von jungen Menschen, vornehmlich of Color, im Fokus. Während dessen studierte er Soziale Arbeit (B.A.) und anschließend Theaterpädagogik (M.A.). Er arbeitete unter anderem freischaffend an Projekten für das Gorki Theater und das Grips Theater. Von 2017 bis 2019 arbeitete er als Bildungsreferent bei der Bundesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). Jetzt leitet er die offene Jugendeinrichtung „LAIV“ der Lebenswelt gGmbH in Berlin-Reinickendorf. Des Weiteren ist er seit vielen Jahren Musiker und Aktivist und setzt sich auch in diesen Feldern mit Antidiskriminierung und Empowerment auseinander.

Nurêy Özer ist Beraterin, Coachin und Expertin in der diversitätsbewussten, diskriminierungssensiblen und macht- kritischen Organisationsentwicklung und Prozessbegleitung. Sie konzipiert und führt Empowerment Räume. Sie arbeitet aus einer queer Feministischen Haltung und versucht dekoloniales Wissen und Methodiken anzuwenden

Datum und Uhrzeit: 09.05.2025, 10:00 - 15:00 Uhr

Ort: Campus Westend, SKW-Gebäude, SKW 05.C112

Zielgruppe: dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen 

Anmeldung über den DFN-Terminplaner


Eine gemeinsame Veranstaltung des Familien-Service, des Netzwerks „Mutterschaft und Wissenschaft“ an der GU sowie des Career Supports – Trainings für Wissenschaftlerinnen.


Ziel: Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler*innen mit Sorgeverantwortung, die trotz eines von Care-Arbeit und familiären Verpflichtungen geprägten Alltags hochkonzentrierte Arbeitsphasen schaffen möchten. Ziel ist es, den Teilnehmenden praxisnahe Methoden und Strategien zu vermitteln, um die Herausforderungen von Mental Load, Emotional Load und der Care-Concentration Gap zu bewältigen. Dabei sollen sie lernen, ihre Arbeits- und Familienzeit klarer voneinander zu trennen und Raum für fokussierte Arbeitsphasen zu schaffen. Der Workshop bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, individuelle Ansätze zu entwickeln, die ihnen ermöglichen, ihre Produktivität zu steigern, ohne zusätzliche Erschöpfung zu riskieren.

Inhalte: 

  • Einführung in die Deep-Work-Methoden nach Cal Newport. 
  • Strategien zur klaren Trennung von Arbeits- und Familienleben. 
  • Umgang mit Mental Load, Emotional Load und der Care-Concentration Gap. 
  • Entwicklung individueller Ansätze, um hochkonzentrierte Arbeitsphasen in den Alltag zu integrieren.

Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 08. Mai 2025, 9:00-15:00 Uhr, Präsenz


Methodik: Der interaktive Workshop vermittelt praxisnahe Inhalte durch eine Mischung aus Kurzimpulsen, Kleingruppenarbeit und Einzelreflexion. Die Teilnehmenden erarbeiten in begleiteten Übungen konkrete Strategien zur Anwendung im Alltag.


Trainerin: Dr. Wiebke Vogelaar ist promovierte Politikwissenschaftlerin und zertifizierte Schreibberaterin mit umfassender Erfahrung in der Schreibdidaktik. Sie hat an der Freien Universität Berlin promoviert und verfügt über langjährige Forschungserfahrung. Als Gründerin von "Alma Mater" bietet sie spezialisierte Schreibcoachings für Mütter in der Wissenschaft an, um fokussiertes Schreiben mit den Anforderungen des Mutterseins zu vereinen. Sie ist zudem Autorin des Buches "Schreiben trotz Care-Arbeit – Strategien für Mütter* in der Wissenschaft", in dem sie praktische Ansätze zur Vereinbarkeit von akademischem Schreiben und Muttersein vorstellt. In ihren Workshops vermittelt sie praxisorientierte Strategien zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Produktivität und legt dabei Wert auf eine persönliche, herzliche und ehrliche Begleitung, die sowohl wissenschaftliche als auch familiäre Bedürfnisse berücksichtigt.

Zielgruppe: Wissenschaftlerinnen* mit Care Verantwortung (Ab R1-Phase)

Anmeldung: verbindlich bis zum 24. April 2025 an: training.gleichstellung@uni-frankfurt.de  Hängen Sie bitte den Anmeldebogen an 

Dieser Workshop stellt den zweiten Teil einer zweiteiligen Reihe dar und knüpft direkt an den Online-Vortrag „Konzentrationsrückbildung“ an. Hier werden die Themen rund um Konzentration und Arbeitsstrategien im Kontext von Care-Arbeit weiter vertieft. Es wird empfohlen, zuvor den Vortrag zu besuchen, um die Inhalte optimal zu verstehen. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, ist auch die Teilnahme am Workshop allein willkommen.


Hochschulen sind Orte des kritischen Denkens, der Wissenschaft und der Meinungsfreiheit – aber auch Orte, an denen menschenverachtende Ideologien keinen Platz haben dürfen. Besonders Lehrende tragen nicht nur fachliche Verantwortung, sondern auch soziale: Sie prägen den Diskurs in Lehrveranstaltungen, setzen Standards für respektvollen Austausch und stehen in der Verantwortung, rechtsextremen, populistischen und diskriminierenden Tendenzen entgegenzuwirken.
In diesem interaktiven Workshop beschäftigen wir uns mit der Funktionsweise rechtsextremer und rechtspopulistischer Parolen, beleuchten deren rhetorische Strategien und diskutieren, wie Lehrende konstruktiv und souverän darauf reagieren können. Zudem reflektieren wir die Fürsorgepflicht von Lehrenden und ihren Beitrag zu einer offenen und diskriminierungsfreien Universität. Wie können Lehrende sich als Verbündete für marginalisierte Gruppen positionieren? Wie können sie solidarisch handeln, ohne selbst in eine angreifbare Position zu geraten? Und welche Verantwortung haben sie bezüglich diskriminierender oder hetzerischer Aussagen?
Dieser Kompaktworkshop soll dabei unterstützen, eine klare Haltung zu entwickeln und gleichzeitig wirksame, souveräne Handlungsstrategien an die Hand zu geben. Rollenspiele, Gruppendiskussionen und kollegialer Austausch sorgen für eine praxisnahe und anwendungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema.


Datum und Uhrzeit: 08.05.2025, 10:00 - 12:00 Uhr

Ort: Campus Westend, IG-Farben-Gebäude, IG 1.314

Zielgruppe: Lehrende

Anmeldung über den DFN-Terminplaner

Mai 8 2025

Ringvorlesung Konflikte aushalten! Check your privileges!

Standing Together – shared struggle, shared future: building power through Jewish-Palestinian solidarity


"Konflikte aushalten! Check Your Privileges!" - Gemeinsam formulieren diese zwei Parolen das Spannungsfeld, dem sich die interdisziplinäre Ringvorlesung widmet. In einer Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen wird sie die in vielen Debatten der vergangenen Jahre aufgebrachten, aber im Tagesstreit nicht hinreichend reflektierten Fragen intensiver untersuchen und die ihnen zugrundeliegenden Aporien in den Blick nehmen: Wie lassen sich das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Wissenschaftsfreiheit mit dem Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung unter Aspekten von Class, Race, Gender, Ability und Age vereinbaren? Wie verhält sich Wissenschaftsfreiheit zu Meinungsfreiheit? Wo müssen Institutionen ihre Geschichte und Gegenwart, ihre Routinen und Praktiken unter dem Vorzeichen der Sensibilisierung für strukturelle Diskriminierungen kritisch reflektieren und verändern?

Die Ringvorlesung beschreibt in den zwei Teilen ihres Titels einen Konflikt, der mit besonderer Vehemenz in den klassischen Stätten der Öffentlichkeit ausgetragen wird: In Universitäten, Bildungsstätten, Theatern, alten und neuen Medien, Parlamenten und Gerichten. Sie zielt darauf ab, kultur-, medien-, sozial- und theaterwissenschaftliche sowie historische und politikwissenschaftliche Positionen zu den angeschnittenen Themen zu präsentieren. Dabei soll ein besonderer Focus auf die in vielen Streitfällen zu entdeckenden intersektionalen Aspekte der Diskriminierung gelegt werden. Gefragt werden soll nach produktiven Formen des Empowerments und der Gewinnung von Agency, doch zugleich auch nach Möglichkeiten des De-linkings und Unlearnings auf der Seite der durch strukturelle Ausgrenzung geprägten Institutionen.

Datum und Uhrzeit: 24. April 2025, 18:00 - 20:00 Uhr 

Format: online

Anmeldung bitte an a.mueller@tfm.uni-frankfurt.de


Mai 6 2025

Kompaktworkshop für Administrativ-technische Mitarbeitende

Diversitätskompetenz und Antidiskriminierung an der Hochschule


Welche Bedeutung haben Diversität und Antidiskriminierung für Ihre Arbeit?
Dieser Workshop richtet sich speziell an administrativ-technischen Mitarbeitenden der Goethe-Universität und soll Hintergründe zu Diversitätskonzepten und Antidiskriminierung vermitteln. Hierzu gehört nicht nur die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Lebensrealitäten im Kontext von Chancengerechtigkeit im Hochschulsystem, sondern auch die Reflektion der eigenen Wahrnehmung von sozialen Kategorisierungen und der Umgang mit (unbewussten) Vorannahmen und Stereotypen, um eine diskriminierungskritische Haltung zu entwickeln.
Über ein differenzsensibles Diversitätsverständnis verschaffen wir uns Zugang zu unterschiedlichen Diversitätskategorien, ihrer Verwobenheit (Intersektionalität) und ihrem Einfluss auf Alltagssituationen an der Goethe-Universität. Überdies versuchen wir unsere eigenen Verstrickungen in Ungleichheitssysteme machtkritisch zu betrachten und eine Haltung dazu zu entwickeln.
Der Workshop bietet Ihnen, unabhängig der eigenen Vorkenntnisse, eine Übersicht über die wichtigsten Diversitätskonzepte, wie z.B. das Diversityverständnis der GU, sowie Kategorien und Anwendungsgebiete in der Antidiskriminierungsrichtlinie. Sie werden zudem die Gelegenheit haben, sich gemeinsam über Fragen zur Thematik und aktuelle Diskurse auszutauschen.


Datum und Uhrzeit: 06.05.2025, 9:00 - 12:00 Uhr 

Ort: Campus Westend, IG-Farben-Gebäude, IG 0.457

Zielgruppe: ATM

Anmeldung über den DFN-Terminplaner

Mai 5 2025

Workshop-Reihe: "Frauen* und Finanzen"

F&F - Struktur der Altersvorsorge in Deutschland

Die Workshop-Reihe "Frauen* und Finanzen" adressiert die finanzielle Absicherung von Frauen, insbesondere im Hinblick auf ihre Altersvorsorge. Die durchschnittliche Rente von 888 € im Jahr 2023 verdeutlicht die besondere Gefährdung von Frauen in Bezug auf Altersarmut. Diese Problematik wird maßgeblich durch strukturelle Faktoren wie Teilzeitarbeit, Unterbrechungen der Erwerbsarbeit für Care-Arbeit sowie die bestehende geschlechterspezifische Lohnungleichheit verursacht.


Die drei Workshops dieser Reihe erkunden nicht nur die finanziellen Grundlagen, sondern beleuchten auch die psychologischen und geschlechterspezifischen Unterschiede im Umgang mit Finanzen und insbesondere im Anlageverhalten, um ein umfassendes Verständnis für individuelle Bedürfnisse und Herangehensweisen für eine bessere finanzielle Absicherung insbesondere von Frauen zu fördern.

In den Workshops werden die Grundlagen der Altersvorsorge, Investitionsmöglichkeiten sowie die praktische Umsetzung eines langfristigen Vermögensaufbaus bzw. -anlage an der Börse behandelt. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen konkrete Handlungsschritte für ihre individuelle finanzielle Situation zu vermitteln. Spezielles Vorwissen wird nicht vorausgesetzt, und die Workshops sind praxis- und dialogorientiert.


Alle Termine im Überblick: 


05.05.2025 (dieser Termin) 9:3012:30 Uhr online


Struktur der Altersvorsorge in Deutschland

  • Berechnung der eigenen Rentenlücke und des notwendigen Investitionsbedarfs, um diese Lücke zu schließen
  • Sparen & Budgetieren auch in Zeiten steigender Preise
  • Solide Kontostruktur für eine sichere Finanzübersicht im Alltag
  • Kurz-, mittel- und langfristige Finanzplanung


14.05.2025 Verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage


02.06.2025: Frau und Rente: wie bin ich abgesichert? (DRV)


18.06.2025: (Nachhaltig) Investieren mit ETFs



Hinweis: im 2. Teil wird wichtiges Vorwissen für den 4. Teil vermittelt, daher ist die Teilnahme am 14. Mai wichtig.

Zielgruppe: Alle sich als weiblich identifizierenden Mitarbeiter*innen der Goethe Universität

Referentin: Claudia Müller, Female Finance Forum

Anmeldung bis zum 28.04.2025 über  DFN: Frauen & Finanzen 1  I DFN-Terminplaner

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter training.gleichstellung@uni-frankfurt.de

Apr 28 2025

Karrieregespräch

Die HAW Professur - Anforderungsprofil im Fokus


Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) bilden eine wichtige Säule im Bildungs- und Wissenschaftssystem in Deutschland. Die HAW-Professur wird oft stark mit Lehre und – wie der Name sagt – einer Anwendungsorientierung des Wissens in Verbindung gebracht. Jedoch haben sich HAWs in den letzten Jahren stark verändert und neue Aufgaben hinzugewonnen, beispielsweise durch die Einführung eines Promotionsrechts. In Bezug auf die Aufgabenbereiche und Rahmenbedingungen wird der Unterschied zur Universitätsprofessur zunehmend kleiner und zugleich interessanter für eine größere Zielgruppe an Wissenschaftler*innen. Hier eröffnen sich viele neue Perspektiven und Chancen.
Worin liegen die Besonderheiten einer HAW- Professur? Welche Qualifikationen sind zentral? Wie kann man den Karriereweg in eine HAW-Professur strategisch planen? Diesen und weiteren Fragen werden wir im Rahmen dieses Karrieregesprächs nachgehen und mit fünf Professorinnen über ihre beruflichen Wege zur HAW-Professur sprechen und diskutieren.


Programm

16:30 Uhr: Begrüßung durch Mentoring Hessen

Kurzvortrag Wege zur HAW-Professur, Prof. Dr. Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer, Frankfurt University of Applied Sciences

Anschließend Podiumsgespräch mit

Prof. Dr.-Ing. Sandra Hartl, Institut für Angewandte Strömungssimulation (IAS), Fakultät Maschinen und Systeme, Hochschule Esslingen – University of Applied Sciences

Prof. Dr. Meltem Kulaçatan, Professorin für Soziale Arbeit, IU Internationale Hochschule

Prof. Dr. Katharina Lenhart, Professorin für Botanik, Limnologie und Ökotoxikologie, TH Bingen, University of Applied Sciences

Prof. Dr. Margit Schulze, Professorin für Industrielle Organische Chemie und Polymerchemie, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, University of Applied Sciences

ca. 18:00: Ende der Veranstaltung

Format: Digital via Zoom 

Zielgruppe: Mitglieder von Mentoring Hessen und Gäste, insbesondere Doktorandinnen, Postdocs, angehende Professorinnen und Mentorinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft

Anmeldung: online bis Mittwoch, 23.04.2025 über das Online-Portal, Gäste bitte per Mail an rahmannejad@mentoringhessen.de



"Konflikte aushalten! Check Your Privileges!" - Gemeinsam formulieren diese zwei Parolen das Spannungsfeld, dem sich die interdisziplinäre Ringvorlesung widmet. In einer Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen wird sie die in vielen Debatten der vergangenen Jahre aufgebrachten, aber im Tagesstreit nicht hinreichend reflektierten Fragen intensiver untersuchen und die ihnen zugrundeliegenden Aporien in den Blick nehmen: Wie lassen sich das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Wissenschaftsfreiheit mit dem Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung unter Aspekten von Class, Race, Gender, Ability und Age vereinbaren? Wie verhält sich Wissenschaftsfreiheit zu Meinungsfreiheit? Wo müssen Institutionen ihre Geschichte und Gegenwart, ihre Routinen und Praktiken unter dem Vorzeichen der Sensibilisierung für strukturelle Diskriminierungen kritisch reflektieren und verändern?

Die Ringvorlesung beschreibt in den zwei Teilen ihres Titels einen Konflikt, der mit besonderer Vehemenz in den klassischen Stätten der Öffentlichkeit ausgetragen wird: In Universitäten, Bildungsstätten, Theatern, alten und neuen Medien, Parlamenten und Gerichten. Sie zielt darauf ab, kultur-, medien-, sozial- und theaterwissenschaftliche sowie historische und politikwissenschaftliche Positionen zu den angeschnittenen Themen zu präsentieren. Dabei soll ein besonderer Focus auf die in vielen Streitfällen zu entdeckenden 
intersektionalen Aspekte der Diskriminierung gelegt werden. Gefragt werden soll nach produktiven Formen des Empowerments und der Gewinnung von Agency, doch zugleich auch nach Möglichkeiten des De-linkings und Unlearnings auf der Seite der durch strukturelle Ausgrenzung geprägten Institutionen.


Datum und Uhrzeit: 24. April 2025, 18:00 - 20:00 Uhr 

Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 10 

eine Anmeldung ist nur für die online abgehaltenen Einzeltermine notwendig! 

Apr 23 2025

Brückenschlag in die Zukunft: Sicherung der fachspezifischen Expertise

Lunch&Learn - Hilfe, die Boomer gehen!

diese 75-minütige Lunch&Learn-Session beleuchtet den spürbaren Generationswechsel an der Universität und thematisiert mögliche Strategien, wie die hohe fachspezifische Expertise der Mitarbeitenden auch in Zukunft gesichert werden kann. 

Angesichts des erwarteten Ausscheidens von voraussichtlich mehr als 250 Mitarbeitenden im wissenschaftsstützenden Bereich in den nächsten 5-10 Jahren, sowohl durch Altersgründe als auch durch Fluktuation, sollen Konzepte für beruflichen Wiedereinstieg, Stellenwechsel, Aufgabenänderungen und den Übergang in den Ruhestand vorgestellt und diskutiert werden.

Datum: 23.04.2025, 12:00 - 13:15 Uhr, online 

Referentin: Ulrike Schneider-Gladbach

Anmeldung: über DFN Wissenstransfer - "Hilfe, die Boomer gehen!?" | DFN-Terminplaner

(Den Link erhalten Sie vor der Veranstaltung per Mail)

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter training.gleichstellung@uni-frankfurt.de

Die politische Philosophin Nikita Dhawan unternimmt den Versuch, postkoloniale, queer-feministische Theorien und Theorien der Aufklärung – in der Tradition von Kant über Adorno und Spivak – zusammenzudenken. Aus diesen scheinbar unvereinbaren philosophischen und politischen Strömungen birgt sie das emanzipatorische Potenzial und skizziert kritische Theorien der Dekolonisierung. Diese können helfen, postimperiale Zukünfte unserer Gesellschaft angesichts multipler Krisen vorstellbar zu machen.

Postkoloniale Studien, die sich mit dem Erbe des weltweiten Kolonialismus und Imperialismus auseinandersetzen, erfahren derzeit insbesondere von rechter aber auch liberaler Seite Kritik: Ihnen wird vorgeworfen, gegen die Aufklärung, nihilistisch, eurozentrisch und schließlich antisemitisch zu sein. 

Nikita Dhawan argumentiert dagegen, dass diese Vorwürfe bestenfalls auf Missverständnissen des Projektes der Dekolonisierung beruhen. Sie versucht, den »versäumten Begegnungen« zwischen Postkolonialen und Holocaust Studies nachzuspüren und darüber hinaus die »Identitätsverwechslung« zwischen postkolonialen und dekolonialen Ansätzen zu bereinigen. Zusammenfassend beleuchtet Dhawan die widersprüchlichen Konsequenzen der Aufklärung, ohne einen gegenaufklärerischen Standpunkt einzunehmen. »Die Aufklärung vor Europa retten« bedeutet für sie, die Unabdingbarkeit der Aufklärung in der Umsetzung kritischer Projekte zu behaupten, zugleich aber ihr »giftiges Erbe« mitzudenken.

Nikita Dhawan ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden. Ihre Schwerpunkte sind globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Demokratie und Dekolonialisierung. 2017 erhielt sie den Käthe-Leichter-Preis für herausragende Leistungen in der Frauen und Geschlechterforschung sowie für die Unterstützung der Frauenbewegung und Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter. Im Jahr 2023 erhielt sie die Gerda-Henkel-Gastprofessur an der Stanford University und das Thomas Mann Fellowship in Los Angeles.

Datum und Uhrzeit: 23.04.2025, 18:00 - 20:00 Uhr

Ort: Campus Westend, Casino 823 (Festsaal)


melden Sie sich gerne über den untenstehenden Link für die Veranstaltung an!