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Teil der Veranstaltungsreihe "Diskurs und Resonanz: Akademische Lehre und jüdische Perspektiven"
Die gegenwärtigen religionsbezogenen Diskurse in Deutschland folgen einem kulturgeschichtlich gewachsenen Kirchenverständnis: die Rahmung von Religionsgemeinschaft über formale Zugehörigkeit, Religionsausübung in der Verhältnisbestimmung von subjektivem Recht und forum externum oder die Verhandlung von Lehre zwischen akademischer Theologie, religiöser Institution, organsierter Bewegung und Laientum. Dem gegenüber liegen die Spannungsverhältnisse von Affinität und Distanz zur Religion als sozialer oder von Kirchlichkeit und Säkularität als politischer Rahmung. Auf der dritten Achse bilden sich die Dynamiken der verschränkten Pluralisierung religiöser Bezüge in einer durch Demokratisierung, Globalisierung, Transnationalisierung und Migration vielfältig gewordenen Gesellschaft ab.

Diese drei Achsen ziehen einen Resonanzraum auf, in dem bewährte Muster religiöser Ethnisierung aufscheinen: Judentum und Erinnern, Christentum und Hegemonialität oder Islam und Migration. Unterschiedliche Orientierungen können dabei zur Diffamierung von religiösem Leben oder aber zu mehr Treffsicherheit führen: Erreichen die gängigen Soundbites die relevanten Bezüge des tatsächlichen religiösen Lebens, oder zeichnen sie Zerrbilder? Die Veranstaltung diskutiert hierzu Beispiele, hochschuldidaktische und metatheoretische Bezüge.

Termin: 30. Oktober 2024, 14:00 Uhr (s.t.) bis 16:30 Uhr

Veranstaltungsort: Campus Westend

Referentin: Harry Harun Behr, geboren 1962 in Koblenz am Rhein, ist Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Islam an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und Mitglied im Rat für Migration. Seine Schwerpunkte liegen in der intersektionalen Bildungsforschung mit besonderem Bezug zu Religion, Gender, Migration, jugendlicher Lebensweltorientierung und Extremismusprävention sowie in der islamischen Bildungslehre und der Fachdidaktik des Islamunterrichts.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an lehrendes Personal der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie wird in Kooperation zwischen der Goethe-Universität (Dilara Kanbıcak, Prof. Dr. Harry Harun Behr) und der Jüdischen Akademie (Sabena Donath) durchgeführt und umfasst in 2024 zunächst vier Termine. Den Abschluss bildet eine moderierte Exkursion in die Frankfurter Westend-Synagoge. Die Teilnahme an den einzelnen Terminen erfordert eine persönliche Anmeldung.


Veranstaltung der Reihe "Diversität und Diskurs: Antisemitismus. Erinnerungskultur. Demokratie - Interdisziplinäre Perspektiven"

Vortrag von Dr. Matthias Becker, University of Cambridge

Veranstaltung der Reihe "Diversität und Diskurs: Antisemitismus. Erinnerungskultur. Demokratie - Interdisziplinäre Perspektiven"

Vortrag von Prof. Dr. Christiane Thompson, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Datum und Uhrzeit:  21.01.2025, 18 - 20 Uhr

Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum. HZ9 

In welchem Verhältnis Wissenschaft zu den vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart steht, ist in jüngerer Zeit immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen. Auf der einen Seite steht Wissenschaft für eine neutrale und objektive Beobachtung ihrer ‚Forschungsgegenstände', auf der anderen Seite kann sie sich den Normen und ethischen Implikationen, die diesen Gegenständen gesellschaftlich vorgegeben sind, nicht entziehen. 

Dies gilt einmal mehr unter den Bedingungen gesellschaftlicher Diversität und der mit ihr verbundenen Perspektivenvielfalt auf die drängenden Krisenerfahrungen der Gegenwart. Die Themen Antisemitismus und Rassismus, Migration und Klimawandel, Geschlechterordnungen und die Legitimationskrise liberaler Demokratie, aber auch die weltweit zu verzeichnenden kriegerischen Konflikte stehen im Kontext einer Polarisierung und Moralisierung mediatisierter Öffentlichkeit(en), in die auch wissenschaftliche Diskurse verwickelt sind.
 
Kann bzw. soll sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen konflikthaften Themen einer Polarisierung und Moralisierung wirksam entziehen? Wie lässt sich der Balanceakt zwischen wissenschaftlicher Distanzierung und politischer Positionierung,
wie die Spannung zwischen moralischer Abstinenz und Involviertheit gestalten? Wo liegen die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Aufklärung solcher Krisen- und Konfliktlagen und welche Grenzen sindihr dabei gesetzt. Diese Fragen möchte die Vorlesungsreihe entlang der folgenden drei Forschungsfelder Erinnerungskultur, Antisemitismus und Demokratie aus der Perspektive unterschiedliche Fachdisziplinen diskutieren.


Datum und Uhrzeit: Dienstag, 22.10.2024, 18:00 - 20:00 Uhr

Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ9

Wir freuen uns, Sie über den ersten virtuellen „Matching Day Inklusion“ zu informieren, der nicht nur von der Goethe-Universität ausgerichtet wird, sondern an dem sich die Hochschule auch als potentielle Arbeitgeberin vorstellt. 


Ziel der Veranstaltung

Der Matching Day Inklusion stellt eine Plattform dar für die Begegnung zwischen der Goethe-Universität und Studierenden oder Absolvent*innen mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Im Vordergrund steht dabei interessante, vielfältige Talente in einem kurzen Video Call kennenzulernen und wertvolle Einblicke in die Perspektiven dieser Zielgruppe zu gewinnen. Ebenso kann sich die Goethe-Universität als attraktive Arbeitgeberin vorstellen. Weitergehende Erwartungen oder Verpflichtungen sind mit der Teilnahme an dem Event für Sie nicht verbunden. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, den Kontakt zu teilnehmenden Personen zu vertiefen.

Was Sie erwarten können

  • Auf Wunsch vorbereitendes Gespräch zur Klärung von Fragen, bspw. bez. der Ansprache von Bedarfen oder auch bezüglich möglicher Fördermittel
  • Möglichkeiten zum direkten Austausch mit Studierenden

Wichtige Details

  • Datum: Dienstag, 22. Oktober 2024
  • Zeit: nach Vereinbarung
  • Format: Virtuelles Event via Zoom

Anmeldung und weiterer Ablauf

Damit der Matching Day erfolgreich, informativ und inspirierend wird, brauchen wir Ihr Engagement! Deshalb freuen wir uns, wenn Sie Ihr Interesse an einer Teilnahme bis zum 4.10.2024 unter inklusion@uni-frankfurt.de anmelden. 

Am 7.10.2024 erhalten Sie die CVs in Frage kommender Interessent*innen. Die Rückmeldung, welche Interessent*innen Sie kennenlernen möchten, erbitten wir bis 10.10.2024. Die ausgewählten Interessent*innen werden dann bis zum 17.10.2024 eingeladen.

Ein kleiner Hinweis voran: Bitte seien Sie nicht enttäuscht, falls wir nicht allen in diesem Durchlauf geeignete Interessent*innen vermitteln können. Der Matching Day Inklusion der Goethe-Universität findet in dieser Form zum ersten Mal statt. Erfahrungsgemäß benötigt es einige Zeit, bis solche neuen Verfahren auch bei den Zielgruppen bekannt und etabliert sind. Zudem fällt es Personen dieser Zielgruppe häufig besonders schwer, ihre Bedarfe offen anzusprechen. Umso wichtiger ist es, zu signalisieren, dass die Goethe-Universität Inklusion, Chancengerechtigkeit und Teilhabe ernst nimmt.

Deshalb ist Ihre Teilnahme entscheidend, um interessierten Studierenden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen unserer Universität zu geben und die Hochschule als vielseitige und spannende Arbeitgeberin vorzustellen. Wir freuen uns auf Ihr Engagement und Ihre Offenheit.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Buchberger unter inklusion@uni-frankfurt.de

Okt 7 2024

Positives Mindset, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit 

Reihe "Starke Frauen*", Teil 1


In einer Welt, in der Frauen* oft mit Dominanzverhalten und Grenzüberschreitungen konfrontiert werden, ist es wichtig, ein starkes Mindset zu entwickeln. Die Workshop-Reihe "Starke Frauen*" bietet Reflexionsmöglichkeiten und handlungsorientierte Strategien, um selbstbewusst auftreten und eigene Grenzen klar kommunizieren zu können.

Im Workshop Positives Mindset, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit geht es um Fragen wie: "Was macht mich aus?", "Was möchte ich für mich?", "Weshalb reagiere ich manchmal nicht zu meinem Vorteil?" oder "Wie sage ich Nein?". Solche Fragen beschäftigen viele Frauen* und werden unter anderem durch lebenslange Prägungen bestimmt. Der Workshop unterstützt Sie dabei, Ihre Fähigkeiten und Leistungen zu erkennen und anzuerkennen sowie Strategien zu erlangen, um Ihr Mindset zu stärken und Ihr Verhalten situations- und kontextgemäß anzupassen. 

Datum: 07.10.2024, 9:00 – 13:00 Uhr 

Veranstaltungsort: online

Format: Workshop

Zielgruppe: Alle sich als weiblich identifizierenden Mitarbeiter*innen der Goethe Universität

Referentin: Silke Gorges, Stark durchs Leben

Anmeldung bis zum 30.09.2024 über DFN: Starke Frauen* | DFN-Terminplaner

(Den Link erhalten Sie vor der Veranstaltung per Mail)

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter training.gleichstellung@uni-frankfurt.de

Welche Bedeutung haben Diversität und Antidiskriminierung für Ihre Arbeit? Dieser Workshop richtet sich  insbesondere an administrativ-technischen Mitarbeitenden der Goethe-Universität und soll Hintergründe zu Diversitätskonzepten und Antidiskriminierung vermitteln. 

Hierzu gehört nicht nur die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Lebensrealitäten im Kontext von Chancengerechtigkeit im Hochschulsystem, sondern auch die Reflektion der eigenen Wahrnehmung von sozialen Kategorisierungen und der Umgang mit (unbewussten) Vorannahmen und Stereotypen, um eine diskriminierungskritische Haltung zu entwickeln.

Über ein differenzsensibles Diversitätsverständnis verschaffen wir uns Zugang zu unterschiedlichen Diversitätskategorien, ihrer Verwobenheit (Intersektionalität) und ihrem Einfluss auf Alltagssituationen an der Goethe-Universität. Überdies versuchen wir unsere eigenen Verstrickungen in Ungleichheitssysteme machtkritisch zu betrachten und eine Haltung dazu zu entwickeln. 

Das Grundlagenmodul bietet Ihnen, unabhängig der eigenen Vorkenntnisse, eine Übersicht über die wichtigsten Diversitätskonzepte, wie z.B. das Diversityverständnis der GU, sowie Kategorien und Anwendungsgebiete in der Antidiskriminierungsrichtlinie. Sie werden zudem die Gelegenheit haben, sich gemeinsam über Fragen zur Thematik und aktuelle Diskurse auszutauschen.

Referentin: Dr. Anna Carolin Müller - Diversity Policies im Büro für Chancengerechtigkeit der Goethe-Universität

Datum: 02.10.2024 | 13-16 Uhr

Ort: Campus Westend, SKW-Gebäude, Raum 05.C112

Max. Teilnehmendenanzahl: 20

Anmeldung: Bis 18.09.2024 hier. (Es wird um eine verbindliche An- und auch Abmeldung gebeten!)

Workshopbeschreibung als PDF.


Sep 10 2024

Brückenschlag in die Zukunft: Sicherung der fachspezifischen Expertise

Lunch&Learn - Hilfe, die Boomer gehen!


diese 75-minütige Lunch&Learn-Session beleuchtet den spürbaren Generationswechsel an der Universität und thematisiert mögliche Strategien, wie die hohe fachspezifische Expertise der Mitarbeitenden auch in Zukunft gesichert werden kann. 

Angesichts des erwarteten Ausscheidens von voraussichtlich mehr als 250 Mitarbeitenden im wissenschaftsstützenden Bereich in den nächsten 5-10 Jahren, sowohl durch Altersgründe als auch durch Fluktuation, sollen Konzepte für beruflichen Wiedereinstieg, Stellenwechsel, Aufgabenänderungen und den Übergang in den Ruhestand vorgestellt und diskutiert werden.

Datum: 10.09.2024, 12:00 - 13:45 Uhr, online 

Referentin: Ulrike Schneider-Gladbach

Anmeldung: bis zum 03.09.2024 über DFN: Wissenstransfer | DFN-Terminplaner

(Den Link erhalten Sie vor der Veranstaltung per Mail)

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter training.gleichstellung@uni-frankfurt.de


Vertiefte Informationen zur gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge geben zwei Online-Workshops mit der Deutsche Rentenversicherung (DRV) und der VBL-Altersvorsorge für den öffentlichen Dienst.

Gesetzliche Altersvorsorge: Grundlagen und Praxistipps
11.04.2024, 09:30 – 12:30 Uhr, online

Anmeldung bis zum 21.03.2024 an training.gleichstellung@uni-frankfurt.de

Betriebliche Altersvorsorge: Ein Weg die Rentenlücke zu schließen!?
05.09.2024, 12:00 – 13:00 Uhr, online

Anmeldung bis zum 15.08.2024 an training.gleichstellung@uni-frankfurt.de

Jul 17 2024

Kompaktworkshop für Lehrende des Instituts für Film-, Theater- und Medienwissenschaften

Diversitätsbewusste und diskriminierungskritische Hochschullehre


Dieser Workshop richtet sich an Lehrende, die sich vertiefend mit der Gestaltung eines diskriminierungskritischen und diversitätsbewussten Lehr- und Lernumfeld beschäftigen möchten. Anhand (eigener) Praxisbeispiele und in einer ausgewogenen Mischung aus interaktiven Übungen, Input und Austausch werden folgende Fragen behandelt: Welche Haltung habe ich zur Diversität meiner Studierenden? Welchen Einfluss hat die eigene Wahrnehmung von Diversität auf die Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen und wie kann ich Diskriminierung in meinen Lehrräumen erkennen, vorbeugen und ggf. intervenieren? Die Materialien werden im Nachgang zur Verfügung gestellt.

In Vorbereitung können Sie das Diversitätsverständnis und Antidiskriminierungsrichtlinie der Goethe-Universität einsehen.

Hinweis: Bitte reichen Sie – sofern vorhanden – Beispiele aus Ihrer eigenen Lehrpraxis vorab ein. Senden Sie diese bis 05.07.2024 an kanbicak@em.uni- frankfurt.de.

Referent*innen: Dilara Kanbiçak und Dr. Anna Carolin Müller – Diversity Policies im BfCG

Termin: 17.07.2024, 12:00-15:00 Uhr

Ort: Campus Westend, SKW-Gebäude, Seminarraum Büro für Chancengerechtigkeit, 05 C 112

Zielgruppe: Lehrende des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaften

Teilnehmer*innen: max. 16

Anmeldung: Bitte melde Sie sich bis zum 05.07.2024 verbindlich hier an.

Wir bitten Sie, sich möglichst verbindlich an- und abzumelden, da der Workshop bei einer zu geringen Teilnehmer*innenzahl vor Ort ausfallen muss.